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Matratze zu warm

« Wie lässt sich das Problem lösen? »

Der Schlafkomfort hängt zu einem erheblichen Grad von der richtigen Raumtemperatur und dem Bettklima ab. Während sich die erste noch unkompliziert mit der Heizung regulieren lässt, erweist sich die zweite Aufgabe bereits als deutlich schwieriger. Ein häufiges und für viele Menschen eher schwer zu behebendes Problem besteht darin, dass sich die Matratze als zu warm herausstellt. Während sich jedoch eine Decke leicht und flexibel austauschen lässt, kann eine Matratze nicht einfach durch eine andere ersetzt werden. Sie muss zahlreiche Aufgaben wie eine ergonomisch angepasste Körperhaltung ebenso wie eine hohe Bequemlichkeit gewährleisten und bedeutet in der Anschaffung in der Regel eine nicht unbedeutende Investition für einen längeren Zeitraum.

Die Matratze erscheint zu warm – was ist der Grund?

Alle Matratzenarten bestehen aus isolierenden Materialien, deren Zweck darin liegt, die Körperwärme zu speichern und den direkten Kontakt mit einem festen Boden zu vermeiden. Obwohl das Klima in Deutschland gemäßigt ist und lediglich bei außergewöhnlichen Wetterlagen extreme Hitze oder Kälte aufweist, beeinflusst es speziell im Sommer nicht unerheblich die Schlafbedingungen. Für das Schlafzimmer gelten Temperaturen zwischen 14° und 18° Celsius als optimal – diese werden jedoch vor allem in der heißen Jahreszeit immer öfter überschritten. Eine warme Matratze ist unter diesen Umständen zwangsläufig und nicht zu vermeiden: Das Problem liegt jedoch in erster Linie an einer anderen Stelle:

Eine Kaltschaummatratze verändert ebenso wie die Federkernmatratze die vorhandenen Eigenschaften nicht aufgrund der aktuellen Raumtemperatur. Bei anderen Matratzenarten wie Gel- und Viscoschaum verhält es sich allerdings anders – sie reagieren zwar auf Wärme, ändern jedoch ausschließlich ihren Härtegrad in den Bereichen, auf denen der Körper liegt, so dass sie warm werden. Dadurch sinkt der Schlafende etwas in die Oberfläche ein, was sich vorteilhaft auf die Druckverteilung auswirkt, gleichzeitig jedoch eine zusätzliche Isolation bewirkt. Der entscheidende Grund, warum eine Matratze zu warm erscheint, besteht stattdessen fast immer in der Matratzenauflage und der Bettwäsche.

Junge Frau nutzt Ventilator im Bett - Matratze zu warm
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Negative Auswirkungen werden regelmäßig unterschätzt

Starkes Schwitzen während des Schlafs zieht zahlreiche Folgen nach sich – zum einen beeinträchtigt eine hohe Feuchtigkeit den Schlafkomfort erheblich, zum anderen begünstigt sie ebenfalls die Vermehrung von Mikroorganismen wie Pilzen und Bakterien. Darüber hinaus führt der Verlust von Flüssigkeit zu einer Dehydration des Körpers, die sich nicht unbedingt durch akuten Durst auswirken muss, aber in jedem Fall den nächtlichen Stoffwechsel negativ beeinflusst. Es ist deshalb nicht allein im Interesse des Wohlbefindens, dass die Kombination aus Bettwäsche, Matratzenauflage und Matratze nicht zu warm ist, sondern es dient ebenfalls einem erholsamen und rekreativen Schlaf.

Nächtliches Schwitzen beeinträchtigt nicht zuletzt die Hygiene, weil sie zu einer hohen Feuchtigkeit im Bett führt und somit ein günstiges Biotop für Mikroorganismen aller Art herstellt. Um eine Ausbreitung zu vermeiden, erfordert es eine zuverlässige Desinfektion mit Kochwäsche von 60° Celsius oder mehr, die bei einer geeigneten Behandlung und dem richtigen Waschmittel vorhandene Keime bis zu 99,9 Prozent abtöten. Eine konsequente Pflege in Verbindung mit einem regelmäßigen Wechsel der Bettwäsche dient nicht allein der eigenen Gesundheit, sondern trägt ebenfalls dazu bei, eine Unterlage wie eine Kaltschaummatratze vor einem frühzeitigen Verschleiß zu bewahren und die Belastung mit Allergenen etwa durch Milben zu minimieren.

