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Naturhaarbettdecken

« Höchster Schlafkomfort mit der Kraft der Natur »

Wie wohl wir uns im Bett fühlen, hängt zu einem großen Teil von der Decke ab: Denn wie man sich zudeckt, so liegt man, könnte es heißen. Neben natürlichen Modellen mit Daunen oder aus Kunstfaser erfreuen sich Naturhaarbettdecken besonderer Beliebtheit. Aber was verbirgt sich dahinter genau und wer profitiert von der naturnahen Bettausstattung? Das erfahren Sie hier.

Die richtige Bettdecke – aber natürlich

Wer sich ein Naturmaterial im Bett wünscht, denkt häufig zunächst an Baumwolle oder Daunen. Keine Frage, auch dahinter stehen hochwertige nachwachsende Rohstoffe aus der Natur. Wie der Name jedoch bereits anklingen lässt, steckt in Naturhaarbettdecken feines, weiches Tierhaar. Das edle Material bringt alle Vorteile seines natürlichen Ursprungs mit, erweist sich aber dennoch als robust genug für die industrielle Verarbeitung. So vereinen die luxuriösen Decken besondere Geschmeidigkeit mit hoher Widerstandskraft sowie der Weisheit der Wildnis.

Traumhaft gut schlafen Synfonie, Daunendecke oder Kissen, sibirsche Daunen und Federn Klasse 1 Naturhaarbettdecken

Diese liegt unter anderem in der Fähigkeit, die Temperatur zu regulieren. Wer hat schon einmal von in ihrem dichten Fell schwitzenden Schafen gehört? Hinzu kommt ein nahezu magisch anmutender Selbstreinigungseffekt. Diese für verschiedene Schlafende äußerst vorteilhaften Eigenschaften gehen jedoch weder auf Zauber noch auf chemisches Know-how zurück. Vielmehr handelt es sich um die faszinierende Ausstattung, die den Tieren seit jeher ein Leben unter verschiedenen Witterungsbedingungen ermöglicht.

Naturhaardecken und ihre vielfältigen Materialien

Es gibt nicht die eine Naturhaarbettdecke. Stattdessen kommen unterschiedliche Ursprünge des Füllmaterials infrage. Je nach ihrem tierischen Lieferanten bringt eine Naturhaardecke facettenreiche Details in ihrer Charakteristik mit. Zu den gängigsten Arten von Naturhaar für moderne Decken gehören:

Wolle und Schurwolle

Bettdecken und Kissen mit einer Füllung aus Wolle oder Schurwolle stammen meistens vom Schaf, sei es das niederländische Texelaar oder das für seine besonders weiche Wolle weltbekannte Merinoschaf. In beiden Fällen ergeben die Wollfasern äußerst hochwertige Naturhaarbettdecken. Sie optimieren die Temperatur wirkungsvoll und fühlen sich jederzeit behaglich an: mollig warm, ohne aber zu warm zu werden.

Zirbenkissen oder Zirbendecke Feel Harmony, mit Bio-Schafwolle und Bio-Baumwollbezug Naturhaarbettdecken

Kamelhaar

Das Naturhaar der Kamele gilt als eines der schönsten Tierhaare überhaupt. Gewöhnlich stammt es von Babykamelen, deren feiner Flaum mit der Zeit ganz natürlich abfällt. Eine Naturhaarbettdecke diesen Ursprungs zeichnet sich durch ihre Leichtigkeit aus. Zugleich schmiegt sie sich herrlich weich an den Körper. Dank ihrer soften Struktur stehen diese Modelle besonders hoch im Kurs bei Kindern, zierlichen Personen und allen, die sich von einer wuchtigen Decke schnell erschlagen fühlen.

Wollarten mit Kaschmir-Anteil

Eine Naturhaarbettdecke aus purem Kaschmir wäre ohne Beimischung einer der sonstigen Wollarten technisch schwer realisierbar – und zudem für den durchschnittlichen Geldbeutel kaum mehr erschwinglich. Eine Kaschmirziege gibt pro Jahr schließlich nur rund 100 Gramm des Edelmaterials ab. Allerdings ergänzt sich die Kombination als Mischgewebe ohnehin hervorragend, indem sie die besten Eigenschaften beider Materialien unterstützt. Dank ihrer luxuriösen Ausstrahlung kommen Naturhaarbettdecken mit Kaschmir auch tagsüber gerne als Kuschel- oder Dekotextilien zum Einsatz.

Ein Hirte sitzt vor einer Kaschmirziege, die er gerade mit einem Stahlkamm geürstet hat, und präsentiert ein paar Fasern der kostbaren Kaschmirwolle
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Die Vorzüge von Naturhaardecken

Neben den spezifischen Eigenschaften je nach Wollart bringen Naturhaarbettdecken zahlreiche beeindruckende Vorzüge. Vor allem die folgenden vier typischen Vorteile sind übergreifend allen hochwertigen Ausführungen gemein.

