© svetamart – stock.adobe.com

Alles für gesunden Kinderschlaf

Zwei Dinge haben alle Kinder vom Säuglingsalter bis hin zur Grundschule gemein: Eine gesunde Nachtruhe ist erstens äußerst wichtig, damit die zahlreichen Entwicklungsschritte gut ablaufen können. Und zweitens: Schlafbedürfnis und -verhalten unterscheiden sich grundlegend. Je nach Lebensphase kann idealer Kinderschlaf sehr facettenreich aussehen. Hier erfährst du, was Babys, Kleinkinder und Grundschüler brauchen, um perfekte Erholung zu genießen.

1. Kinderschlaf bei Babys im ersten Lebensjahr

Gerade auf die Welt gekommen, mit der Mission, vom winzigen Säugling zum erwachsenen Menschen heranzureifen: Keine Frage, dafür absolviert der gesamte Organismus Höchstleistungen. Entsprechend ausgedehnte Ruhephasen fallen an. Denn im Schlaf entspannt sich das Baby nicht nur von all dem Neugelernten und so aufregenden Tätigkeiten wie Essen und Schreien. Vielmehr findet exakt in der vermeintlichen Auszeit ein Großteil der Entwicklung und des Wachstums statt. Die ersten drei Lebensmonate verschlafen Babys daher fast komplett: 16 bis 18 von 24 Stunden sind sie im Reich der Träume unterwegs. Dieses enorme Pensum verteilen sie in fünf relativ gleichmäßige Kinderschlaf- und Wachphasen.

Kinderschlaf bei Babys
© Alena Ozerova – stock.adobe.com

Aber schon hier gilt wie auch beim Essen oder sonstigen Verhalten: Abweichungen sind normal. Einige Kinder schlafen mehr und sehr schnell, andere hingegen sind schon in der ersten Lebensphase kaum zur Ruhe zu bringen. Ab einem Alter von vier Monaten liegt die benötigte Schlafdauer zwischen 12 und 16 Stunden. Sobald sich der erste Geburtstag nähert, genügen dann etwa 11 bis 14 Stunden – immer je nach Kind. Ein Tag-Nacht-Rhythmus entwickelt sich langsam ab der sechsten Woche. Damit schläft Baby nachts zu ähnlichen Zeiten ein und wacht ebenso zu ähnlichen Zeiten auf. Vom Durchschlafen ist in Fachkreisen die Rede, wenn das Kleine etwa von Mitternacht bis zum Morgengrauen ohne Unterbrechung schlummert.

So schläft dein Baby richtig gut – aber sicher

In der Regel werden die ganz Kleinen vom Schlaf übermannt. Deshalb ist es immer wichtig, darauf zu achten, ob sie Anzeichen von Müdigkeit zeigen. Andernfalls brauchst du das Baby gar nicht erst ins Babybettchen zu legen: Baby schläft nur, wenn es müde ist – dann aber dafür auch überall. Dennoch ist eine adäquate Schlafstätte natürlich unverzichtbar, nicht allein für gesunden Schlaf, sondern insbesondere auch in Sachen Sicherheit. Um das Risiko des gefürchteten Plötzlichen Kindstodes auf ein Minimum zu reduzieren, gilt es, auf das richtige Bettzeug zu achten. Dazu zählt:

  • Eigenes Kinderbett: Säuglinge sollten nie im Elternbett schlafen und dösen, sonst droht Erstickungsgefahr.
  • Die kleine Kindermatratze darf für Babys nicht zu weich sein, damit sie nicht darin versinken.
  • Als Decke eignet sich in der ersten Phase ein sogenanntes Nestchen.
  • Kissen benötigen Neugeborene nicht.
  • Auch Plüschtiere sollten erst im späteren Alter ins Kinderbett einziehen.

Damit die Kleinsten gut ein- und durchschlafen, benötigen sie ein umfassendes Gefühl der Geborgenheit. Zu den besten Einschlafhilfen zählt deshalb viel Aufmerksamkeit und Körperkontakt mit den Eltern im Wachzustand. Zudem hilft es nachweislich, das Kinderbett ins Elternschlafzimmer oder tagsüber in die Nähe der Eltern zu stellen.

Bubema Nils Babybett

Denn das Empfinden der Nähe sowie die vertrauten Elterngeräusche entspannen das Kleine. Da oft auch der Hunger die Babys aus dem wohlverdienten Kinderschlaf reißt, ist es ratsam, die letzte Fütterung knapp vor der typischen nächtlichen Einschlafzeit zu geben. Insgesamt helfen feste Tagesabläufe und Rituale enorm dabei, ein gesundes Schlafverhalten zu erlernen.

2. Kinderschlaf im Vorschulalter

Mit zunehmendem Alter verringert sich das allgemeine Schlafbedürfnis und insbesondere auch der Tagschlaf. Drei- bis Fünfjährige sind mit 10 bis 13 Stunden ausreichend versorgt. Diese Dauer kann sich aus dem nächtlichen Kinderschlaf sowie zusätzlichem Mittagsschlaf zusammensetzen. Nach dem ersten Geburtstag verteilt sich das Pensum auf sechs bis acht Stunden pro Nacht plus zwei weitere Einheiten tagsüber. Ab dem zweiten Geburtstag können manche Kinder schon ganz auf den Mittagsschlaf verzichten, andere benötigen ihn und behalten ihn bis zum vierten Lebensjahr bei.

