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Was tun bei Schlafstörungen?

« Ursachen von Schlaflosigkeit und Gegenmaßnahmen »

Schlaflosigkeit weitverbreitete Volkskrankheit. Repräsentative Studien schätzen, dass etwa zehn bis zwanzig Prozent der Gesamtbevölkerung von ihnen betroffen sind. Im Unterschied zu anderen Erkrankungen betrifft sie vor allem Menschen mittleren Alters und guter körperlicher Verfassung – einzelne Statistiken gehen davon aus, dass vier von fünf Arbeitnehmern im Alter zwischen 35 Jahren und 65 Jahren unter Schlaflosigkeit im Bett leiden. Doch was tun bei Schlafstörungen? Und wie kann das richtige Bett für besseren Schlaf sorgen?

Schlafstörungen beinhalten eine Vielzahl von Symptomen

Offiziell definieren sich Schlafstörungen als Probleme bei Ein- oder Durchschlafen, die durchschnittlich mindestens dreimal in einer Woche über einen Zeitraum von einem bis drei Monaten auftreten. Die Schlafprobleme unterscheiden sich in ihrer Art und reichen von Tagesschläfrigkeit bis zum berüchtigten Schlafwandeln.

Sie werden im Allgemeinen folgendermaßen kategorisiert:

Ein- und Durchschlafstörungen (Insomnien)

Die Betroffenen sind nicht in der Lage, Schlaf in gewünschter Dauer und Qualität zu bekommen, weil sie entweder keine Ruhe finden oder nachts aufwachen und anschließend schlaflos im Bett liegen.

Verhaltensauffälligkeiten (Parasomnien)

Hierzu gehören Schlafwandeln oder permanente, stetig wiederkehrende Albträume. Parasomnien sind die Folge einer unkontrollierten Aktivierung des zentralen oder autonomen Nervensystems oder der Skelettmuskulatur.

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Gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus (Zirkadiane Schlafprobleme)

Vor allem Schichtarbeiter leiden unter dem häufigen Wechsel eines routinierten Tagesablaufs, auf den der Körper mit Stress und Schlaflosigkeit reagiert.

Schlafsucht (Hypersomnie/Narkolepsie)

Bei dieser Schlafstörung reduziert sich die Tätigkeit des Zentralnervensystems spontan, so dass ein starker Einschlafzwang entsteht. Die extremste Form der Schlafsucht ist die Narkolepsie, bei der Patienten mitunter während einer Tätigkeit innerhalb kurzer Zeit ungewollt einschlafen.

Bewegungsstörungen (zum Beispiel Restless-Legs-Syndrom)

Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) gehört mit einer geschätzten Verbreitung von fünf bis zehn Prozent zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen, ist bei den meisten Menschen jedoch glücklicherweise nur schwach ausgeprägt. Es zeigt sich durch unangenehme Empfindungen beim Entspannen der Extremitäten – besonders der Beine.

Atmungsstörungen (Schlafapnoe)

Typische Symptome einer Schlafapnoe sind periodische Atemaussetzer, die die Sauerstoffversorgung beeinträchtigen und den Körper in einen Alarmzustand versetzen. Obwohl der Schläfer nicht erwacht, senkt die erhöhte Wachsamkeit die Schlafqualität.

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Beeinträchtigungen der Gesundheit durch dauerhafte Schlafstörungen

Alle Untersuchungen ergeben zweifelsfrei, dass gutes und ausreichendes Schlafen für eine gesunde Lebensweise unerlässlich ist. Ein Defizit wirkt sich auf zahlreiche Weisen inklusive negativer Folgen für Körper, Psyche und Leistungsfähigkeit aus. Bereits kurzfristig senkt es die Aufmerksamkeit sowie Konzentrationsfähigkeit und beeinträchtigt das Gedächtnis – langfristig entstehen nach Meinung von Neurologen, Psychiatern, Schlafforschern und Fachärzten mit hoher Wahrscheinlichkeit irreparable Schäden. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass Schlafmangel unter anderem den Ausbruch von schwerwiegenden Krankheiten wie Demenz, Kreislauferkrankungen, Epilepsie, Psychosen bis hin zu Krebs begünstigt.

Maßnahmen gegen Schlafstörungen spielen deshalb eine wichtige Rolle bei der allgemeinen Gesundheitsprävention. Zusätzliches Gewicht verleiht diesen Erkenntnissen, dass sich innerhalb der letzten Jahrzehnte ein Trend entwickelt, nach dem Menschen immer weniger schlafen. Chefarzt und Neurologe Geert Mayer stellte auf einer Fachkonferenz fest, dass sich seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die durchschnittliche Schlafdauer bereits um eine bis eineinhalb Stunden verkürzte. Dabei sei Schlafen ein „essenzieller Bestandteil unseres Lebens“. Das Phänomen liegt einerseits in einem gestiegenen psychologischen Druck begründet, andererseits ist es ein Effekt der modernen Informationsgesellschaft.

