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Der elektrische Lattenrost im Überblick

« Echte Vorteile oder teurer Luxus? »

Gemütlich den Rücken in einen angenehmen Winkel bringen, die Beine hochlegen und ein spannendes Buch genießen – nicht ohne Grund gilt der Liegestuhl mitunter als Synonym für Urlaub. Ähnlichen Komfort bietet ein elektrischer Lattenrost mit Motor, der das Bett in drei bis fünf oder mehr Zonen verstellbar macht. Auch wenn er für ein abgestimmtes und gesundes Schlafsystem nicht unbedingt notwendig scheint, bietet ein elektrischer Bettrost eindeutige Vorteile und entwickelt sich selbst für anfängliche Skeptiker häufig zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Schlafzimmers.

Lattenroste erfüllen mehrere Aufgaben im Bettsystem

Aus mehreren Gründen besitzen Betten in der Regel keine feste Unterlage, sondern verwenden einen Lattenrost mit einem Abstand von mehreren Zentimetern zwischen den einzelnen Leisten. Der Hauptgrund für diese Konstruktion liegt in einer gleichmäßigen und zuverlässigen Belüftung der Matratze, die für die Hygiene unverzichtbar ist. Im Laufe einer Nacht verliert ein Schläfer in der Regel rund einen halben Liter Flüssigkeit, den größten Teil davon als Schweiß. Diese wird überwiegend von der Unterlage aufgenommen und muss im Laufe des Tages verdunsten, damit sich keine Feuchtigkeit in ihrem Inneren anstaut. Andernfalls böte das Material eine warme, feuchte und damit ideale Umgebung für Bakterien und würde darüber hinaus Gefahr laufen, über einen längeren Zeitraum Schimmel zu entwickeln.

Lattenroste sind wichtig für einen gesunden Schlaf
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Neben der Belüftung ist eine umfassende Stützfunktion ein zweiter wichtiger Grund für einen Bettrost. Er dient dazu, der Matratze in unterschiedlichen Bereichen einen eher federnden als statischen Widerstand entgegenzusetzen. Hochwertige Lattenroste sind in den meisten Fällen individuell verstellbar, wobei sich einzelne Leisten oder Zonen in ihrem Härtegrad variieren lassen. Diese Eigenschaft ermöglicht es, das Bett auf bestimmte Bedingungen und Personen zu optimieren – seien es unterschiedliche Schlafpositionen oder sehr leichtes oder hohes Körpergewicht. Grundsätzlich ist dafür in erster Linie zwar die Matratze zuständig, die unter anderem für die Punktelastizität verantwortlich ist – also das Einsinken auf kleiner Fläche. Als Ergänzung dazu verstärken geeignete Lattenroste die großflächige Festigkeit und Härte der einzelnen Zonen.

Elektrisch verstellbare Modelle besitzen einen mehrgliedrigen Aufbau

Im Prinzip ähnelt ein Bettrost mit Motor denjenigen, die manuell verstellbar sind. In dem Federholzrahmen befinden sich mindestens eines, meistens aber mehrere Gelenke, über die sich einzelne Regionen in Winkel und Höhe gegeneinander verändern lassen. Ein elektrischer Lattenrost besitzt darüber hinaus für jedes wichtige Teilstück einen Motor, der mit einem Getriebe gekoppelt ist und dieses elektrisch verstellbar macht. Bei mehreren Abteilungen werden diese entweder unmittelbar angetrieben oder dienen als Verbindungsstücke, die passiv über die anderen Elemente bewegt werden.

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Ein elektrischer Bettrost verfügt über eine variable Anzahl von Gliedern – als Standard haben sich bei hochwertigen Modellen fünf verschiedene Teilbereiche etabliert. Diese umfassen einen Kopf- und einen Rückenbereich, Mittelstück für die Lende, eine schräge Ebene für die Oberschenkel und ein Fußteil. Angetrieben wird er von meistens zwei bis vier Motoren, die oft eine mehrfache Funktion übernehmen. Bei speziellen medizinischen Produkten ist nicht nur die Position, sondern auch die gesamte Betthöhe verstellbar. Diese Option erleichtert beispielsweise das Hinlegen oder erlaubt es Therapeuten, einen Patienten auf eine geeignete Arbeitshöhe anzuheben.

Welche Eigenschaften sollte ein elektrischer Bettrost besitzen?

