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Atmungsaktive Matratzen

« Die idealen Materialien gegen Feuchtigkeit »

Eine angenehme Schlafumgebung gehört zu den wichtigsten Faktoren für gesunden, erholsamen Schlaf. Das Bettklima ist dabei entscheidend: Angenehm trocken und wohltemperiert soll es sein. Atmungsaktive Matratzen sowie die richtige Bettwäsche machen dabei einen entscheidenden Unterschied. Wie aber genau hängen die Schlafunterlage und deren Materialien mit der durch Nachtschweiß entstehenden Feuchtigkeit im Bett zusammen?

Das Klima im Bett

Tatsächlich hängt unser gesamter Schlaf stark von klimatischen Bedingungen ab. Nehmen Sie nur die Temperatur: Der Körper ist so geprägt, dass wir bei Wärme schlechter einschlafen. Die Körpertemperatur sinkt bis zwei Uhr nachts immer mehr ab – fast wie eine natürliche Klimaanlage für besseren Schlaf. Auch was die äußeren Temperaturen im Schlafzimmer betrifft, haben Experten herausgefunden, dass der Idealwert zwischen 16 und 19 Grad liegt.

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Für die geeignetste Luftfeuchtigkeit im Schlafbereich gibt es ebenfalls einen Richtwert. Der liegt zwischen 40 und 60 Prozent relativ. Beide Werte lassen sich leicht messen und beeinflussen. Aber auch wer darauf keine Lust hat, kann eine interessante Information daraus ableiten: Es lohnt sich, das Bettklima durch atmungsaktive Matratzen zu optimieren, um die eigene Schlafqualität zu steigern.

Warum eine nasse Matratze unbedingt vermieden werden muss!

Das Bettklima wiederum bezeichnet neben den allgemeinen Bedingungen im Schlafzimmer vor allem das Verhältnis von Feuchtigkeit und Trockenheit auf der Matratze. Denn durch nächtliches Schwitzen verliert jeder Mensch pro Nacht bis zu einem halben Liter an Feuchtigkeit. Das ist völlig normal. Dadurch bleibt die Körpertemperatur im Gleichgewicht. Durch die Transpiration verhindert der Organismus einen Hitzestau. Zu 10 Prozent gelingt dieser Temperaturausgleich über die Atmung, den Rest muss das nächtliche Schwitzen erfüllen.

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Wer zu ausgeprägtem Nachtschweiß neigt – aus den eigenen Anlagen oder gesundheitlichen Aspekten heraus – kann sogar noch mehr Flüssigkeit verlieren. Damit Sie anschließend nicht auf einer unangenehm durchnässten Schlafunterlage aufwachen, spielt Atmungsaktivität eine enorme Rolle. Aber kurz vorweg: Neben dem unkomfortablen Empfinden hätten nasse Matratzen in der Tat gravierende Folgen:

  • Schlafprobleme durch das unangenehme Liegegefühl
  • Risiko einer Erkältung oder Verkühlung
  • Vermehrte Bildung von Bakterien
  • Ideales Milieu für Milben
  • Über längeren Zeitraum unvermeidliche Schimmelbildung und damit:
  • erhöhte Gefahr von allergischen Reaktionen, Atemwegsproblemen oder Dauerkopfschmerzen

Wie funktioniert Atmungsaktivität?

Beim Kauf von Matratzen oder allgemein von Bettwaren wie etwa Bettwäsche begegnet Ihnen der Begriff „atmungsaktiv“ immer wieder. Was sich dahinter verbirgt ist Folgendes: Atmungsaktivität bezeichnet im Allgemeinen die Fähigkeit von Textilien, Flüssigkeit in Form von Wasserdampf entweichen zu lassen. Atmungsaktive Matratzen wie die Federkernmatratze oder Kaltschaummatratze nehmen die durch nächtliches Schwitzen im Bett entstehende Flüssigkeit schnell und zuverlässig auf. Damit aber nicht genug. Sie leiten die Nässe sofort nach außen an die Umgebungsluft ab.

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Ein Textil, das als wenig atmungsaktiv gilt, würde die Feuchtigkeit in sich aufsaugen und dort speichern. Das Resultat wäre das bereits geschilderte nasse Liegegefühl. Wer also sein Bettklima optimieren oder übermäßiges nächtliches Schwitzen bekämpfen möchte, kann sich und seiner Schlafqualität mit dem Matratzenwechsel etwas Gutes tun.

Besonders atmungsaktive Matratzen

Natürlich muss die Matratze verschiedene Kriterien erfüllen, um für Ihre persönlichen Anforderungen in Frage zu kommen. Neben der idealen Größe, dem passenden Härtegrad und anderen Punkten wie etwa der Höhe stellt die Matratzenart vorab die grundlegendste Entscheidung dar. Über das Material der neuen Schlafunterlage können Sie auch ableiten, ob das Modell wirklich atmungsaktiv ist – oder ob es sich dabei eher um ein leeres Werbeversprechen handelt. Grundsätzlich unterliegen jedoch alle modernen Konstruktionen dem Bestreben, ein adäquates Bettklima zu erzeugen.

