Junge Frau im Bett mit Kopfschmerzen - Morgens mit Kopfschmerzen aufwachen
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Morgens mit Kopfschmerzen aufwachen

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Schnell ist der beschwingte Start in den Tag dahin, wenn uns gleich mit dem ersten Blinzeln ein dröhnender Schmerz im Kopf begrüßt. Die meisten Menschen, die morgens mit Kopfschmerzen aufwachen, fühlen sich der Plage hilflos ausgeliefert: Denn oft fehlt die Erklärung, woher das Übel kommen könnte – vor allem, wenn ein Kater ausscheidet.

Morgendliches Gewitter im Kopf

Anders als in der Natur wirkt ein Gewitter im Kopf alles andere als reinigend – besonders dann, wenn der Tag direkt damit anbricht. Wenn Sie morgens mit Kopfschmerzen aufwachen, entsteht vielmehr das Bedürfnis, sich sofort wieder unter der Bettdecke zu verkriechen. Da das Leben und seine Verpflichtungen diesem Reflex in der Regel nicht stattgeben, heißt es, sich aus dem Bett zu quälen und vielleicht mithilfe von Koffein, einer Extraportion Wasser oder Schmerzmitteln irgendwie leistungsfähig werden. Gerade wer sich am Vorabend keine hochprozentigen Vergnügungen gegönnt hat, grübelt mit Recht über eine mögliche Ursache. Vor allem, falls morgendliche Kopfschmerzen öfter – vielleicht sogar an mehreren Tagen pro Woche – auftreten, ist es entscheidend, dem Auslöser auf die Spur zu kommen. Tatsächlich sind die möglichen Gründe so vielfältig, wie die vorangehenden Träume.

Mann sitzt im Bett mit Kopfschmerzen - Morgens mit Kopfschmerzen aufwachen
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Schlechter Schlaf und verkaterter Morgen

Dieser Zusammenhang ist offensichtlich: Während wir schlafen, entspannt sich die Muskulatur, der Geist kommt zur Ruhe und eine umfassende Zellregeneration findet statt. Unterliegen die dafür nötigen sechs bis acht Stunden pro Nacht nun einer – wie auch immer gearteten – Störung, dann ist es nur folgerichtig, dass der Körper seinen Unmut mit Kopfschmerzen kundtut.

Schließlich konnte die Erholung nicht richtig ablaufen. Sie fühlen sich gerädert wie bei einem Kater, auch wenn Sie keinen Tropfen am Vorabend getrunken haben. Tatsächlich ist es so, dass 50 Prozent aller Menschen mit Schlafstörungen morgens unter Kopfschmerzen leiden. Häufig kann es sich dabei auch um solche Schlafproblene handeln, die an sich unbemerkt bleiben. Kurz gesagt: Wer seine Schlafhygiene und damit auch die Schlafqualität optimiert, kann damit bereits viel erreichen gegen das quälende Kopfweh beim Aufwachen. Es gibt aber auch ernstere Störungen, aufgrund derer sich schlechter Schlaf nicht so leicht ausräumen lässt.

Mann liegt im Bett und fasst sich in den Nacken - Morgens mit Kopfschmerzen aufwachen
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Ernsthafte Schlafstörungen als Grund, warum Sie morgens mit Kopfschmerzen aufwachen

Grundsätzlich gibt es zahlreiche psychische und körperliche Ursachen für Ein- und Durchschlafstörungen. Wer darunter leidet, findet entweder abends kaum in erholsamen Schlaf oder schreckt auf, sobald sich ein leichter Schlummer ausbreitet. Die meisten Betroffenen begeben sich früher oder später in Behandlung oder probieren Maßnahmen in Eigenregie. Was aber, wenn die Schlafprobleme gar nicht auffallen?

Zu dieser Gruppe gehört die sogenannte Schlafapnoe. Beim Schlafapnoe-Syndrom (SAS) kommt es nachts immer wieder unbemerkt zum Aussetzen der Atmung. Häufig ist das Phänomen verbunden mit lautem Schnarchen – aber nicht immer. Durch den nächtlichen Sauerstoffmangel können morgendliche Kopfschmerzen folgen. Meist entsteht auch nach einer ausgedehnten Nachtruhe kein Gefühl der Erholung. Leider können Sie nur schwer allein feststellen, ob Sie betroffen sind. Da es sich jedoch um eine der schwerwiegenden Schlafstörungen handelt, sollten Sie einen entsprechenden Verdacht unbedingt mit Ihrem Hausarzt besprechen.

Mann schläft mit offenem Mund - Morgens mit Kopfschmerzen aufwachen durch Schlaf-Apnoe
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Nächtliches Zähneknirschen und morgendliche Verspannung

Wenn Menschen Stress, Sorgen oder Ängste durch starkes nächtliches Zähneknirschen verarbeiten, dann ist von sogenanntem Schlafbruxismus die Rede. Durch das unbewusste Zusammenpressen und Reiben der Zähne entstehen über Nacht schwere Verspannungen im Kiefergelenk. Diese können sich am nächsten Morgen als Kopfschmerzen bemerkbar machen. Dunkle Abriebe der Zähne oder auch Kieferfehlstellungen können auf das unbemerkte Verhalten im Schlaf hindeuten. Der Zahnarzt kann mit einer simplen Aufbissschiene Abhilfe schaffen.

