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Was ein gutes Schlafsystem ausmacht

« Das solltest du bei der Auswahl beachten »

Auf der Suche nach der optimal erholsamen Nachtruhe taucht früher oder später das Schlafsystem auf. Doch was genau verbirgt sich eigentlich hinter diesem Begriff? Wird nun auch gesunder Schlaf zur ausgeklügelten Kopfsache? Tatsächlich ist die Antwort so simpel wie aufschlussreich. Hier erfährst du, aus welchen Komponenten sich das perfekte Bett zusammensetzt und nach welchen Kriterien du dein individuelles Schlafsystem zusammenfügst.

Einfach entspannen mit System

Um alle Zweifel vorwegzunehmen: Nein, gesunder Schlaf hängt nicht von systematischen Überlegungen ab. Vielmehr geht es genau darum, so gut wie möglich loslassen zu können. Den Körper sowie den Geist in höchstem Maße von aller Anspannung zu befreien, da setzt das Konzept Schlafsystem an. Schließlich steht sowohl der physische wie auch psychische Stress einem leichten und natürlichen Ein- und Durchschlafen grundsätzlich im Wege. Vom Schlafsystem ist immer dann die Rede, wenn Matratze und Lattenrost exakt aufeinander abgestimmt sind. Sie arbeiten im Teamwork, das ist das System dahinter. Manchmal kommt der Begriff im umgangssprachlichen Gebrauch aber auch zum Einsatz, wenn allgemein vom gut durchdachten Bett die Rede ist. Hier soll allerdings die erste und eigentliche Bedeutung im Fokus stehen.

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Das optimale Zusammenspiel

Vielleicht ist Ihnen beim Matratzenkauf schon einmal folgender Ratschlag begegnet: Eine neue gute Matratze allein macht noch nicht das perfekte Bett. Dahinter steckt das Wissen, dass der Lattenrost einen großen Anteil der Stützarbeit übernimmt. Liegt nun eine exzellente neue Schlafunterlage mit ihren innovativen Funktionen auf einem alten, durchhängenden Rost, so wird die gute Matratze nur einen Bruchteil ihrer hochwertigen Eigenschaften unter Beweis stellen können. Umgekehrt bringt natürlich auch ein neues Gestell mit modernem Rost nichts unter einer durchgelegenen Matratze. Die grundlegende Empfehlung geht also immer in die Richtung, beide Elemente zu erneuern. Doch wie genau spielen die beiden Bettwaren im Team?

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Aufeinander abgestimmt sollten neben dem jeweiligen Lebensalter der Bettausrüstung auch deren spezifische Funktionen sein. Wer also etwa unter Rückenproblemen leidet oder diesen gleich gezielt vorbeugen will, wählt eine orthopädische Matratze und dazu einen Lattenrost, dessen Eigenschaften auch auf das Themenfeld ausgelegt sind. Mit etwas mehr Know-how erkennst du aber, dass die Bezeichnung sogar eher nur eine untergeordnete Rolle spielt. Wichtiger bleibt die genaue Abstimmung auf die persönlichen Anforderungen. Dazu zählen insbesondere die Fragen der folgenden Checkliste:

  • Welche Körpergröße bringt der Hauptnutzer der Schlafsysteme mit?
  • In welcher Gewichtsklasse liegt die Person?
  • Wie sieht die bevorzugte Schlafposition aus: Rücken, Bauch oder Seitenlage?
  • Schläft die Person lieber etwas weicher oder härter?
  • Bestehen gesundheitliche Probleme des Bewegungsapparates, etwa Rückenschmerzen, Nackenbeschwerden, Gelenkprobleme oder auch häufige Kopfschmerzen und allgemeine Verspannungen?
Eine junge Frau liegt in Seitenschläferposition im Bett und schläft
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Eine gute Matratze – passt, ist (punkt-)elastisch und hat Luft

Verspannungen sind die Ursache zahlreicher körperlicher Beschwerden – und oft sogar auch von Schwierigkeiten mit dem Ein- und Durchschlafen. Zugrunde liegt eine fehlende Unterstützung des Körpers im Bett. Die Muskulatur, welche Schultergürtel und Wirbelsäule stabilisiert, bekommt dadurch die ganze Nacht lang den Impuls, mithalten zu müssen. Sie spannt sich also durchweg an. Natürlich kann das Resultat am nächsten Morgen kein entspannter Start sein. Die Dauerspannung führt zu Verhärtungen und zieht den Körper langfristig in Fehlhaltungen. Folge: Schmerzen und Schlafstörungen.

Deshalb ist bei allen Matratzen in erster Linie von ihrer Stützfunktion die Rede. Sie soll gewährleisten, dass schwere Körperpartien wie Schultern und Becken punktgenau tiefer in die Schlafunterlage einsinken können, während leichte und empfindliche Areale, allen voran der untere Rücken, perfekt gehalten werden. Was daraus hervorgeht, ist eine optimale Lagerung in der natürlichen Form der Wirbelsäule.

