Startseite | Das perfekte Bett | Die richtige Matratze bei Rückenproblemen
Frau hat Rückenschmerzen
© denis_vermenko - stock.adobe.com

Die richtige Matratze bei Rückenproblemen

«Welche Schlafunterlage gegen die Volkskrankheit Rückenschmerzen»

Schlechter Schlaf, unzureichende Erholung, nächtliche Unruhe und Schwierigkeiten beim Ein- und Durchschlafen – Rückenprobleme schränken auf mehrere Weisen Schlafkomfort und -qualität erheblich ein. Einer der Ursachen für diese weitverbreitete Volkskrankheit sind unbestritten ungeeignete Matratzen und ein nicht oder schlecht abgestimmtes Bettsystem. Umgekehrt bedeutet dies, dass eine gute Matratze bei Rückenproblemen oft zu einer schnellen Linderung oder einem Verschwinden der Beschwerden führen kann. Für eine optimale Wahl spielen dabei zahlreiche unterschiedliche Faktoren eine Rolle: Der oft als entscheidendes Merkmal genannte Härtegrad ist nur einer – bei Weitem aber nicht der wichtigste – unter ihnen.

Allgemeine Verbreitung von Rückenschmerzen: Fast jeder ist betroffen

Kaum eine gesundheitliche Beschwerde ist so präsent wie Rückenprobleme. Die statistische Verbreitung – die sogenannte Prävalenz – liegt nach Umfragen bei etwa einem Drittel bis zur Hälfte der Bevölkerung, die über akute Schmerzen klagt. Fragten die Wissenschaftler nach zeitweiligen oder vorübergehenden Symptomen, gaben sogar bis zu 85 Prozent aller Befragten an, mindestens einmal in ihrem Leben Rückenprobleme gehabt zu haben. Betroffen sind alle Geschlechter, wobei Frauen deutlich häufiger von chronischen und langanhaltenden Schmerzen mit einer Dauer von drei Monaten oder länger und einem regelmäßigen, mitunter täglichen Auftreten berichten.

Es überrascht nicht, dass die Zahl der Betroffenen mit einem steigenden Lebensalter stetig und linear ansteigt. Ein bislang wenig beachtetes und noch nicht vollständig erklärbares Phänomen ist allerdings, dass dies nur für eine bestimmte Art von Rückenschmerzen – nämlich für schwere Leiden mit akutem oder chronischem Verlauf – gilt. Im Unterschied dazu sinken die leichten und mittleren Beschwerden kontinuierlich ab. Ein Erklärungsansatz für diese scheinbar paradoxe Situation ist, dass Menschen mit steigendem Alter bewusster auf das Risiko achten und mehr Geld in ihre Gesundheit investieren – sie kaufen deshalb öfter hochwertige Matratzen gegen Rückenprobleme, um ihre Rücken bewusst zu schonen.

Taschenfederkernmatratze von Betten-ABC

Rückenprobleme haben viele Ursachen: Matratze entscheidet über Be- und Entlastung

Zahlreiche unterschiedliche Risikofaktoren bewirken Rückenprobleme oder fördern das Entstehen von Schmerzen – viele von ihnen sind auf den raschen Wandel der Lebensumstände in den vergangenen 150 Jahren zurückzuführen. Langes Sitzen während der Büroarbeit, mangelnde Bewegung im Alltag, Übergewicht und schlechte Körperhaltung sind einige der häufigsten Auslöser. Sie führen jedoch meist erst dann zu ernsten Problemen mit dem Rücken, wenn zusätzlich passive Faktoren deren Entstehen begünstigen.

Diese verhindern, dass sich der Körper und die Skelettmuskulatur von der Belastung in einem ausreichenden Maß entspannen und regenerieren können. Dadurch akkumuliert sich ein Grad an Vorbelastung, der alleine an sich noch keine Rückenprobleme hervorrufen würde, bis er eine bestimmte, individuelle Grenze überschreitet. Entscheidend für ein Leben ohne Rückenschmerzen ist deshalb nicht allein das Vermeiden der Ursachen – zumal dies in vielen Fällen ohnehin nur eingeschränkt möglich ist. Ebenso wichtig ist es, diese ausreichend zu kompensieren, damit der Körper negative Eindrücke aus einem stabilen Grundzustand kompensieren und später wieder abbauen kann.

Mann schläft seitlich
© New Africa – stock.adobe.com

In diesem Zusammenhang spielt eine geeignete Matratze bei Rückenproblemen eine besondere Rolle, denn sie zählt zu einem Hauptfaktor, der den Zustand sowohl positiv wie negativ beeinflusst. Ihre Bedeutung ergibt sich bereits aus der langen Ruhezeit – durchschnittlich verbringt ein erwachsener Mensch etwa ein Drittel seines Tages im Bett, Kinder und Jugendliche abhängig von ihrem Alter sogar bis zu doppelt so viel Zeit. In diese Zeit fällt darüber hinaus die wirksamste und entscheidende Entspannungs- und Ruhephase, die sich auch durch eine optimale Körperhaltung während des restlichen Tages nicht ersetzen lässt. Nicht ohne Grund ist ein Mensch am Morgen nach dem Aufstehen bis zu zwei Zentimeter größer als am Abend.

