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Schlafstörungen im Urlaub

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Endlich Ferien! Aber mit Schlafstörungen im Urlaub lässt die ersehnte Erholung auf sich warten? Dann besser vorab schon die folgenden Tipps mit einpacken, um von Beginn an gegen das typische Problem der Schlaflosigkeit im fremden Bett, im wärmeren Klima oder in der fernen Zeitzone gewappnet zu sein. Hier finden Sie mögliche Ursachen und was Sie dagegen tun können.

#1 Jetlag abstreifen

Insbesondere wer eine Fernreise gebucht hat, sollte diesen Tipp gegen Schlafstörungen im Urlaub berücksichtigen. Denn wenn das Ferienziel in einer völlig anderen Zeitzone liegt, ist Verwirrung im Körper vorprogrammiert. Schließlich unterliegt der Schlaf mit seinem circadianen Rhythmus einem sensiblen Gleichgewicht. Kommen Sie also bei helllichtem Tag in Ihren Ferien an, während zuhause eher Schlafenszeit wäre, ist vom klassischen Jetlag die Rede: Sie fühlen sich erschöpft und wollen im Hotel angekommen am liebsten erst einmal schlafen gehen. Genau das gilt es zu vermeiden!

Versuchen Sie stattdessen, wach zu bleiben und erst mit Sonnenuntergang das Bett aufzusuchen. So gewöhnt sich der Körper viel eher an den neuen Rhythmus. Statt den Jetlag über mehrere Tage auszudehnen, wachen Sie schon am nächsten Morgen fit und startklar auf.

#2 Der Fluch der ersten Nacht

Oft ist es vor allem die erste Nacht in der neuen Umgebung, die Schlafstörungen mit sich bringt. Denn in Folge einer genetischen Überlieferung aus den Zeiten, in denen Menschen noch in unsicheren Höhlen schliefen, bleiben wir in einer neuen Umgebung wachsamer. Sicherheit geht vor Schlafbedürfnis, scheint der Körper sagen zu wollen. Tatsächlich belegen US-Forscher, dass die linke Gehirnhälfte im neuen Bett in einer Art Lauerhaltung wacher bleibt als die rechte.

Diese interessanten Studienergebnisse helfen dabei, dem Fluch der ersten Nacht mit einigen Vorkehrungen zu entkommen: So könnten Sie Ihr eigenes Kopfkissen mitnehmen, um mehr den Eindruck von vertrauter Umgebung zu erzeugen. Denn bereits ein japanisches Sprichwort sagt, dass jemand, der sein Kissen wechselt, keinen Schlaf finden wird. Wer öfter reist, kann auch darauf achten, immer ähnlich strukturierte Hotelzimmer zu wählen.

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#3 Möglichen Lärm einplanen

Um im Urlaub besser zu schlafen, ist es auf jeden Fall ratsam, direkt ruhige Hotelzimmer zu wählen. Achten Sie darauf, was andere Reisende zum Thema Nachtruhe im fraglichen Hotel berichten und überprüfen Sie genau, ob das vermeintliche Idyll womöglich exakt an einer Schnellstraße liegt. Damit haben Sie zumindest 50 Prozent der potenziellen Lärmquellen selbst in der Hand. Natürlich können Sie nie wissen, ob laute Nachbarn hinter dünnen Wänden warten oder andere Geräusche den Schlaf behindern. Eine gute Packung Ohrstöpsel sollte im Gepäck also nicht fehlen.

#4 Genießen, aber richtig

Natürlich will man es sich im Urlaub einmal so richtig gutgehen lassen. Aber auch die schönste Zeit des Jahres setzt manche in der Heimat geltenden Gesetze nicht außer Kraft: Und dazu zählt, dass spätes schweres Essen uns am Einschlafen hindert. Legen Sie üppige Menüs also besser auf die frühen Abendstunden und essen Sie im Idealfall etwa drei Stunden vor dem Zubettgehen gar nichts mehr. Aber auch der Alkoholgenuss spielt eine Rolle. Während ein kleines Gläschen Rotwein auf dem Hotelbalkon bekanntlich eine beruhigende Wirkung entfalten und so gegen Schlafstörungen helfen kann, führt Alkohol in rohen Mengen mit seinem aufputschenden Effekt eher zu Durchschlafproblemen.

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#5 Für gute Zimmertemperatur sorgen

Dass überhitzte Zimmer lästige Schlaflosigkeit fördern, weiß jeder, der sich einmal eine Nacht lang zwischen verschwitzten Laken gewälzt hat. Aber auch übermäßige Kälte ist keine Alternative. Damit entsteht eher eine Erkältung als eine erholsame Nacht. Sollte das Hotelzimmer oder die Ferienwohnung über eine Klimaanlage verfügen, dann stellen Sie die Nachttemperatur auf etwa 16 bis 19 Grad ein. So schlafen Sie besser ein und durch. Nicht vergessen, vorher noch mindestens eine Viertelstunde gut durchzulüften, denn auch eine stickige Luft kann Schlafstörungen hervorrufen.

