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Gesunde Nachtruhe für Bauchschläfer

« Eine Frage des Schlafsystems »

Alle veröffentlichten Studien – seien es Befragungen oder experimentelle Beobachtung im Schlaflabor – ergeben, dass Bauchschläfer eine Minderheit in allen Gesellschaften sind. Ihr Anteil schwankt zwischen einstelligen Werten und maximal 13 Prozent. Wegen fehlender Produkte fällt es vielen Betroffenen schwer, das perfekte Bett für Bauchschläfer zu finden – leider ist dies gerade für sie besonders wichtig, denn die Schlafposition gilt ohne geeignete Matratzen als überdurchschnittlich ungesund.

Bauchschläfer haben keine starke Lobby

Menschen, die auf dem Bauch schlafen, haben zwar nicht mit Vorurteilen zu kämpfen – Unterstützung findet ihre Vorliebe aber nur von wenigen Seiten. Selbst die renommierte Stiftung Warentest ignoriert nach eigenen Aussagen diese Körperhaltung bei ihren Untersuchungen. Das Institut gibt als Begründung den niedrigen Anteil an der Bevölkerung sowie eine hohe Zahl möglicher Haltungen an, die den unabhängigen Test einer Matratze für Bauchschläfer erschwert.

Die meisten Mediziner raten ihren Patienten ebenfalls davon ab, auf dem Bauch zu schlafen – aus mehreren Gründen:

  • Das Körpergewicht lastet auf den inneren Organen
  • Die Wirbelsäule wird nicht optimal gestreckt
  • Der Kopf muss zur Seite gedreht werden, was Halswirbel und Nackenmuskulatur belastet
  • Der Druck auf den Halsbereich erschwert das Schlucken und Atmen
  • Die Durchblutung an bestimmten Stellen wie Armen und Beinen wird behindert

Das Magazin „Elle“ warnt seine – zum überwiegenden Teil – weibliche Leserschaft darüber hinaus noch eindringlich vor einer ganz besonderen Gefahr: „Du bekommst Falten“. Sie begründet dies mit einer mangelnden Durchblutung der Gesichtshaut an den Stellen, an denen sie auf dem Kissen oder auf dem Bett aufliegt.

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Wie ungesund ist Schlafen auf dem Bauch?

Einige der vorgebrachten Argumente sind nicht von der Hand zu weisen, andere betreffen hingegen ausschließlich spezielle Risikogruppen. So ist der zusätzliche Druck auf die Organe bei einem hohen Übergewicht problematisch, ruft bei einem normalen Körperbau und einer nicht vorbelasteten Gesundheit aber keine negativen Effekte hervor. Ähnliches gilt für die Durchblutung, die ohne Vorerkrankung in ausreichendem Maße gewährleistet ist. Es ist allerdings in der Tat so, dass sich die Wirbelsäule bei dieser Schlafposition in einer anatomisch ungünstigen Lage befindet.

Dies kann langfristig zu Rückenproblemen führen, weil der Körper nicht korrekt gestützt wird und die gekrümmte Haltung die Entlastung von Knochen und Muskeln verhindert.

Im Halsbereich treten außerdem durch die permanente Drehung relativ schnell Verspannungen und Nackenschmerzen auf, falls kein geeignetes Kissen den Kopf zusätzlich abstützt. Viele dieser Nachteile lassen sich jedoch mit einem geeigneten Bett für Bauchschläfer, das auf die Situation und die persönlichen Bedürfnisse des Schlafenden ausgelegt ist, weitgehend beseitigen. Dabei muss ohnehin berücksichtigt werden, dass es sich bei der sogenannten Schlafposition exakt betrachtet bei den meisten Untersuchungen um eine Einschlafposition handelt. Im Durchschnitt wechselt ein Mensch im Bett etwa zwanzigmal pro Nacht seine Schlaflage – aus dem Bauchschläfer wird dabei oft ein temporärer Seiten- und in Ausnahmefällen sogar ein Rückenschläfer.

Auf dem Bauch schlafende Frau
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Das ideale Bett für Bauchschläfer umfasst ein abgestimmtes Schlafsystem

Im Vergleich zu anderen Menschen fällt es Bauchschläfern nicht leicht, sich ein individuell angepasstes Bett zusammenzustellen. Ihnen stehen weniger Informationen über geeignete Kombinationen zur Verfügung und die meisten Hersteller verzichten aufgrund der geringen Nachfrage grundsätzlich auf spezielle Matratzen. Viele Unternehmen passen ihre Kollektionen lieber ausschließlich auf die etwa zwei Drittel aller Kunden an, die das Schlafen auf der Seite bevorzugen. Insgesamt betrachtet ist dieses Manko aber nicht so gravierend, wie es auf den ersten Blick erscheint. Bei einer gründlichen Auswahl der einzelnen Komponenten ist es gut möglich, ein geeignetes Bett für Bauchschläfer zusammenzustellen und eine günstige Kombination aus Kopfkissen, Matratze und Lattenrost mit passenden Eigenschaften zu wählen. Ziel ist es, eine gerade Position der Wirbelsäule und eine minimale Belastung des kritischen Halsbereiches zu erreichen.

