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So können Babys besser schlafen

« Tipps für die gesunde Nachtruhe von Säuglingen »

Ein geregelter Schlafrhythmus ist uns nicht in die Wiege gelegt: Genau wie Sprechen oder Laufen muss ein Baby auch den Schlafrhythmus erlernen. Dieser Lernprozess umfasst in etwa das erste Lebenshalbjahr. Bis es so weit ist, werden die wenigsten Eltern tatsächlich mal eine Nacht im eigenen Bett durchschlafen. Doch mit einigen Tricks können Eltern die kleinen Erdenbürger dabei unterstützen, schneller ein- und länger durchzuschlafen. Wir geben Ihnen einige Tipps, wie Babys besser schlafen – und Mama und Papa am nächsten Morgen erholter aufstehen.

Schlaf als Schlüssel für eine gesunde Entwicklung

Die meisten Menschen wissen, dass sich der Schlafrhythmus eines Erwachsenen nicht mit dem eines Babys vergleichen lässt. Für die Allerkleinsten gilt es, zahlreiche wichtige Funktionen und körperliche Fortschritte erst einmal zu entwickeln – und genau dies passiert zu großen Teilen im Babyschlaf. Neugeborene schlafen im Schnitt 14,5 Stunden pro Tag. Diese Zeitspanne kann allerdings extrem variieren: Alles von 9 bis 19 Stunden täglich ist aber vollkommen gesund und normal. Zum Leidwesen der Eltern nimmt sich ein Baby seine Ruhephasen nicht am Stück und auch nicht während der allgemeinen Nachtruhe. Vielmehr verteilt sich die Schlafenszeit auf viele kleine Etappen von jeweils etwa zwei bis vier Stunden. Ein Säugling kennt schließlich noch keinen Unterschied zwischen Tag und Nacht.

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Erst mit der Zeit, in der Regel ab dem Alter von einem halben Jahr, verlagern sich die Nickerchen mehr und mehr auf eine einzige längere Schlafepisode in der Nacht. Während der späteren Lebensetappen vom Kleinkind bis hin zum Schulkind etabliert sich schließlich eine kontinuierliche Schlafphase von 6-8 Stunden. Das hat auch den Grund, dass die Ruhephasen weniger dem körperlichen Wachstum dienen, sondern zunehmend die Regeneration im Fokus steht. Deshalb reicht ein deutlich kürzeres Pensum. So viel Schlaf die Kleinen aber auch benötigen – häufig ist das Ein- und Durchschlafen ein großes Problem.

Auch schlafen will gelernt sein!

Neugeborene können einfach noch nicht längere Zeiten am Stück schlafen. Dahinter stecken allerdings in den seltensten Fällen ernsthafte Schlafstörungen oder andere besorgniserregende Probleme. Häufig ist einfach der Hunger schuld. Denn im Verhältnis zu seiner geringen Körpergröße benötigt ein Baby sehr viel Energie. Eine Flaschen- oder Stillmahlzeit macht jedoch nur für wenige Stunden satt. In der Folge braucht der Körper alsbald neue Energie, damit die Wachstumsprozesse ablaufen können. Sobald sich der Hunger bemerkbar macht, melden sich die Säuglinge lautstark. Darüber hinaus sind die Schlafstadien bei Neugeborenen einfach kürzer.

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Zwar lässt sich bei den Allerkleinsten auch schon zwischen REM- und Non-REM-Schlaf unterscheiden. Ein gesamter Zyklus dauert hier aber nur rund 50 Minuten, anstelle von anderthalb Stunden, wie das bei Erwachsenen der Fall ist. Kurze Schlafperioden von wenigen Stunden sind also völlig normal. Doch damit Babys besser schlafen, gibt es zum Glück einige wertvolle Tricks. Wichtig: Schnarcht der kleine Erdenbürger auffallend lauft und schläft deshalb unruhig, dann ist ein Gang zum Kinderarzt ratsam. Denn hinter diesen Anzeichen könnten ernsthafte Atemprobleme stecken.

Sechs Tipps, mit denen Babys besser schlafen

Die natürlichen Schlafzeiten lassen sich auch mit den besten Tricks nicht ändern. Kurze Episoden, die Mama und Papa nachts mehrfach aus der Nachtruhe reißen und entsprechend schlauchen, gehören im ersten Lebensjahr einfach als normaler Entwicklungsschritt dazu. Allerdings lässt sich gegen ausgesprochene Unruhe sowie Einschlafschwierigkeiten einiges tun.

Sechs Tipps mit denen Babys besser schlafen baby-besser-schlafen
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1. Abendritual einführen

Säuglinge und auch größere Kinder lieben Rituale. Diese vermitteln Halt und Sicherheit. Deshalb ist es immer eine gute Idee, geeignete Abendrituale zu finden, damit die Kleinen anschließend besser schlafen. Das Baden und eine sanfte Babymassage bewähren sich dabei besonders. Dadurch entsteht zum einen das wichtige Gefühl der Geborgenheit, außerdem entspannen sich die Muskeln. Am besten lässt sich das Ritual mit dem abendlichen Füttern einleiten, sodass die Sättigung – und damit die Ruhephase – möglichst lange vorhält.