Frau fasst sich nachts an den Kiefer
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Fehlhaltung beim Schlafen

Verspannungen – nicht allein im Kiefer – gehören zu den gängigsten Ursachen dafür, morgens mit Kopfschmerzen begrüßt zu werden. Oft gehen sie von Hals, Nacken und Schultergürtel aus. Durch ungünstige Liegepositionen im Schlaf können sich die Muskeln nicht entspannen. Stattdessen versuchen sie, den falsch gelagerten Körper weiter zu stützen und vor möglichen Schäden zu bewahren. Als Folge ist diese Muskulatur am nächsten Morgen überlastet, verhärtet und verspannt und verursacht drängende Kopfschmerzen.

Deshalb ist es wichtig, auf eine optimal zum eigenen Körperbau passende Matratze zu achten. Die Schlafunterlage darf nicht überaltert sein, muss die Wirbelsäule durch den perfekten Härtegrad optimal stützen. Zudem ist das Kissen einen genaueren Blick wert: Fällt es zu hoch aus, kann die Halswirbelsäule über Nacht abknicken mit teils schwerwiegenden Folgen. Bei Seitenschläfern erzielt ein zu niedriges Kissen denselben Effekt. Ziel ist es, den Kopf in jeder Schlafposition gerade ausgerichtet und in der natürlichen Verlängerung der Wirbelsäulenform zu halten.

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Wer im Alltag viel sitzt und das schlimmstenfalls in der üblichen Überstreckung der Halswirbelsäule, riskiert ebenfalls Schäden in diesem Bereich. Eine der vielen Auswirkungen sind Kopfschmerzen beim Aufwachen.

Schlechtes Schlafzimmerklima

Schlechter Schlaf durch fehlenden Sauerstoff muss nicht allein durch Schlafapnoe begünstigt sein. Simple Details genügen oft: Etwa ein schlecht gelüftetes Schlafzimmer. Achten Sie deshalb darauf, wenigstens morgens und abends für 20 Minuten intensiv stoßzulüften. Auch durchweg bei gekipptem Fenster zu schlafen, kann bei der Neigung zu Kopfschmerzen eine gute Idee sein. Herrscht im Schlafzimmer hingegen bereits länger eine zu hohe Luftfeuchtigkeit, etwa weil das Lüften schwierig ist, dann kann sich unbemerkt Schimmel in den Wänden gebildet haben. Schimmel gilt auf jeden Fall auch als Auslöser dafür, dass morgens der Kopf schmerzt.

Mann steht am geöffneten Fenster
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Erhöhter Blutdruck, Vorerkrankungen und Allergien

Nicht allein Schimmel löst Allergien und weitreichende gesundheitliche Folgen aus. Menschen, die etwa auf Milben reagieren, bemerken Symptome unter anderem in Form von Kopfweh beim Aufwachen. Aber auch andere nicht erkannte und nicht ausreichend behandelte Vorerkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck können denselben Effekt mitbringen.

Migräne: Nächtlicher Höhepunkt der Schmerzempfindlichkeit

Wer unter chronischer Migräne leidet, weiß das meist. Neben Spannungs- und Clusterkopfschmerzen gehört Migräne zu den am häufigsten auftretenden Kopfschmerzarten. Das Auftreten am Morgen ist leider typisch: Denn wir nehmen Schmerzen in einem gewissen Zyklus wahr: Zwischen 0 und 3 Uhr nachts liegt der Höhepunkt der Schmerzempfindlichkeit. In dieser Phase bildet der Körper die wenigsten Endorphine und Enkephaline. Diese Botenstoffe dienen jedoch als natürliche Schmerzmittel im Organismus. Zum Mittag hin fällt die Schmerzempfindlichkeit kontinuierlich ab, um dann wieder langsam anzusteigen. Wer das Glück hatte, diesen nächtlichen Höhepunkt noch zu verschlafen, wacht also morgens mit dessen Ausläufern auf. Erschwerend kommt hinzu, dass der Körper zum Morgen hin vermehrt Adrenalin freisetzt. Das Stresshormon macht uns natürlich wach. Die damit einhergehende Erhöhung des Blutdrucks kann aber wiederum die Migränekopfschmerzen triggern.

Frau mit Kopfschmerzen im Bett
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Andauernde morgendliche Kopfschmerzen ernst nehmen

Dass Alkoholkonsum am Abend häufig dafür sorgt, dass wir morgens mit Kopfschmerzen aufwachen, ist den meisten klar. Wer grundsätzlich zu Kopfweh neigt, ist selbst bei geringen Mengen des feuchtfröhlichen Genussmittels noch anfälliger für den Kater. Bei Migräne und verschiedenen weiteren Kopfschmerzarten gehört Alkohol sogar zu den bekannten Triggern. Wer hingegen auch mit sehr gesundem Lebensstil und optimalen Schlafbedingungen immer wieder morgens unter Kopfschmerzen leidet, sollte versuchen, die Ursachen zu finden und sich ruhig von einem Arzt dabei helfen lassen. Schließlich können in seltenen Fällen auch ernste Gründe dahinterstecken. Die Einschränkung der Lebensqualität ist aber bereits ernst genug.