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Regelmäßige Schlafstörungen

« Natürliche Hilfsmittel ohne Risiko »

Gesunder und entspannender Schlaf gilt als die Basis für gute Gesundheit und ein starkes Immunsystem leider genießen immer weniger Menschen das Privileg, dass sie abends schnell ein- und die ganze Nacht durchschlafen können. Die Nachteile durch Schlafmangel sollten allerdings in keinem Alter unterschätzt werden, selbst wenn beispielsweise junge Erwachsene ein zeitweiliges Defizit relativ problemlos kompensieren und trotzdem eine ausreichende Leistung erbringen können. Um bei Problemen besser einschlafen zu können oder nachts nicht grundlos zu erwachen, sind natürliche Schlafhelfer oft die richtige Wahl. 

Volkskrankheit Schlafstörung Rasante und stete Zunahme 

Wer sich mit der medizinischen Literatur von den ersten Aufzeichnungen bis in das 21. Jahrhundert beschäftigt, erhält einen sehr interessanten Einblick in die langfristige Entwicklung der menschlichen Krankheitsgeschichte und Diagnostik. Bei näherer und aufmerksamer Betrachtung fällt auf, dass bis in das frühe 20. Jahrhundert das Thema Schlafstörungen fast keine Relevanz besaß erst seit der Moderne erscheinen sie nicht mehr als reines Nebenthema und nehmen in ihrer Bedeutung stetig zu. Es zeigt sich ein exponentieller Anstieg von Betroffenen, der sich kontinuierlich fortsetzt. 

Der 2017 veröffentlichte Gesundheitsreport der Krankenkasse DAK-Gesundheit birgt dazu alarmierende Zahlen. Nach ihm leiden mittlerweile vier von fünf Erwerbstätigen in Deutschland unter Schlafstörungen, die Zahl der betroffenen Personen zwischen 35 Jahren und 65 Jahren stieg in den vergangenen sieben Jahren um 66 Prozent an.

Für die Ursachen der Probleme machten viele Soziologen, Psychologen und Mediziner lange Zeit ausschließlich Stress und die sich entwickelnde Leistungsgesellschaft verantwortlich. Seit der Jahrtausendwende geraten weitere Faktoren in den Fokus etwa die gestiegenen Ansprüche an sich selbst für eine gute Work-Life-Balance, steigende Anforderungen durch das soziale Umfeld und nicht zuletzt die Vielfalt und der wachsende Konsum von Medien.  

Ein Mann lieg im Bett und starrt auf sein Smartphone. Der gestiegene medienkonsum kann eine Ursache von regelmäßigen Schlafstörungen sein
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Die statistische Auswertung ärztlicher Diagnosen zeigt deutlich, dass nur eine kleine Minderheit der Schlafstörungen von physischen Erkrankungen hervorgerufen wird, die eine risikofreie, medikamentöse Therapie der Ursachen ermöglichen. Bei psychischen Auslösern ist eine Behandlung mit einem chemischen Schlafhelfer nach Absprache mit einem Arzt ausschließlich in extremen Ausnahmen und über kurze Zeit sinnvoll er unterdrückt lediglich die Symptome, verliert bei langfristigem Gebrauch seine Wirkung und führt schnell zu einer schweren Abhängigkeit. Bereits jetzt schätzen Experten, dass bis zu zwei Millionen Menschen in Deutschland eine Suchterkrankung durch regelmäßige Einnahme von Schlaf- und Beruhigungsmitteln entwickelt haben. Die Bedeutung, die natürliche Schlafhelfer für die Linderung der Leiden bei vielen Betroffenen haben, wurde hingegen leider lange Zeit unterschätzt.  

Ein Mann sitzt auf dem bett, in seiner Hand hält er eine Schlaftablette. Auf Dauer keine Lösung bei regelmäßigen Schlafstörungen
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 Geeigneter Lebensstil ist der beste Schlafhelfer 

Um im Bett besser einschlafen zu können, reichen mitunter einige kleine und scheinbar unbedeutende Änderungen im Alltag aus. Allein durch die Vermeidung einiger negativer Einflüsse lassen sich Bedingungen herstellen, die die Ruhe deutlich verbessern ganz ohne chemische oder natürliche Schlafhelfer, die eingenommen werden müssten. Die geeignete Atmosphäre im Schlafzimmer und eine einfache Vorbereitung reichen dafür aus wichtig ist, dass auf der geistigen Ebene ein entspannendes, beruhigendes Gefühl erzeugt wird, während dem Körper entsprechende Zeichen signalisieren, dass nun eine Ruhephase eintreten wird.  

Zu den wichtigsten Aspekten, die berücksichtigt werden müssen, zählen:  

  • Verzicht auf stimulierende Substanzen wie Koffein ab Nachmittag oder größere Mengen Alkohol am Abend. 
  • Eine Stunde vor dem Schlafen keine hellen Lichtquellen etwa durch Monitor oder Fernseher. 
  • Entspannende Tätigkeiten in den Abendstunden. 
  • Mobiltelefon, Tablet PC nicht im Bett benutzen oder dort berufliche Unterlagen lesen. 
  • Gegenstände, die Stress auslösen, im Schlafzimmer außer Sichtweite deponieren. 
  • Leichtes, gesundes und ausgewogenes Abendessen etwa 90 Minuten vor dem Schlafen. 
  • Ein weiches, bequemes Bett mit optimal unterstützender Matratze mit frischer Bettwäsche für optimale Entspannung. 

