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Schlafen mit Nackenstützkissen

« Geeignetes Mittel gegen Verspannungen und Nackenschmerzen »

Etwa vier von fünf Erwachsenen in Deutschland leiden zumindest sporadisch an Rücken-, Schulter- oder Nackenschmerzen – bei fast der Hälfte treten sie sogar regelmäßig auf. Für die Symptome gibt es eine ganze Reihe von Ursachen: Unzureichende Bewegung, angewöhnte Fehlhaltungen, langes Sitzen und extreme Belastungen sind nur einige von ihnen. Führt schlechter Schlaf anschließend zu weiteren Verspannungen, statt die ohnehin bereits strapazierten Muskeln und Knochen zu entlasten, sind Nackenbeschwerden spätestens mittelfristig unvermeidlich. Können dann Nackenstützkissen helfen?

Verspannungen müssen abgebaut werden

Der Verschleiß der Wirbelsäule setzt bereits mit Mitte zwanzig ein und das ist kein Wunder: Das menschliche Knochengerüst und die Muskeln müssen jeden Tag enorme Kräfte aushalten und gewaltige Lasten tragen, können aber ihrerseits auf diese Anforderungen nur langsam und begrenzt reagieren. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass der Organismus zumindest im Schlaf eine Gelegenheit erhält, sich zu regenerieren. Das falsche Kopfkissen ist bei Nackenbeschwerden Gift für die ohnehin angegriffene Gesundheit, während das geeignete Nackenstützkissen bei Verspannungen diese praktisch über Nacht im Bett zurückbildet.

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Natürlich ist es zunächst einmal sehr wichtig zu erkennen, ob schlechter Schlaf die primäre Ursache für die Nackenbeschwerden ist oder nicht andere Einflüsse eine Rolle spielen. In der Regel zeigt sich bei regelmäßigen Nackenschmerzen durch ein fehlendes oder falsches Nackenkissen ein sehr charakteristisches Bild. Wenn die Verspannungen während der Nachtruhe entstehen, ist der Schmerz am Morgen besonders intensiv und lässt bis zum Abend langsam nach. Es wäre allerdings vorschnell, bei einem umgekehrten Fall – also im Laufe des Tages auftretenden Schmerzen – automatisch darauf zu schließen, dass ein geeignetes Nackenstützkissen bzw. Gesundheitskissen nicht helfen könnte. Es ist gut möglich, dass ein falsch gewähltes Kissen bei Verspannungen während des Liegens nur ungenügend entlastet und die daraus resultierenden Symptome anschließend nach und nach die Schmerzgrenze überschreiten.

Den Kopf in unterschiedlichen Schlafpositionen richtig betten

Je nach Füllmaterial, Festigkeit und Form eignen sich Kissen unterschiedlich gut für einen bestimmten Schlaftyp. Die meisten Menschen weltweit – etwa sechs von zehn – schlafen auf der Seite, drei weitere auf dem Rücken und nur einer auf dem Bauch. Unabhängig davon ist es wichtig zu wissen, dass Verspannung aus zwei Gründen entsteht:

  • Hohlräume zwischen Körper und Matratze führen dazu, dass Knochen und Muskeln das Gewicht tragen müssen.
  • Die Wirbelsäule wird nicht in einer geraden, gestreckten Form gehalten, so dass Knochen belastet und eine Anspannung der Muskeln hervorgerufen wird.

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Entgegen einem verbreiteten Irrglauben ist ein Nackenstützkissen nicht allein für Seiten- und Rückenschläfer geeignet. Es kommt in diesem Zusammenhang in erster Linie auf die Dicke und die Festigkeit des Materials an. Dünne, breite und relativ feste Nackenkissen bewähren sich auch bei Bauchschläfern, da sie durch ihre Härte nicht den Mund bedecken und eine freie Atmung zulassen. Bei einer fast immer bevorzugten, seitlichen Kopfhaltung füllen diese Kissen den Raum zwischen Wange, Brust und Betten aus und ermöglichen dadurch eine anatomisch korrekte Lagerung mit maximaler Entspannung.

Technogel Nackenstützkissen Deluxe, Kissen mit kühlender Gelauflage, verschiedene KissenhöhenWie sieht das ideale Nackenstützkissen aus?

