Hannd fasst Matratze an - Klimafaser für guten Schlaf
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Matratzenbezüge mit Klimafaser

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Die Klimafaser erobert Schlafzimmer im Sturm – oder besser gesagt, mit einer frischen Brise. Denn in Matratzen, Decken oder Kissen verarbeitet, verbessert die Faser das Schlafklima und damit auch die Schlafqualität. Das gelingt dem innovativen Material durch ihre besondere Herstellung.

Eine Faser für besseres Klima – Wie soll das funktionieren?

In ihrem Griff erinnert sie an natürliche Baumwolle, in ihren funktionalen Eigenschaften übertrifft sie das beliebte Naturmaterial jedoch um Welten: Das Geheimnis der Klimafaser beginnt in der Erzeugung. Aus einem Kunststoff mit dem eingängigen Namen Polyacrylnitril (kurz: PAN) wird sie gewonnen – und zwar auf spezielle Art. Die kurz auch einfach Polyacryl genannte Kunststofffaser besteht größtenteils aus kettenartig verbundenen Acrylnitril-Molekülen. Daraus geht eine leicht gekräuselte Spinnfaser hervor, die als synthetisches Gegenstück zur Wolle gelten darf. Dank der Kräuselung entsteht eine sehr griffige Faser mit hoch bauschfähiger Konsistenz – perfekt für die Weiterverarbeitung in Textilien, die für den nahen Körperkontakt ausgelegt sind. Aufgrund ihrer Zusammensetzung bringt die Klimafaser jedoch zwei klare Vorteile mit:

  1. Klimaregulation
  2. Feuchtigkeitstransport

Aber das ist noch längst nicht alles. Tatsächlich überzeugt die Klimafaser mit einem ganzen Sammelsurium weiterer, positiver Eigenschaften für einen gesunden Schlaf:

– weiche und anschmiegsame Oberfläche für ein erstklassiges Hautgefühl
– erhöhter Liegekomfort durch Klimafaserbezug
– hohe Atmungsaktivität
– wärmend, ohne die Hitze zu speichern
– sehr formbeständig und elastisch
– lange Lebensdauer und leichte Pflege
– resistent gegen Schimmel, da die Sporen auf der glatten Struktur keinen Nährboden finden

Hand berührt Matratze - Klimafaser als Matratzenbezug
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Klimaregulieren im Schlafzimmer

Dieses großzügig geschnürte Paket an Vorteilen lohnt sich natürlich im Schlafzimmer. Deshalb kommt die Funktionsfaser heute bevorzugt im Schlafbereich und insbesondere für die wichtigsten Bettwaren zum Einsatz, allen voran als Matratzentopper. Aber auch als Füllmaterial in Bettdecken und Kopfkissen leistet die Faser gute Dienste. Darüber hinaus ist sie auch in Bezügen von Decken immer öfter zugegen. Schließlich ist ein perfekt reguliertes Klima gerade in einem Bereich wie dem Bett von höchster Wichtigkeit. Alternativ erfreut sich die Klimafasertechnologie auch bei Sportbekleidung hoher Beliebtheit. Entsprechend ausgestattete Funktionsshirts etwa unterstützen effektiv den Feuchtigkeitstransport weg vom Körper und verhindern eine übermäßige Wärmeproduktion.

OrthoMatra Traumland 1000 Federkernmatratze mit Tencel Klimafaser -Bezug

Warum das Schlafklima so entscheidend ist

Im Bett trifft Wärme auf Feuchtigkeit – jeder Mensch verliert durch die ganz normale Transpiration pro Nacht etwa einen halben Liter Flüssigkeit. Hinzu kommt die Atmung, die noch mehr Feuchtigkeit an die Luft abgibt. Bei nicht optimalen Bedingungen der Bettwaren können sich die Textilien schnell klamm anfühlen. Steigt dann auch die Luftfeuchtigkeit, ergibt sich der ideale Nährboden für unliebsame Bettgenossen wie Milben, Wanzen oder sogar Schimmelpilze. Zudem leidet die Schlafqualität: Einerseits wachen wir natürlich häufiger auf, wenn wir uns in nass am Körper klebenden Decken und Laken wälzen. Darüber hinaus wirkt sich die pure Luftfeuchtigkeit erwiesenermaßen auf den Schlaf aus. Im Raum sollte sie zwischen 40 und 60 Prozent liegen, das heißt, im Laufe der Nacht langsam vom niedrigsten Rand dieses Spektrums auf einen höheren Wert ansteigen.

Junge Frau wacht im Bett auf
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Ein klimaregulierender Matratzenbezug leistet einen wertvollen und vergleichsweise absolut einfachen Beitrag zu optimalem Raumklima. Doch wie bringen die Hersteller dieses beeindruckende Multitalent aus weichem Liegekomfort und ausgeklügelter Atmungsaktivität eigentlich hervor?

Herstellung innovativer Klimafaser

Erstmals waren es Claus Heuck und Hans Fikentscher, die Polyacrylnitril im Ludwigshafener Werk der ehemaligen IG Farben synthetisierten. Das geht zurück auf das Jahr 1930. Seitdem gibt es zwei Wege, um die Synthetikfaser daraus hervorzubringen: das Nassspinn- sowie das Trockenspinnverfahren. Im sogenannten Nassspinnverfahren presst eine Spinnpumpe die einmal gelöste Substanz durch die sehr filigranen Öffnungen einer Spinndrüse. Diese leitet die Masse in ein Fällbad. Durch Zugabe von Chemikalien verfestigt sich die Flüssigkeit darin zusehends. Das Ergebnis sind äußerst feine Fäden. Beim Trockenspinnen hingegen gelangt die Spinnmasse mit Hilfe von Druck und warmer Luft in einen Schacht, indem schrittweise das enthaltene Lösungsmittel verdampft. Das Material wird dann zu Fäden aufgespult.

