Startseite | Gesunder Schlaf | Ständig müde
© Photographee.eu - stock.adobe.com

Ständig müde

« Was tun gegen anhaltende Müdigkeit? »

Brennende Augen, Antriebslosigkeit und Kopfschmerzen: Wer häufiger nach einer kurzen Nacht unter den Anzeichen chronischer Müdigkeit leidet, sollte dringend etwas dagegen tun. Ständig müde zu sein, ist kein Normalzustand, sondern deutet häufig auf eine schlechte Schlafqualität hin. Der Körper kann sich dann nicht voll regenerieren – es drohen langfristige gesundheitliche Schäden, ganz zu schweigen von der reduzierten Leistungsfähigkeit und Lebensfreude im Alltag. Also Augen auf in Sachen Schlafgewohnheiten!

Was sind die Ursachen, wenn man ständig müde ist?

Wir verbringen durchschnittlich ein Drittel unserer Lebenszeit im Schlaf. Wer jetzt an verschwendete Möglichkeiten denkt, unterschätzt die komplexen Prozesse der Regenerierung, die der Körper in dieser Phase vollbringt. Dafür sind jedem Menschen unter gewöhnlichen Bedingungen etwa 7 bis 9 Stunden Nachtruhe nötig. Je besser wir schlafen, desto weniger Gedanken machen wir uns darüber.

Erst bei einem Mangel wird deutlich, dass eine ausreichende nächtliche Erholung mindestens so ein Grundbedürfnis des Lebens ist wie Essen und Trinken.

Einer der Hauptgründe, sich nach dem Aufstehen noch immer müde zu fühlen, ist schlichtweg zu wenig Schlaf. Wenn die Party einmal etwas länger gedauert hat oder ein früher Termin es nötig macht, den Wecker um einige Stunden vorzustellen, gerät der Organismus aus seinem gewohnten Rhythmus und muss mit weniger als den nötigen Schlafstunden auskommen. Wer danach am Folgeabend etwas früher die Nachtruhe einleitet, kann das Defizit ausgleichen und ist am nächsten Morgen wieder fit. Ist man jedoch ständig müde und die Müdigkeit tritt an mehreren Tagen der Woche auf, obwohl Sie grundsätzlich genügend Zeit im Bett verbringen und es kommen dann noch körperliche Symptome wie vermehrte Konzentrationsschwäche, Glieder- und Muskelschmerzen oder Kopfweh hinzu, bedürfen die Schlafgewohnheiten einer genaueren Überprüfung.

Schlafmangel führt zu verminderter Leistungsfähigkeit
© fizkes – stock.adobe.com

Tatsächlich beeinflussen verschiedenste Umstände des täglichen Lebens, wie erholsam die Nacht verläuft. Dazu zählen unter anderem:

  • körperliche Aktivität
  • Ernährungsgewohnheiten
  • tägliche Routine
  • Bedingungen im Schlafzimmer
  • ungeeignetes Bett und Bettzubehör

Weniger müde mit dem richtigen Bett

Das Bett ist kein beliebiger, austauschbarer Ort für die Nachtruhe. Vielmehr sollte es dem Körper genau die Bedingungen bieten, die er zur perfekten Entspannung benötigt. Fühlen Sie sich also scheinbar grundlos ständig müde, könnte das falsche Bett der Übeltäter sein: Ist die Schlafstätte möglicherweise schon recht betagt oder wahllos zusammengewürfelt?

Bubema Duo Bett mit Bettkasten 90x200cm Buche massiv, Farbe natur geölt, inkl. Rollrost

Die passende Matratze

Die Matratze stellt wortwörtlich die Grundlage für die Schlafqualität dar. Sie darf weder zu weich noch zu hart sein, muss eine ausreichende Größe aufweisen und den Körper an den aufliegenden Druckpunkten optimal unterstützen. Gelingt ihr das nicht, können Fehlhaltungen den Schlafrhythmus unterbrechen: Als Resultat sind Sie ständig müde trotz vermeintlich ausreichender Nachtruhe. Außerdem verursacht eine ungeeignete Matratze über kurz oder lang Rückenschmerzen. Ist die Schlafunterlage als Ursache enttarnt, gilt es diese schleunigst zu ersetzen. Tipps für eine passende Matratze:

  • Achten Sie auf hochwertige geprüfte Qualität.
  • Das Raumgewicht gibt Aufschluss über die Haltbarkeit, Güte und Langlebigkeit.
  • Der Härtegrad muss mit den individuellen Präferenzen sowie dem eigenen Körpergewicht harmonieren.
  • Wer groß ist, sollte auf ausreichend lange Modelle Wert legen.
  • Sogenannte Topper können dabei helfen, die Liegeeigenschaften weiter zu verbessern

OrthoMatra 3XL 7-Zonen-Matratze mit Kaltschaum oder Federkern, bis 200 kg, waschbar, Made in Germany

Lattenrost gezielt wählen

Wer sich in diesem Zusammenhang direkt für ein neues Bett entscheidet, kann auch mit der Wahl des Lattenrostes einiges dafür tun, die Schlafqualität zu verbessern. Es gibt verschiedene Ausführungen, von starren Modellen über den Rollrost bis hin zu verstellbaren Varianten und Federholzrahmen. Informieren Sie sich gründlich, welche Option am besten zu Ihren Anforderungen passt. Denn der Rost unterstützt die Matratze in ihrer Funktionalität und dient überdies zu ihrer Belüftung.