Zeigen sie tagsüber deutliche Müdigkeit, sollten Kinder schlafen dürfen. Ist abends hingegen das Zubettgehen ein Kampf, weil das Kleine einfach nicht müde wird, dann deutet das darauf hin, das zusätzliche Nickerchen besser einzusparen.

Mit der richtigen Bettausstattung einfach besser schlafen

Vor allem bei Vorschulkindern zwischen drei und fünf Jahren kennen viele Eltern das Problem: Ich will nicht ins Bett! In der Tat können bereits drei einfache Punkte Abhilfe schaffen:

  • genügend Auslastung tagsüber, eventuell Verzicht auf Mittagsschlaf, damit abends Müdigkeit entsteht
  • klar strukturierte Tagesabläufe und beruhigende Rituale vor dem Schlafengehen helfen ebenso wie im Babyalter – im Grunde helfen sie das ganze Leben lang!
  • ein einladend gestaltetes Kinderbett

Ist die Schlafstätte kindgerecht und nach dem persönlichen Geschmack der Kleinen gestaltet, nehmen sie sie viel eher an. Vor allem müssen sie sich sicher und geborgen fühlen können in dem eigenen Reich. Die Basis bietet das grundlegende Bettzubehör, allem voran die Kindermatratze und Bettgröße. Natürlich passt das Kleinkind nicht mehr ins Babybett, für normale Jugend- und Erwachsenenmaße ist jedoch auch noch nicht die Zeit gekommen. In einem zu großen Kinderbett fühlen sich Kleinkinder schnell verloren und bekommen Angst.

Herding CARS Bettwaesche Kinderschlaf Herding DIE EISKOENIGIN 2 Bettwaesche Kinderschlaf

Neben der passenden Größe helfen persönliche Akzente wie eine tolle Kinderbettwäsche. Sie sollte sich durch geprüfte Materialien gut auf der Haut anfühlen, vor allem aber optisch überzeugen: Kinderbettwäsche in der Lieblingsfarbe oder mit den liebsten Tieren und Comic-Helden kann das Kind tatsächlich ins Bett locken. Allgemein sollte eine geborgene, ruhige Atmosphäre herrschen.

3. Kinderschlaf im Grundschulalter

Kinder im Grundschulalter haben oft bereits einen gewaltig vollen Tagesplan. Umso wichtiger ist erholsamer Kinderschlaf, um all den Anforderungen standzuhalten. Zudem können – in jeder Lebensphase – die zahlreichen neuen Informationen nur wirklich im Gedächtnis abgespeichert werden, wenn die Schlafqualität stimmt. Schulkinder zwischen sechs und zwölf Jahren sollten also immer noch mindestens neun bis zwölf Stunden Nachtruhe bekommen – auch wenn sie es nicht wahrhaben wollen. Jedoch fällt in dieser Phase oft das Abschalten abends besonders schwer.

Schlafhygiene beginnt ab den Grundschulalter

Was später auch für viele Erwachsene noch eine Herausforderung darstellt, sollten bereits die ABC-Schützen lernen: Gesunder Schlaf bedeutet, die Mediennutzung vor der Nachtruhe zu begrenzen. Wenigstens ein bis zwei Stunden vor dem Schlafengehen nicht mehr vor dem TV, Smartphone oder sonstigen elektronischen Bildschirmen zu sitzen, fördert erholsamen Kinderschlaf ebenso, wie es sich später für Erwachsene mit Einschlafproblemen empfiehlt.

Schlafhygiene beginnt ab dem Grundschulalter Kinderschlaf
© Gorodenkoff – stock.adobe.com

Aufregende Inhalte sowie das blaue Licht der Monitore sind wahre Schlafkiller. Anders als noch im Babyalter ist ein zeitnahes Abendessen nicht mehr förderlich. Auch hier sollte der Abstand zum Zubettgehen wenigstens zwei bis drei Stunden betragen. Wer abends Zucker – und natürlich Cola sowie ähnlich koffein- und energiehaltige Getränke – vom Speiseplan streicht, erhält ein weniger aufgeputschtes und natürlich gesünderes Kind als Belohnung.

Fazit: So klappt es mit dem Schlafen

Kinder schlafen je nach Lebensphase unterschiedlich lang. Erst ab dem fortgeschrittenen Kleinkindalter fällt der Kinderschlaf ausschließlich auf die Nacht. Dabei ist es entscheidend, dass dein Nachwuchs genügend Schlafstunden zusammenbekommt. Um sicherzustellen, dass dein Kind entsprechend seiner Altersstufe genügend schläft, kannst du ein Schlaftagebuch erstellen.

Komplett-Set Junior-Duo Medisan Kids Matratze und Steppdeckenset

Über drei Wochen trägst du sowohl Schlafbeginn als auch Unterbrechungen und Tagesnickerchen ein und ziehst am Ende Bilanz. Um den Kinderschlaf zu fördern und zu verbessern, helfen in jedem Alter so einfache Mittel wie persönliche Zuwendung, eine clevere Routine vor dem Zubettgehen sowie eine optimal gestaltete Schlafumgebung aus passender Kindermatratze sowie angemessenem Bettzubehör, wie etwa schöner Kinderbettwäsche.