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Die Steppbettdecke und ihre Eigenschaften

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Ohne eine Decke ist ein Bett unvollständig – doch wie bei Schlafsystemen und Matratzen herrscht hier eine fast unüberschaubare Auswahl, die es vielen Menschen schwer macht, eine Entscheidung zu treffen. Ob bei der Füllung, dem Material oder der Verarbeitung stehen in jedem Bereich zahlreiche Alternativen mit unterschiedlichen Eigenschaften und besonderen Vor- und Nachteilen zur Verfügung. Die Steppbettdecke ist darunter mit Sicherheit eine, die jeder bei einem Kauf näher ins Auge fassen sollte. Sie besitzt hervorragende Qualitäten und passt sich entsprechend ihrer Verarbeitung und den verwendeten Rohstoffen perfekt verschiedenen individuellen Bedürfnissen an.

Steppbettdecke: atmungsaktive Bettdecke mit einem Kammersystem

In vielen Fällen besitzt eine Decke eine durchgängig ebene Oberfläche und besteht entweder aus einem dichten, isolierenden Material oder aus einem fest vernähten Überzug mit einer wärmenden Füllung wie Synthetik-, Tier- oder Pflanzenfasern, Daunen oder Watte aus Baum- oder Schafwolle. Beide Varianten weisen spezifische Nachteile auf: Ein einheitliches Material unterliegt beispielsweise in seiner Wärmeisolation durch seine Eigenschaften und eine maximale Dicke einer festen Grenze.

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Darüber hinaus schränkt eine hohe Dichte die Atmungsaktivität ein, eine geringe bietet hingegen nur einen unzureichenden Schutz gegen Auskühlung. Eine Decke mit einer Füllung neigt hingegen dazu, dass sich die luftigen Fasern mit zunehmenden Alter oder bei mehrfachem falschen Waschen verfilzen oder ineinander verhaken und feste Zusammenschlüsse bilden, statt sich luftig über den gesamten Innenraum zu verteilen.

Die wichtigsten Vorteile im Überblick

Eine Steppbettdecke vermeidet alle diese Nachteile und erlaubt durch seine besondere Struktur eine fast uneingeschränkte Kombination von Eigenschaften, die sich nicht auf andere Weise erreichen oder miteinander verbinden lassen. Ihr markantes Merkmal ist die namensgebende Steppung – das bedeutet, es handelt sich um eine mehrlagige Decke, deren Ober- und Unterseite nicht nur an den Rändern, sondern auch in der Fläche in gleichmäßigen Einheiten miteinander vernäht sind. In der Regel weist die Decke eine Füllung auf, die jedoch durch das verwendete Kammerprinzip gleichmäßig verteilt und in mehreren einzelnen, getrennten Abteilungen eingeschlossen ist. Dadurch ist ein großflächiges Verrutschen ebenso wie eine größere Klumpenbildung ausgeschlossen, während die Auswahl und Menge des Füllmaterials – und damit auch die thermische Isolation – kaum Beschränkungen unterliegt.

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Aus der Struktur ergibt sich auch ein weiterer Vorteil: Die Nahtstellen bewirken eine hohe Atmungsaktivität durch die Decke hindurch und die Verteilung in mehreren kleinen Bereiche verbessert die Durchlüftung und die Trocknung des Füllmaterials. Gleichzeitig verhindert ihre voluminöse Ausdehnung das Entstehen von sogenannten Wärmebrücken, die zu einem spürbaren Auskühlen der Nahtstellen führen. Eine Steppbettdecke kann zudem zwei unterschiedliche Oberflächen aus unterschiedlichen Materialien aufweisen und dadurch eine kuschelig-warme Winterseite und eine glatt-kühle Sommerseite besitzen, die selbst durch einen Bezug noch ihre individuellen Merkmale ausspielt.

Vom Luxusaccessoire zum Klassiker: Die Geschichte einer besonderen Decke

Historisch betrachtet besitzt die Steppbettdecke eine lange Geschichte und gehört für viele Menschen zu einem der klassischen Accessoires für das Bett. Ironischerweise ist es vielleicht gerade die große Bekanntschaft, die dazu geführt hat, dass nur wenige Menschen dieser Decke und die verdiente Aufmerksamkeit schenken.

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Lange Zeit galt die Steppdecke als Zeichen eines gehobenen Lebensstils – die relativ aufwendige Verarbeitung, ihre hochwertigen Materialien machten sie zu einer teuren Anschaffung und einem echten Luxusprodukt, dessen naturgemäß hohen Schlafkomfort sich nur privilegierte Schichten leisten konnten. Das änderte auch nicht die Tatsache, dass die Standardmaße für eine Bettdecke in den vergangenen 100 sehr viel kleiner waren als heute – sie vergrößerten sich diesem Zeitraum mehrfach, um der steigenden Durchschnittsgröße der Bevölkerung zu entsprechen. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gelang es der Steppbettdecke, sich von seiner Exklusivität zu lösen – die Fortschritte in der Industrialisierung und die hohe Verfügbarkeit von Rohstoffen schufen eine Massenproduktion, die erstmals allen Schichten der Bevölkerung das Schlafen in einem Steppbett erlaubte.

