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Das richtige Kissen bei Nackenschmerzen und Verspannungen

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Wieder diese Schmerzen im Nacken und Sie finden einfach keinen Schlaf? Vielleicht haben Sie nur nicht das richtige Kissen bei Nackenschmerzen gefunden? Worauf es bei der Wahl des passenden Kopfkissens ankommt und was diese leisten müssen, erfahren Sie hier.

Nackenschmerzen sind keine Seltenheit

Akute Nackenschmerzen sind in der Bevölkerung weit verbreitet, fast niemand wird in seinem Leben von ihnen verschont. Sie treffen vor allem die mittlere Altersgruppe zwischen 30 Jahren und 50 Jahren und sind in den meisten Fällen die Folge von Verspannungen, die aus starken Belastungen oder einer ungünstigen Schlafposition resultieren. Glücklicherweise ist der verspannte Nacken extrem selten das Symptom einer ernsthaften Erkrankung. Das macht ihn zwar nicht angenehmer, ist aber beruhigend und erleichtert die Behandlung. In vielen Fällen reichen einfache Maßnahmen wie ein geeignetes Nackenkissen bereits aus, um wieder gut und gesund zu schlafen.

Akute und chronische Schmerzen haben oft verschiedene Ursachen

Unabhängig von der Art der Nackenschmerzen ist es häufig schwierig, eine exakte Ursache zu ermitteln, sofern nicht ein konkreter Anlass wie ein Bandscheibenvorfall oder ein unfallbedingtes Schleudertrauma verantwortlich gemacht werden kann. In den meisten Fällen handelt es sich jedoch um rein temporäre Verspannungen der Muskulatur, bei denen ein geeignetes Kissen die Nackenschmerzen rasch beseitigen oder mindestens deutlich reduzieren kann. Ein sogenanntes Nackenstützkissen sorgt beim Schlafen für eine gestreckte Haltung und verhindert Überdehnungen des Halsbereichs, so dass sich dieser Bereich entspannen und regenerieren kann.

Nackenschmerzen können durch falsches Schlafverhalten entstehen
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Etwa ein Drittel aller Erwachsenen klagen über sporadische, spontan auftretende Nackenschmerzen, die scheinbar anlasslos erscheinen und wieder abklingen. Bei einer Dauer von mehr als drei Monaten und stetig anhaltenden Beschwerden gelten diese als chronisch und sollten von einem Arzt untersucht werden, wenn erste Maßnahmen die Schmerzen nicht lindern und über einen überschaubaren Zeitraum verschwinden lassen. Einige der meist übersehenen, aber häufigen Ursachen neben körperlichen Fehlhaltungen sind psychischer Natur – darunter privater und beruflicher Stress oder andere Belastungen. Sie führen unter anderem zu starken Verspannungen der Hals- und Schulterpartien, die sich auch während der Nachtruhe nicht wieder lösen.

Gesundheitskissen und Matratze bilden eine Einheit

Der positive Effekt, den ein perfekt angepasstes Kissen bei Nackenschmerzen bewirkt, hängt von der gesamten Körperhaltung ab. Ist die Matratze nicht auf die Person und die Schlafposition abgestimmt, liegt die gesamte Wirbelsäule ungünstig. Auf der kurzen Distanz zwischen Schulter und Kopf kann auch ein ausgezeichnetes Nackenstützkissen die auftretenden Verspannungen nur begrenzt abbauen. Im schlimmsten Fall versuchen die Muskeln sogar, die Fehlhaltung des unteren Körperbereichs zu korrigieren und werden dadurch noch stärker beansprucht. Damit ein Kissen Nackenschmerzen effizient vermeiden und der Betreffende gesund schlafen kann, muss die Wirbelsäule über die gesamte Länge gestreckt und in einer geraden Linie lagern. Das Gesundheitskissen übernimmt dabei die Aufgabe, den Raum zwischen Matratze, Schulter und Kopf optimal auszufüllen. Die perfekte Höhe und die Festigkeit sind deshalb von dem Einsinkverhalten der Matratze abhängig – ohne eine Abstimmung zwischen beiden, können sich die Eigenschaften nicht gegenseitig ergänzen.

f.a.n. Nackenstützkissen Soja Dream, Viscokern mit natürlichen Ölen und beidseitigem Würfelschnitt

Ein wichtiger Faktor für die Ermittlung der optimalen Matratze ist die Schlafposition, die selbstverständlich auch für das Nackenkissen ein wesentliches Kriterium darstellt. Seitenschläfer, zu denen etwa zwei Drittel aller Menschen gehören, habe oft das Problem, dass sie eine zu harte Unterlage verwenden. Dies führt dazu, dass die Schulter nicht einsinken kann und stattdessen nach vorne geschoben wird. Ein anatomisch geformtes Nackenstützkissen mit einer Wölbung und der richtigen Länge kann dabei helfen, diesen Druck aufzunehmen und der Schulter einen Widerstand entgegenzusetzen. Diese Lösung ermöglicht in vielen Fällen eine Entlastung, ist aber nicht optimal. Betroffene mit regelmäßigen Nackenschmerzen sollten deshalb spätestens bei dem nächsten Matratzenwechsel ihre Unterlage auf eine anatomisch korrekte Körperhaltung beim Schlafen optimieren und diesen möglichst schnell durchführen.

