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Mako-Satin

« Historischer Schlafkomfort aus China und Ägypten »

Nicht ohne Grund gilt Bettwäsche aus Mako-Satin als edel und überdurchschnittlich hochwertig. Sie besitzt eine sehr angenehme Haptik mit einer weichen, glatten Oberfläche, weist eine hohe Saugfähigkeit und Atmungsaktivität auf, gleicht Temperaturen rasch aus und ist dehnbar und strapazierfähig. Echte Mako-Satin-Bettwäsche kann zudem mit einem Qualitätssiegel gleichgesetzt werden, da der Begriff neben der Webart ebenfalls eine spezielle Variante von Baumwolle definiert. Wegen ihres hohen Preises verarbeiten seriöse Hersteller diesen wertvollen Rohstoff grundsätzlich sorgfältig und aufwendig, weshalb sich Bettwaren wie Kissen- und Deckenbezug aus diesem Material als ungewöhnlich haltbar und komfortabel erweisen.

Die Webart Satin – ein Kennzeichen antiker Seide

In der Kombination beider Namen bezeichnet Mako bei einem Kissenbezug und weiterer Bettwäsche die Herkunft und die Eigenschaften der Baumwolle, bei Satin handelt es sich hingegen um die Webart – also die Verarbeitung und das Muster, in dem sich horizontale und vertikale Garne (Kette und Schuss) kreuzen und miteinander verflochten sind. Es verwendet eine Atlasbindung, deren spezielles Kennzeichen unter anderem darin besteht, dass sich Kette und Schuss nicht in regelmäßigen Abständen – beispielsweise an allen Überschneidungen oder jeder zweiten – abwechseln. Stattdessen führt der Schuss – unter einem Kettenfaden durch und überspringt anschließend zwei oder mehr Schnittstellen, bevor sich das Muster wiederholt.

Seine Bezeichnung erhielt dieses Verfahren von dem arabischen Namen für die südchinesische Stadt Quanzhou, die auf dem Festland gegenüber der Insel Taiwan liegt. Wegen ihres milden Klimas und ihrer strategischen Lage bildete sie bereits in der Antike ein Zentrum der Herstellung und des Handels mit Seide, von der die Europäer nach den Eroberungen Alexander des Großen bereits im 4. Jahrhundert vor Christus Notiz nahmen. Es sollten allerdings noch beinahe 1000 Jahre vergehen, bis das geheime Wissen über deren Herstellung und zuchtfähige Eier der Seidenraupen das christliche Konstantinopel erreichten – sie wurden angeblich von als Mönche getarnten Spionen geraubt, in Hohlkammern ihrer Wanderstäbe verborgen und über Afghanistan aus China geschmuggelt.

Webstuhl in China
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Bis zu diesem Zeitpunkt hielt der chinesische Kaiser ein Monopol und die Versorgung mit dem teuren Naturtextil verlief auf zwei verschiedenen Routen. Entweder ging sie per Schiff von Indien über den Mittleren Osten und das Rote Meer in das von Griechen und Römern beherrschte, ägyptische Alexandria. Oder sie erreichte Europa entlang der – nach ihrem wichtigsten Transportgut benannten – Seidenstraße über den Landweg, durch Nordchina, die Mongolei und Persien bis an die nordafrikanische und südeuropäische Mittelmeerküste. In jedem Fall stellte Seide ein ebenso seltenes wie exklusives Luxusgut dar, das sich kaum ein Mensch leisten konnte – mit Konsequenzen, die sich bis heute auswirken.

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Die Baumwolle Mako – Eine hochwertige Züchtung aus Ägypten

Die Qualität einer Baumwolle bestimmt im Wesentlichen die Stapellänge – hinter dem Fachterminus verbirgt sich letztendlich die Länge der einzelnen Fasern. Je kürzer diese sind, desto rauer und brüchiger ist ein Stoff und ab einem bestimmten Grenzwert eignet sich der Rohstoff überhaupt nicht mehr für die Tuchherstellung – gleichgültig, ob es sich um Mako-Satin-Bettwäsche wie einen Kissenbezug oder um Kleidung, beispielsweise Hemden und Hosen, handelt. Solche minderwertige Baumwolle taugt ausschließlich zur Herstellung von Zellulose etwa zur Papierherstellung, einige rein kostenorientierte Hersteller verwenden sie leider dennoch für andere Zwecke. Problematisch ist dabei, dass durch die niedrige Verkettung der Fasern untereinander ein Bezug extrem schnell ausdünnt und verschleißt, im neuwertigen Zustand aber optisch nicht von Qualitätsprodukten zu unterscheiden sind.

Hände mit Baumwollfplanzen
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Ursprünglich stammen die europäischen und nordafrikanischen Sorten der Baumwolle aus Indien und gelangten als Handelsware wie die Seide mit Alexander dem Großen in den Mittelmeerraum – in dieser Zeit weder spielte der Bettbezug ohne Zweifel keine relevante Rolle. Allerdings besaß die Pflanze gegenüber ihrer chinesischen Konkurrenz einen großen und unübersehbaren Vorteil: Hinter der Kultivierung verbarg sich kein unauflösbares Geheimnis und durch seine regelmäßigen Überschwemmungen mit großen Wassermengen und fruchtbarem Schwemmland bot das Nildelta ausgezeichnete Voraussetzungen für den Anbau. Es überrascht deshalb kaum, dass sich das alte Ägypten ab dem 3. Jahrhundert vor Christus rasch zu einem der wichtigsten Produzenten für Baumwolle entwickelte und die Spitzenqualität mit sehr langen und glatten Fasern einen eigenen Namen, nämlich Mako, erhielt.