Das perfekte Kopfkissen bei Nackenbeschwerden hängt von der Schulterbreite und der Härte der Matratze ab. Je weicher diese ist, desto tiefer sinkt die Schulter ein und desto flacher sollte das Kissen sein. Besonders dicke Varianten empfehlen sich demnach für Personen mit einer breiten Schulter und einer harten Matratze, da hier der Kopf deutlich höher über dem Bett liegt. Übliche Dicken betragen zwischen 5 cm und 15 cm. Eine ausgezeichnete Ergänzung sind Seitenschläferkissen. Sie unterstützen Hüfte und Wirbelsäule, vermeiden Druckstellen und bieten einen hohen Komfort.

Zu welcher Schlafposition raten Ärzte?

Orthopäden und Fachärzte raten im Fall von Verspannungen meist generell zur Rückenlage oder genauer gesagt zur sogenannten „Soldaten-Position“, die als besonders schonend für Wirbelsäule und den Halsbereich gilt.

Dabei betten sich Betroffene mit ausgestreckten Beinen und am Körper anliegenden Armen auf den Rücken. Es empfiehlt sich, ein dünnes und hartes Nackenstützkissen, das der Körper wegen der großen Oberfläche weit weniger als eine Schulter einsinkt. Das Einschlafen in dieser Haltung ist für viele zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. Sie kann aber bereits kurzfristig bewirken, dass schlechter Schlaf deutlich verbessert wird.

Das richtige Material entscheidet über erholsamen Schlaf

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, nur ein einziges Kissen mit einem druckfesten Kern zu verwenden. So kuschelig, weich und bequem Daunen auch sein mögen – bei Nackenbeschwerden sind sie vollständig ungeeignet, da sie das Skelett nur unzureichend abstützen. Auf das Innenmaterial lastet über eine verhältnismäßig lange Dauer ein hohes Gewicht. Hochwertige Modelle bestehen deshalb aus einem sogenannten Memory-Schaum – speziellen Kunstfasern, die ihre Festigkeit im Laufe der Zeit nicht oder nur minimal einbüßen. Das Material trägt seinen Namen, weil er ein hohes „Formgedächtnis“ hat und immer wieder in seine alte Position zurückkehrt. Einfacher Schaumstoff neigt hingegen dazu, sich bei stetig wiederkehrenden Belastungen bereits nach einer kurzen Periode zu verformen und ist darum ungeeignet.

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Die Härte eines Nackenstützkissens hängt in erster Linie von seinem Material ab: Latex, Visco-Schaum oder Kaltschaum. Latex ist weich, pflegeleicht und stammt aus synthetischer Herstellung oder natürlicher Produktion – teilweise sogar mit Bio-Zertifizierung. Visco-Schaum ist mittelhart und wie Teflon ein Produkt der Weltraumforschung der NASA, die es als Stützmaterial für ihre Astronauten entwickelte. Primäres Ziel war es, die Körperstruktur bei extremen Beschleunigungen zu unterstützen. Kaltschaum oder PU-Kunststoff ist das härteste Material und zeichnet sich durch gute Punktelastizität aus. Er ist durch feine Poren atmungsaktiv und leitet Feuchtigkeit gut ab.

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Eine neue Entwicklung sind Gelkissen, die einen Körper aus Memory-Schaum aufweisen, in dem eine mit einem ungiftigen und temperaturbeständigen Spezialgel gefüllte Kopfablage eingebettet ist. Kleine Kanäle oder Raster auf der Oberfläche ermöglichen einen langsamen Luftaustausch, zusätzlich sorgt das Gel im Technogel Kissen für eine wohltemperierte Liegefläche.

Schlechte Nachtruhe als Resultat ungeeigneter Kopfkissen: Nackenstützkissen schaffen Abhilfe

Nackenstützkissen sind nicht so weich wie mit Daunen oder Mikrofasern gefüllte Kissen, aus physiologischer Sicht aber deutlich gesünder. Falls sie die richtige Höhe besitzen, liegt der Körper gleichmäßig gestreckt mit gerader Wirbelsäule. In dieser Position können sich Muskeln, Knochen und Bandscheiben erholen. Ist das Kissen zu hoch, wird der Kopf zu stark nach vorne oder zur Seite gebeugt – eine Fehlhaltung, die bereits tagsüber viel zu häufig bei sitzenden Tätigkeiten, etwa vor dem Bildschirm, eingenommen wird. Liegt der Kopf zu niedrig, wird der Hals überstreckt und Wirbel ungleichmäßig belastet. Hilft ein Nackenkissen bei Nackenbeschwerden nicht, kann das Problem in der Matratze oder in einer körperlichen Ursache liegen. Bei Verdacht auf Letzterem ist eine ärztliche Beratung unverzichtbar.