Möbel aus Fichte

« Ein ideales Material für Schlafzimmermöbel »

Holz bietet sich als ein nahezu optimales Material für Schlafzimmermöbel jeder Art an – einige geeignete Arten sind Kiefer, Eiche, Nussbaum oder Fichte. In mehreren Blindstudien wurde eindeutig nachgewiesen, dass zumindest einige Arten, wie Zirbenholz einen messbaren, positiven Effekt auf die Schlafqualität ausüben, der sich bei künstlichen Materialien mit Holzdekor nicht feststellen lässt. Zu den beliebtesten Sorten aus lokaler und nachhaltiger Produktion zählt Fichtenholz, das für zahlreiche unterschiedliche Zwecke inklusive Möbel und als Baumaterial zum Einsatz kommt. Durch seine Dichte, Stabilität und attraktive Optik zeigt es sich ungewöhnlich vielseitig und ist darüber hinaus in großen Mengen verfügbar. Lernen Sie zahlreiche Fichtenmöbel kennen.

Die Fichte – ein erwünschter und willkommener Gast

Die Fichte ist die häufigste aller Baumarten in ganz Europa und bedeckt in Deutschland knapp unter einem Drittel der forstwirtschaftlich genutzten Waldfläche. Diese hohe Verbreitung ist insofern überraschend, als in Mitteleuropa ursprünglich lediglich eine einzige Art heimisch war:

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die Gemeine Fichte oder Picea abies, die bereits von den Römern geschätzt wurde und von diesen ihren Namen nach ihren charakteristischen Merkmalen erhielt. Ihr lateinischer Namen besitzt die Bedeutung Pech oder Harz. Lange Zeit bildete sie eine der wichtigsten Grundlagen für die Holzwirtschaft in Europa, erst später wurde sie durch andere Arten von Fichten ergänzt und teilweise verdrängt.

Anspruchsloses Holz für anspruchsvolle Möbel

Die Baumart zählt botanisch betrachtet zu den Kiefern und zeichnet sich unter anderem durch ein rasches Wachstum, einen geringen Anspruch an den Boden, einfache Pflege und einen geraden Stamm aus. Sie bevorzugt kühleres Klima, wie es in den Breiten nördlich der Alpen dominiert, weshalb aufgrund der Klimaerwärmung in den kommenden Jahrhunderten eine Umstellung auf andere, gegen Wärme unempfindlichere Sorten erforderlich sein könnte. Allerdings wird sich diese Entwicklung erst in einigen Jahrzehnten auswirken, so dass auch in den kommenden Jahrzehnten Fichtenmöbel weiterhin für eine hochwertige und natürliche Schlafzimmereinrichtung stehen.

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Was Fichtenholz für diesen Zweck besonders geeignet macht, ist unter anderem die feste Struktur ohne Einschlüsse oder Astknoten und ein vergleichsweise hoher Gehalt an ätherischen Ölen, die das Raumklima positiv beeinflussen und die Entspannung fördern. Das Holz besitzt eine weiß-gelbliche bis rötliche Farbe mit deutlichen Jahresringen und einer geraden Maserung. Im Laufe der Zeit dunkelt das Holz nach und verfärbt sich in Richtung von Brauntönen, wobei sich der Kontrast weiterhin klar abzeichnet.

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Die Qualität von Fichtenholz schwankt zwischen unterschiedlichen Unterarten und hängt ebenfalls vom Alter und den Umweltbedingungen ab. Es ist im allgemeinen Vergleich mittelschwer und eher flexibel als hart, was die Verwendung für Schlafzimmermöbel und speziell bei Betten einen praktischen Vorteil bedeutet. Außergewöhnlich rasches Wachstum verstärkt diesen Effekt und lässt sich durch breite, deutlich voneinander unterscheidbare Jahresringe erkennen.

Möbel aus Fichte – ideal für das Schlafzimmer

Viele Tischler und Schreiner schätzen das Holz von Fichten wegen seiner vorteilhaften Eigenschaften und der leichten Verarbeitung. Besonders günstig wirken sich diese bei dem wichtigsten aller Schlafzimmermöbel – dem Bett – aus. Die mittlere Härte mit einer überdurchschnittlichen Elastizität führt dazu, dass das Mobiliar eine interne und effiziente Dämmung bei Schwingungen aufweist und bei Belastungen unmerklich, jedoch subtil nachgibt und sich sowohl Bewegungen wie der Körperhaltung leicht anpasst. Das macht es zu einem nahezu perfekten Werkstoff für einen ergonomischen Lattenrost, die Eigenschaft wirkt sich jedoch ebenfalls bei Fichtenbetten und Sitzmöbeln positiv aus.

