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Gut schlafen durch spezielle Sommerbettwäsche

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Eine passende Bettwäsche für den Winter zu finden, stellt eine vergleichsweise einfache Aufgabe dar – in klimatisierten Räumen mit einer Zentralheizung herrscht von Spätherbst bis zum Frühling ein permanentes und stabiles Raumklima mit angenehmen Temperaturen rund um die 20° Celsius. Anders sieht es allerdings im Sommer aus, denn hier können die nächtlichen Temperaturen durchaus um bis zu zehn Grad schwanken. Der optimale Sommerbettbezug stellt deshalb eine besondere Herausforderung dar, denn er muss als Spannbettlaken und Deckenbezug eine wesentlich höhere Klimaschwankung als andere Bettwäsche abdecken. Dies ist jedoch nicht zwangsläufig eine paradoxe Aufgabe, denn ein hochwertiger Bettbezug ist durchaus in der Lage, diese scheinbar widersprüchlichen Anforderungen zu bewältigen.

Der passende Sommerbettbezug für warme Nächte

Das grundlegende Problem bei einer Sommerbettwäsche besteht nicht primär in den hohen Temperaturen – an diese kann sich ein Mensch in gewissem Rahmen gewöhnen und seine Umgebung mit dem Bezug des Bettes darauf einstellen. Als problematisch empfinden viele Personen hingegen die mitunter starken Schwankungen, die in kurzer Zeit auftreten können. Bei einem abendlichen Gewitter ist es durchaus möglich, dass die Temperatur innerhalb einer Stunde um bis zu zehn Grad Celsius fällt. Die sehr hohe Luftfeuchtigkeit und der wechselnde Druck sowie die daraus resultierenden Luftbewegungen führen unter diesen klimatischen Bedingungen zusätzlich dazu, dass die gefühlte Temperatur stark von der tatsächlichen abweicht.

Eine junge Frau betrachtet durch ein Fenster ein Sommergewitter Sommerbettwäsche
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Widersprüchliche Eigenschaften

Aus diesem Grund muss eine Sommerbettwäsche quasi widersprüchliche Eigenschaften erfüllen – sie soll primär bei warmem Wetter kühlend wirken, unabhängig davon, ob es sich um ein trockenes oder feuchtes Klima handelt. Gleichzeitig muss der Bettbezug bei einem Temperatursturz ausreichend isolieren, um das Wärmeempfinden stabil zu halten. Ein spontaner Abfall der Umgebungstemperatur findet ausschließlich im Sommer statt, weil im Winter in Wohnräumen ein stabiles, trockenes Raumklima vorherrscht. Selbst ohne Extremwetterereignisse stellen die Umweltbedingungen eine Herausforderung für die Sommerbettwäsche dar, zumal die Zahl der sogenannten tropischen Nächte – also Tagen, an denen die minimale Lufttemperatur über 24 Stunden nicht unter 20° Celsius sinkt – seit Jahren ansteigt. Besonders stark ist von diesem Phänomen der Westen der Bundesrepublik betroffen, wo das Thermometer in der wärmsten Nacht des Jahres 2020 in einigen Regionen nicht unter 25° Celsius fiel.

Eine junge Frau liegt in ihrem Bett und verschafft sich mit einem Ventilator Kühlung
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Das geeignete Material für einen Sommerbettbezug

Für eine kühlende Sommerbettwäsche stellt Baumwolle in mehreren Aspekten ein nahezu ideales Material dar, das die Körperwärme nicht übermäßig staut und gleichzeitig einen guten Transport der Feuchtigkeit nach außen gewährleistet. In den vergangenen Jahren hat sich zudem Lyocell – besser bekannt unter seinem Markennamen Tencel – als biologische und nachhaltige Alternative etabliert. Für Menschen, die lediglich wenig schwitzen, bieten sich zudem Kunstfasern wie Polyester an, die aufgrund ihrer glatten Oberfläche ein kühlendes und angenehmes Gefühl auf der Haut erzeugen. Sie besitzen jedoch den Nachteil, dass sie Flüssigkeit und Feuchtigkeit schlecht aufnehmen und langsam verdunsten lassen.

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Tierische Fasern wie zum Beispiel Ziegen- oder Schafwolle eignen sich hingegen nicht für einen Sommerbettbezug oder eine Sommerdecke. Sie besitzen die natürliche Aufgabe, primär vor Kälte zu schützen und verfügen deshalb über eine gute bis ausgezeichnete Wärmeisolation. Die einzige Ausnahme von dieser Regel besteht in echter Seide, die einen exzellenten Temperaturausgleich bietet. Leider erfordert sie jedoch eine aufwendige und schonende, manuelle Wäsche, so dass sie sich schlecht als Sommerbettwäsche für den Alltag eignet.

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Eine ideale Mischung

Oft kommt bei einem Bettbezug für den Sommer ein Gemisch aus Baumwolle mit einigen Prozent Kunstfasern zum Einsatz. Dies gilt speziell für Spannbettlaken, die zu etwa fünf Prozent aus einem strapazierfähigen Zusatz wie Elasthan bestehen, um optimale Eigenschaften zu entwickeln. Dieser verleiht dem Bezug eine hohe Dehnbarkeit mit dauerhafter Formstabilität – im Unterschied zu Baumwolle verliert die Kunstfaser selbst über lange Zeiträume und bei starker Belastung wenig Spannkraft und erhöht somit gleichzeitig die Elastizität wie die Lebenserwartung der Bettwäsche.

