Frau wacht morgens glücklich auf - Immunsystem durch gesunden Schlaf stärken
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So stärkt gesunder Schlaf das Immunsystem

Dass der Schlaf einen erheblichen Einfluss auf die Gesundheit ausübt, stellte bereits Hippokrates fest. In über 422 Fallberichten erwähnt das „Corpus Hippocratum“ das Schlafen und Träumen und schließt aus der praktischen Erfahrung, dass sowohl Schlafmangel wie auch -übermaß den Körper schädigt. Obwohl nicht alle der darin enthaltenden Texte dem vor 2.500 Jahren lebenden griechischen Arzt zugeschrieben werden können und die Autoren selbstverständlich noch keine Vorstellung von einem Immunsystem im modernen Sinne besaßen: Dass gesunder Schlaf die Grundlage für körperliches Wohlbefinden ist, erkannte die Medizin bereits in der Antike, ohne dabei über konkrete Kenntnisse in der Mikrobiologie oder Neurologie zu verfügen. Der Frage wie sich gesunder Schlaf auf das Immunsystem auswirkt wollen wir nun nachgehen.

Auswirkung von mangelndem Schlaf auf das Immunsystem

Das Schlafen und speziell ein über längere Abschnitte anhaltender Schlafmangel beeinflussen wesentlich die kognitiven Fähigkeiten – in jüngeren Jahren bis etwa zur Mitte des dritten Lebensjahrzehnts ebenfalls deren Entwicklung. Eine Vielzahl der im 20. Jahrhundert beobachteten Prozesse beruht primär auf der Psychologie und Physionomie – zum Beispiel, wie sich akuter Stress oder ein gutes Bett auf die körperliche und geistige Erholung ausüben. Erst seit den 80er Jahren wenden Mediziner und Wissenschaftler ihre Aufmerksamkeit ebenfalls der Wirkung auf zellulärer Ebene zu, auf der Schlaf das Immunsystem direkt stärkt oder schwächt.

Ariadne schläft - alte griechische Statue - Immunsystem durch gesunden Schlaf stärken
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Die Bildung von weißen Blutkörperchen – den Leukozyten – ebenso wie von anderen für die Regeneration des Körpers verantwortlichen Zellen und deren Aktivität nimmt in den nächtlichen Ruhephasen zu. Während dieser Phase steht die dafür erforderliche Energie zur Verfügung und der Austausch alter oder kranker Zellen behindert nicht den Stoffwechsel. Ein typischer Effekt dieses Rhythmus besteht darin, dass zum Beispiel bei akuten Krankheiten das Fieber über die Nacht stark sinkt, während es im Laufe des Tages ansteigt und in den späten Abendstunden seinen Höhepunkt erreicht. Der Schlaf ist für das Immunsystem deshalb in zweierlei Hinsicht entscheidend – er hilft sowohl bei der Bekämpfung bei Infektionen wie bei dem Aufbau einer effizienten Abwehr gegen Keime und Viren.

Fehlt aufgrund von chronischem, dauerhaftem Schlafmangel diese wichtige Etappe, schwächt der Zustand zwangsläufig das Immunsystem. Dabei ist es unerheblich, ob dieser Zustand auf krankhafte oder psychisch bedingte Schlafstörungen, auf externe Faktoren wie Überlastung durch Arbeit, permanentem Stress oder auf kontinuierliche Unterbrechungen des Tag-Nacht-Rhythmus – etwa durch Schichtarbeit oder die Betreuung von Kindern – zurückzuführen ist. Der Körper und das Immunsystem können die Situation lediglich über eine gewisse Zeit kompensieren, wobei unter anderem das Alter des Betroffenen einen maßgebenden Einfluss auf die Auswirkungen ausübt.

Junges Paar schläft tief im Bett - Einfluss von Schlaf auf das Immunsystem
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Trotz moderner Forschung: mehr Fragen als Antworten

Der Schlaf an sich steckt nach wie voller Rätsel, die selbst moderne Studien mit hoch entwickelter Technologie und Untersuchungen im Schlaflabor noch nicht entschlüsseln konnten. Dies gilt insbesondere für die Vorgänge, die sich auf der molekularen und zellulären Ebene ereignen und die – von außen betrachtet – mitunter scheinbar chaotisch ablaufen. Dabei können vergleichsweise kleine Auslöser bei Schlaflosigkeit mitunter eine überraschende Wirkung entfalten. So kommt beispielsweise eine interdisziplinäre Studie der Universitäten von Lübeck und Tübingen aus dem Jahr 2019 zu dem Ergebnis, dass bereits ein kurzfristiger Schlafmangel von drei Stunden ausreicht, um die Funktion von T-Zellen – sie suchen und zerstören Erreger – deutlich zu beeinträchtigen.