Lattenroste mit Motoren erhöhen in jedem Fall den Liegekomfort – es gibt jedoch einige zusätzliche Funktionen, auf die ein Kunde vor dem Kauf achten sollte. Eine der wichtigsten ist mit Sicherheit eine sogenannte Netz- oder Stromfreischaltung. Das bedeutet, dass an dem Motor ausschließlich dann eine Spannung anliegt, wenn dieser auch gerade in Betrieb ist. Im normalen Zustand ist er elektrisch vollständig von der Versorgung getrennt. Das vermeidet leise Geräusche wie ein feines Summen, die ein Motor unter Umständen erzeugen kann. Außerdem schließt sie aus, dass abgesehen von kurzen Bewegungsphasen elektrische Felder entstehen. Ein elektrischer Lattenrost ist dank dieser Funktion auch für Menschen geeignet, die sensibel auf Strahlung und Elektromagnetismus reagieren könnten. Für den Fall eines Stromausfalls ist eine Notabsenkung sinnvoll. In diesem Fall lässt sich ein Rost nicht zur elektrisch, sondern auf Wunsch auch manuell verstellen, so dass er auf keinen Fall in einer bestimmten Position verharren muss.

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Da es sich um hochwertige Modelle handelt, verfügt ein elektrischer Lattenrost grundsätzlich über einen individuell verstellbaren Härtegrad im Mittelbereich. Gute Ausführungen besitzen zudem ein an die Matratze angepasstes System mit sieben Zonen, um diese optimal zu stützen. Es ist dabei zu beachten, dass wegen der Verstellung ohnehin eine geeignete Matratze verwendet werden muss, damit diese langfristig durch die Belastung an den Beugestellen keinen Schaden nimmt.

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Keine Pflicht, aber sehr nützlich ist darüber hinaus eine Memory Funktion. Diese ermöglicht es, eine bestimmte Anzahl von Einstellungen abzuspeichern und auf Knopfdruck abzurufen. Ein individuelles Einstellen bei jedem Haltungswechsel entfällt dadurch, mit einer kurzen Handbewegung kann beispielsweise zwischen Liege- und Leseposition gewechselt werden.

Ein elektrischer Lattenrost eignet sich für alle Menschen

Es ist ein weitverbreitetes Vorurteil, dass sich ein elektrischer Bettrost in erster Linie an Menschen mit gesundheitlichen Problemen richtet. Selbstverständlich profitieren beispielsweise Senioren oder Patienten mit Rücken- oder Bandscheibenbeschwerden überdurchschnittlich von dessen Funktionen und es gibt zahlreiche weitere medizinische Indikationen. Von diesem Prinzip profitieren aber auch gesunde Menschen, die zum Beispiel ihr Bett in den Abendstunden zum Fernsehen oder Lesen nutzen. Für beide Tätigkeiten eignen sich flache Bettroste nur eingeschränkt – in der Regel nehmen Personen deshalb eine anatomisch ungünstige Haltung ein, die über längere Zeit selbst zu Verspannungen und Schmerzen führen kann.

Für einen gesunden Schlaf
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Ein weiterer Grund für eine allgemeine Empfehlung ist, dass es sich bei elektrischen Lattenrosten mit Motor in der Regel um hochwertige Modelle handelt, die entsprechende Vorteile wie eine ausbalancierte Stützwirkung aufweisen. Diese Tatsache relativiert ebenfalls in einem gewissen Rahmen den Preisunterschied zu kostengünstigen Basis-Ausführungen, die nicht aus dem Premium-Segment stammen. Praktische Nachteile – abgesehen von den höheren Kosten – existieren nach Auffassungen von Medizinern und Orthopäden nicht.

Lattenrost mit Motor: Luxus, komfortables Extra oder unverzichtbares Accessoire?

Ein verstellbarer Lattenrost ohne Motor hat einen entscheidenden Nachteil, der leider häufig übersehen wird: Um die Position zu ändern, muss der Betreffende das Bett verlassen. In der Praxis führt dies dazu, dass dieses Extra nur selten genutzt wird – es ist alles andere als bequem, für die Lesestunde am Abend das Kopfteil einzustellen, um anschließend vor dem Schlafen noch einmal aufzustehen und die Grundeinstellung wiederherzustellen. Der Aufwand erscheint den meisten Menschen nach einem anfänglichen Enthusiasmus schlicht zu groß und die Möglichkeit wird vergleichsweise selten genutzt.

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Dieses Manko hat ein Bettrost mit Motor selbstverständlich nicht – bei ihm kann der Liegende bequem vom Bett aus verschiedene Positionen einstellen. Dieses Modell verfügt darüber hinaus über einen Knieknick, der einigen manuellen Lattenrosten fehlt. Die Folge ist eine deutlich bequemere und körpergerechte Lagerung, bei der die Durchblutung der Beine gefördert wird. Obligatorisch ist ein elektrischer Bettrost mit Sicherheit nicht, ein echter Luxus angesichts der gesunkenen Preise aber ebenfalls nicht mehr. Abseits von gesundheitlichen Aspekten ist er für Menschen, die gerne im Bett lesen, fernsehen oder arbeiten, ohne Zweifel eine nützliche und überaus komfortable Erweiterung. Die Mehrkosten gegenüber einem hochwertigen Bettsystem halten sich im Rahmen, die Bequemlichkeit steigt jedoch deutlich.