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Würfelschnitt oder Wellenschnitt bei Kaltschaum-Matratzen

« Unterschiede, Gemeinsamkeiten und Vorteile »

Lange Zeit galten Matratzen mit einem Federkern als der Standard für ein komfortables Liegen und Schlafen. Seit Ende des 20. Jahrhunderts die Ansprüche an gesunden Schlaf gestiegen sind, wurde dieser jedoch allmählich von der Matratze aus Kaltschaum definiert. Einer der Gründe für diese Entwicklung ist, dass sich Kaltschaum ausgezeichnet durch einen Matratzenschnitt in verschiedene Zonen unterteilen lässt – eine Eigenschaft, die bei einem Federkern nur relativ aufwendig durch die Verwendung von individuell abgestimmten Elementen erzielt wird. Es überrascht deshalb kaum, dass der Marktanteil von federkern-Matratzen heute nur noch bei etwa 25 Prozent liegt und zum größten Teil hochwertige Modelle mit einzeln gelagerten Taschenfedern beinhaltet. Statt dieser aufwendigen Konstruktion dominiert heute der Wellen- oder Würfelschnitt die Matratze. Diese beiden Varianten stellen den bevorzugten Matratzenschnitt bei Kaltschaum dar, aus dem heute zwei von drei verkauften Exemplaren bestehen.

Schnitte im Kaltschaum – ein wichtiges Merkmal der Konstruktion

Exakt betrachtet bezeichnet der Begriff Kaltschaum weniger ein Material, als vielmehr die Art der Herstellung. Es handelt sich um einen Kunststoff aus Polyurethan oder einem ähnlichen Rohstoff, der mit unterschiedlichen Beimischungen versetzt und bei einer niedrigen Temperatur aufgeschäumt wird. Je nach Zusammensetzung und Art der Verarbeitung ergeben sich daraus abweichende „grundlegende“ Eigenschaften wie der Härtegrad, das Raumgewicht, die Stauchhärte oder die Elastizität der Oberfläche. Der Wellenschnitt oder Würfelschnitt einer Matratze bestimmt im Unterschied dazu deren individuelle Charakteristika. Durch ihn lässt sich das Kernmaterial gezielt in einer erwünschten Weise beeinflussen und an den entscheidenden Punkten von seiner maximalen Härte schwächen.

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Das Prinzip zum Beispiel bei dem Würfelschnitt für Matratzen liegt in einer gezielten Beeinflussung der Oberfläche, die durch seine Einschnitte in dem Material dessen Struktur unterbricht. Durch die Koordination dieser Schnitte lassen sich der Unterlage die angestrebten Merkmale verleihen und entsprechend variieren – ein tiefer Wellenschnitt hat andere Auswirkungen als ein flacher Wellenschnitt und der Effekt von beiden hängt in erster Linie von dem Material und dem Ort der Einkerbungen ab.

Matratzenschnitt mit Stanzungen und Kerben ermöglicht Aufteilung der Zonen

Der Wellenschnitt und Würfelschnitt einer Matratze bezeichnen im Wesentlichen die Form der Oberfläche. Seine Auswirkung reicht aber weit über diese hinaus. Die moderne Matratze mit ihrer Einteilung in mehrere Zonen beruht letztendlich auf dem Prinzip der gezielten Schwächung – jeder Schnitt bewirkt eine strukturelle Veränderung, durch die sich die Tragfähigkeit bei Belastung in einem bestimmten Areal ändert.

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Durch die Kombination der vertikalen und horizontalen Aussparungen erreicht jede Matratze eine ungleichmäßige Verteilung des Härtegrads. Darüber hinaus verteilen sich die auftretenden Kräfte in mehrere Richtungen. Individuelle Merkmale entstehen durch einen Wellenschnitt oder Würfelschnitt entsprechend ihrer Tiefe, Lage und der Kombination des Musters.

3 Faktoren für guten Kaltschaum

Bei der industriellen Produktion spielen drei Faktoren eine besondere Rolle

  1. die Art des Materials
  2. dessen Qualität
  3. die Reinheit sowie die anschließende Verarbeitung und der interne Aufbau

Der Aufbau muss in unterschiedlichen Kategorien berechnet und auf die Bedürfnisse angepasst werden, die ein Mensch für gesunden Schlaf benötigt. Erst anschließend kann eine Abstimmung auf Basis der grundsätzlichen Merkmale stattfinden, die durch einen Wellenschnitt oder durch einen Würfelschnitt erfolgt. Um bequem und ergonomisch optimal schlafen zu können, ändern die Hersteller zunächst die Eigenschaften der einzelnen Zonen, indem sie Stanzungen bis in die Tiefe vornehmen.

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Diese ergänzen oberflächliche Kerben wie der Wellenschnitt und der Würfelschnitt, die Matratzen eine exakte Einteilung und darüber hinaus einen höheren Komfort sowie eine verbesserte Durchlüftung ermöglichen. Beide unterscheiden sich in ihrem Aufwand und in ihren Eigenschaften, wodurch sie eigene, prägnante Merkmale aufweisen.