Junge Frau schläft im Schlaflabor
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Bei dem Schlaf handelt es sich um einen extrem komplexen, physiologischen Vorgang, der den gesamten Stoffwechsel involviert. Darunter zählen einerseits regenerative Mechanismen wie etwa die Erneuerung von Bindegewebe inklusive bestimmter Hautschichten und der Bandscheiben ebenso wie Reaktionen im Immunsystem sowie neurologische Vorgänge im Gehirn und den Nervenzellen. Fest steht ausschließlich, dass das Schlafen unverzichtbar ist, um die Leistungsfähigkeit sowohl des Körpers wie des Geistes zu erhalten. So sterben zum Beispiel Ratten und Mäuse binnen weniger Wochen, wenn ihnen künstlich jede Ruhemöglichkeit entzogen wird – um gesund zu bleiben, benötigen alle Säugetiere einen regelmäßigen Turnus mit ausreichenden Erholungsphasen. Fehlen diese, kollabiert das System in einer sich stetig aufbauenden Spirale.

Ein besonderes Phänomen, das ebenfalls unter dem Licht der Corona-Pandemie zunehmend in den Fokus der Aufmerksamkeit rückt, stellen dabei die Auto-immun-Erkrankungen und -Reaktionen dar. Diese beruhen auf einer übersteigerten Reaktion durch das Immunsystem, dessen Ursache noch immer in vielen Fällen noch unbekannt ist. Zu den Risiken zählen neben genetischer Disposition ebenfalls schädliche Umweltbedingungen inklusive diverser Schadstoffe, schlechter Ernährung und anhaltender Schlaflosigkeit. Trotz zahlreicher Fortschritte in diesem Fachbereich fehlen hier in vielen Fällen das notwendige Grundlagenwissen ebenso wie wirksame und effiziente Therapien, die einen Patienten dauerhaft heilen können und ihn vollständig wieder gesund werden lassen.

Mann mit Mund-Nase-Schutz liegt im Bett und liest
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Auswirkung von fehlendem Schlaf auf das Immunsystem: sekundäre Faktoren

Ein Problem bei allen Schlafstörungen besteht darin, dass sie einen gesamtheitlichen Ansatz erfordern und Ursache und Wirkung selbst bei einer intensiven, gewissenhaften Analyse nicht immer exakt voneinander zu trennen sind. So führt Schlafmangel – selbst, wenn er sich lediglich aus einer schlechten Bettausstattung ergibt – nach neueren Erkenntnissen zu einer Störung im Gleichgewicht von körpereigenen Botenstoffen, die unter anderem ein akutes Hungergefühl auslösen. Aus diesem Grund nehmen Menschen, die regelmäßig unter Schlaflosigkeit oder -mangel leiden, im Durchschnitt mehr Kalorien zu sich. Sie entwickeln dadurch leichter ein Übergewicht, das sich seinerseits ebenfalls auf das Immunsystem auswirkt.

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Ein gesunder Schlaf stellt eine Basis und ein Fundament dar, ist jedoch wie dieses ebenfalls von seiner Umgebung abhängig. Er kann eine extreme Überlastung auf einer darüber liegenden Ebene nicht dauerhaft tragen und ausgleichen und bedarf seinerseits einer stabilen Grundlage – zu dieser zählt beispielsweise, sich gesund zu ernähren, ein gutes Bett für eine anatomisch korrekte Schlafposition zu verwenden und ausreichende wie abwechslungsreiche Bewegung im Laufe des Tages.

Entscheidend für die Folge von fehlendem Schlaf für das Immunsystem sind selbstverständlich auch Begleiterscheinungen – ob sie aus einer genetischen Prädisposition oder einer erhöhten Belastung mit Krankheitskeimen bestehen. Ein Experiment von Wissenschaftlern aus San Francisco wies diesen Zusammenhang eindeutig nach: Sie setzten 164 Freiwillige einem ungefährlichen Schnupfenvirus aus und maßen mit einem Armband die Dauer ihres Nachtschlafes, um anschließend das Infektionsrisiko mit diesem in ein Verhältnis zu bringen. Schliefen die Probanden in der vorhergehenden Woche weniger als fünf Stunden, erkrankte mehr als die Hälfte unter ihnen. Bei mehr als sieben Stunden sank diese Rate hingegen auf unter 20 Prozent.

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Das Bettsystem übernimmt die zentrale Aufgabe, sowohl die Psyche wie die Skelettmuskulatur und das Immunsystem optimal für den Alltag vorzubereiten. Die ideale Bettausstattung mit Lattenrost, Matratze und Bettbezüge hat sich in dem vergangenen Jahrhundert mit gutem Grund als moderner Standard dafür entwickelt und trägt dazu bei, ein optimales Schlafambiente für das 21. Jahrhundert zu bieten.

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