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Was passiert im Schlaf mit Körper und Gehirn?

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Was passiert im Schlaf mit meinem Körper? Diese Frage hat sich jeder schon einmal gestellt: Seit jeher treibt sie die Wissenschaft um und ist noch immer nicht vollkommen zu Ende erforscht. Aber fest steht, dass während der nächtlichen Ruhepause lebenswichtige Regenerationsprozesse ablaufen. Erfahren Sie, wie sich unser Gehirn regeneriert, ob man im Schlaf tatsächlich lernen kann und warum es seinen Sinn hat, dass wir ein gutes Drittel unseres Lebens in einer Art Bewusstlosigkeit verbringen.

Muss ich wirklich schon ins Bett?

Nicht nur Kinder stellen diese Frage. Manchmal ist es doch einfach lästig, mehrere Stunden auf der Matratze zu verbringen und wertvolle Zeit zu „verschwenden“. Einfach nur schlafend herumliegen, während es so viel zu tun gäbe. Wer die sogenannte Nachtruhe aber tatsächlich für Zeitverschwendung oder sinnfreies Abschalten hält, liegt weit daneben. Der Körper ruht nur äußerlich. Im Inneren laufen lebenswichtige Regenrationsprozesse auf Hochtouren. Sobald wir uns im Bett befinden, kann der komplexe Ablauf seinen Lauf nehmen. Vorausgesetzt, die Umgebung ist ausreichend abgedunkelt. Denn den Startschuss zum Schlafen erteilt die Zirbeldrüse im Gehirn nur bei Lichtmangel. Sie schüttet dann das Schlafhormon Melatonin aus. Dadurch erhält der Körper das Signal, sich zum Schlafen bereit zu machen.

Um in den richtigen Modus zu gelangen, müssen alle Systeme auf Entspannung schalten: Herzfrequenz, Blutdruck und Körpertemperatur nehmen ab. So wird auch die Atmung leichter und der Muskeltonus entspannt sich. Voilá: Die Einschlafphase ist eingeleitet.

Junges Ehepaar schläft im Bett - Was passiert im Schlaf mit Körper und Gehirn?
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Gesunder Schlaf hat seinen Rhythmus

Nach dem Einschlafen beginnt die Leichtschlafphase. Aus dieser sehr oberflächlichen Schlafphase ist der Mensch durch äußere Einflüsse schnell wieder zu erwecken. Dennoch verbringen wir rund die Hälfte eines gesamten Schlafzyklus in dieser Phase. Denn was einige verwundern mag: Der Schlafzustand stellt bei Weitem kein formloses schwarzes Loch dar, aus dem der Körper am nächsten Morgen wieder entlassen wird. Vielmehr läuft gesunder Schlaf als Wiederholung von etwa 90-minütigen Zyklen ab. Einen solcher Zyklus besteht neben dem Leichtschlaf aus einer Tiefschlafphase und der REM-Phase. Beide zusammen werden als NON-REM-Phase bezeichnet. In der Tiefschlafphase ist der Schlafende nur noch schwer zu wecken. Das ist auch gut so, denn das Stadium ist entscheidend für die Erholung während der Nachtruhe. Danach folgt die REM-Phase, der sogenannte Traumschlaf.

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Zeit zu träumen: die REM-Schlafphase

REM steht für Rapid Eye Movement. Während dieser Schlafphase bewegen sich die Augäpfel in schnellen Bewegungen hinter den geschlossenen Lidern. Die Atmung beschleunigt sich, die Herzfrequenz schwankt, das Gehirn wird intensiv durchblutet. Das ist die Phase der Träume. Zwar träumen wir auch in allen anderen Stadien, im REM-Schlaf ist das Traumgeschehen jedoch besonders intensiv. Deshalb legt der Organismus vorsichtshalber auch die Muskulatur lahm. So wird sichergestellt, dass wir geträumte Handlungen nicht real ausführen. In dieser Phase verarbeitet das Gehirn die Eindrücke und Erfahrungen des Tages, so entstehen unsere Träume. Zu Beginn dauert eine Traumschlafphase nur etwa zehn Minuten. Danach beginnt ein neuer Schlafzyklus von 90 Minuten. Gegen Ende der Nacht dehnt sich die Traumphase immer mehr aus und erreicht einen Anteil von rund einer Stunde.