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Dafür gibt es nicht die eine gute Matratze, sondern die passenden Kriterien für jede Körperstatur. Gemäß der Angaben von Härtegrad und Raumgewicht erhältst du einen Überblick, welche Ausführung für das individuelle Körpergewicht in Kombination mit der Körpergröße passt. Auch die verschiedenen Materialien wie Kaltschaum, Federkern oder Latex bringen im Detail ihre Eigenheiten mit, allen voran in Sachen Punkt- oder Flächenelastizität. Gemäß der individuellen Bedürfnisse lassen sie sich präzise auswählen. Aber eine gute orthopädische Matratze allein macht noch kein Schlafsystem.

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Rundum perfekte Stütze – der richtige Lattenrost

Zahlreiche Experten sprechen dem Lattenrost eine ebenso große Bedeutung zu wie den Matratzen, teils sogar darüber hinaus. Der Ansatz lässt sich leicht nachvollziehen, schließlich hält der Rost die Gesamtheit aus Gestell und Bettwaren als Basis zusammen. Er sollte natürlich möglichst stabil sein, dennoch aber flexibel genug, um die punktelastische Druckverteilung gut aufnehmen und weiterleiten zu können.

Als Leitfaden gilt: Wer das Gefühl von Stabilität und Halt benötigt, um nachts loslassen zu können, ist mit dem Schlafsystem aus eher dünner Matratze und perfekt stützendem Rost am besten beraten. Wer sehr druckempfindlich ist, vielleicht aufgrund von Gelenkbeschwerden oder eines höheren Alters, sollte eine möglichst üppige Matratzenhöhe wählen. Auch Personen, die zwar leicht, aber sehr markant und kontrastreich proportioniert sind, benötigen eine gewisse Einsinktiefe.

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Der Rost unterstützt im Bett nicht allein die Funktionen der Matratze und damit den Körper, sondern auch die Luftzirkulation. Indem er die Schlafunterlage von unten her atmen lässt, gewährt er den wichtigen Abtransport von Feuchtigkeit aus dem Gewebe. Läge die Schlafunterlage hingegen einfach auf dem Boden auf, könnte sich über kurz oder lang Schimmel bilden.

Gut gefedert – rostfreies Bett

Natürlich lassen sich auch Varianten mit Unterfederung als Schlafsysteme verstehen. Anstelle des Lattenrostes liegt die Matratze hier auf einem Gestell mit stützender Federung auf. Dieser Aufbau kommt vom beliebten Boxspring-Bett. Mittlerweile gibt es aber auch freie Abwandlungen als individuelles Schlafsystem. Wichtig bleiben bei der Auswahl dieselben vom eigenen Körperbau abhängigen Grundkriterien.

Weitere gängige Elemente für Schlafsysteme

Um noch besser zu schlafen, lässt sich das Basis-System weiter verfeinern. Besonders gerne kommen hier zusätzliche Bettwaren zum Zuge. Allen voran der Topper bewährt sich, um noch mehr aus der Kombination aus Rost und Matratze herauszukitzeln. Entsprechende Matratzenauflagen können:

  • die Liegeeigenschaften verbessern
  • ein wahlweise härteres oder weicheres Liegegefühl erzeugen
  • für noch mehr Dämpfung und sanften Halt sorgen, vorteilhaft etwa bei Bandscheibenproblemen

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Schlafsystem für alle? Wer davon profitiert!

Abschließend gilt es noch, eine häufige Frage zu beantworten: Eignet sich ein Schlafsystem für jeden? Ja, es ist wirklich jedem anzuraten, sowohl Schlafunterlage und Rost oder alternativ die Federung genau aufeinander und auf die persönlichen Bedürfnisse abzustimmen.

Ganz besonders profitieren davon natürlich alle, die bereits mit Beschwerden zu kämpfen haben. Die Verbesserung ist dann nach einigen Wochen, wenn der Körper sich einmal an das neue Schlafsystem gewöhnt hat, deutlich zu spüren. Wer besonders viel auf die Waage bringt oder sehr groß ist, sollte die Option, das perfekte Bett für die eigenen Maße zusammenzustellen, unbedingt nutzen. Denn auch aus einer Vermeidungshaltung in einem zu kurzen oder wenig belastbaren Bett können langfristig Verspannungen mit allen ihren negativen Folgen resultieren.

Aber auch vermeintlich anspruchslose und bislang beschwerdefreie Menschen investieren mit einem gut angepassten Schlafsystem in ihre gesundheitliche Zukunft und beugen damit bereits im Schlaf allen unliebsamen Erscheinungen so lange als möglich vor.

Ein Mann sitzt im Bett und hält sich den schmerzenden Nacken
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Besser schlafen mit System

Wie du siehst, ist gesunder Schlaf also in der Tat kein Zufall: Die optimale Bettung der Wirbelsäule wirkt sich neben der körperlichen Beschwerdefreiheit auch auf die Schlafqualität aus. Für perfekte Stützkraft gibt es Schlafsysteme. Diese bringen die besten Eigenschaften aller Bettwaren hervor – allerdings nur, wenn sie genau auf den eigenen Körperbau abgestimmt sind.