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Nächtliches Schwitzen im Sommer

« Eine Frage der geeigneten Bettwäsche »

Besonders im Sommer stellt starkes Schwitzen in der Nacht für viele Menschen ein akutes Problem dar – bei Temperaturen über 20° Celsius fällt es dem Körper zunehmend schwer, die Temperatur auszugleichen und Kühlung zu finden. In vielen Fällen helfen eine atmungsaktive, leichte Bettdecke und für die warme Jahreszeit geeignete Bezüge bereits aus, um den Nachtschweiß auf ein geringes und nicht mehr störendes Maß zu reduzieren. Allerdings sind gerade nächtliche Schweißausbrüche nicht allein von der Temperatur abhängig, sondern können auch auf ein akutes, gesundheitliches Problem hinweisen. Es sollte deshalb nicht ignoriert werden, wenn einfache und erprobte Maßnahmen den Betroffenen in der Nacht nicht besser schlafen lassen und eine körperliche oder physiologische Ursache nicht ausgeschlossen werden kann.

Wärme- und Kälteempfinden ändert sich im Schlaf

Während des Schlafs ist der Körper nur zeitweilig aktiv und reduziert einige wichtige Funktionen wie die Anspannung der Skelettmuskulatur, um Energie zu sparen und eine Regeneration der Zellen zu ermöglichen. In diesem Zustand produziert der Organismus deutlich weniger Wärme und sollte deshalb von einer isolierenden Schicht – zum Beispiel der Bettdecke – vor dem Auskühlen geschützt werden. Gleichzeitig reagiert das zentrale Nervensystem nur noch begrenzt und in vielen Fällen unterbewusst auf Reize von außen. Diesen Umstand machen sich Mediziner und Chirurgen bei einer Vollnarkose für komplexe Operationen zunutze – er bedeutet im Alltag aber auch, dass die Empfindlichkeit gegenüber äußeren Bedingungen und insbesondere der Temperatur abnimmt.

Ein Ergebnis dieses Phänomens ist es, dass ein Schlafender häufig weder durch eine heiße noch durch eine kühle Umgebung aktiv aufwacht. Stattdessen versucht der Körper zunächst, die Temperatur mit jenen ihm eigenen Mitteln zu regulieren und beim Schlafen einen stabilen Wärmehaushalt von ungefähr 37° Celsius herzustellen.

Frieren und Hitze prägen dabei lange ausschließlich das Unterbewusstsein und wirken auf physiologischer Ebene auf den Stoffwechsel und den Energiehaushalt ein, ohne eine höhere Bewusstseinsebene zu erreichen. In der Regel befreit sich der Schlafende bei hohen Temperaturen durch Bewegungen von der Bettdecke, dann setzt ein starkes Schwitzen in der Nacht ein, um den Körper zu kühlen. Erst unter extremen Bedingungen und bei anhaltendem Stress aktivieren Hormone und Signalreize das Bewusstsein, um auf eine mögliche Gefahr aufmerksam zu machen.

Schweißbildung ist normal

Aufgrund dieses vorgegebenen Verhaltens toleriert eine Person im Schlaf vergleichsweise hohe Temperaturen und reagiert auf diese in erster Linie durch nächtliches Schwitzen, ohne sich am nächsten Tag an unangenehme Empfindungen erinnern zu können. Beim Erwachen nimmt ein Mensch die übermäßige Wärme ebenfalls kaum wahr, weil diese sehr weit unter dem Schwellenreiz zu einem Schmerz liegt und im Gegensatz zu Frieren auch keinen direkt negativen Einfluss auf die Muskelspannung ausübt. So kommt es häufig zu dem Irrtum, dass der Nachtschweiß unbegründet sei, obwohl das Schwitzen in Wirklichkeit eine vollständig normale und adäquate Reaktion des Körpers auf seine Umgebung darstellt.

Schweissbildung ist normal
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Falsche Einschätzung der Schlafumgebung

Die Regel ist, dass Menschen in klimatisierten Gebäuden oft nachts schwitzen und vergleichsweise selten frieren – eine Tatsache, die medizinische Untersuchungen in Schlaflaboren ebenso wie Feldstudien wiederholt belegen. Der Grund dafür liegt in einer Mischung aus praktischer Physik und intuitiver Psychologie: Einerseits schätzen die meisten Schläfer für das Einschlafen eine eher warme Umgebung, da sie die Entspannung erleichtert und darüber hinaus ein Gefühl der Geborgenheit vermittelt. Andererseits ist das Bett in den ersten 30 Minuten noch vergleichsweise kühl und erwärmt sich erst unter dem kontinuierlichen Körperkontakt langsam bis auf einen Mittelwert von etwas über 30° Celsius.

Dadurch steigt bei einem raschen Einschlafen die Umgebungstemperatur etwa eine Stunde lang an und liegt anschließend in der Nacht weit über dem Durchschnitt im Raum.

