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Ein Bett aus Buchenholz

« Edler Rohstoff für gesunden Schlaf »

In nahezu allen Lebensbereichen und Anwendungen setzen sich seit Beginn der Moderne neuartige Materialien mit optimierten Eigenschaften gegenüber den traditionellen Rohstoffen durch. Auf den ersten Blick bildet das Schlafzimmer eine wohltuende Ausnahme – hier dominiert nach wie vor Holz bei den Möbelstücken – allen voran dem Bett. Leider stimmt diese Annahme nur teilweise, denn statt hochwertiger, harter Arten wie Buche finden sich immer mehr weiche und deutlich weniger geeignete Hölzer wie Kiefer. Das ist bedauerlich, denn ein Bett aus Buchenholz besitzt deutliche Vorteile, die viele Besitzer nach der Anschaffung von diesem Material überzeugen. Welche das sind, erfahren Sie hier.

Die Buche – ein besonderer Baum mit langer Geschichte

Buchen sind eine sehr alte und früher in Europa weitverbreitete Baumart – Forschungen und die wenigen erhaltenen Fossilien legen nahe, dass bereits die Dinosaurier durch Buchenwälder streiften. In der Vergangenheit stellte die Buche in mittel- und nordeuropäischen Landschaften einen erheblichen Anteil des Baumbestandes und dominierte oft die Urwälder, wuchs aber ebenfalls in grasbedeckten Ebenen bis in die höheren Berglagen. Wegen seines hochwertigen Holzes hat die Verbreitung in den letzten 2000 Jahren stark abgenommen, denn Buchenholz war und ist ein ausgezeichneter Baustoff. Es wartet darüber hinaus mit einer schönen Optik mit einer feinen, gleichmäßigen Maserung auf und eignet sich wegen seiner hohen Energiedichte hervorragend als Brennholz.

Buchenwald
© dropStock – stock.adobe.com

Unter günstigen Umständen kann eine Buche eine Höhe bis zu 50 Metern erreichen und hat einen langen, geraden Stamm mit einer ausladenden, runden Krone an relativ dünnen Ästen. Bereits aus diesen Charakteristika lassen sich einige der besonderen Eigenschaften von Buchenholz ableiten, die es für Möbel aus Massivholz wie dem Buchenbett so geeignet machen: Der Baum bildet ein sehr festes, dichtes und belastbares Kernholz, das sich wegen seiner Elastizität auch bei dauerhafter Beanspruchung nicht verformt. Und das macht ein Bett aus Buchenholz so beliebt.

Bettgestell mit Bettkasten aus Buchenholz

Bett aus Buchenholz und Holzmöbel: Hervorragende Eigenschaften für das Schlafzimmer

Es ist nicht allein die angenehme, warme und für die meisten Menschen beruhigend wirkende Optik, die Holzmöbel zu der idealen Wahl für das Schlafzimmer machen. Unbeschichtetes und nicht lackiertes Massivholz verfügt über zahlreiche positive Eigenschaften, die die Schlafqualität erhöhen und selbst das Raumklima positiv beeinflussen.

Zunächst einmal handelt es sich bei Holz um ein organisches Material. Es ist als solches in der Lage, Feuchtigkeit aus der Luft aufzunehmen und diese in einer trockenen Umgebung wieder abzugeben. Durch diese Fähigkeit trägt Massivholz dazu bei, die Umgebung zu stabilisieren und den optimalen Grad von zwischen 30 Prozent und 70 Prozent Luftfeuchtigkeit aktiv herzustellen. Unter diesen Bedingungen trocknen die Schleimhäute nicht aus, während die Vermehrung von Keimen durch die relative Trockenheit gehemmt wird.

Kernbuche-Bett massiv natur, bio-geölt

Darüber hinaus enthält jede Art von Holz ätherische Öle, die einen wesentlichen Bestandteil seiner Harze bilden und die Entspannung fördern. Der Anteil liegt nach einer sorgfältigen und sachgerechten Lagerung und dem Trocknen zwar deutlich unter der Schranke der Wahrnehmung eines gewöhnlichen Menschen, wirkt aber trotzdem selbst in dieser geringen Dosis noch unbewusst in positiver Weise auf Körper und Psyche. Das von einem Bett aus Buchenholz ausgehende, natürliche Aroma lässt sich nicht durch Konzentrate oder andere Duftstoffe herstellen oder ersetzen, da diese eine gänzlich verschiedene Komposition besitzen und nicht selten künstliche Zusätze enthalten.

