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Welche Aufgaben hat ein Bettrost?

« Zentraler Bestandteil eines guten Bettes »

Erholsamer, guter Schlaf ist die Voraussetzung für einen produktiven Alltag und alles andere als ein Zufall. Er ist in erster Linie das Resultat aus einem geeigneten Bett, bei dem Matratze, Kissen und Bettrost aufeinander abgestimmt sind. Der Komfort und eine ergonomische Haltung für einen gesunden Schlaf werden von Letzterem maßgeblich beeinflusst – leider wird er in seiner Bedeutung aber noch viel zu häufig unterschätzt.

Unterschiedliche Lattenroste mit verschiedenen Eigenschaften

Trotz der einfachen Konstruktion ist der Lattenrost eine relativ moderne Erscheinung – früher wurden schlichte Bretter als Unterlage für die Matratze genutzt oder die Personen schliefen direkt auf der Erde. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts setzten sich zunächst Feder- beziehungsweise Drahtroste und Sprungfederrahmen durch. Bei Ersteren handelt es sich um einfache mit Drahtgeflechten bespannte Rahmen, bei den Zweiten wird dieser um vertikale Metallfedern ergänzt. Diese Konstruktion ist heute in einigen Teilen der Welt – allen voran den USA – in einer Abwandlung als Boxspringbetten mit einem federgelagerten Unterbau sehr populär. In Europa hat sich hingegen für das Bett der Lattenrost durchgesetzt – aus mehreren Gründen.

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Ein Bettrost gewährleistet die notwendige Stützfunktion für die Matratze und ist eine Voraussetzung dafür, um ergonomisch korrekt und gesund zu schlafen. In ihrer einfachen Basisausführung bestehen die Roste aus einer unterschiedlich hohen Anzahl von Holzleisten, die durch mehrere flexible Gewebebänder in der Länge verbunden sind. Diese dienen als Abstandshalter, nehmen aber gleichzeitig die Belastung einer Leiste auf und verteilen sie über mehrere von ihnen.

Die Zwischenräume ermöglichen eine zuverlässige Belüftung und Trocknung der Schlafunterlage und verhindern eine Ansammlung von Feuchtigkeit – im Schlaf verliert ein Mensch etwa 0,5 Liter Wasser, das teilweise von dem Bett und der Matratze aufgenommen wird.

Die Weiterentwicklung sind verstellbare Lattenroste, die eine individuelle Einstellung und Lagerung sowie eine Feinabstimmung im Zusammenhang mit der verwendeten Matratze ermöglichen. Das Attribut „verstellbar“ wird in diesem Zusammenhang leider mitunter mehrdeutig verwendet – im exakten Sinn bezeichnet es einen Bettrost, bei dem einzelne Leisten oder Regionen in ihrem Härtegrad verstellbar sind. Dadurch unterstützt lässt er sich optimal für eine bestimmte Position im Schlaf und den persönlichen Körperbau anpassen, um komfortabel und gesund zu schlafen.

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Im Unterschied dazu trägt ein Bettrost, bei dem einzelne Segmente wie Rücken- oder Beinbereich elektrisch oder mechanisch in verschiedenen Haltungen und Winkeln ausgerichtet werden, in der Regel das Attribut „beweglich“. Selbstverständlich kann auch ein motorisierter Bettrost unter Umständen zusätzlich verstellbar sein.

Guter Schlaf durch unterschiedliche Zonen

Um gesund zu schlafen, ist es notwendig, dass die Wirbelsäule in einer geraden Position gehalten wird und sich Muskeln entspannen sowie Knochen und Bandscheiben ohne zusätzliche Belastung erholen können. Je nach Statur und Haltung beim Schlafen müssen dafür bestimmte Regionen eine höhere oder geringere Härte aufweisen.

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Bei einem Seitenschläfer – zu dieser Gruppe zählen ungefähr zwei Drittel aller Menschen – sollten beispielsweise Schulter und Hüfte tiefer als Bauch, Brust, Kopf und Beine einsinken. Eine Matratze mit sieben Zonen ist auf diese Bedingung ausgelegt, kann aber nicht alleine die Lastverteilung bewältigen. Damit der Bettrost die eigentliche Schlafunterlage perfekt ergänzt, haben sich deshalb auch hier sieben Zonen als Standard durchgesetzt. Diese sind bei fortschrittlichen Modellen entweder insgesamt oder über einzelne Leisten individuell verstellbar.

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Guter Schlaf ist in erster Linie von der Lagerung des Körpers – also von den Füßen ausgehend – von den letzten vier Bereichen oder der Becken-, Lordose-, Schulter- und Kopfzone abhängig. Die Position der Beine spielt lediglich bei Seitenschläfern eine Rolle und lässt sich am einfachsten durch den Einsatz eines Seitenschläferkissens beim Schlafen erreichen.