Unterschiede zwischen Kugel-, Wellen- und Würfelschnitt

Ein genereller Unterschied bei Kaltschaum besteht zwischen einem zweidimensionalen und einem dreidimensionalen Profil. Der Wellenschnitt zählt dabei zu den zweidimensionalen Varianten, der Kugel- und der Würfelschnitt hingegen zu den dreidimensionalen Versionen. Erstere besitzen mehrere parallele Einkerbungen in der Breite, die nach oben entweder pyramidenförmig zulaufen oder abgerundet sind. Letztere sind stattdessen dreidimensional ausgeführt und weisen nicht nur Quer-, sondern auch Längsrillen auf, so dass sich zusätzlich ein Muster entlang der Längsachse bildet.

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Die Unterscheidung entsteht also aus der Betrachtung des Profils von der Seite – ist es ein klassischer Kurvenverlauf entlang einer x- und einer y-Achse, handelt es sich um einen zweidimensionalen Schnitt. Besitzt die Oberfläche hingegen zusätzliche Abflachungen entlang der z-Achse, wird dieser dreidimensional abgebildet. Der Wellenschnitt lässt sich relativ einfach durchführen und ist aus diesem Grund bevorzugt bei Modellen mit einer mittleren bis überdurchschnittlichen Qualität zu finden. Ein dreidimensionales Profil benötigt deutlich mehr Aufwand und ist deshalb in der Regel ein Kriterium für hochwertige Matratzen, deren Hersteller weder die Mehrkosten noch die deutlich komplizierte Berechnung der Oberfläche scheuen. Leider bedeutet jedes Profil unter normalen Voraussetzungen natürlich auch einen höheren Preis, denn die Fabrikanten geben selbstverständlich die gestiegenen Kosten an ihre Kunden weiter, die unter anderem durch die aufwendigen theoretischen Berechnungen während der Planung entstehen.

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Seit etwa zehn Jahren bieten allerdings einige Händler vermehrt Matratzen aus unbekannten Quellen als No-Name-Ware oder unter dem Label unbekannter Firmen an, die den hohen Anforderungen nicht entsprechen, die ein Matratzenschnitt wie der Würfelschnitt an eine Matratze stellt. Es ist deshalb empfehlenswert, eine Matratze von einem renommierten Hersteller zu bevorzugen und sich vor einem Kauf über den Ruf und die Qualität eines Modells zu informieren.

Spezielle Eigenschaften eines Wellenschnitts

Durch seine Form wirkt der Wellenschnitt auf einer mikroskopisch kleinen Ebene ähnlich wie der Zug in einem Kamin – statt eines Feuers erwärmt in diesem Fall der Körper die Luft, die anschließend aufsteigt und frische Luft anzieht. Aus diesem Grund besitzt dieses Profil eine sehr gute Durchlüftung und eignet sich insbesondere für Menschen, die im Schlaf schnell und viel schwitzen. Ein weiterer Vorteil ist seine hohe Punktelastizität, die durch die stufenlose Vergrößerung der Fläche erreicht wird.

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Merkmale eines Kugel- oder Würfelschnitts

Ein dreidimensionales Profil passt sich dem Körper ausgezeichnet an und gewährleistet dadurch einen überaus angenehmes Liegegefühl und eine nahezu optimale Abstützung beim Schlafen. Durch die zusätzlichen vertikalen Kanäle verliert sich allerdings der „Kamineffekt“ eines Wellenschnitts, so dass die Durchlüftung nicht dessen Niveau erreicht.

Allgemein überwiegen jedoch die Vorteile deutlich die Nachteile, weshalb dieses Profil bevorzugt bei hochwertigen Matratzen zum Einsatz kommt. Es ist deshalb auch hier wichtig, auf eine gute Qualität und einen renommierten, erfahrenen Hersteller zu achten.

Welcher Schnitt eignet sich für welche Situation?

Sofern keine konkreten Gründe wie starkes Schwitzen vorliegen, ist es grundsätzlich ratsam, einen dreidimensionalen Schnitt zu bevorzugen. Dieser empfiehlt sich besonders bei Personen, die entweder sehr viel Zeit im Bett verbringen oder eine hohe Empfindlichkeit gegenüber Kälte besitzen. Entscheidend unter allen Merkmalen und wichtiger als der Matratzenschnitt selbst ist jedoch vor allem eine gute Qualität und ein hohes Raumgewicht, das eine ausreichende Stabilität der Einkerbungen über einen langen Zeitraum garantiert.

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Viele Hersteller verwenden den Würfelschnitt auch bei Matratzen aus Viscoschaum – er sitzt in diesem Fall jedoch unter der äußeren Hülle im Kernbereich und ist deshalb von außen nicht unbedingt zu erkennen. Für das Schlafen bieten diese Modelle in der Regel die höchste Komfortstufe, eignen sich wegen ihrer weichen Oberfläche jedoch fast ausschließlich für Seiten- oder Rückenschläfer.