#6 Besser schlafen statt schwitzen

Aber auch ohne Klimaanlage können Sie in heißen Gefilden für ein angenehmes Wohlfühlklima sorgen. Nehmen Sie Nachtwäsche aus kühlenden Naturmaterialien wie Baumwolle oder Seide mit in den Urlaub. Vermeiden Sie hingegen alle Kunstfasern wie etwa Polyester. Vor dem Schlafen lauwarm zu duschen, hilft, die Poren zu öffnen. Danach nicht abtrocknen für einen kühlenden Verdunstungseffekt. Aber Vorsicht: Die verlockende kalte Dusche macht eher wach! Außerdem kann eine Körperpflege mit Minze-Extrakt angenehme Kühlung verschaffen.

Lüften Sie das Zimmer auch nur morgens und abends, um nicht die Hitze des Tages darin aufzustauen, und behalten Sie überdies die Vorhänge geschlossen.

#7 Für Entspannung sorgen

Sind zuhause besondere Schlafgewohnheiten nötig, um Sie zum Entspannen zu bringen, dann gehören diese natürlich auch ins Reisegepäck: Der abendliche Tee etwa, eine Schlafmaske oder beruhigende Duftdecken oder Kissen mit ätherischen Ölen helfen dabei, Schlafstörungen zu bekämpfen.

Wichtig ist auch, loszulassen. Setzen Sie sich nicht unter Druck, sofort komplett relaxt sein zu müssen, nur weil jetzt Urlaubszeit ist. Aber stressen Sie sich auch nicht mit vermeintlichen Verpflichtungen oder der Sorge, ob daheim auch alles ohne Sie funktioniert. Bei Nervosität kann ein abendliches Wellness-Programm im Hotel helfen. Alternativ eignen sich ein paar unkomplizierte Yoga-Übungen, um zur Ruhe zu finden.

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#8 Aktiv besser schlafen

Bei aller Entspannung ist allerdings auch ein gewisses Maß an Aktivität nötig, um Schlafstörungen in den Ferien zu vermeiden. Denn geht der Urlaub gewöhnlich damit hin, faul am Strand zu liegen und sich abends noch in die Hotelbar zu schleppen, fühlt sich der Körper unter Umständen unterfordert. Nächtliche Unruhe kann eine Reaktion darauf darstellen. Und aktive Erlebnisse wie Sport, Sightseeing oder Ausflüge machen die Reise doch ohnehin viel interessanter.

#9 Nackenkissen einpacken

Sogenannte Nackenhörnchen unterstützen eine anatomisch passendere Haltung im ungewohnten Bett. Leiden Sie generell unter Nacken- oder Wirbelsäulenproblemen, dann packen Sie Ihr vertrautes Nackenkissen besser direkt mit ins Handgepäck. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie so schon die Stunden der Anreise für ein wertvolles Nickerchen in einer entspannten Position nutzen können. Allerdings bieten manche Hotels auch Spezialkissen für eine bessere Nachtruhe an.

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#10 Pflanzliche Hausmittel mit in den Urlaub nehmen

Wenn gar nichts gegen die Schlafstörungen im Urlaub hilft, kann die Rettung aus der Apotheke kommen. Schlaftabletten sollten jedoch immer mit einem Arzt abgeklärt werden. Vielmehr bieten sich homöopathische Maßnahmen an. Präparate mit Hopfen, Melisse sowie Baldrian oder Passionsblume können das Einschlafen unterstützen. Wählen Sie aber immer kurzzeitig wirksame Arzneien, um den nächsten Urlaubstag nicht mit bleierner Müdigkeit zu verschenken. Auch ein Heißgetränk aus Wasser und dem Schüssler Salz Nr. 7, Magnesium phosphoricum D6 ist als gute Einschlafhilfe bekannt.

Schlafstörungen im Urlaub vermeiden – mit gezielter Vorbereitung

Die 10 Tipps gegen Schlaflosigkeit zeigen: Um nicht von Schlafstörungen im Urlaub gestört zu werden, hilft vor allem eine gezielte Vorausplanung. Checken Sie vorab genau, ob das Hotelzimmer mögliche Lärmquellen aufweist, und auch, ob eine Klimaanlage vorhanden ist. Überhaupt sollten Sie sich über das zu erwartende Klima informieren und mit einigen der genannten Tricks darauf vorbereiten. Vergessen Sie auch Ihre kleinen Schlafhelfer nicht im Gepäck, dann steht wirklich erholsamen Tagen – und Nächten – nichts mehr im Wege.