Seniorin im Bett - Inkontinenz-Matratzenauflagen
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Inkontinenz-Matratzenauflagen

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Obwohl sich die Gesellschaft einer Vielzahl von Themen und Krankheiten zunehmend öffnet, ist die Inkontinenz nach wie vor in einem weiten Rahmen tabuisiert. Dies ist in gewisser Weise verständlich – zeigt es sich doch für einen erwachsenen Menschen oft als erschreckend, wenn er seine eigene Blase nicht ausreichend kontrollieren kann. Die mangelnde öffentliche Diskussion erweist sich allerdings als kontraproduktiv, denn diese Haltung führt nicht selten dazu, dass selbst nützliche und effiziente Hilfsmittel wie geeignete Matratzenschoner ignoriert oder unzureichend beachtet werden. Trotzdem das Symptom für die Betroffenen oft mit einer gewissen Scham einhergeht, sollte sich diese niemals dergestalt auswirken, dass aufgrund ihr, hilfreiche Accessoires wie Inkontinenz-Matratzenauflagen vernachlässigt werden. In vielen Fällen besitzen sie das Potenzial, negative Auswirkungen zu minimieren.

Inkontinenz betrifft mehr Menschen als Depressionen

In den vergangenen Jahrzehnten gerieten zahlreiche Krankheiten – speziell psychische wie Depression, Burnout, Suchterkrankungen und Entwicklungsstörungen wie Autismus oder Post-traumatische Belastungsstörungen (PTBS) – zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit. Anders sieht es leider noch bei einigen körperlichen Gebrechen wie der Inkontinenz aus, obwohl diese das Leben der Betroffenen teilweise erheblich prägen und beeinflussen. Nach unabhängigen Studien existieren alleine in Deutschland rund 10 Millionen Personen, die unter einer meist nächtlichen und zumindest periodisch auftretenden Harninkontinenz leiden. Sie gilt mittlerweile als die chronische Krankheit mit der weitesten Verbreitung unter Frauen und tritt bei etwa einem Drittel der volljährigen, weiblichen Bevölkerung auf, wobei die Zahl mit steigendem Lebensalter kontinuierlich zunimmt. Die Diagnose ist rund zehn Prozent häufiger als der an zweiter Stelle stehende Bluthochdruck (Hypertonie) und etwa doppelt so oft wie eine behandlungsbedürftige Depression.

Mann fasst sich in den Schritt - Probleme beim Urinieren
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Trotz ihrer sehr hohen Verbreitung zeigt sich das Problem der Inkontinenz in der öffentlichen Wahrnehmung oft als unzureichend repräsentiert. Dies gilt umso mehr, weil ihre Auswirkungen deutlich über die rein physiologischen Symptome hinausreichen – sie sind darüber hinaus ebenso psychologischer wie schlicht materieller Natur. So wirken sich die Unterbrechungen der Ruhephase und ein wiederholtes nächtliches Beziehen des Betts ebenfalls negativ auf den Schlafrhythmus aus. Auch die Matratzen leiden ohne eine geeignete Bettauflage durch die Feuchtigkeit, wodurch sich die Haltbarkeit erheblich verkürzt. Dieses und weitere Probleme lassen sich durch einen guten Matratzenschoner, der als zuverlässige und dichte Inkontinenzauflage fungiert, deutlich minimieren und zumindest in Teilen vollständig eliminieren. Hier zeigt sich eine Matratzenauflage als nützlich, weil sie entscheidend dazu beiträgt, einen raschen Wechsel der verschmutzten gegen frische, saubere Bettwäsche zu gewährleisten. Die Matratze kann hingegen bereits nach wenigen Minuten wieder verwendet werden und wird in ihrer Qualität und voraussichtlichen Lebenserwartung nicht beeinträchtigt.

Frau mit Inkontinenzproblem sitzt im Bett - Inkontinenz-Matratzenauflagen helfen
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Hochwertige Matratzenauflagen – eine komplexe Aufgabe

Die Ansprüche für gute und zuverlässige Inkontinenz-Matratzenauflagen liegen hoch und sind nur in Teilen mit denen konventioneller Matratzenschoner zu vergleichen. Wie diese sollten sie leicht abnehmbar, atmungsaktiv und robust sein, ohne das Körpergefühl beim Schlafen zu beeinflussen. Darüber hinaus müssen sie jedoch eine sehr hohe Saugfähigkeit aufweisen und vollständig undurchlässig für Urin und andere Flüssigkeiten sein. Darüber hinaus ist es wichtig, dass sie ein festes und belastbares Gewebe verwenden, das sich ohne negative Auswirkungen regelmäßig bei Kochwäsche mit 65° Celsius oder mehr reinigen lässt, um alle Verunreinigungen zu lösen und die Inkontinenzauflage sicher zu desinfizieren. Um diese Anforderungen optimal zu erfüllen, bietet sich eine Kombination aus fein gewebten, extrem reißfesten Kunstfasern als Sperre und einer Schicht aus einem saugfähigen Material wie Baumwolle oder Lyocell (Tencel) an.