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Äußerst atmungsaktiv – die Federkernmatratze

Am besten gelingt dies allerdings der Federkernmatratze. Durch ihren Aufbau besitzt die Federkernmatratze – von Taschenfederkern bis Tonnentaschenfederkern – spezielle Luftkanäle in ihrem Inneren. Bewegen Sie sich nun im Schlaf, dann üben Sie naturgemäß durch Ihr Körpergewicht Druck auf die Schlafunterlage aus. Dadurch entsteht eine Kompression im Inneren, die die Luftzirkulation in den kleinen Kanälen anregt. Nässe kann dadurch besonders schnell über horizontale und vertikale Bahnen an die Umgebungsluft abgegeben werden.

Die Kaltschaummatratze

Bei den Schaummatratzen sehen Experten die Kaltschaummatratze in Sachen Atmungsaktivität vorne. Hier liegt das Geheimnis in ihrer ungleichmäßigen, offenporigen Oberflächenstruktur. Diese Konstruktion gleicht einem großen natürlichen Schwamm, der die Luft ansaugt und dann vermehrt wieder abgibt und so Luft optimal zirkulieren lässt.

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Latexmatratzen

Zu Unrecht stehen luxuriöse Schlafunterlagen aus Latex in dem Ruf, nur wenig atmungsaktiv zu sein. Wer sich dennoch eine Latexmatratze wünscht, etwa aufgrund der einzigartigen Liegeeigenschaften solcher Modelle, kann auch bei verstärktem Schwitzen ohne Bedenken zu dieser Matratzenart greifen. Denn ähnlich wie Federkern-Varianten gibt es auch Latexmatratzen mit integrierten Luftkanälen. So kann der Wasserdampf schnell kondensieren und Stück für Stück an die Umgebungsluft gelangen.

Das perfekte Bettklima ist Teamwork

Nicht allein atmungsaktive Matratzen sind am optimalen Schlafklima beteiligt. Auch wer hier eine gezielte Wahl trifft, kann schweißgebadet aufwachen. Die Ursache liegt dann meist in einer falschen Wahl der weiteren Bettwaren. Denn damit die unliebsame Nässe wirklich nach außen hin abgeleitet werden kann, müssen Bettlaken und Kissenbezüge den Weg freigeben: Behindert etwa das Laken den Abtransport, kann sich dennoch ein feuchtes Liegegefühl mit allen der negativen Folgeerscheinungen bilden.

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Bei den sonstigen Bettwaren verhält es sich ähnlich: Bestehen diese aus ungeeigneten Materialien, dann liegt der Kopf am nächsten Morgen unter Umständen auf einem feuchten Kissen oder der Körper fühlt sich unter der Decke dennoch klamm an. Deshalb gilt es, bei allen Textilien, die ins Bett einziehen dürfen, eine einheitliche atmungsaktive Linie durchzuziehen. Und diese liegt in der Materialwahl von Kissenbezug, Deckenbezug sowie Matratzenbezug.

Atmungsaktive Bettwaren – auf das Material kommt es an

Durch den richtigen Stoff der Bettwäsche lässt sich nächtliches Schwitzen erheblich reduzieren. Vor allem bleibt das Bett jederzeit angenehm trocken. Dafür empfehlen sich folgende Materialien:

Baumwolle

Natürliche Baumwolle nimmt die Nässe auf, ohne sich danach feucht anzufühlen. Das ist besonders der Fall, wenn es sich um speziell strukturierte Oberflächen wie Seersucker handelt. Die kleinen eingearbeiteten Kammern lassen die Luft zirkulieren, sodass die Flüssigkeit schnell nach außen gelangt – und das Schwitzen auf das normale Minimum reduziert bleibt.

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Seide

Das Naturmaterial kühlt bei Wärme angenehm und fühlt sich überdies schön leicht auf der Haut an. Zudem nimmt Seide den Schweiß gut auf und trocknet schnell.

Leinen

Auch Bettwaren aus Leinen sind bekannt dafür, ein gutes Bettklima zu erzeugen. Natürlich sollte auch die Nachtwäsche direkt auf Ihrem Körper aus entsprechenden Materialien gefertigt sein. Wie Sie sehen, handelt es sich durchweg um Naturmaterialien: Im Bett empfiehlt es sich, diese hautfreundlichen und atmungsaktiven Stoffe zu bevorzugen – selbst wenn Sie aus dem Sport und der Welt der Funktionsbekleidung womöglich genau Entgegengesetztes gewohnt sind.

Normal schwitzen und dennoch angenehm liegen

Viele Menschen wünschen sich Matratzen, auf denen sie nicht schwitzen. Solche Modelle gibt es nicht, denn das wäre für den nächtlichen Temperaturhaushalt des Körpers fatal: Der Nachtschweiß hilft, übermäßige Energie und damit verbundene Wärme zu regulieren. Was sich jedoch durch atmungsaktive Matratzen steuern lässt, ist der Liegekomfort:

In Kombination mit passender Bettwäsche helfen entsprechende Modelle wie die Federkern-, Latex- oder Kaltschaummatratze dabei, jederzeit ein kuschelig trockenes Bettklima zu erhalten.