Startseite | Das perfekte Bett | Im Trend: Boxspringbetten mit Bettkasten

Im Trend: Boxspringbetten mit Bettkasten

« Warum das amerikanische Bett so beliebt ist »

Es gilt als super weich und maximal bequem. Ein Schlaf wie auf Wolken, soll es einem ermöglichen. Bis etwa zur Jahrtausendwende war in Deutschland das Boxspringbett nahezu unbekannt und schwer erhältlich. Seitdem hat es allerdings eine stetig wachsende Popularität gewonnen und gehört fest zu der Auswahl gut sortierter Händler. Viele Menschen loben den hohen Liegekomfort, Therapeuten bescheinigen ihm eine gute Stützfunktion, Allergiker schätzen die hohe Hygiene. Einige Varianten, wie beispielsweise das Boxspringbett mit Bettkasten, bieten zusätzliche Funktionen und damit ein weiteres Plus neben den vorhandenen Vorteilen.

Ein gefederter Unterbau für ein optimales Schlaferlebnis

Schon auf den ersten Blick fällt der wesentliche Unterschied zwischen einem Boxspringbett mit oder ohne Bettkasten: ein großer Unterbau, der die Höhe der Matratze deutlich überragt. In ihm befindet sich das wichtigste Merkmal dieses Schlafmöbels – eine separate Federung, die in den meisten Fällen aus großen Bonell- oder Tonnentaschenfedern besteht. Sie übernimmt die Funktion eines Lattenrostes.

betten-abc-schwarzwald-comfortbox-mini-bonellfederkernmatratze-bettkasten

Der Unterschied zwischen beiden besteht darin, dass Bonellfedern durch Drähte miteinander verbunden sind, während Tonnentaschenfedern jeweils einzeln in eine Hülle eingenäht sind. Das macht die Bonellfederung etwas flexibler. Sie geben typischerweise in der Mitte etwas nach und verleihen dadurch das Gefühl, im Bett zu versinken, ohne ihre Stützkraft zu verlieren. Tonnentaschen sind dafür punktelastischer und eignen sich dadurch beispielsweise eher für schwere Menschen oder große Doppelbetten. Die Federung ermöglicht einem Bett mit Boxspring eine ausgezeichnete Durchlüftung und gewährleistet eine gleichmäßig verteilte Stützkraft. Im Vergleich dazu besitzt ein Lattenrost lediglich in der Mitte eine optimale Stützfunktion. Konstruktionsbedingt nimmt die Härte in den Außenbereichen zu.

Aufbau eines Boxspringbetts

Boxspringbetten im deutschen Handel entsprechen meistens dem skandinavischen Stil und bestehen in der Regel aus drei bzw. vier verschiedenen Elementen:

  • Dem Unterbau, Federrahmen oder Boxspring
  • Der Obermatratze
  • Einem Topper
  • Einem Stauraum (bei einem Boxspringbett mit Bettkasten)

Sinn des Unterbaus ist es, dem Bett durch einen hohen Liegekomfort zu verleihen. Der Rahmen besteht bei hochwertigen Modellen aus solidem Massivholz und ist innen fest mit den Federn verbunden. Dieser Bettkasten ist an Wänden und der Oberseite mit einem robusten Stoff bespannt. Für die Obermatratze eignet sich grundsätzlich jede handelsübliche Matratze in der entsprechenden Größe. Als Material kommt wie bei einem Bett mit Lattenrost Visco- und Kaltschaum ebenso wie Latex, Gel oder Federkern in Betracht. Eine interessante Möglichkeit ist allerdings eine wechselnde Kombination aus Bonell- und Tonnenfedern für den Bettkasten und die Obermatratze, denn sie verbindet die Vorzüge beider Arten.

fan-boxspring-5-sterne-die-boxspring-matratze-7-zonen-tonnentaschenfederkern-matratze

Darüber hinaus ist es nicht falsch, eine spezielle Boxspring Matratze zu bevorzugen, da sie auf die besonderen Eigenschaften dieses Modells ausgelegt ist. Auf der Matratze wiederum liegt ein dünner Topper, der als zusätzliche Schicht mehrere Aufgaben wahrnimmt. Zunächst einmal schont er die Unterlage, verteilt das Gewicht und ermöglicht eine hohe Hygiene. Darüber hinaus stützt er den Körper zusätzlich ab und besitzt unter Umständen spezifische Eigenschaften wie eine Gelauflage oder Viscoschaum, dessen Härtegrad sich der Körpertemperatur anpasst.

boxspring-unterlage-double-fixx-aus-100-polyester-mit-beidseitiger-punktbeschichtung

Ein wichtiger Vorteil ist, dass die Auflage über einen waschbaren Überzug verfügt, der sich mittels Kochwäsche hygienisch zuverlässig reinigen lässt. Es ist übrigens durchaus möglich, zwei kleinere Topper auf einer großen Boxspring Matratze zu verwenden – lediglich im umgekehrten Fall ist eine Doppeltbrücke erforderlich, um Schäden zu vermeiden.

Das Boxspringbett und seine besonderen Eigenschaften

Es mag im ersten Moment verwundern, eine gefederte Unterlage im Bett mit einer (ebenfalls gefederten) Matratze zu kombinieren. Diese Verdopplung ist jedoch keinesfalls überflüssig, sondern verleiht im Gegenteil den Boxspringbetten ihre besonderen Eigenschaften. Sie sorgt für einen sehr punktgenauen Widerstand, stützt den Körper ausgezeichnet ab und besitzt durch die Gewichtsverteilung eine hohe Lebensdauer.