Traumhaft gut schlafen Spannbettlaken Wasserundurchlässig - Inkontinenz-Matratzenauflagen

Als Feuchtigkeitssperre verwenden zeitgemäße und hochwertige Exemplare mittlerweile eine dünne Membran aus Polyurethanen (PU oder PUR). Dieser extrem widerstandsfähige Kunststoff dient etwa als Material für Laufräder von Skateboards oder Stoßstangen an Fahrzeugen, eignet sich durch moderne Fertigungsverfahren jedoch ebenfalls dazu, aus ihm außergewöhnlich feine und feste Fasern zu spinnen. Diese sind weitgehend unempfindlich gegenüber starker mechanischer Belastung und besitzen einen hohen Schmelzpunkt, so dass sie sich selbst für einen Dauergebrauch bei mehr als 100° Celsius anbieten. Darüber hinaus ermöglicht PU-Kunststoff ein extrem dichtes Geflecht, das so feinmaschig sein kann, dass es weder Mikroorganismen noch Keime – nicht einmal Viren – passieren können und es sogar größere Moleküle wie Wasser dauerhaft aufhält. Diese Eigenschaften machen PU-Gewebe zu einem idealen Kandidaten für komfortable und zweckmäßige Inkontinenz-Matratzenauflagen und begründen ihre Dominanz bei hochwertigen Produkten sowie ihren guten Ruf bei dem Personal professioneller Pflegeeinrichtungen.

Die verschiedenen Arten von Matratzenauflage

Ein traditioneller Matratzenschoner stellt einen oberflächlichen Schutzbezug dar, der unter anderem den Abrieb auf der Matratze vermeidet und leichte Verschmutzungen sowie grobe Feststoffe auffängt. Weil er allerdings nicht wasserdicht ist, eignen sich diese Modelle lediglich begrenzt oder in seltenen Ausnahmen als Inkontinenz-Matratzenauflagen – sie sind schlicht für eine solche Verwendung nicht ausgelegt. Eine Inkontinenzauflage besitzt diese erforderliche Versiegelung, wobei zwei unterschiedliche Konzepte zu unterscheiden sind. Die klassische Version weist eine mitunter gesteppte Oberfläche aus Baumwolle, Lyocell oder Polyester auf und ist an der Unterseite großflächig mit PU-Kunststoff laminiert. Sie besitzt dadurch eine sehr feste und belastbare Struktur, ist jedoch deutlich dicker und schwerer als die zweite Variante.

Hand prüft Inkontinenz-Matratzenauflagen
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Einige moderne Inkontinenz-Matratzenauflagen verwenden ein System aus mehreren Schichten, die sich in der Regel in der Mitte an einer dünnen Membran aus PU-Gewebe spiegeln. Als Minimum gelten dabei drei Lagen – es können jedoch zusätzliche mit speziellen Eigenschaften hinzukommen, die zum Beispiel die Saugfähigkeit erhöhen. Der Vorteil dieser Bettauflage liegt darin, dass sie in ihrer Verwendung und dem Hautgefühl weitgehend einer gewöhnlichen Bettwäsche ähneln, dabei jedoch alle positiven Merkmale von dickeren Inkontinenz-Matratzenauflagen aufweisen. Der Nachteil besteht darin, dass sie aufgrund der aufwendigeren Verarbeitung mit höheren Kosten verbunden ist.

f.a.n. Safe, Matratzen-Schutzauflage, Glatt, aus weichem Baumwoll-Frotte, wasserdicht

Alternativen zu einfachen Inkontinenz-Matratzenauflagen

Eine Inkontinenzauflage stellt einen wirkungsvollen Schutz dar – es handelt sich allerdings, wie der Name bereits aussagt, um eine nicht rutschfest gesicherte Auflage, die Matratzen nicht vollständig schützt. So kann sie zum Beispiel vergleichsweise einfach verrutschen, selbst wenn sie zwischen die Matratze und die Bettwäsche gelegt wird. Einen weitgehenden Schritt stellt die Matratzenauflage mit einem Spanngurt dar, über den alle vier Ecken an der Matratze fixiert werden. Als noch sicherer erweist sich die sogenannte Schutzhaube für Matratzen, die einem klassischen Spannbettlaken ähnelt, aber aus einem dünnen Polyestergewebe besteht, das eine zusätzliche Beschichtung mit PU aufweist. Dies bewirkt einen flächendeckenden Schutz, der sich bis zum Rand der Matratze erstreckt und sie vor allen Verschmutzungen bei Inkontinenz bewahrt.

Junge Frau bezieht Bett in einem Krankenhaus
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Der effizienteste Matratzenschoner besteht in einem vollständigen Encasing, der einer kompletten Hülle für Matratzen entspricht. Er lässt sich meistens in der Mitte in zwei Hälften teilen und kann ebenfalls als Ersatz für ein verschlissenes Exemplar dienen. Als Hilfsmittel bei regelmäßiger Inkontinenz sind diese allerdings eher als zusätzlicher Schutz zu einer Matratzenauflage geeignet, weil sich das Ab- und neu Beziehen relativ zeitaufwendig gestaltet.