Junger Manns chläft im bett, Ventilator im Hintergrund - Matratze zu warm
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Zu warm oder nächtliches Schwitzen – zwei verschiedene Merkmale

Viele unterschiedliche Faktoren können nächtliches Schwitzen hervorrufen. Einer der wichtigsten unter ihnen besteht sicherlich darin, dass die Schaummatratze ungeeignet ist. In den meisten Fällen besteht die Ursache jedoch darin, dass die Matratzenauflage zu warm ist und eine Kombination mit einer unpassenden Bettdecke vorliegt. Das Ausmaß von einer körperlichen Transpiration hängt wesentlich von der persönlichen Konstitution und gesundheitlichen Aspekten ab – einige Menschen neigen durch ihren Stoffwechsel und ihre Physiognomie dazu, grundsätzlich leicht zu schwitzen. Dies hat nicht direkt etwas damit zu tun, dass ein Bett oder eine Matratze zu warm ist: Schwitzen ist eine körperliche Reaktion, die von unterschiedlichen Faktoren hervorgerufen wird. Ein warmes Klima zählt dazu ebenso wie intensive physische Anstrengung oder psychologische Faktoren – wie der sprichwörtliche Angstschweiß, der auch während Albträumen in einer schlechten Nacht auftritt.

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Die naheliegende Frage besteht deshalb zunächst darin, welche Matratzenart bei Schwitzen in der Nacht optimal hilft. Die Abgabe von Schweiß erfolgt meist in Zyklen, das bedeutet, dass einem kurzen und intensiven Ausbruch eine längere Zwischenphase folgt. Die entstandene Wassermenge erweist sich dabei in der Regel als gering, wenn sie in ihrer Gesamtheit über eine längere Dauer mit mehreren „Schweißausbrüchen“ erfasst wird. Daraus ergibt sich ebenfalls, welche Matratze bei Schwitzen wirklich hilft: Sie muss in erster Linie dafür sorgen, dass sie Feuchtigkeit zuverlässig transportiert wird, damit sie innerhalb kurzer Zeit sowohl in der inneren Struktur wie an der Oberfläche verdunstet.

In vielen Fällen hängen die Ursachen für „Nächtliches Schwitzen“ allerdings nicht direkt mit dem Bett zusammen, gleichgültig, ob es sich um eine Federkernmatratze, Kaltschaummatratze oder andere Matratzenarten handelt. Sie beruhen hingegen primär auf physiologischen oder psychologischen Gründen und können durch unterschiedlichste Faktoren hervorgerufen werden, die von akuten Erkrankungen mit Fieberschüben über Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) und kurzzeitigem bis permanentem Stress bis zu absolut ungefährlichen Körperfunktionen aufgrund genetischer Vererbung reichen.

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Matratze zu warm – oft eine Frage der Bettwäsche

Eine Matratze kann nur zu warm werden, wenn sie über keine ausreichende Durchlüftung verfügt. Bei einer hochwertigen Schaummatratze, unabhängig davon, ob es sich um Kalt-, Visco-, Gel- oder Latexschaum handelt, ist dies selten der Fall, weil alle Matratzenarten bei einer guten Verarbeitung eine spezielle Struktur zur Durchlüftung des Materials besitzen. Meistens entsteht das Problem durch eine Matratzenauflage, die zu warm erscheint, weil sie entweder den Austausch von Gasen zwischen Bett und Umgebung unterbinden und selbst eine isolierende Eigenschaft aufweisen. Die einfachste Lösung besteht deshalb in vielen Fällen in einfachen und durchlässigen Laken und Bezügen für den Sommer. Dazu zählen zum Beispiel leichte Laken und Bezüge aus luftigen Werkstoffen und geeigneten Webmustern wie Batist, Perkal, Seersucker oder das qualitativ hochwertige Mako-Satin.

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Das Zubehör ist genauso wichtig wie die Matratze

Allein aufgrund ihrer Aufgabe besitzt eine Matratze, unabhängig von ihrer Variante und ob Federkernmatratze oder Schaumatratze aus Kaltschaum, Visco oder Latex, eine gute Durchlüftung. Um diese optimal zu unterstützen, braucht es jedoch stets einen geeigneten Lattenrost, der die Zufuhr von Frischluft und eine konstante Verdunstung der Feuchtigkeit ermöglicht. Dieser Effekt wirkt sich gleich auf zwei verschiedene Weisen positiv aus: Jede Verdunstung bewirkt eine automatische Abkühlung und eine Ansammlung von Flüssigkeit stellt nicht allein ein „Reservoir“ für den aktuellen Zustand dar, sondern bildet ebenfalls eine Barriere, die den Luftstrom und somit einen raschen Ausgleich der Innen- und Außentemperatur verhindert.

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Für eine zu warme Matratze zeigt sich deshalb oft nicht das Bett an sich, sondern eine ungeeignete Matratzenauflage verantwortlich, die man speziell an die Jahreszeit anpassen sollte. So bieten Laken etwa aus Frottee im Winter ein angenehm wärmendes Gefühl, während Mikrofaser Satin oder Seersucker eher kühl wirken und sich nur auf der Liegefläche dem Schlafenden anpassen.