Das Buchenbett ist eine langfristige Investition

Ein Bett aus Buchenholz besitzt aus den bereits erwähnten Gründen viele wünschenswerte Merkmale, die nur wenige andere Holzsorten in diesem Umfang und einer entsprechenden Ausprägung in sich vereinen. Wichtig für eine gute Qualität ist eine langsame, sorgfältige und gleichmäßige Trocknung des frisch geschlagenen Holzes – es eignet sich im Gegensatz zu Nadelhölzern wie der Kiefer kaum zu einer Verarbeitung im frischen Zustand. Dadurch entstehen bei einem Buchenholzbett auch keine Verformungen oder Risse, die bei einem Holzbett aus noch restfeuchtem Massivholz im Laufe der Zeit auftreten können.

Wegen seiner hohen Qualität und der aufwendigen Verarbeitung des Rohmaterials liegt ein Buchenbett preislich über anderen Modellen, die aus einer schneller wachsenden, weichen Holzart hergestellt werden. Diesen finanziellen Mehraufwand rechtfertigen die deutlich höhere Haltbarkeit und die hohe Stabilität allerdings bereits mittelfristig, langfristig rentiert sich der Aufwand sogar in mehrfacher Hinsicht. Dies gilt auch bei einem Kinderbett, bei dem neben der durchschnittlichen Gebrauchszeit noch weitere Bedingungen eine wichtige Rolle spielen.

Kinder Etagenbett aus massiverm Buchenholz

Naturbelassenes Buchenholz: minimale Belastung mit Schadstoffen

Als heimische Baumart besitzt die Buche eine hohe Resistenz gegen natürliche Feinde und benötigt weder eine intensive Bewirtschaftung noch einen zusätzlichen Schutz gegen Insekten oder andere Schädlinge. Bei der Verarbeitung und danach bildet das Holz selbst durch seine Struktur eine zuverlässige und für Parasiten oder Keime nur schwer zu durchdringende Abwehr, die eine Nachbehandlung mit Pestiziden überflüssig macht. Auf jeden Fall ist ein Bett aus Buchenholz stets streng schadstoffgeprüft.

Holzstämme aus Buche, aufgestapelt
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Unterschied zwischen Weiß-, Kern- und Rotkernholz

Üblicherweise zeichnet Buchenholz allgemein eine graue, weiße bis blass gelbe oder rosarote Färbung mit einer feinen Maserung aus. Auf mehrere Schichten des noch jungen, frischen Holzes der letzten Jahre, die nur selten für hochwertige Schlafzimmermöbel genutzt werden, folgt das deutlich festere und dichtere Kernholz, das das Innere des Baumstammes ausmacht. Bei dem für hochwertige Betten verwendeten Weißholz handelt es sich in der Regel um die Kerne aus mittelalten Bäumen.

Ab einem Alter von ungefähr 80 Jahren bilden die Bäume im Zentrum des Stammes einen sogenannten Rotkern, der sich durch eine intensive Färbung in mehreren Zonen mit wolkenartigen Abstufungen auszeichnet. Wegen seiner dekorativen Muster, seiner dichten Zellstruktur und seiner Härte gilt er bei Buchenholz als der edelste Teil und ist aufgrund seiner Seltenheit entsprechend kostspielig. Bei einem Massivholzbett dient dieser besondere Naturstoff fast ausschließlich für das Außengestell, tragende Pfosten oder dekorative Verzierungen und Verschalungen, nur selten auch für verborgene, tragende Elemente oder gar einen Lattenrost.

Kommode mit 4 Schubladen massiv Buche

Ein Bett aus Buchenholz richtig pflegen

Ein Buchenbett ist sehr widerstandsfähig und bedarf nur eines minimalen Pflegeaufwands, um sichtbaren Alterserscheinungen langfristig vorzubeugen. In der Regel handelt es sich um naturbelassenes, gewachstes oder geöltes Holz, die Lackierung ist bei einem Holzbett eher ungewöhnlich. Zur Pflege eignen sich am besten natürliche Stoffe wie Naturöle und Extrakte aus Bienenwachs. Möbelpolitur auf der Basis von Mineralöl hat den Nachteil, dass diese kurzfristig eine ausgezeichnete Wirkung zeigen, sich langfristig aber anreichern und Staub und Schmutz binden. Da sie gleichzeitig in die Poren einziehen, lassen sich solche verunreinigten Pflegemittel anschließend nur schwer oder gar nicht mehr entfernen. Solche Mittel sollten entsprechend nicht verwendet werden, um ein Bett aus Buchenholz zu pflegen.