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Schlafzimmertemperatur und Luftfeuchte

« Das ideale Raumklima für gesunden Schlaf »

Damit sich Körper und Geist während der Nacht erholen können, benötigen sie neben einer angemessenen Schlafdauer auch ein optimales Raumklima. Denn dieses Zusammenspiel aus Schlafzimmertemperatur und Luftfeuchtigkeit beeinflusst das Wohlbefinden des Menschen ganz erheblich – so auch das Ein- und Durchschlafen sowie die allgemeine Schlafqualität. Mit einigen praktischen Tricks lässt sich die Nachtruhe optimieren. Nehmen Sie Ihren Schlaf einfach selbst in die Hand.

Der Schlaf – die störungsanfällige Erholungsoase

So entscheidend ist die Schlafzimmertemperatur: Mehr als ein Drittel unserer Lebensdauer verbringen wir im Schlaf. Während der Ruhephase durchlaufen Körper und Geist ein wahres Wiederherstellungsprogramm: Unser Gehirn ordnet die neuen Eindrücke des Tages, im und am Körper heilen Wunden, beanspruchte Muskeln regenerieren sich und Haut und Haare bilden neue Zellen. Gesunder Schlaf ist wichtig. Qualität und Dauer der Nachtruhe spielen eine wesentliche Rolle dafür, wie ausgeruht wir am nächsten Morgen erwachen. Die optimale Dauer der Nachtruhe beträgt durchschnittlich sieben bis acht Stunden. Aber was hilft noch dabei, besser zu schlafen – oder was wirkt eher kontraproduktiv? Tatsächlich üben die wortwörtlich naheliegendsten Punkte auch den größten Einfluss aus: Neben dem Lebensstil, der Beschaffenheit von Bett, Matratze und Bettwäsche ist es vor allem das uns umgebende Klima des Raumes, das darüber bestimmt, wie gut wir schlafen.

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Jeder kennt es wahrscheinlich, dass bei einer zu hohen Schlafzimmertemperatur an entspanntes Eindösen nicht zu denken ist. Die meisten sind bestimmt auch schon einmal vor Kälte zitternd aufgewacht. Weniger offensichtlich ist der Einfluss der Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer. Allerdings trägt auch die Raumfeuchtigkeit entscheidend zu einem optimalen Raumklima bei.

Eine Frau liegt schwitzend im bett und fächert sich Luft zu Schlafzimmertemperatur und Luftfeuchte
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Die ideale Schlafzimmertemperatur 

Grundsätzlich lautet für die beste Temperatur im Schlafzimmer die Devise: Besser zu kühl als zu warm. Zwar bringt jeder Mensch ein eigenes Wärme- und Kälteempfinden mit – unter anderem in Abhängigkeit vom Lebensalter. Dennoch sollte die Schlafzimmertemperatur weder zu hoch noch zu niedrig ausfallen. Als optimal gelten 16 bis 19 ° C.

Wer es wärmer mag, sollte besser durch wärmestarke Decken und eine kuschelige Bettwäsche ausgleichen, anstatt die Zimmertemperatur zu hoch zu halten. Denn damit der Körper in den nötigen Ruhemodus gelangt, muss es eher kühl sein. Demgemäß steigt die Körpertemperatur im Laufe des Tages an, um nachts wieder abzufallen. Gegen 2 Uhr erreicht sie ihren natürlichen Tiefpunkt. Zu kühl darf die Schlafzimmertemperatur allerdings auch nicht werden, denn dann reagieren die Muskeln mit einer dauerhaften Anspannung, um vor Wärmeverlust zu schützen. Das Resultat am nächsten Morgen zeigt sich in Verspannungen, Nacken- und Kopfschmerzen oder dem Zwicken im Rücken.

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Mit dem Alter steigt jedoch das Wärmebedürfnis. Um dann trotz flauschiger Bettwäsche nicht fröstelnd wach zu liegen, ist eine Schlafzimmertemperatur um die 20 ° C ideal. Das gilt übrigens auch für Babys. Viele Eltern tendieren dazu, die Kleinen zu warm einzupacken. Der Wärmestau ist im besten Fall allerdings unangenehm für das Kind und kann schlimmstenfalls ernsthafte gesundheitliche Folgen mit sich bringen. Ist dem Baby wirklich zu kalt, wird es aufwachen und sich bemerkbar machen.

Frischluft hilft neben einer passenden Schlafzimmertemperatur dabei, besser zu schlafen und die bestmögliche Regeneration zu erzielen. Wussten Sie, dass jeder Mensch pro Nacht rund 160 Liter an Sauerstoff benötigt? Ist weniger vorhanden, muss die Atmung schneller ablaufen, um das Gehirn dennoch gut zu versorgen. Schnelleres Atmen bringt allerdings mehr körperliche Aktivität mit sich und behindert damit den Ruhemodus und mindert die Schlafqualität. Das gekippte Fenster ist jedoch nicht in jeder Saison und jedem Heim eine gute Idee für ein ideales Klima im Schlafzimmer. 

