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Im Bett arbeiten – Ein Risiko für die Gesundheit?

Wäre es nicht traumhaft im Bett zuarbeiten? Vielleicht haben Sie sich selbst schon einmal dabei erwischt, wie Sie dieser Fantasie nachgehangen sind – eine reizvolle Vorstellung. Aber wie wirkt sich ein solcher Arbeitsplatz auf die körperliche und geistige Gesundheit aus? Auch wenn es in den meisten Berufsfeldern unmöglich ist, vom Nachtlager aus zu arbeiten – es gibt prominente Vorbilder. Klingt unglaublich? Lesen Sie selbst!

Wenn sie an Ihren Arbeitsplatz denken, werden Sie kaum das eigene Bett vor Augen haben. In den meisten Fällen ist die Ausübung dort schlicht unmöglich. Nicht selten ist außerdem die Meinung anzutreffen, dass es generell nicht gesund sei, im Bett zu arbeiten. Dabei existieren populäre Vorbilder, die einen großen Teil ihrer Denk- und Schreibarbeit im Liegen erledigten: zum Beispiel die Schriftteller Marcel Proust und Truman Capote, der Politiker Winston Churchill, der Mathematiker und Staatstheoretiker Thomas Hobbes oder der Philosoph René Descartes. Dazu kommt die Tatsache, dass es heute leichter als jemals zuvor fällt, im Bett zu arbeiten – durch Laptop, Tablet PC und Smartphones ist man unabhängiger geworden. Immer mehr Menschen haben heute die Möglichkeit, im Homeoffice von daheim aus zu arbeiten.

Im Liegen arbeiten entspricht der menschlichen Natur

Die moderne Welt zwingt den meisten Menschen ein Tages- und Schlafrhythmus auf, der ihrer eigentlichen Natur widerspricht. Die Arbeitswelt bevorzugt die sogenannten „Morgenlerchen“ – Frühaufsteher, die ihre Leistungsfähigkeit bereits in den Morgenstunden entfalten und mit Energie in den Tag starten. Zu dieser Gruppe gehört jedoch nur eine Minderheit der Bevölkerung, die meisten Menschen sind sogenannte „Eulen“. Zu dieser Gruppe gehören mehr als drei Viertel der Menschen. Sie entfalten ihr Potenzial am besten, wenn sie erst nach neun Uhr morgens aufstehen. Interessanterweise bedeutet dies jedoch nicht zwangsläufig, dass die „Eulen“ bis zu dieser Uhrzeit schlafen müssen. Sie können ihr volles Potential abrufen, wenn sie früh aufwachen aber noch längere Zeit im Bett verbringen.

Im Liegen arbeiten entspricht der menschlichen Natur
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Die meisten Biologen gehen davon aus, dass dies ein Erbe unserer evolutionären Entwicklung darstellt. Der Mensch ist ein Lauf-, aber auch ein Liegetier, das die längste Zeit seiner Geschichte mit Etappen von Ruhen und spontaner Aktivität verbracht hat. Das langanhaltende Sitzen ist aus diesem Grund eine eher unnatürliche Körperhaltung, in der heute jedoch ein überwiegender Teil der Menschheit arbeitet. Biologisch ist der Mensch aber für das Arbeiten in dieser Haltung nicht geschaffen, Fehlhaltungen und Rückenbeschwerden sind häufig die Folge. Aus ergonomischer Sicht spricht deshalb wenig dagegen, in einem Bett zu arbeiten, wenn die äußeren Umstände dies zulassen und geeignetes Bettzubehör und eine geeignete Matratze verwendet werden. Allerdings gibt es noch andere Aspekte, die eine Rolle spielen und nicht übersehen werden sollten.

Rückzugsort Schlafzimmer: ein Ort der Ruhe und Entspannung

Fast alle Tiere schlafen – für Säugetiere ist dieser Prozess sogar lebensnotwendig. Es ist ein absolut normales Verhalten, dass sie sich dafür in den meisten Fällen an einen ruhigen und geschützten Ort zurückziehen, der ihnen die maximal mögliche Sicherheit während dieser Phase bietet. Dieses Verhalten führt dazu, dass wir wie die meisten anderen Lebewesen unseren Schlafraum mit einem vertrauten und angenehmen Gefühl assoziieren, das es uns erleichtert, an diesem Ort zu entspannen.

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In bestimmten Fällen – etwa bei kreativen Tätigkeiten – kann es den Gedankenfluss fördern und die Suche nach Inspirationen erleichtern. Die ruhige und vertraute Umgebung kann allerdings auch dazu führen, dass sich Menschen leichter ablenken lassen und es ihnen schwieriger fällt, sich auf eine konkrete Aufgabe zu konzentrieren. Es hängt von dem individuellen Charakter und dem Interesse an der Beschäftigung ab, welcher Effekt dominiert. Deshalb ist keine allgemeingültige Aussage möglich, ob das Arbeiten im Schlafzimmer die Produktivität steigert oder senkt – selbst bei einer einzelnen Person variiert dies je nach Stimmung, Uhrzeit, körperlicher Verfassung und Motivation für die jeweilige Aufgabe.