Härtegrad: Wichtige, aber nicht entscheidende Eigenschaft für Matratzen bei Rückenproblemen

Nach dem ausschlaggebenden Kriterium für ihre Kaufentscheidung befragt, geben für ihre Schlafunterlage die meisten Kunden den Härtegrad an. Dieser ist ohne Zweifel eine wichtige Eigenschaft, aber bei Weitem nicht der Schlüssel für die Auswahl einer optimalen Matratze bei Rückenproblemen. Dafür gibt es mehrere Gründe:

Im Gegensatz zu der allgemeinen Annahme ist der Härtegrad kein offizieller Standard und zählt nicht zu einem objektiv überprüfbaren Merkmal, sondern stellt eine interne Klassifizierung des Herstellers dar. Das bedeutet, dass er nur einen relativen Wert zu anderen Varianten derselben Serie widerspiegelt und praktisch zwischen unterschiedlichen Produzenten und selbst bei verschiedenen Modellreihen deutlich variieren kann. Das macht ihn weitgehend ungeeignet dafür, bei der Wahl aus einem größeren Sortiment einen direkten Vergleich anzustellen.

Orthopädische 9-Zonen-Visco-Kaltschaummatratze von Betten-ABC

Der zweite Grund ist, dass die Angabe nur relativ wenig darüber aussagt, ob eine Matratze bei Rückenproblemen geeignet ist. Primäre Aufgabe des Härtegrads sollte es sein, als Indiz für die persönliche Vorliebe nach einer eher weichen oder harten Unterlage und für die Haltbarkeit einer Matratze in Zusammenhang mit dem Körpergewicht zu dienen. Eine optimale und anatomisch korrekte Lagerung ist nicht direkt von der Härte abhängig, sondern von anderen Faktoren wie der Verteilung und Abstufung der verschiedenen Zonen, der Punktelastizität und der stützenden Funktion.

Matratzen müssen der Schlafposition entsprechen

Um den Rücken perfekt entlasten zu können, muss die Unterlage den Körper über eine möglichst lange Zeit in einer ergonomischen Position stabilisieren. Dies ist nur möglich, wenn bestimmte Bereiche stärker als andere einsinken und punktuelle Belastungen lokal aufgenommen werden. Ihre Verteilung unterscheidet sich entsprechend der Schlafposition, so dass diese bei der Suche nach einer optimalen Matratze bei Rückenproblemen nicht vernachlässigt werden darf. Dazu ist es notwendig, zunächst einmal den eigenen Typ zu bestimmen. Dieser ist fast immer eindeutig ausgeprägt und unterscheidet sich in:

  • Seitenschläfer, die etwa zwei Drittel der Bevölkerung ausmachen
  • Rückenschläfer mit einem Anteil von rund einem Fünftel
  • Bauchschläfer, zu denen etwa jeder Zehnte zählt

Es ist durchaus normal, dass ein Mensch seine Position während des Schlafs mehrfach wechselt. Die einzelnen Phasen sind jedoch unregelmäßig verteilt, in der Regel dominiert die Haltung, die instinktiv beim Einschlafen gewählt wird.

Mann schläft auf dem Rücken
© Africa Studio – stock.adobe.com

Die perfekte Matratze bei Rückenproblemen: Federkern oder Kaltschaum

Lange Zeit war die Federkernmatratze mit Tonnen- oder Taschenfederkern ohne Alternative, erst seit etwa 50 Jahren setzen sich neue Materialien durch. Der Erfolg der Kaltschaummatratze geht auf Fortschritte in der Technologie zurück, die dem Schaumstoff eine langfristige Zuverlässigkeit ohne Materialermüdung ermöglicht. Ihr besonderer Vorteil liegt darin, dass sich eine präzise und zugleich flexible Einteilung in mehrere Zonen realisieren lässt. Dazu schwächen Hersteller die einheitliche Grundform durch unterschiedliche Verfahren gezielt in den betreffenden Bereichen und schaffen so eine variable Abstufung der Härte.

7-Zonen-Kaltschaummatratze von Betten-ABC

Für eine individuelle Anpassung an den Rücken bietet die Kaltschaummatratze deshalb die geeigneten Voraussetzungen und ist generell als Matratze bei Rückenproblemen zu empfehlen. Eine Ausnahme stellen einige moderne, hochwertige Varianten der Federkernmatratze dar, die über Federn mit wechselndem Widerstand in den verschiedenen Arealen verfügen. Keine ausreichende Alternative bildet hingegen die Kombination einer starren Federkernmatratze mit einem individuell einstellbaren Lattenrost.

7-Zonen-Lattenrost von Betten-ABC

Dieser eignet sich zwar ausgezeichnet für die Feinabstimmung, bietet aber nicht ausreichend Flexibilität, um allein eine Anpassung des Bettes zu übernehmen. Der Rücken wird durch ihn gezielt, aber ohne eine Zonenaufteilung nur unzureichend abgestützt. Abgesehen von den erwähnten, hochwertigen Modellen der Federkernmatratze ist aus diesem Grund eine Kaltschaummatratze bei akuten oder regelmäßigen Beschwerden vorzuziehen.