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Der Einfluss des Webmusters auf einen Sommerbettbezug

Ebenso entscheidend wie das Material wirkt sich das Webmuster auf die Merkmale einer Sommerbettwäsche aus. Die Art und Zahl der Knoten definiert nicht allein die Dicke des Materials oder zusätzliche Charakteristika, wie zum Beispiel abstehende und isolierende Fasern, die sich etwa für den flauschigen, wärmenden Effekt bei Frottee verantwortlich zeigen. Das Webmuster entscheidet ebenfalls über die Durchlüftung und somit die Atmungsaktivität. Das wirkt sich bei einem Bettbezug für den Sommer direkt darauf aus, wie gut dieser bei hohen Temperaturen durch die Verdunstung von Schweiß kühlt und gewährleistet ein angenehmes, trockenes Bettklima. Letzteres ist nicht nur aus hygienischen Gründen wichtig – bei Wärme wie bei Kälte beeinflusst die Luftfeuchtigkeit erheblich, wie die Umgebung wahrgenommen wird – ist sie niedrig, empfinden Personen selbst extreme Verhältnisse als spürbar weniger belastend.

Die idealen Webmuster für den Sommer

Satin

Für den Sommer ist ein Bettbezug optimal, der sich durch einen dünnen, aber robusten Stoff mit einer raschen Feuchtigkeitsregulierung auszeichnet. Diese Voraussetzungen erfüllt zum Beispiel Satin, bei dem es sich um eine spezielle Atlasbildung handelt, die in der Vergangenheit ein typisches Merkmal für chinesische Seide war. Sie ergibt eine sehr glatte Oberfläche aus dünnen Fasern, die sich durch einen charakteristischen Glanz auf der Oberseite und eine matte Unterseite auszeichnet. Bei einem Sommerbettbezug kennzeichnet sie eine weiche, fließende und gut durchlüftete Struktur, die sich dem Körper anpasst und dabei lediglich ein geringes Gewicht aufweist.

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Seersucker

Eine weitere Option bildet der ursprünglich aus Indien stammende Seersucker, der ein luftiges und reliefartig angelegtes Krepp-Gewebe bezeichnet und neben dem Bettbezug häufig bei Kleidung für den Sommer Verwendung findet. Das Textil ist bügelfrei und reguliert durch seine Struktur die Körperwärme, indem es je nach Umgebung entweder isolierend wirkt oder die Körperwärme rasch und zuverlässig ableitet. Seine hohe Popularität verdankt es unter anderem den positiven Eigenschaften in einem warmen und feuchten Klima, die ihn zu einem optimalen Stoff für Regionen wie die Tropen machen.

Jersey

Nahezu perfekte Voraussetzungen für einen Ganzjahres- wie Sommerbettwäsche bietet zudem Jersey – besonders der robuste und zuverlässige Interlock-Jersey. Dieses gestrickte Muster ergibt einen weichen, elastischen und geschmeidigen Stoff, der sich durch seine Struktur ähnlich wie Seersucker an die Umweltbedingungen adaptiert. Der Bettbezug reguliert dadurch die Körpertemperatur und wirkt bei der Verwendung von Naturfaser, Tencel oder Viskose überdurchschnittlich atmungsaktiv und saugfähig.

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Damast

Edel und gleichzeitig außergewöhnlich elegant zeigt sich der arabische Damast. Dieser Sommerbettbezug entspricht den Anforderungen an ein heißes, trockenes Wüstenklima und ist meist an seinen auffälligen Mustern zu erkennen, die nicht aufgedruckt sind, sondern während der Herstellung durch unterschiedliche Fäden in den Stoff eingewebt werden. Die Webart findet in erster Linie für den Kissen- und Deckenbezug, seltener bei Spannbettlaken Verwendung. Aufgrund seiner aufwendigen Produktion ist Damast optisch attraktiv und qualitativ hochwertig, jedoch auch kostspieliger als andere Sommerbettwäsche.

Typische Bezeichnungen bei einem Sommerbettbezug

Bei Sommerbettwäsche existieren zwei grundlegend unterschiedliche Klassifizierungen: nach Webart wie zum Beispiel Seersucker oder Jersey und nach Material beziehungsweise Ursprung – etwa Mako. Dieser besteht vollständig aus hochwertiger ägyptischer Baumwolle mit einer ungewöhnlich langen und weichen Faser, die als eine der besten Sorte weltweit gilt. Die allgemein von Herstellern verwendete Kennzeichnung dominiert allerdings deutlich die Webart – in einem solchen Fall ist stets ein Blick auf die für den Bettbezug eingesetzten Textilien zu empfehlen, um sich ein vollständiges Bild von seinen Charakteristika machen zu können. Der perfekte Bezug für den Sommer kombiniert die beiden Faktoren günstig miteinander und entspricht dabei den individuellen Voraussetzungen wie etwa dem Wärmeempfinden und der Neigung zu raschem oder starkem Schwitzen.