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Das Aufkommen neuer und als fortschrittlich angepriesener Materialien – allen voran synthetischer Textilien – beendete leider diese kurze, erfolgreiche Epoche und innerhalb weniger Jahrzehnte wandelte sich das Ansehen der Decke von hoher Wertschätzung zu der leicht spöttischen Verachtung für ein zwar nützliches, aber eigentlich veraltetes Accessoire. Erst seit der Jahrtausendwende besinnen sich Hersteller und Nutzer wieder auf die zahlreichen Vorteile der Steppdecke, die seitdem ein langsames, aber stetiges und nachhaltiges Revival im Bett erlebt.

Füllung und Überzug: Die Materialien einer hochwertigen Steppbettdecke

Schon wegen der begrenzten Auswahl der Rohstoffe bestand die Steppdecke die überwiegende Zeit nur aus wenigen und weitverbreiteten Materialien: Leinen oder fein gewebte Wolle für die Außenseiten und Daunen oder Tierhaar als Füllmaterial. Heute steht hingegen eine Vielzahl von Alternativen zur Verfügung, die eine sehr vielseitige Kombination mit unterschiedlichsten Eigenschaften ermöglichen. Als Hülle setzen die Hersteller mittlerweile fast ausschließlich auf Kunstfaser, Baumwolle oder ein Gemisch aus beidem – wichtiger ist in vielen Fällen die Verarbeitung und das Webmuster, das einen entscheidenden Einfluss auf die optische und körperliche Wahrnehmung besitzt. Dieser lange vernachlässigte Aspekt ermöglicht unter anderem die Herstellung einer Steppbettdecke mit Wendefunktion, die für das ganze Jahr geeignet ist.

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Ein noch höheres Augenmerk liegt allerdings in der Füllung, von der wesentlich abhängt, für welchen Typ von Personen und welche Temperaturen eine Bettdecke geeignet ist. Einige Materialien eignen sich in diesem Zusammenhang nahezu universell – zu diesen zählen zum Beispiel Daunen, die eine gute Durchlüftung erlauben und gleichzeitig das Klima regulieren. Ähnliches gilt für weiches Tierhaar wie Kamelflaum, Wildseide, Merinowolle oder das aus Cellulose hergestellte Lyocell, die alle einen hohen Feuchtigkeitstransport und gute Wärmeeigenschaften aufweisen. Die Verwendung von Mikrofaser ermöglicht sehr leichte und Steppdecken mit guter Isolierung bei Wärme oder Kälte, nehmen aber nur schlecht Feuchtigkeit auf. Sehr wärmend zeigt sich hochwertige Wolle wie Cashmere, eher kühl hingegen die häufig eingesetzte Baumwolle.

Unterschiedliche Steppung und ihre besonderen Merkmale

Das entscheidende Merkmal einer Steppbettdecke ist natürlich ihre Steppung – es kommen mehrere Verfahren zum Einsatz, die jeweils eine charakteristische Optik und eigene Eigenschaften aufweisen. Zunächst einmal unterscheiden sich Füllungen in ungebundenes Material oder Vliesmatten, die aus langen verflochtenen Fasern bestehen. Beide nutzen eine Karo- oder Rautensteppung mit parallel oder schräg zum Rand geführten Linien, wobei das Vlies eher lose Nähte anstatt abgeschlossene Kammern fixiert. Bei der abgesteppten Randrolle handelt es sich um eine klassische Winterdecke, die einen nicht unterteilten Außenbereich abtrennt, der im Bett eine dichte und warme Umrandung um den Körper bildet. Diese ergänzt häufig eine innere Karo- oder Rautensteppung.

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Ebenfalls für die kalte Jahreszeit eignet sich die Kassetten- oder Stegsteppung, die das Steppbett in mehrere Kammern – häufig 3×4 oder 4×6 Bereiche – unterteilt, eine relativ hohe Füllung aufweist und über eingenähte Stege das Entstehen von Kältebrücken verhindert. Das Gegenstück zu dieser Steppbettdecke stellt die Einziehdecke dar, bei der beide Seiten direkt miteinander verbunden sind und nur eine dünne Füllung zum Einsatz kommt – sie bietet eine gute Luftdurchlässigkeit und eignet sich für milde Temperaturen. Die Kreissteppung wiederum ist ein typisches Kennzeichen für ein Innenfutter aus Kamelhaar und zeigt sich durch ihre runde Unterteilung sehr anschmiegsam – dadurch entsteht ein bequemes und sehr körpernahes Steppbett, das das ganze Jahr über verwendet werden kann.