Das spezielle Aussehen und die besondere Ästhetik durch die hohe Liegefläche werden von einigen Menschen zusätzlich geschätzt – aber in diesem Punkt entscheidet selbstverständlich der individuelle Geschmack.

Es ist möglich, ein Boxspringbett mit einem Bettkasten unter dem Federrahmen zu versehen, um zum Beispiel Stauraum für Decken, Kissen oder Wäsche zu gewinnen. Solche speziellen Modelle besitzen in der Regel einen Mechanismus, um den Bettkasten aufklappen zu können. Sie beseitigen den Nachteil, dass viele Modelle relativ dicht über der Erde beginnen und dadurch den Einsatz von Schubladen unmöglich machen. Ein Boxspringbett mit Bettkasten eignet sich deshalb ausgezeichnet für eher kleine Schlafzimmer.

Topper, Laken und Spannbettlaken: Varianten der Bettwäsche

Es ist möglich, wie bei einem Lattenrost ein passendes Spannbettlaken für die Obermatratze und konventionelle Bezüge für die Decken zu verwenden – die traditionelle Art, dieses Bett zu machen, unterscheidet sich jedoch von der in Europa verbreiteten Methode. Sie ist in einigen Hotels sowie in Nord- und Südamerika stark verbreitet. Dort werden Betten so häufig auf diese Weise bezogen, dass Spannbettlaken fast eine Rarität darstellen.

schlafgut-boxspring-spannbetttuch-fuer-matratzen-mit-oder-ohne-topper-fuer-hoehen-von-ca-25-40-cm

Bei dem traditionellen, amerikanischen Bezug wird zunächst ein großes, flaches Laken über die Oberfläche ausgebreitet und an den Rändern unter der Obermatratze festgesteckt. Anschließend folgt ein weiteres großes Laken oder Tuch aus einem dünnen, atmungsaktiven Stoff wie Seide oder Leinen, das am Kopfende umgeschlagen und an den verbliebenen drei Seiten ebenfalls straff unter die Obermatratze gespannt wird. Auf diesem liegt eine große Decke und – je nach Temperatur – zahlreiche Wolldecken. Zum Schlafen schlüpft ein Mensch zwischen die beiden Laken.

schlafgut-spannbetttuch-fuer-boxspring-topper-aus-jersey-elasthan-fuer-hoehen-bis-10-cm

Zu diesem System gibt es Alternativen, die sich teilweise an europäischen Vorbildern orientieren, teilweise auch speziell bei Boxspringbetten anzutreffen sind. Zunächst einmal zählen dazu spezielle Spannbettlaken mit einer entsprechenden Höhe, die sowohl die Obermatratze als auch den seitlichen Unterbau und einen Bettkasten bedecken. Eine weitere Variante sind spezielle Boxspring Matratzen, die bereits mit einem dickeren Stoff bespannt sind – bei ihnen wird lediglich der Topper bezogen.

Skandinavisches und amerikanisches Boxspringbett

Neben Amerika und Teilen Asiens ist das Boxspringbett besonders oft in Skandinavien anzutreffen.  Dort sogar vorzugsweise mit Bettkasten, was den praktischen skandinavischen Lebensstil unterstreicht. Es gibt einen kleinen Unterschied zwischen beiden Versionen: Skandinavische Versionen – mitunter auch als Schwedenbett bezeichnet – verwenden immer einen Topper und besitzen den vorgestellten Aufbau aus drei (mit Bettkasten vier) Ebenen.

boxspringbett
© Stefanie – stock.adobe.com

Amerikanische verzichten auf diesen, verwenden dafür aber eine spezielle, besonders dicke Boxspring Matratze, die nicht selten eine Höhe von 30 Zentimetern und mehr aufweist. Um einen einheitlichen Stil zu gewährleisten, ist sie häufig ein fester Bestandteil des Bettsystems und mit einem Stoff bezogen, der farblich zum Unterbau abgestimmt ist.

Boxspring und Lattenrost – eine individuelle Frage

Wie bereits kurz erwähnt, hat ein Lattenrost eine strukturelle Eigenschaft: Er federt in der Mitte deutlich stärker als an den Außenseiten, da sich hier feste, unflexible Haltepunkte befinden. Darüber hinaus entstehen bei ihm weitere Probleme, die den Gebrauch mitunter erschweren. So reduziert ein hoher Lattenabstand die Haltbarkeit von Matratzen, da diese in die Lücken gedrückt wird – besonders empfindliche Materialien wie Schaumstoff mit einem geringen Raumgewicht nehmen dadurch schnell Schaden. Ein zu kleiner Abstand und breite Latten hemmen wiederum die Belüftung und sind aus diesem Grund ebenfalls nicht empfehlenswert.

boxspring-matratze-boxxi-der-boxspring-luxus-fuer-herkoemmliche-betten-mit-hochwertigem-gelschaum

Ein Bett mit Boxspring besitzt diese Einschränkungen nicht, sondern weist eine einheitliche Federung über die gesamte Fläche auf. Trotzdem ist es nicht von sich aus gesünder oder empfehlenswerter – wichtiger ist hingegen die Qualität und die individuelle Abstimmung des Schlafsystems. Dabei ist zu beachten, dass der Härtegrad bei Boxspringbetten ebenso wie bei Matratzen nicht vereinheitlicht oder gesetzlich standardisiert ist. Der Unterschied zwischen zwei Stufen wie H2 und H3 und die tatsächliche Härte hängen deshalb vom Hersteller ab.