Tencel – natürlich synthetisch

Die Tencel oder Lyocell-Faser ist weit verbreitet und damit zumindest namentlich den meisten Menschen ein Begriff. Dahinter steckt ebenfalls eine Klimafaser, allerdings natürlichen Ursprungs. Das äußerst hochwertige Erzeugnis stammt aus der Cellulose von ökologisch und nachhaltig angebauten Eukalyptushölzern. Aufgrund dieser Wurzeln hat sich für Tencel und Lyocell auch der Name Regeneratfaser etabliert. Der Produktionsweg verläuft dann wieder synthetisch, mit dem Resultat ebenso effektiver klimaregulierender Eigenschaften wie im Falle der Funktionsfaser aus Polyacryl. Tencel brilliert zudem mit seiner seidig glatten Oberfläche.

OrthoMatra Traumland 1000 Federkernmatratze mit Tencel Klimafaser Bezug

Drei Matratzen mit Klimafaserbezug im Kurzportrait

Wer sich eine Matratze mit modernem Klimafaserbezug wünscht, bekommt eine große Auswahl geboten. Denn verschiedene Modelle sind mittlerweile mit der funktionalen Ergänzung ausgestattet. Von der Kaltschaummatratze bis zur Federkernmatratze gibt es verschiedene Möglichkeiten. Für den direkten Vergleich lohnt sich ein kleines Portrait aktueller Matratzen mit Bezug aus Klimafaser.

1. 7-Zonen-Matratze Betten-ABC KSP-1500 Deluxe
Eine Kaltschaummatratze mit dem gewissen Etwas stellt die KSP-1500 Deluxe dar. Durch ihren Kern im aufwendigen Diamantschnitt gewährt sie eine gehobene Luftzirkulation im Vergleich zu einer gewöhnlich konzipierten Kaltschaummatratze. Um die Feuchtigkeits- und Wärmeregulierung für ein angenehmes Schlafzimmerklima zu unterstützen, ist der Matratzenbezug mit Klimawatte versteppt. Diese Matratze ist in zahlreichen Größen und den beiden gängigen Härtegraden H2 und H3 zu haben und bietet somit den perfekten Allrounder für jedes Budget.

Betten-ABC KSP-1500 Deluxe Kaltschaummatratze mit komfortablen 7 Zonen und Klimafaserbezug

2. 7-Zonen-Kaltschaummatratze Medisan Plus KS von f.a.n.
Die orthopädische Kaltschaummatratze Medisan Plus KS von f.a.n. bietet auch bei Rückenproblemen alles, was sich der Körper wünscht: Die Komforthöhe sorgt für eine besonders angenehme Polsterung, während der Kern im Konturenschnitt sich ergonomisch an die Silhouette anpasst und genau die Zonen besonders stützt, die eine stabile Grundlage benötigen. Zudem bringt das Modell einen Klimafaserbezug mit. Gesundem Schlaf steht damit also nichts mehr im Wege. Auf diesen Komfort muss auch, wer mehr auf die Waage bringt, nicht verzichten. Denn die Matratze steht auch in betont festem Härtegrad H3 zur Verfügung.

f.a.n. Medisan Plus KS 7-Zonen-Kaltschaummatratze, Klimafaser, Komforthöhe, waschbar, H2,H3 oder H4

3. 7-Zonen-Taschenfederkernmatratze OrthoMatra Traumland 1000
Alle, die sich eine klassische Federkernmatratze mit naturnaher Klimafaser wünschen, liegen mit dem Modell Traumland 1000 genau richtig. Das Prinzip der Tonnentaschenfedern sorgt ohnehin für eine hervorragende Belüftung. Der Bezug aus Tencelfaser maximiert die Luftzirkulation und den trockenen Liegekomfort. Dieses Dream-Team zeichnet die Matratze besonders für Menschen mit Neigung zu verstärktem Nachtschweiß aus. Auch wer sensibel auf Milben reagiert, findet hier die richtige Grundlage für erholsame Nächte. Denn die Klimafaser entzieht den Plagegeistern das bevorzugte Milieu. Durch ihren weichen bis mittleren Härtegrad von 2,5 passt die OrthoMatra Federkernmatratze zu vielen Körperstaturen.

OrthoMatra Traumland 1000 Federkernmatratze mit Tencel Klimafaserbezug

Die richtige Pflege für ein gutes Schlafklima

Wer sich Matratzen und sonstige Bettwaren mit Klimafaser gönnt, tut dem Schlafklima und somit seiner gesamten Schlafqualität etwas Gutes – und zwar auf unkomplizierte Art. Denn weder im Preis noch im Pflegeaufwand schlägt sich diese wertvolle Ergänzung nennenswert nieder. Jeder Matratzenbezug mit Klimafaser lässt sich problemlos bei 60 Grad in der Waschmaschine reinigen und gewährt so eine umfassende Hygiene. Nur den Trockner verträgt ein Klimafaserbezug nicht so gut. Das tut aber auch nicht Not, denn aufgrund ihrer charakteristischen Eigenschaften gibt die Klimafaser auch nach dem Waschen alle Feuchtigkeit schnell wieder ab und trocknet daher in kurzer Zeit. Natürlich kann die Matratze allein das Schlafklima auch nicht regeln, sondern benötigt Ihre Mithilfe: Regelmäßiges Lüften und durchdachtes Heizen etwa bleiben weiterhin oberstes Gebot.