Das geeignete Nackenkissen für unterschiedliche Schlafpositionen

Der überwiegende Teil der Gesundheitskissen eignet sich für sowohl für Seiten- wie für Rückenschläfer – beide Fälle stellen ähnliche Anforderungen an eine anatomisch gerechte Haltung beim Schlafen. Unterschiede bedingt eher der individuelle Körperbau, der unter anderem ausschlaggebend für die Höhe ist. Grundsätzlich sollen die Kissen Schmerzen durch Verspannungen verhindern, indem sie den Kopf etwas tiefer als die Halspartie einsinken lassen. Dadurch stützen sie den Körper auf der ganzen Fläche, ohne dass Hohlräume entstehen, die zu Verschiebungen führen und mit Muskelkraft ausgeglichen werden. Dafür verwenden die Kissen entweder eine spezielle Füllung oder eine geschnittene Form mit zwei abgerundeten Wellen an der Unter- und Oberkante und einer talförmigen Mulde in der Mitte.

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Aus diesem Prinzip folgt zwangsläufig, dass solche Gesundheitskissen für Bauchschläfer vollkommen ungeeignet sind – hier müssen sie eine vollständig abweichende Form besitzen. Obwohl auch sie von hochwertigen und anatomisch zugeschnittenen Modellen profitieren, ist die Auswahl an Kissen leider begrenzt, da nur eine Minderheit aller Menschen diese Schlafposition bevorzugt. Meist handelt es sich bei ihnen um Kombi-Modelle, die sich nach Herstellerangaben für alle Körperhaltungen eignen und eine plane, ebene Oberfläche aufweisen. Diese Kissen besitzen eine niedrige Höhe und eine mittlere Härte mit einer hohen Punktelastizität, damit stark belastete Bereiche tiefer einsinken und sich die Form zuverlässig dem Körper anpasst.

Komfortabel und gesund schlafen: Material und Oberfläche des Kissens

Ein weiches, kuscheliges Daunenkissen hat ohne Zweifel einen gewissen Effekt für das Wohlbefinden, ist aber als Kissen für Nackenschmerzen relativ ungeeignet. Der weichen Oberfläche fehlt schlicht die erforderliche Stützfunktion beim Schlafen und die hohe Wärmeisolation behindert in beheizten Räumen eine optimale Temperaturregulierung. Aus diesem Grund verwenden Nackenkissen in der Regel Memory-Schaum, der nach Belastungen seine ursprüngliche Form rasch wiederherstellt. Dafür eignen sich prinzipiell dieselben Materialien wie bei einer Matratze – meist kommen Kalt- oder Viscoschaum zum Einsatz, die beide eine gute Atmungsaktivität mit einer hohen Punktelastizität verbinden. Speziell geformte Oberflächen wie ein Wellenmuster oder Noppen empfinden viele Menschen als angenehm, besitzen aber kaum praktische Vorteile, damit das Kissen Nackenschmerzen vermeidet.

Gesunder Schlaf und gute Erholung durch passende Kissen
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Zusätzliche Unterstützung für verspannte Nacken

Mit einem geeigneten Kissen lassen sich Nackenschmerzen häufig lindern oder vollständig abbauen, sie beseitigen aber nicht immer dessen Ursache, sondern helfen lediglich bei der Regeneration. Aus diesem Grund ist es für Betroffene empfehlenswert, ihren Tagesablauf auf weitere Gründe für die Beschwerden zu untersuchen. Eine ungeeignete Körperhaltung bei sitzenden Tätigkeiten etwa führt schnell zu Verspannungen im Nacken, langfristig aber noch zu wesentlich gravierenderen Symptomen. Ähnliches gilt für Stress. Die Symptome sollten deshalb als Warnsignal für potenziell schädliche Umweltbedingungen gesehen und als solche behandelt werden. Gesund zu schlafen ist eine Voraussetzung für eine hohe Lebensqualität – es kann andere Einflüsse aber nur begrenzt kompensieren.