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Wie Seide

Ebenso wenig verwundert, dass beim historischen Bettbezug rasch erste Versuche einsetzten, die geschätzten Eigenschaften von Seide – eine glatte, sanfte, weiche und geschmeidige Oberfläche und einen Temperaturausgleich, durch den der Stoff im Kalten wärmt und in der Hitze kühlt – durch Imitation der Webart zu erreichen. Es ist ebenso naheliegend, dabei statt der seltenen Ressource die im eigenen Land anwachsende Baumwolle zum Einsatz zu bringen – dieser Umstand bildet die Geburtsstunde von Mako-Satin-Bettwäsche.

Dass die Kosten für beide Textilien letztendlich nahezu identisch waren, begründet hingegen die sehr aufwendige und fachkundige Verarbeitung, die die relativ kurzen Fasern der Pflanze notwendig macht. Der Zeitaufwand für das manuelle Spinnen liegt teilweise mehr als zehnfach über demjenigen von Schafswolle – als Bettbezug war Mako-Satin-Bettwäsche gleichermaßen wie Bettwaren aus Renforcé ein herrschaftliches Luxusgut, stammte jedoch im Unterschied zu Seide aus einem bekannten und nachhaltigen Rohstoff, der entsprechend der Nachfrage unabhängig erzeugt werden konnte.

Guter Schlaf durch Mako-Satin-Bettwäsche

Ob Laken, Kissen- oder Deckenbezug – Mako-Satin-Bettwäsche zeigt seine positiven Eigenschaften in jeder Variante – ob Kissen- oder Bettbezug – und genießt aus diesem Grund eine hohe Anerkennung und einen entsprechenden Respekt bei dem Einsatz für hochwertige Bettwaren. Viele seiner Vorteile lassen sich aus der Geschichte seiner Webart und den Eigenschaften seines Materials bereits erkennen. Als natürliche Faser wirkt der Stoff darüber hinaus positiv auf das Raumklima und ist in der Lage, durch die rasche Aufnahme und Abgabe von Feuchtigkeit die Umweltbedingungen im Schlafzimmer zu regulieren.

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Die spezielle Anordnung der Fasern wirkt sich ebenfalls in allen Aspekten günstig für die Verwendung als Bettwäsche aus. Mako in Verbindung mit Satin ist in der Lage, Flüssigkeiten zu speichern, gibt sie jedoch durch die offene Struktur sehr schnell auch wieder ab und trocknet durch seine gute Durchlüftung rasch aus. Dieser Umstand zeigt sich unter hygienischen Gesichtspunkten – eine trockene Umgebung behindert die Ausbreitung von Kleinstlebewesen wie Milben ebenso wie die von Pilzen oder Bakterien – wie im praktischen Alltag, weil zum Beispiel ein Bettbezug aus Mako-Satin selbst bei kühlerem Wetter, bedecktem Himmel, hoher Luftfeuchtigkeit oder hoher Restfeuchte schnell trocknet.

Allgemein wirkt ein Bezug aus Mako-Satin-Bettwäsche klimaregulierend und bietet sich deshalb für das gesamte Jahr an. Wie bei anderen glatten Stoffen wirkt es zunächst kühl, passt sich aber sehr schnell der Umgebung an und leitet die Körpertemperatur unverzüglich weiter, ohne sie zu stauen oder zu absorbieren. Bei einem Decken- oder Kissenbezug entscheidet deshalb die Füllung über einen wärmenden Effekt – in heißen Sommermonaten reicht oft der Deckenbezug als einzige schützende Bettware aus.

Modernes Bett
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Einfache Pflege spricht für Mako-Satin-Betwäsche

Im Unterschied zu andere Naturprodukten wie Schafwolle oder Seide und chemischen Werkstoffen wie Polyester zeigt sich Baumwolle extrem tolerant gegen unterschiedliche Umweltbedingungen – Mako-Satin lässt sich bei einer geeigneten Verarbeitung problemlos bis 60° Celsius und ungefärbt bis 90° Celsius waschen. Es ist stressresistent und erhält sich ohne Alterung, sofern es unter den geeigneten Bedingungen gelagert wird. Dazu zählen gewöhnliche Raumtemperatur, keine extreme Luftfeuchtigkeit und keinen Befall von Insekten wie Motten. Diese Altersbeständigkeit mach das Material unter den Naturfasern nahezu einzigartig und begründen seinen großen Erfolg. Alternative Naturfasern wie Leinen oder Hanf zeigen sich zwar ebenso resistent, sind hingegen deutlich starrer und führen deshalb zu einem schwereren Fall und einer erhöhten Reibung und Abnutzung.