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Möbel aus Fichte bergen darüber hinaus einen weiteren Vorteil, der sich ebenfalls aus ihrer Struktur ergibt. Es handelt sich um ein Holz, das von vielen Poren durchzogen ist und als natürlicher Rohstoff permanent mit der Umwelt und speziell dem Raumklima interagiert. Es nimmt permanent und automatisch die Luftfeuchtigkeit auf oder gibt das gespeicherte Wasser wieder ab – je nachdem, wie die Differenz zwischen dem Fichtenmöbel und seiner Umgebung ausfällt. Dadurch stabilisiert sich das Raumklima und wird zudem durch ätherische Öle angereichert, die noch weit unter der wahrnehmbaren Grenze den Körper entspannen und die Atmung verbessern können.

Nachhaltige Möbel

Auch unter ökologischen Gesichtspunkten bieten sich Möbel aus Fichte an, denn es handelt sich um einen lokalen und in Europa nachhaltig erzeugten Rohstoff, der nahezu ausschließlich aus dafür angelegten Pflanzungen und nicht aus unkontrollierter Rodung von Naturwäldern stammt.

Aufgrund der nachhaltigen Anbauweise und kurzer Transportwege besitzt Mobiliar aus Fichte, Kiefer oder anderen Plantagenhölzern eine ausgezeichnete Klimabilanz, sofern sie ebenfalls regional oder national zugeschnitten, gelagert, getrocknet und verarbeitet werden.

Fichten und Kiefern

In vielen seiner Merkmale ähnelt die Fichte der Kiefer. Beide Arten sind auch botanisch miteinander verwandt und gehören derselben Familie, aber unterschiedlichen Gattungen an. Junge Fichtenmöbel sind allerdings etwas heller und dunkeln erst mit Alter langsam nach. Sie weisen darüber hinaus einen charakteristischen Geruch auf, der auf den hohen Anteil von Harz zurückzuführen ist. Die in ihm enthaltenen ätherischen Öle wirken beruhigend, schlaffördernd und muskelentspannend, weshalb Fichtenmöbel die Schlafqualität fördern und darüber hinaus die Atmung verbessern.

Besserer Schlaf durch unbehandeltes Massivholz

Die positive Wirkung der Möbel tritt ausschließlich auf, wenn diese aus Massivholz bestehen und schonend mit einfachen Mitteln wie natürlichem Öl oder Wachs gepflegt werden. Eine dauerhafte Versiegelung der Oberfläche unterbindet den Gasaustausch mit der Umgebung und verhindert damit zeitgleich die Abgabe der ätherischen Öle sowie die Aufnahme von Luftfeuchtigkeit.

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Problematisch zeigen sich speziell Presshölzer aus Resten wie Spänen, die mit einem Kunstharz oder anderen Klebstoffen gebunden werden. Bei ihnen gehen nicht nur die charakteristischen Eigenschaften von Holz als Naturprodukt verloren – sie können je nach Zusammensetzung der Bindemittel darüber hinaus Schad- und Giftstoffe enthalten, die im Laufe der Zeit ausdünsten. Aus diesem Grund ist es speziell bei Möbel im Schlafzimmer wichtig, auf Massivholz ohne eine Lackierung mit Acryl- oder Ölfarben zu achten.

Möbel aus Fichte – vom Bett bis zur Kommode

Die Fichte gehört neben der Kiefer zu den populärsten Hölzern für Möbel, was außer ihrer Nachhaltigkeit und Verfügbarkeit auf ihre zahlreichen positiven Eigenschaften zurückzuführen ist. Sie bietet sich aufgrund ihres attraktiven Looks mit einer deutlichen, aber zugleich dezenten Maserung für repräsentative und stilvolle Schlafzimmermöbel an, die sich gut in verschiedene Stilrichtungen einfügen. Aufgrund ihres eher weichen Holzes und einer geringen Resistenz gegenüber Feuchtigkeit sind unbehandelte Fichtenmöbel allerdings nicht wetterfest und eignen sich nicht für Außenbereiche.

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In Innenbereichen erreichen sie jedoch bei minimaler Pflege eine lange Lebenserwartung von mehreren Jahrzehnten und gewinnen im Laufe der Zeit durch die Alterung an Stabilität und Widerstandsfähigkeit. Auch aus diesem Grund stellen Möbel aus Fichte eine ideale Wahl dar, wenn eine langfristige Inneneinrichtung in einem gesunden, warmen und ansprechenden Ambiente erwünscht ist. Die eher weiche und dabei flexible Struktur von Fichtenholz zeigt sich speziell bei Bettsystemen – sei es beim Rahmen oder Lattenrost – von Vorteil, da sie eine weiche und zugleich stützende Lagerung ermöglichen. Dadurch ergänzen sie sich ausgezeichnet mit modernen Matratzen und bieten eine zusätzliche Federung, die sich positiv auf den Schlafkomfort und die nächtliche Erholung auswirkt.