Ein häufiger und vielfach übersehener Grund für nächtliche Schweißausbrüche sind deshalb schlicht eine zu dicke Isolierung durch die Bettdecke, aus der sich ein Wärmestau entwickelt.

Nachtschweiß als Symptom für ernste Erkrankungen

In den meisten Fällen besitzt ein starkes nächtliches Schwitzen keinen körperlichen Auslöser und ist vollständig harmlos, wenn es auch in einigen Fällen als störend empfunden wird. Es kann jedoch auch das Symptom einer ernstzunehmenden Krankheit darstellen und sollte deshalb keinesfalls ignoriert oder verharmlost werden. Dies gilt besonders, wenn die Betroffenen über einen langen Zeitraum nachts schwitzen und sich kein Zusammenhang mit der Umgebungstemperatur herstellen lässt.

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Reduziert also weder ein Senken der Raumtemperatur noch ein Wechsel der Decke und der Bettwäsche den Nachtschweiß und setzt sich dieser ohne Unterbrechung oder mit kurzen Pausen über eine Zeit von mehr als drei bis vier Wochen fort, ist eine ärztliche Untersuchung empfehlenswert. In einigen Fällen handelt es sich um ein Warnsignal für Erkrankungen in einem frühen Stadium, in dem noch keine weiteren Anzeichen oder Leiden spürbar sind.

Atmungsaktive Bettdecke reduziert den Schweiß deutlich

Flauschige und warme Decken verleihen zwar ein geborgenes und angenehmes Gefühl beim Schlafen, bedeuten im Sommer aber eine Garantie für nächtliches Schwitzen. Problematisch ist dabei nicht allein die gute Isolation der Körperwärme, sondern dass diese in den meisten Fällen aus einem dichten Material bestehen, dass Feuchtigkeit nur begrenzt nach außen dringen lässt. Die Funktion und die Wirkung von Schweiß bestehen jedoch in der kühlenden Wirkung, die eine Verdunstung hervorruft. Findet kein ausreichender Austausch der Luft statt, erhöht sich die Luftfeuchtigkeit bis zu einer Sättigungsgrenze und unterbricht diesen Prozess. Darauf reagiert der Körper allerdings lediglich mit einem noch stärkeren Schwitzen und es entsteht ein Kreislauf, indem sich Ursache und Wirkung gegenseitig verstärken.

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Mit einer leichten und atmungsaktiven Bettdecke lässt sich diese Wechselwirkung hingegen leicht und effektiv unterbrechen. Besonders bei hohen Außentemperaturen im Sommer gewährleistet eine gute Durchlüftung, dass der Schweiß nicht von der Bettwäsche und -decke aufgenommen wird, sondern schnell und zuverlässig nach außen entweichen kann. Die Effizienz der körpereigenen Temperaturregulierung basiert aus diesem Grund im Wesentlichen auf einer geeigneten Bettwäsche für den Sommer, die einen spürbar kühlenden Effekt hervorrufen kann. Ganz sollte ein Mensch auf eine Decke hingegen nicht verzichten, denn besonders in der Nacht können die Temperaturen mitunter deutlich absinken. Um unter diesen Verhältnissen die Körpertemperatur zu stabilisieren, ist ein geschützter Bereich mit einer isolierenden Schicht deshalb sinnvoll.

Geeignete Materialien für eine Bettwäsche im Sommer

Bereits durch seine Oberfläche, ein spezielles Webmuster oder die Struktur seiner Fasern rufen gewisse Stoffe ein bestimmtes Körpergefühl hervor. Klassisch optimale Eigenschaften besitzt unter den Naturfasern beispielsweise Seide – sie wirkt im Sommer kühlend und im Winter wärmend. Leider spricht gegen eine Bettwäsche aus Seide nicht allein der hohe Preis, sondern auch die sehr aufwendige Reinigung. Durch bestimmte Verarbeitungstechniken und Bindungen lassen sich jedoch auch bei Baumwolle oder Leinen ähnliche Effekte erzielen.

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Zu den typischen Stoffen für eine leichte, angenehme und kühlende Decke, die ihren Nutzer in der Nacht besser schlafen lässt, gehören zum Beispiel das klassische Jersey, das aus Ägypten stammende Mako-Satin oder die seidenähnliche Mikrofaser. Bei den Materialien bietet sich für Menschen, die beim Schlafen stark schwitzen, insbesondere Leinen als pflanzliche und lokale Alternative zu Kunstfaser oder Baumwolle an. Es besitzt eine ausgezeichnete Atmungsaktivität und ist saugstark, schließt aber die Flüssigkeiten nicht ein, sondern transportiert sie durch seine natürlichen Poren an die Oberfläche. Selbstverständlich hat zuletzt eine atmungsaktive Matratze großen Einfluss auf mögliches Schwitzen in der Nacht.