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Schlafprobleme sind oft ein evolutionäres Erbe

Die meisten Menschen leiden unter Insomnien – sie können also nur schwer ein- oder durchschlafen und verbringen mitunter große Teile ihrer Nachtruhe schlaflos im Bett. In einigen Fällen ist die Matratze oder das Bettsystem für den individuellen Schlaftyp schlicht ungeeignet, aber die Mehrheit dieser Störungen besitzt eine psychische Ursache. In der Regel bewirkt diese ein erhöhtes körperliches Anspannungsniveau, auf das das Gehirn mit einer permanenten Alarmbereitschaft reagiert. Schlaflosigkeit ist zum Teil evolutionär bedingt – über die längste Zeit der Menschheitsgeschichte verringerte ein ruhiger, fester Schlaf die Überlebenschancen. In der Frühzeit waren Jäger und Sammler darauf angewiesen, bei entsprechenden Hinweisen permanent auf lebensbedrohliche Situationen wie einen Angriff wilder Tiere vorbereitet zu sein. Stresseinwirkungen am Tage resultierten üblicherweise aus einer direkten Gefahr, die eine erhöhte Wachsamkeit in der Nacht notwendig machte. Dieses Erbe setzt sich bis heute fort: Auch wenn Bedrohungen mittlerweile nur selten von existenzieller Natur sind, reagiert der Körper auf entsprechende Signale mit dem antrainierten Verhaltensmuster.

Allerdings ist der moderne Mensch in seinem Alltag einem deutlich höheren Stresslevel ausgesetzt, den er kompensieren muss – vom minutengenauen Aufstehen bis zum Arbeiten in der Nacht herrschen Voraussetzungen, die seiner eigentlichen Anlage widersprechen. Angesichts dieses Hintergrunds verwundert es nicht, dass überdurchschnittlich oft gesunde und berufstätige Menschen mittleren Alters von Schlafstörungen betroffen sind. Die Erklärung ist, dass sie dem Stress des Alltags ausgesetzt sind und am Abend wenig Zeit finden, diesen wieder abzubauen und einen Ausgleich herzustellen. Menschen, die nicht einem festen Tagesablauf mit zu kurzen Entspannungsphasen unterliegen, können deshalb besser schlafen. Insgesamt gehen Ärzte davon aus, dass lediglich ungefähr fünfzehn Prozent aller medizinisch behandelten Schlafstörungen durch eine physische Erkrankung verursacht werden.

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Was tun gegen Schlafstörungen? Einfache Maßnahmen helfen häufig

Viele Betroffene fragen sich ratlos: Was ist zu tun bei Schlafstörungen? Die Antwort hängt natürlich von der Art der Störung und dessen Ursache ab, in den wenigsten Fällen ist jedoch eine medikamentöse Behandlung notwendig oder sinnvoll. Viele Medikamente erleichtern zwar ein Ein- und Durchschlafen, besitzen aber ein hohes Suchtpotenzial und beeinträchtigen darüber hinaus die Qualität des Schlafes. Sie beseitigen ausschließlich gewisse Symptome, was dazu führt, dass Patienten länger, aber nicht besser schlafen. Zusätzlich wirken viele Medikamente dämpfend auf das zentrale Nervensystem, erhöhen die Müdigkeit am Morgen und senken die Reaktionsgeschwindigkeit und Leistungsfähigkeit.

Empfehlenswert sind deshalb sanfte Mittel, um besser schlafen zu können:

  • Körperliche Erschöpfung: Bereits eine kurze sportliche Betätigung am Abend hilft, Stresshormone und Adrenalin abzubauen.
  • Warme Milch mit Honig: Milch macht müde Menschen munter – und muntere Menschen müde. Sie enthält die Aminosäure Tryptophan, die der Körper in das Schlafhormon Melatonin umwandelt. Der Fruchtzucker des Honigs beschleunigt den Prozess.
  • Pflanzenblüten: Einige Pflanzen wie zum Beispiel Lavendel enthalten ätherische Öle, die nicht nur gut riechen, sondern auch eine entspannende Wirkung zeigen.
  • Schlafrhythmus: Wer morgens immer zur selben Zeit aufsteht, gewöhnt seinen Körper an einen festen Tagesablauf. Das führt dazu, dass auch die Müdigkeit zu einem bestimmten Zeitpunkt einsetzt.
  • Natürliche Schlafmittel: Baldrian oder Passionsblume als Tee beruhigt das Nervensystem und fördern sowohl das Ein- wie das Durchschlafen.

Bei schweren Schlafproblemen entsprechend der offiziellen Definition – dreimal die Woche über mehr als einen Monat – ist eine medizinische Untersuchung ratsam. Diese schließt körperliche Ursachen aus und hilft, die wahren Gründe zu erkennen und Lösungen zu finden.

Optimiertes Bettsystem für gute Entspannung

Grundvoraussetzung für einen erholsamen und entspannenden Schlaf ist in jedem Fall, sich in seinem Bett wohlzufühlen und gleichzeitig eine anatomisch korrekte Lagerung des Körpers zu gewährleisten. Ein zu hartes oder weiches Bett verzögert nicht allein das Einschlafen, sondern führt auch zu vermehrten Bewegungen während der Ruhephase. Der Körper sucht instinktiv nach einer angenehmen Schlafposition und weist dadurch eine permanente Anspannung auf.

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Eine der ersten Maßnahmen gegen Schlafstörungen umfasst deshalb ein auf Schlafhaltung und individuelle Befindlichkeit ausgelegtes Bettsystem aus Matratze, Lattenrost, Bettdecke und Kissen. Es schafft häufig bereits eine deutliche Verbesserung, indem es dem Körper die Möglichkeit zu einer optimalen Entspannung bietet und damit Beschwerden wie Rücken- und Nackenschmerzen oder unruhigem Schlafen vorbeugt.