Vom einfachen Rollrost bis zum Federrost mit elektrischer Höhenverstellung

Lattenroste unterscheiden sich je nach Funktion und Bauweise voneinander. Die häufigste Variante ist wahrscheinlich der Rollrost und beinhaltet starre und gerade Leisten, die durch zwei bis drei Flachbänder miteinander verbunden sind. Bei einem Federrost sind die Leisten der Betten hingegen leicht nach oben gebogen, woraus sich die namensgebende Federwirkung ergibt. Ein weiterer Unterschied gegenüber dem Rollrost ist, dass er über einen festen Rahmen verfügt, der auch die Voraussetzung für bewegliche oder verstellbare Lattenroste ist.

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Als Material verwenden gute Versionen stabile, druckbeständige und harte Holzarten wie Kernholz von Buche, Eiche oder Erle statt dem in der Industrie wegen seiner geringen Kosten bevorzugtem, mehrfach verleimtem Schichtholz. Wegen ihrer ausgezeichneten Materialeigenschaften wie Elastizität, Beständigkeit, Gewicht und Stabilität haben sich seit der Jahrtausendwende neben dem klassischen Holz auch neue Stoffe wie Carbon- und Glasfaser und ähnliche Verbundstoffe für den Bettrost etabliert. Sie kommen bevorzugt bei anspruchsvollen und vielseitigen Ausführungen zum Einsatz, die über zusätzliche Extras wie einer motorisierten Höhenverstellung für Kopf- und Fußbereiche verfügen.

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Bewegliche Lattenroste besitzen zwischen zwei und fünf verschiedene Segmente, die durch Gelenke miteinander verbunden sind. In der minimalen Ausführung bestehen sie aus einem Kopf- und einem Fußbereich, je nach Bauart ergänzen diese weitere Elemente für Rücken-, Hüft- und Oberschenkel. Die Verstellung erfolgt entweder manuell oder über bis zu vier integrierte kompakte Elektromotoren mit hoher Leistung. In diesem Fall kann die Form der Betten während des Liegens komfortabel über eine Fernbedienung angepasst werden. Die Beweglichkeit ist ein komfortables Extra bei der abendlichen Lektüre im Bett und eignet sich für die optimale Lagerung von Personen mit gesundheitlichen Beschwerden oder Senioren.

Individuelle Einstellung des Härtegrads

Der verstellbare Bettrost erlaubt es, die Härte bestimmter Latten oder Bereiche zu verändern. Dieses Extra dient nicht allein dem Komfort, sondern ist für eine exakte Anpassung an den eigenen Körperbau sowie die Schlafposition erforderlich, um gesund zu schlafen. Die gängigsten Systeme sind die Einstellung über O-Schieber oder T-Schieber. Bei einem O-Schieber existieren zwei übereinanderliegende Leisten, die durch eine rechteckige Halterung miteinander verbunden sind. Wird diese nach außen geschoben, werden beide zusammengepresst und die Leiste dadurch härter.

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Im Unterschied dazu verbindet ein T-Schieber zwei nebeneinanderliegende Leisten und stützt sich auf eine dritte. Die Struktur kann so für das Schlafen individuell versteift werden. Bei T-Schiebern ist die Einstellung umgekehrt – die Halterung muss weiter innen positioniert werden, um die Härte zu steigen. Maximale Abstimmung ermöglichen Tellerfedern – hier dienen die Leisten nur als Basis für zahlreiche quadratische Federn, die einzeln verstellbar sind.

Der geeignete Lattenrost für unterschiedliche Betten und Matratzen

Ein beweglicher Bettrost benötigt in jedem Fall eine kompatible Matratze, die sich flexibel an die Verstellung anpasst. Wegen seiner steifen Konstruktion scheidet hier die klassische Feder- oder Tonnenkernmatratze aus, es bieten sich stattdessen Kaltschaum- oder Viscomatratzen an. Bei einem Doppelbett ist es häufig sinnvoll, zwei getrennte Lattenroste statt einem einzigen mit doppelter Breite einzusetzen. Dadurch verteilt sich das Gewicht im Bett auf mehr Elemente und die Mitte wird zusätzlich gestützt. Fehlt diese Verstärkung, biegen Bettrost und Matratze sich stärker nach unten und neigen bei Positionswechseln zum Schwingen.

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Der Einsatz einer gemeinsamen Matratze wird dadurch nicht beeinflusst – lediglich bei zwei unterschiedlichen und beweglichen Lattenrosten müssen wegen der möglichen Höhendifferenz auch getrennte Unterlagen verwendet werden. Federroste erhöhen den Komfort, eignen sich aber in erster Linie für Erwachsene. Leichte Personen und Kinder liegen durch ihr niedriges Gewicht erhöht und neigen dazu, zur Seite zu rollen.