MaDeRa Medifix Elektro, Lattenrost mit elektrischer Kopf- und Fußteilverstellung, 7 Zonen

Adäquate Bettausstattung

Falls Sie zu Allergien neigen, wissen Sie bereits, wie wichtig auch die Bettausstattung ist, um besser schlafen zu können. Das Kissen hat die Aufgabe, den Nacken sicher zu unterstützen. Ist es hingegen zu hoch oder zu weich, kann darin eine typische Ursache für intensive Kopfschmerzen und Nackenverspannungen tagsüber liegen. Bettwäsche, Laken und Topper in hautsympathischen und antibakteriellen Materialien sorgen für ein angenehmes Schlafklima. Hinzu kommt die richtige Temperierung: Wer nachts unter Hitze leidet, schläft schlechter und auch durch Frieren wird der Schlaf gestört. Das führt dazu, dass man immer wieder müde ist. Wählen Sie Ihre Bettdecke also passend zu Ihrem körperlichen Wärmehaushalt und auch zu den Raumbedingungen.

Viscotopper Soja Dream von Betten-ABC auf natürlicher Sojaölbasis, herrlich weich entlastend     Betten-ABC

Das Schlafzimmer optimieren

Mindestens ebenso wichtig wie die Beschaffenheit des Bettes ist dessen Umgebung: Das Schlafzimmer nimmt in vielfältiger Weise Einfluss auf einen gesunden Schlaf. Um endlich weniger müde zu sein, ist es in erster Linie wichtig, sich hier einen Rückzugsort zu schaffen, der Ruhe und Geborgenheit signalisiert. Trennen Sie die Relax-Zone wenn möglich strikt vom Arbeitsbereich und sorgen Sie mit Dekoration, Farben und Bildern für eine sanfte beruhigende Atmosphäre. Darüber hinaus gibt es drei Punkte, die in vielen Schlafzimmern verbesserungswürdig sind:

Gutes Raumklima

Der menschliche Körper schläft wissenschaftlich erwiesenermaßen am liebsten bei eher kühlen Temperaturen von etwa 16 bis 19 Grad Celsius. Ebenso entscheidend wie die Raumtemperatur ist eine ausreichende Belüftung: Lüften Sie mindestens 15 Minuten vor dem Zubettgehen ordentlich durch. Wenn möglich, schlafen Sie bei geöffnetem Fenster, sodass ausreichend Sauerstoff zirkulieren kann. Beruhigende Duftkissen mit Lavendel oder Zirbenholz können dabei helfen, schneller zur Ruhe zu kommen. Künstliche Aromen wie Duftkerzen oder Parfums sind jedoch nicht ratsam, da die Inhaltsstoffe das Raumklima eher negativ beeinflussen.

Frische Luft ist wichtig für einen gesunden Schlaf
© victor zastol’skiy – stock.addobe.com

Mehr Dunkelheit

Nur bei ausreichend Dunkelheit schüttet der Körper das wichtige Schlafhormon Melatonin aus. Wer die Angewohnheit verfolgt, nachts das Licht anzulassen, sollte sich also dringend umgewöhnen. Verdunkeln Sie die Fenster mit Rollos oder Vorhängen und schalten Sie sonstige Quellen von Helligkeit wie etwa Standby-Leuchten von elektrischen Geräten aus.

Elektronik reduzieren

Je weniger Technik sich im Schlafzimmer befindet, desto besser: Zum einen wird dadurch die entspannte Atmosphäre erhöht. Aber auch das Raumklima profitiert davon, wenn Sie elektrische Felder reduzieren. Insbesondere Router und natürlich das Smartphone haben in Bettnähe nichts zu suchen. Wenn Sie zu Ein- und Durchschlafproblemen neigen, ist es insgesamt empfehlenswert, auf den Einsatz technischer Geräte etwa eine Stunde vor dem Schlafengehen zu verzichten. Zusätzlich hilft der Nachtmodus, Bildschirme von PC, Tablet oder Handy mit weniger blauem Licht auszustatten. Denn auch dieses drosselt unter anderem die Ausschüttung des Schlafhormons und regt die Aktivität an.

Schlafgewohnheiten – einfach besser schlafen

Neben der richtigen Schlafumgebung helfen verschiedenste Tricks, die Schlafqualität zu verbessern, um zu verhindern, dass Sie ständig müde sind.

  1. Koffein nach 16 Uhr meiden.
  2. Besser schlafen Sie ausschließlich nachts und reduzieren Nickerchen tagsüber auf einen kurzen Power-Nap.
  3. Immer zur gleichen Zeit aufstehen und ins Bett gehen. Diese Regelmäßigkeit unterstützt den circadianen Rhythmus, der maßgeblich über die Effizienz des Schlafes entscheidet. Abweichungen von maximal 30 Minuten sind kein Problem.
  4. Drei Stunden vor dem Schlafen nichts mehr essen. Ist der Magen voll, beschäftigt sich der Organismus mit der Verdauung anstelle umfassender Regeneration.
  5. Bewegen Sie sich tagsüber genug. Zu wenig körperliche Auslastung kann ebenfalls zu Schlafproblemen führen. Legen Sie Sport aber eher auf die erste Tageshälfte oder den Nachmittag.

Massivholzbett Bormio, Hasena Oak Line Wild, Wildeiche natur, gebürstet, Füße Iron 20 cm

Ständig müde? Muss nicht sein!

Sie werden erstaunt sein, wie stark die Einflüsse von Schlafstätte und Gewohnheiten die Qualität der Nachtruhe und damit auch die Qualität der darauffolgenden Tage beeinflussen können. Sind Sie trotz verschiedener Anpassungen müde oder schlafen schlecht, könnte jedoch auch eine körperliche Ursache dahinterstecken. Manch versteckte Beeinträchtigungen machen ständig müde und erschöpft. Sprechen Sie einfach mit Ihrem Arzt darüber. In den meisten Fällen lässt sich die Müdigkeit allerdings durch eine bessere Schlafqualität vertreiben.