Mann kann nicht schlafen - Unruhiger Schlaf
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Unruhiger Schlaf

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Schlafstörungen gehören heute für viel Menschen zum Alltag, sie stellen mittlerweile den dritthäufigsten Grund für einen Arztbesuch dar – mit seit Jahren steigender Tendenz. Mediziner und Krankenkassen schätzen übereinstimmend, dass heute etwa zehn Prozent der Bevölkerung unter chronischer Schlaflosigkeit leidet. Doch selbst wenn keine regelmäßigen Probleme beim Einschlafen auftreten, bedeutet dies nicht unbedingt eine erholsame Nachtruhe im Bett – unruhiger Schlaf beeinträchtigt die nächtliche Erholung in einem ähnlichen Ausmaß wie absolute Schlaflosigkeit. Häufig treten zudem beide Symptome in Kombination auf, weil die Betroffenen derart unruhig schlafen, dass sie mehrfach erwachen und anschließend für einen längeren Zeitraum nicht wieder zur Ruhe kommen.

Schwierige Diagnose bei dauerhafter Schlaflosigkeit

Physisch ist der Körper eigentlich darauf ausgelegt, nachts mehrere Stunden zu schlafen und dabei mehrfach verschiedene Etappen wie den Tiefschlaf und die für Träume wichtige REM-Phase zu durchlaufen. Allerdings handelt es sich um ein fragiles System, was viele Experten nicht zuletzt auf den veränderten Lebensstil in der modernen Welt zurückführen, der sich innerhalb von weniger als zwei Jahrhunderten radikal gewandelt hat. Nur die wenigsten Menschen in Europa leben heute noch unter Bedingungen, die jenen einer „natürlichen“ Umgebung entsprechen und die unsere Evolution geprägt haben. Intensive und tägliche körperliche Aktivität, ein regelmäßiger Rhythmus von Dunkelheit und Licht sowie eine Vielzahl an neuen Eindrücken, Aufgaben und Wahrnehmungen in rascher Folge wirken sich stark auf die Psyche und den Körper aus.

Junge Frau liegt im Bett, kann nicht schlafen - Unruhiger Schlaf
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Diese ohnehin ungünstigen Voraussetzungen für einen erholsamen Schlaf erschwert zusätzlich die Tatsache, dass unruhiger Schlaf eine Begleiterscheinung zahlreicher physischer Krankheiten ist. So führen zum Beispiel Störungen im Stoffwechsel leicht zu einer ungenügenden oder fehlenden Produktion von Hormonen und anderen Botenstoffen, die die innere Uhr des Körpers – den sogenannten circadianen Rhythmus – beeinträchtigen. Dies stört die Balance zwischen Aktivität und Ruhebedürfnis und führt zu einem ähnlichen Effekt, wie er bei der Einnahme von aufputschenden Substanzen, Drogen oder starken Psychopharmaka auftritt.

Physische Gründe stehen im Fokus

Aktuelle Studien kommen jedoch zu dem Ergebnis, dass sich etwa ein Drittel aller Schlafstörungen auf körperliche Ursachen wie akute oder chronische Krankheiten zurückführen lässt. Zwei Drittel weisen hingegen psychische oder externe Auslöser auf. Die Ursprünge sind zahlreich, darunter zum Beispiel kontinuierlich starker Stress, posttraumatische Belastungsstörungen, anhaltender Missbrauch von Medikamenten oder Drogen, eine ungünstige Lebensweise, Schichtarbeit oder persönliche Probleme. Nicht zuletzt kann unruhiger Schlaf ebenfalls aus ungünstigen Umweltbedingungen resultieren – eine zu warme oder kühle Bettwäsche oder eine unbequeme Matratze im Bett genügen, selbst wenn die negativen Faktoren lediglich unbewusst wahrgenommen werden.

Mann sitzt frierend mit Decke im Bett
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Die Vielzahl der unterschiedlichen Möglichkeiten erschweren eine zuverlässige Diagnose, zumal einige chronische Krankheiten mit Schlafstörungen beginnen, bevor sich weitere Symptome zeigen. Sie erfordert deshalb eine ausgiebige Anamnese – eine intensive Betrachtung der Vorgeschichte und des Verlaufs. Generell empfehlen Krankenkassen, bei einer längerfristigen Schlaflosigkeit einen Arzt zu konsultieren, die länger als drei Wochen anhält und durchschnittlich öfter als alle drei Tage auftritt.