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Punktelastische Matratze ist für Bauchschläfer besonders wichtig

Eine weitverbreitete Theorie besagt, dass Personen in erster Linie deshalb auf dem Bauch schlafen, weil ihnen das Bett in der Rückenlage zu hart ist. Diese ignoriert allerdings die Ergebnisse mehrerer wissenschaftlicher Untersuchungen, nach denen bestimmte Vorlieben bei der Schlafposition bereits im Babyalter zu beobachten sind. In diesem Sinne ist die vielfach geäußerte Empfehlung zu einem Wechsel der Körperhaltung weder hilfreich noch zielführend – sie berücksichtigt nicht, dass der Schlaf weit mehr als eine reine Erholungsphase für den Körper ist.

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Generell sollten Bauchschläfer eine Matratze verwenden, die über die inzwischen als Standard geltende Einteilung in 7 Zonen verfügt. In ihrer Struktur sollte diese auf Höhe des Beckens relativ weich und im sogenannten Lordosebereich – also von Halswirbel bis Lende – deutlich härter sein, um die Unterschiede im Gewicht auszugleichen. Bei dem Härtegrad empfiehlt sich weder eine extrem harte noch sehr weiche Unterlage – wie so oft liegt das Optimum hier in einem gesunden Mittelmaß.

Das ist bei Bauchschläfern besonders wichtig, weil sich in dieser Schlafposition die Differenzen durch Einsinken deutlicher auf die Körperhaltung auswirken.

Ein wichtiger Aspekt ist eine hohe Punktelastizität und eine schnelle Reaktionsphase, so dass das Material nach einer Positionsänderung rasch wieder zurückfedert und Belastungen nicht großflächig verteilt. Aus diesem Grund eignen sich Federkernmatratzen nur eingeschränkt – sie sind schlicht zu grob strukturiert und unterscheiden sich zu wenig bei der Widerstandskraft der einzelnen Federn. Empfehlenswert sind Materialien wie Kaltschaum oder Latex mit unterschiedlicher Materialdichte in den einzelnen Zonen, die potentiell weicheren Viskoschaum– oder Gelmatratzen eignen sich hingegen primär für Rücken- und Seitenschläfer.

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Verstellbarer Lattenrost mit Verstärkungen im Bauch- und Beckenbereich

Grundsätzlich gilt: Der Lattenrost soll in erster Linie die Matratze und diese ihrerseits den Körper stützen. In einem Bett für Bauchschläfer stellt der Lattenrost die perfekte Ergänzung zu der Punktelastizität, wenn er das Gewicht verteilt und benachbarte Leisten in ihrer Federung nicht zu stark voneinander abweichen. Bei Bauchschläfern ist ein individuell verstellbarer Mittelbereich sinnvoll, der eher hart eingestellt werden sollte. Auf dieser Region lagert das meiste Gewicht, so dass sie für eine ergonomisch günstige Haltung insgesamt weniger nachgeben darf.

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Flache und weiche Kissen sind optimal

Mitunter wird Bauchschläfern geraten, vollkommen auf ein Kopfkissen zu verzichten. Dies ist aus zwei Gründen nicht zu empfehlen. Einerseits beeinträchtigt es den Schlafkomfort, andererseits neigen Menschen in diesem Fall dazu, ihre Arme als Kissenersatz zu verwenden. Das führt leicht zu einer Überstreckung der Schultergelenke und infolgedessen zu Verspannungen und einer Belastung des Knochenbaus. Das perfekte Kissen für Bauchschläfer ist ein niedriges, weiches Kopfkissen mit einer Füllung aus Federn, Kunstfaser oder Naturhaar, bei dem der Inhalt durch einen Reißverschluss variiert werden kann. Ungünstig ist immer eine zu hohe und harte Unterlage, weil der Halsbereich bei ihr stark abknickt.

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Ein Seitenschläferkissen hilft bei der Umgewöhnung

Treten gesundheitliche Probleme auf, die auf die Schlafposition zurückzuführen sind, sollten Bauchschläfer einen Wechsel ihrer Haltung überdenken. Hilfreich ist dabei ein langes Seitenschläferkissen, dass in Seitenlage gegen Bauch und Rumpf gedrückt wird, während ein Arm und ein Bein darauf ruhen. So bleibt das gewohnte Schlafgefühl erhalten, ohne Wirbelsäule, Schulter und Halsbereich zu belasten. Trotz aller Kritik hat die Bauchlage letztendlich auch Vorteile: Die Schläfer schnarchen deutlich weniger und haben – so eine wissenschaftliche Studie aus Hongkong – häufiger angenehme und erotische Träume.

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