1. Optimiertes Schlafklima

Naturhaar ist in der Lage, bis zu einem Drittel seines Eigengewichts an Feuchtigkeit aufzunehmen, ohne sich dabei feucht anzufühlen. Das ist einerseits perfekt für die Tiere, die mit ihrem Fell durchaus auch mal einen Regentag auf der Wiese zubringen müssen. Aber insbesondere im Bett von uns Menschen handelt es sich bei diesem Effekt um ein wahres Geschenk der Natur. Denn erholsamer Schlaf ist in klammen Bettwaren undenkbar. Die Naturhaarbettdecke nimmt den Nachtschweiß zuverlässig auf, um ihn bei Bedarf umgehend in der Umgebungsluft verdunsten zu lassen. Zudem reinigt Wolle nachweislich die Luft, wie an Tests mit Formaldehyd festgestellt wurde. Ähnlich wie es von Holzmöbeln bekannt ist, gelingt es den Naturmaterialien also aktiv das Raumklima zu verbessern.

Eine Frau schläft gut zugedeckt im Bett und lächelt dabei Naturhaarbettdecken
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2. Nicht zu warm, nicht zu kalt

Eine Besonderheit der Wollfasern liegt in ihrer stark gekräuselten Struktur. Darin speichern sie hohe Mengen stehender Luft. Diese wiederum erzeugt eine natürlich isolierende Schicht – und zwar sowohl gegen Kälte als auch gegen Hitze. Zudem verfügt die Faser über eine enorme Elastizität, sodass sie immer wieder in ihre Kräuselung zurückfindet. Die Bettdecken mit Wollfüllung bewerkstelligen eine thermostatische Wirkung: Bei einsetzender Kühle geben sie ihre Wärme ab, während sie tagsüber und bei vermehrter Körperhitze die Wärme aufnehmen. So schwitzen die Schlafenden unter einer entsprechenden Decke deutlich weniger schnell.

3. Geräuscharme Decken

Wer kennt nicht das gute alte Steppbett, das schon beim Gedanken ans Umdrehen laut in die Stille der Nacht hinein knistert und rauscht. Sensible Schläfer werden die ruhigen Naturhaardecken lieben. Denn dank der filigranen Füllung gehen die Decken bei jeder Bewegung äußerst geschmeidig und vor allem geräuscharm mit.

4. Naturmaterial gegen Hausstaubmilben

Wer zu Allergien neigt, liegt mit einer Naturhaardecke ebenfalls genau richtig. Das gilt natürlich nur, wenn es sich nicht gerade um eine Tierhaarallergie handelt. Bei Problemen mit Schimmel und Hausstaubmilben ist eine Bettdecke aus Naturhaar jedoch bestens geeignet: Schimmel ist in den Fasern weitgehend unmöglich. Denn um sich anzusiedeln, benötigen die Sporen viel Wärme und noch mehr Feuchtigkeit – beides verhindert der klimaregulierende Charakter der Bettdecken. Auch Hausstaubmilben schätzen Naturhaar und Wolle nicht als Ansiedlungsgebiet. Vorausgesetzt, die Decke bekommt eine tägliche Lüftung.

Eine Frau sitzt aufrecht im Bett und hustet, sie leidet offensichtlich unter einer Allergie Naturhaarbettdecken
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Wie aufwendig ist die Pflege

Eine Naturhaarbettdecke gilt als selbstreinigend. Das heißt, sie ist äußerst schmutzresistent durch ihren natürlichen Restfettgehalt. Zudem neutralisieren sowohl Kamelhaar als auch Kaschmir und Schafwolle Gerüche, Schweiß und Säure. Daher erweist sich die Pflege der Decke als deutlich simpler, als es zunächst den Anschein haben mag. In der Tat genügt tägliches Auslüften. Hat sich doch einmal eine hartnäckige Verschmutzung eingeschlichen, lassen sich moderne Erzeugnisse mittlerweile auch punktuell mit Waschmitteln behandeln oder gar bei etwa 40 Grad waschen. Wer etwa aufgrund von Allergien auf höhere Waschtemperaturen angewiesen ist, greift besser zur bei mindestens 60 Grad waschbaren Baumwolldecke.

Denn dass Tierhaardecken in der Regel nicht gewaschen werden können, darf als Qualitätsmerkmal gelten. Naturhaar ist nicht auf die Reinigung mit Wasser, Maschine oder gar Tensiden ausgelegt. Es dagegen resistent zu machen, erfordert eine aufwendige Behandlung vorab und besonderes Feingefühl der Hersteller.

Füllung aus reinem Naturhaar – das f.a.n. Derby Steppbett

Bei dem reichen Spektrum an Vorzügen lohnt sich ein genauerer Blick auf eine hochwertige Naturhaardecke der Traditionsfirma f.a.n. Frankenstolz Schlafkomfort. Das Steppbett bringt eine Füllung aus reinem Naturmaterial mit.

f.a.n. Derby Steppbett / Steppkissen - Reine Naturhaarfüllung mit Wirkung gegen Hausstaubmilben Naturhaarbettdecken

Folgerichtig besteht auch der Bezug aus natürlicher Baumwolle. Nur so bleiben die spezifischen Eigenschaften der Naturhaarbettdecke erhalten. Tatsächlich sind Naturhaare in Struktur und Aufbau mit synthetischen Mitteln nicht einmal annähernd nachzubilden. Entsprechend würden sich die charakteristischen Eigenschaften von Naturmaterial und Kunstfaser gegenseitig behindern.