Junge Frau kann nicht schlafen, sie hat ein Kissen über den Kopf gelegt - Unruhiger Schlaf
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Unruhig im Schlaf – ein Teufelskreislauf

Eine weitere Schwierigkeit bei länger anhaltenden Schlafproblemen besteht darin, dass sie selbst einen erheblichen Risikofaktor für die Gesundheit darstellen. Hohe Belastung durch Stress – sei er psychischer oder physischer Natur – führt dazu, dass Menschen die Nacht unruhig verbringen und sich nicht ausreichend erholen. Dies führt seinerseits sowohl zu körperlichem wie seelischem Stress, der wiederum die Probleme verstärkt. Der erste Ansatz gilt deshalb, diesen Kreislauf aus schädlichem Stress und eigener Verstärkung zu durchbrechen und damit zumindest die aktuelle Lage zu stabilisieren.

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Für eine verbesserte Entspannung reichen in vielen Fällen bereits einfache Änderungen in der täglichen Routine und dem Verhalten aus. Körperliche Bewegung am Tag und ein festgelegter Tagesrhythmus schaffen eine günstige Kombination aus Erschöpfung und Kontinuität. Die letzten zwei Stunden sollten mit einer ruhigen, entspannenden Tätigkeit und ohne elektronische Medien verbracht werden, damit weder Aufregung noch helles Licht dazu führen, den Körper zu aktivieren. Hilfreich zeigen sich zudem Rituale vor dem Schlafengehen – sei es eine Tasse Tee, eine entspannende Musik, eine ruhige Tätigkeit oder ein wenig Lesen im Bett. Sie bewirken, dass die Psyche dem Körper ein eindeutiges Signal sendet, dass ab diesem Zeitpunkt eine neue Ruhezeit beginnt, und tragen dazu bei, die innere Uhr unbewusst auf einen festen Zeitpunkt zu „stellen“.

Junge Frau trinkt Tee im Bett
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Oft unterschätzt: ein individuelles Bettsystem

Die Basis zur Vermeidung von unruhigem Schlaf und damit für eine erholsame Nachtruhe besteht in erster Linie darin, dass sich der Körper angemessen entspannen kann. Auch unter der Schranke der bewussten Wahrnehmung führen selbst nicht spürbare, negativ einwirkende Faktoren rasch zu einer Beeinträchtigung, die sich auf einer tieferliegenden Ebene abspielt. Eine unbequeme Matratze verhindert ebenso wie ein schlechter Lattenrost, dass sich der Körper in einer dauerhaft ergonomisch günstigen Position befindet und verhindert dadurch eine nachhaltige Regeneration. Diese stellt jedoch eine unverzichtbare Voraussetzung dar, damit sich unterschiedliche Zellen der Skelettmuskulatur wie beispielsweise Knorpel, Muskeln und Bindegewebe erneuern können. Eine weitere Funktion dieser Phase liegt in dem Austausch von Flüssigkeiten, die zum Beispiel Gelenke und die Wirbelsäule umgeben und sich während der Nacht lediglich ersetzen lassen, falls sie nicht unter einer dauerhaften Pression von außen daran gehindert werden.

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Damit eine Person während der Nachtruhe nicht unruhig wird, benötigt es deshalb zunächst einiger grundsätzlichen Voraussetzungen. Die Lagerung sollte keine Druckstellen verursachen und bei Bewegungen eine hohe Punktelastizität aufweisen – der Effekt lässt sich am besten durch eine Kombination zwischen einem elastischen Lattenrost und einer geeigneten Matratze erreichen. Diese Verbindung vermeidet, dass ein unruhiger Schlaf aufgrund der äußeren Bedingungen eintritt – unabhängig, ob es sich um das Bettklima oder die physischen Voraussetzungen für eine anatomisch korrekte Lagerung handelt. Die Matratze sollte dabei ebenso wie der Lattenrost im Härtegrad und der Struktur den individuellen Anforderungen für optimalen Schlafkomfort entsprechen. Speziell die Merkmale der Oberfläche und deren Material wie zum Beispiel Visco-, Gel– oder Latex– und Kaltschaum im Bett entwickeln dabei eine besondere Bedeutung.

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Akut unruhig schlafen oder chronische Schlaflosigkeit?

Es ist durchaus nicht ungewöhnlich, wenn Menschen aufgrund akuter Ereignisse oder einer dauerhaften Belastung die Nacht in unabhängigen Abständen unruhig verbringen oder Albträume en entwickeln. Sofern diese lediglich gelegentlich – wenn auch spontan und nicht dauerhaft – auftreten, besteht in der Regel kein konkreter Grund zu einer Sorge. Während der Schlafphasen verarbeiten wir unterschiedlichste Erfahrungen, wobei ebenfalls unterbewusste Erinnerungen in diese Träume einfließen. Einfache Erklärungen für diese Verhalten greifen in der Regel zu kurz – die Verbindung zwischen den Milliarden in einem Hirn existierenden Synapsen lassen bis heute keine wissenschaftlich objektive Analyse zu. Ein unruhiger Schlaf kann deshalb speziell in diesem Bereich aus verschiedenen Ursachen resultieren, denen psychische Gründe oder Ursachen am Körper zugrunde liegen.