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2. Müdigkeit bewusst erkennen

Äußert das kleine Menschlein Zeichen von Müdigkeit, sollte es besser schlafen. Schließlich zeigt der Körper damit seine natürlichen Bedürfnisse an. Übermüdete Säuglinge neigen in der Regel zum schlechteren Einschlafen. Akute Anzeichen dafür, dass es ein guter Zeitpunkt ist, Babys besser schlafen zu legen sind: Gähnen, ins Leere starren, wiederholtes Augenreiben, plötzliches Kopfabwenden oder Desinteresse.

3. Ruhe bewahren

Wichtig ist, immer Ruhe auszustrahlen. Das gelingt durch ein leises Verhalten, langsame Bewegungen und möglichst wenig Licht beim nächtlichen Füttern. Auch zum Trösten zwischendurch ist es am besten, den kleinen Erdenbürger nicht sofort aus dem Kinderbett zu heben, sondern zunächst im Liegen zu streicheln und mit der Stimme zu beruhigen.

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4. Musik nutzen

Sanfte Musik, etwa aus einer Spieluhr, kann ebenfalls als Ritual dem Baby dabei helfen, besser einzuschlafen. Allerdings neigen einige Säuglinge dazu, nach dem Ende des einlullenden Geräusches dann abrupt wieder aufzuwachen. In diesem Fall gilt es, dem kleinen Menschen diesen Hang wieder abzugewöhnen.

5. Tag und Nacht trennen

Das Babybett sollte eine Ruhezone sein und das sollte dem Säugling auch beigebracht werden. Kitzelspiele oder Plaudereien finden am besten tagsüber an einem anderen Ort statt. Auch eine gedämpfte Lichtstimmung und ein betont ruhiges Verhalten helfen dem kleinen Erdenbürger dabei, das Babybett als Ruhezone anzuerkennen. Dazu bewährt es sich auch, dass kleine Menschlein allein in seinem Bett einschlafen zu lassen. Dadurch nimmt es die Verknüpfung aus Müdigkeit und Babybett immer mehr an. Wer Babys immer auf dem Arm hält, bis sie eingeschlafen sind, der verzögert diesen Prozess unnötig.

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6. Ab sechs Monaten: Mittagsschlaf kurz halten

Hier gibt es eine Ähnlichkeit zum Schlafverhalten von Erwachsenen: Je mehr Nickerchen wir uns tagsüber gönnen und je näher diese an der abendlichen Zubettgehzeit liegen, desto mehr verringern wir die nötige Müdigkeit, um abends wirklich schlafbereit zu sein. Ab einem Alter von sechs Monaten genügen zwei Nickerchen von jeweils nicht mehr als anderthalb Stunden. Diese finden im Idealfall aber bereits am frühen Nachmittag statt.

Babyschlaf – Hauptsache sicher

Ein möglichst liebevoll und funktional gestaltetes Babybett gehört zweifelsohne zu den wichtigsten Voraussetzungen für einen guten Babyschlaf. Denn die richtige Gestaltung von Babymatratze, Babydecke und sonstiger Ausstattung entscheidet nicht nur in erheblichem Maße darüber, ob Babys besser schlafen, sondern auch darüber, wie sicher die Nachtruhe ausfällt.

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Eine geeignete Schlafumgebung reduziert das Risiko für den gefürchteten plötzlichen Kindstod. Zur Vorbeugung ist es wichtig, dass der Säugling frei atmen kann und im Babyschlafzimmer eine moderate Temperatur herrscht, um Überhitzung zu vermeiden. In jedem Fall sollte das Baby sein eigenes Babybett haben und im ersten Lebensjahr nicht im Bett der Eltern liegen – auch nicht nur zum Dösen oder Schlummern.

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In dem großen Bett mit der für den kleinen Körper viel zu weichen Matratze bestünde die Gefahr des Erstickens. Vielmehr sollte der kleine Erdenbürger eine möglichst feste Babymatratze bekommen, in der er nicht versinken kann. Auch bei der Ausstattung ist weniger mehr: Ein Kissen ist in den ersten Lebensmonaten völlig überflüssig und stellt nur eine massive Gefahr dar. Schließlich könnte der Säugling sich das Kissen über den Kopf legen. Selbst wenn die Schlafumgebung so zunächst etwas karg wirkt, ist es aus demselben Grund ratsam, auf Kuscheltiere im Bettchen zu verzichten.

Besser schlafen leicht gemacht

Mit einigen Tricks wie etwa beruhigenden Abendritualen helfen Sie Ihrem Baby dabei, besser einschlafen zu können. Hinzukommt ein möglichst angenehmes Raumklima von 16 bis 18 Grad in einem gut gelüfteten und selbstverständlich rauchfreien Zimmer. Auch das Schlafklima hilft dabei, einen sicheren Babyschlaf zu gewährleisten.

Als Standort für das Babybett bewährt sich dabei das Elternschlafzimmer. Die Nähe zu Mama und Papa vermittelt dem Kleinen die nötige Sicherheit, um besser schlafen zu können.