Mann sitzt mit geschlossenen Augen in einem Stuhl, Hirnströme werden im Schlaf gemessen - Was passiert im Schlaf mit Körper und Gehirn?
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Gesunder Schlaf ist lebenswichtig für unseren Körper

Warum ist Schlaf für den Körper ein Muss? Nach Jahrzehnten der Schlafforschung steht fest, dass Schlaf ein lebenswichtiges körperliches Grundbedürfnis wie Essen oder Trinken ist. Dabei erfüllt gesunder Schlaf nicht nur einen einzigen Zweck, sondern besitzt zahlreiche Funktionen im Körper. Indem sie das Gehirn „entgiftet“, hält die Nachtruhe unsere Psyche gesund. Überdies sorgt sie für Lerneffekt, Gedächtnisleistung und Anpassungsfähigkeit an die äußeren Umstände. Auf physischer Ebene werden während der nächtlichen Ruhepause eine Vielzahl biologischer Abläufe optimiert: Körperzellen werden repariert und können sich regenerieren. Zusätzlich ist die Nachtruhe unentbehrlich zur Stärkung des Immunsystems: Die Abwehrkräfte sind abhängig von Schlafqualität- und Dauer. Deshalb machen uns Botenstoffe schon bei leichten Infekten so müde, um vermehrt Abwehrzellen ausbilden und in den Kampf schicken zu können.

Auch als Schlankmacher gilt die nächtliche Ruhepause – und sogar mit Recht. Denn sie ist für Stoffwechsel, Stabilisierung des Fetthaushaltes sowie Verdauung elementar. Schlafstörungen hingegen fördern die Produktion des Hormons Ghrelin. Dieses regt Appetit und Hungergefühl an. Leptin hingegen, das Sättigung signalisiert, wird bei Schlafmangel zurückgezogen. Auf Dauer kann es also dick machen, zu wenig zu schlafen.

Junge Frau wacht glücklich auf - Was passiert im Schlaf mit Körper und Gehirn?
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Die Arbeit der Botenstoffe

Ohne Hormone, den Botenstoffen des Organismus, würde keine Funktion richtig ablaufen. Im Schlaf wird der Körper auf Geheiß des Gehirns mit zahlreichen Hormonen richtig eingestellt. So sinkt etwa der Wert des Stresshormons Cortison während des Schlafes und steigt erst gegen Morgen wieder an. Nach dem Einschlafen wird außerdem viel Renin im Körper frei. Dieses Hormon reguliert die Nierenfunktion. Wachstumshormone verrichten während der Nachtruhe ihre Arbeit: Sie reparieren Gewebe und Zellen und steuern Muskelwachstum und Knochenaufbau.

Von Sinnen – wie viel Wahrnehmung aktiv bleibt

Bei all den beeindruckenden Abläufen, die im Schlaf vom Körper zu managen sind, ist mittlerweile klar, dass es sich mitnichten um einen untätigen, gar sinnlosen Zustand handelt. Aber was genau passiert mit den fünf Sinnen während der Nachtruhe? Sie laufen auf Sparflamme, bleiben allerdings die ganze Zeit über aktiv. Das Gehirn filtert die Eindrücke, um den Schlafzyklus nicht unnötig zu unterbrechen. Als Überbleibsel aus der Zeit, in der Menschen noch in Höhlen wohnten und von gefährlichen Tieren angegriffen werden konnten, verfügt das Gehirn über einen Rest von Reaktionsfähigkeit. Der Thalamus, das sogenannte Tor zum Bewusstsein, liegt im Zwischenhirn und ist für diese Alarmbereitschaft zuständig. Dringen ungewöhnliche Reize zum Schlafenden, filtert der Thalamus diese nicht mehr aus, sondern lässt sie zum Bewusstsein vordringen – wir wachen auf.

Lernen im Schlaf funktioniert tatsächlich

Wer hat nicht in der Schulzeit einmal das Vokabelheft unter das Kopfkissen gelegt, im Vertrauen auf den Mythos, dass das Wissen so über Nacht in den Kopf gelangt? Das könnte sogar funktionieren, zumindest bei diejenigen, die den Lernstoff vor dem Einschlafen auch noch einmal intensiv durchgelesen haben. Das Gehirn ist fähig, im Tiefschlaf zu lernen. Denn diese Schlafphase ist unter anderem verantwortlich für die Gedächtnisbildung: Neue Informationen wandern mit Hilfe biochemischer Veränderungen ins Langzeitgedächtnis.

Frau liegt im Bett vor dem Laptop
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Das Bett optimieren für höchste Schlafqualität

Im Schlaf leistet der Körper ganze Arbeit und lässt faszinierende Prozesse ablaufen. Sie sorgen dafür, den Körper umfassend gesund zu erhalten, machen leistungsfähig und sogar schön. Deswegen ist es umso wichtiger, jede Nacht im Bett das Maximum an Schlafqualität zu genießen. Viele Faktoren beeinflussen, wie effizient wir die durchschnittlich sechs bis acht Stunden auf der Matratze nutzen können. In der Tat nimmt bereits das Bettzubehör  großen Einfluss auf die Schlafqualität. Damit etwa der Schlafzyklus nicht durch unkomfortables Liegen, Schmerzen oder Verspannungen unterbrochen wird, ist eine perfekt auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte Matratze mit passendem Lattenrost ein Muss. Wer dann noch auf eine ruhige, dunkle und wohltemperierte Schlafumgebung achtet, sorgt dafür, dass die Nachtschicht in der fleißigen Schlaffabrik des Körpers optimal ablaufen kann.

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