In vielen Fällen zeigen sich einige dieser Punkte gerade bei einem hektischen Alltag nicht so selbstverständlich, wie sie vielleicht zunächst erscheinen mögen sie üben aber dennoch einen bedeutenden Einfluss aus. Nahezu jeder spürt beispielsweise den Unterschied, ob er sich in ein ordentlich und frisch gemachtes Bett legt oder nicht. Um besser einschlafen zu können, wirkt sich allein dieser einzige Schlafhelfer meist deutlich aus und die Investition von fünf Minuten Arbeit zahlt sich aus, selbst wenn sie zunächst überflüssig erscheint. 

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Natürliche Schlafhelfer stecken in vielen Lebensmitteln 

In einigen Lebensmitteln stecken natürliche Schlafhelfer, die in normalen Mengen vollständig ohne Risiko sind, aber bereits in kleinen Mengen eine positive Wirkung entfalten. Die gesunde Ernährung stellt beispielsweise nur einen Grund dar, warum Kinder vor dem Schlafen eine warme Milch am besten mit Honig oder einen (nur leicht gesüßten) Kakao trinken sollten. Sowohl Milch als auch Honig enthalten spezielle Proteine, aus denen der Körper Hormone herstellt, die beruhigen und den Schlaf fördern. Dieses traditionelle Hausmittel wirkt ebenfalls bei Erwachsenen und erfreut sich hoher Popularität. Dass in anderen Lebensmitteln wie Kartoffeln und Champignons hingegen natürliche Schlafhelfer aus der modernen Pharmakologie wie der Klassiker Valium beziehungsweise Diazepam stecken, zeigte erst die Forschung des 21. Jahrhunderts. 

Ein Glas heiße Milch, neben einem Schälchen mit Honig
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Die enthaltenen Mengen reichen nicht aus, um eine pharmakologisch signifikante Wirkung zu entfalten es muss niemand fürchten, von diesen Nahrungsmitteln abhängig zu werden oder sollte gar versuchen, sie als Rauschmittel zu verwenden. Auch bei Milch und Honig bezweifeln einige Experten, dass der Anteil an Eiweißen hoch genug ist, um einen Einfluss auf den Biorhythmus zu entwickeln. Es ist allerdings durchaus umstritten, ob diese kleinen und subjektiv niemals wahrnehmbaren Dosen unter den geeigneten Umweltbedingungen etwa Müdigkeit, ein komfortables Bett und angenehmes Ambiente nicht effizient und natürlich auf mikrozellulärer Ebene wirken, indem sie einen bestehenden Prozess unterstützen. Dass ein Versuch nicht schadet, zweifelt jedoch niemand an, es bestehen schließlich keine Risiken und Nebenwirkungen. 

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Traditionelle Hausmittel als pflanzliche Schlafhelfer 

Die Verwendung von Heilkräutern und deren Inhaltsstoffe stellt auch heute noch oft die Grundlage für moderne Arzneimittel. Beruhigende Mittel dienen seit der Antike als Schlafhelfer, obwohl sie meist in einem anderen Zusammenhang eingesetzt wurden und deren beruhigende Wirkung im Vordergrund stand. Zu den traditionellen Heilpflanzen gehören etwa Baldrian, Johanniskraut, Passionsblume und Lavendel. Sie wirken sanft und natürlich, so dass sie den Vorteil besitzen, nicht wie ihre synthetischen Gegenstücke in die einzelnen Schlafphasen einzugreifen. Die Nachtruhe bleibt entspannt und ausgeglichen, aber die Inhaltsstoffe der Kräuter fördern das Durch- und Einschlafen, ohne dass am folgenden Morgen Nachteile wie erhöhte Müdigkeit zu befürchten sind. 

Auch wenn Reformhäusern und Apotheken viele dieser Mittel heute in verarbeiteter, standardisierter und teilweise kombinierter Form als Pillen oder Kapseln anbieten, empfiehlt es sich, sie natürlich als Tee aus getrockneten Pflanzenteilen aufzubrühen. Aus diesem Vorgang lässt sich gleichzeitig eine abendliche Zeremonie entwickeln, die ebenfalls beim Einschlafen hilft, indem sie den Körper auf einen bestimmten Prozess konditioniert. Die dauerhafte Wiederholung zeigt den Wechsel zwischen Tag- und Nachtrhythmus an und wird unbewusst, aber trotzdem effizient wahrgenommen. Im Laufe der Zeit gewöhnt sich der Organismus an das Signal und beginnt automatisch mit der Produktion von Schlafhormonen. 

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Kombination der Schlafhelfer für maximale Effizienz 

Leichte Schlafprobleme lassen sich häufig durch das eine oder andere Mittel lindern – sei es, indem ungünstige Bedingungen beseitigt werden, durch eine Umstellung der abendlichen Gewohnheiten oder durch einfache Hausmittel. Ab einer schweren Störung mit durchschnittlich mehr als vier Tagen über einer Dauer von länger als vier Wochen empfiehlt sich in jedem Fall ein Besuch bei dem Hausarzt. Bei anhaltenden Symptomen und vor jeder Einnahme von starken Medikamenten sollten jedoch immer natürliche Schlafhelfer falls notwendig in der Kombination von Ambiente, Gewohnheiten und Heilkräutern ausprobiert werden, um die Ursprünge zu reduzieren und das hohe Risiko von kurz- und langfristigen Nebenwirkungen zu vermeiden.