Im Sommer 

Ist die Zimmertemperatur zu warm, kann die Körpertemperatur nachts nicht absinken: Wir wälzen und unruhig, schwitzend und wach auf der Matratze herum. Deshalb hilft es, nur morgens und abends zu lüften, wenn es draußen angenehm abgekühlt ist. Tagsüber am besten die Fenster sowie Rollläden geschlossen lassen, um die Hitze auszusperren und die Schlafzimmertemperatur so grundsätzlich niedrig zu halten. Wer gerne bei offenem Fenster schläft, profitiert von der Extraportion Sauerstoff. Auch die Bettwäsche nimmt Einfluss auf die gefühlte Temperatur im Schlafzimmer: Leichte Materialien wie Seersucker, Microfaser, merzerisierte Baumwolle oder Leinen funktionieren optimal. Bei einer Neigung zum starken Schwitzen, sollte die Wahl der Matratze auf ein besonders atmungsaktives Modell fallen.

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Im Winter 

Im Winter liegt die Kunst eher darin, dass die Schlafzimmertemperatur nicht zu weit absinkt. Experten raten deshalb dazu, die Heizung auf moderater Stufe durchlaufen zu lassen. Das spare langfristig sogar Heizkosten, im Vergleich mit dem Energieaufwand, der anfällt, um ein völlig ausgekühltes Schlafzimmer wieder aufzuwärmen. Doch die laufende Heizung sorgt natürlich auch für eher geringe Luftfeuchtigkeit. Deswegen sollte mitunter trotz kalter Außentemperaturen besser auf Heizen verzichtet werden. In sehr kühlen Räumen ohne Heizung sollte das Fenster jedoch dann geschlossen bleiben. Die kühle Raumluft kann ohnehin weniger Feuchtigkeit aufnehmen. Kommt dann noch mehr Kälte von außen hinzu, kann sich Kondenswasser an den kalten Wänden bilden und Schimmel begünstigen.

Die optimale Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer

Wer gut schlafen und sich am nächsten Morgen gesund und fit fühlen will, sollte neben der Temperatur auch an die Luftfeuchte denken. Es empfiehlt sich, die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer abends bei rund 40 Prozent einpegeln. Denn als ideal gilt eine Luftfeuchte von etwa 50 bis 60 Prozent. Durch die Atmung der Schlafenden steigt der Wert über Nacht aber ohnehin beachtlich an. Jeder Mensch gibt über Schweiß und Atemluft nachts bis zu einem Liter Flüssigkeit an die Raumluft ab. Wenn mehrere Personen – oder zusätzliche Tiere – ein Schlafzimmer teilen, ist der Effekt natürlich noch beachtlicher.

 

Ein kleiner Junge, ein kleines Mädchen und ein Hund liegen in einem Bett Schlafzimmertemperatur und Luftfeuchte
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Zu niedrig sollte die Luftfeuchtigkeit im Schlafbereich aber dauerhaft auch nicht ausfallen. Dadurch trocknen die Atemwege aus, unangenehmer Hustenreiz und eine erhöhte Anfälligkeit für Viren und Bakterien sind die Folge. Eine zu hohe Luftfeuchte im Schlafzimmer bietet jedoch ein beliebtes Milieu für Milben und Schimmelpilze. Daher lohnt es, den Idealwert zu finden. Wie gelingt das? Mit einem kostengünstigen Hygrometer zur Bestimmung des Wertes sowie den folgenden simplen Verhaltensweisen.

Luftfeuchtigkeit regulieren – einfache Tricks

Morgens und abends mindestens zehn Minuten bei komplett geöffnetem Fenster Querlüften.
– Matratze nach dem Aufstehen gut trocknen lassen – dafür Kissen entfernen, Bettdecke weit zurückschlagen und lüften.
– Tagsüber regelmäßig stoßlüften.
– Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit kann ein Schälchen mit Salz als Hausmittel helfen. Denn das Salz bindet die Feuchtigkeit. Wichtig: Regelmäßig austauschen.
– Bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit zählt ein Schälchen voll Wasser als Klassiker. Da sich im Wasser schnell Keime bilden, gilt es jedoch, die Flüssigkeit jeden Tag zu erneuern und das Gefäß gründlich zu reinigen, ansonsten entsteht ein gegenteiliger Effekt.
Schlafzimmermöbel aus Holz helfen durch ihr Naturmaterial ebenfalls dabei, das Raumklima zu regulieren.