Einschlafprobleme durch Arbeit im Bett?

Generell raten Psychologen davon ab, sich regelmäßig im Schlafzimmer mit geschäftlichen Angelegenheiten oder seinem Beruf zu befassen, weil sich dieses negativ auf das Einschlafen auswirken kann. Wer gewohnheitsmäßig im Bett arbeitet, verknüpft dieses instinktiv nicht mehr ausschließlich mit einem Ort der Entspannung, so dass es ihm abends schwerer fällt, seine Gedanken abzulenken. Daraus können ernsthafte Schlafstörungen resultieren, wenn eine Veranlagung dafür vorliegt.

Einschlafprobleme durch Arbeit im Bett
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Wer bereits an Schlafstörungen – besonders an Einschlafstörungen – leidet, sollte es deshalb strikt vermeiden, im Bett zu arbeiten. Bei allen anderen hat der Wechsel des Arbeitsplatzes ins Bett hingegen keine negativen psychischen Auswirkungen, sodass sie sich ruhig einmal auf das Experiment einlassen können.

Das Bett zum Arbeitsplatz umfunktionieren: auf die richtige Ausrüstung achten

Das Arbeiten benötigt andere Voraussetzungen als das Schlafen – diesem Umstand sollte durch zusätzliches Bettzubehör und Kissen Rechnung getragen werden. Generell sind Schlafzimmer eher schwach beleuchtet und entsprechend dunkel. Wenn es ebenfalls als Arbeitszimmer dienen soll, ist eine gute Bettbeleuchtung jedoch unverzichtbar. Das gilt selbst für den Fall, dass die Tätigkeit an einem Laptop stattfindet, der eine eigene Leuchtquelle darstellt. Die Augen des Menschen sind nicht dafür geeignet, rasch zwischen Helligkeitsunterschieden zu wechseln und ein steter Kontrast bedeutet eine zusätzliche und vermeidbare Anstrengung für sie.

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Aus diesem Grund ist eine separate, helle Bettbeleuchtung empfehlenswert, die während der Arbeit zum Einsatz kommt. Auch von den Möbeln her entspricht das Schlafzimmer nur selten den besonderen Anforderungen. Nützlich zeigen sich in diesem Fall fast immer eine separate, große Ablagefläche und die Möglichkeit, Arbeitsmaterialien in direkter Umgebung zu verstauen. Auch wenn prinzipiell nichts dagegen einzuwenden ist, im Bett zu arbeiten – der letzte Blick vor dem Einschlafen sollte nicht unbedingt mit der beruflichen Tätigkeit verbunden sein.

Wichtig ist ein angemessener Ausgleich

Nicht ohne Grund lassen Wissenschaftler Probanden über eine längere Zeit ununterbrochenen in Betten liegen, um die Folgen von Schwerelosigkeit zu simulieren – die Muskeln und der Knochenbau bilden sich bei fehlender Belastung schnell zurück.

Aus diesem Grund ist es notwendig, sich bei langem Liegen in der verbliebenen Zeit körperlich zu betätigen. Dies verbessert die Gesundheit im Ganzen und verhindert, dass sich die Skelettmuskulatur abbaut und dadurch die physische Fitness beeinträchtigt.

Ein entscheidender Faktor: Das passende Bettzubehör

Durchschnittlich verbringen Menschen rund ein Drittel ihrer Lebenszeit, also etwa neun Stunden täglich, in ihren Betten. Schon allein aus diesem Grund ist eine hochwertige Matratze und passendes Bettzubehör wie geeignete Kissen für eine gesunde Lebensführung unverzichtbar. Verlängert sich der Aufenthalt noch, nehmen diese Voraussetzungen ebenfalls an Bedeutung zu. In den meisten Fällen ist für das Arbeiten eine halb aufgerichtete Position erforderlich – deshalb sollte der Körper durch feste Kissen abgestützt werden. Auch Nackenkissen sind für eine angenehme Lagerung beim Arbeiten im Bett eine gute Möglichkeit.

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Ist es generell gesund, im Bett zu arbeiten?

Es gibt zwar nur wenige Berufe, für die sich Betten als idealer Arbeitsort anbieten – zum Beispiel als selbstständiger Lektor, Redakteur oder Filmkritiker. Aus gesundheitlicher Perspektive spricht nichts dagegen, sofern auf die richtigen Umstände geachtet wird. Voraussetzung ist natürlich eine angemessene körperliche Betätigung in der Freizeit sowie geeignetes Bettzubehör wie Kissen und eine hochwertige Matratze. Sofern auch der Schlaf nicht unter der Beschäftigung mit dem Beruf leidet, bestehen dann keine begründeten Einwände dagegen, im Bett zu arbeiten.