Matratze und Lattenrost
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Welcher Lattenrost für welche Matratze?

Wer seinen Schlafkomfort optimieren möchte, steht vor einem Dschungel an Fragen. Darunter eine der häufigsten: Welcher Lattenrost für welche Matratze? Tatsächlich gilt es hier, einige wichtige Punkte zu beachten, sonst drohen negative Auswirkungen sowohl für deine Nachtruhe als auch für die Schlafunterlage. Fakt ist: Nicht jeder Rost harmoniert mit allen Matratzen. Einen schnellen Ausweg aus dem Dschungel findest du hier!

Wozu ist ein Lattenrost überhaupt gut?

Noch häufiger als die Sache mit dem optimalen Paar aus Rost und Matratze steht der Lattenrost selbst in Frage: Kann man nicht einfach auf den Lattenrost verzichten und Matratzen ganz unkompliziert auf dem Boden parken? Ja, das geht – aber nur vorübergehend. Für Umzugsperioden oder sonstige Übergangsphasen ist es in Ordnung, mit der Schlafunterlage auf dem Boden zu nächtigen. Davon wird niemand sofort seine Gesundheit oder die Bettwaren ruinieren. Langfristig allerdings ist die Idee nicht empfehlenswert.

Schließlich gibt jeder Schlafende über Nacht etwa einen halben Liter Flüssigkeit ab. Durch Nachtschweiß und Atmung ist das völlig normal. Ein Teil davon wird direkt von der Umgebungsluft aufgenommen, ein stattlicher Rest landet jedoch in der Schlafunterlage. Alle modernen Modelle sind atmungsaktiv konzipiert. Das heißt, sie verfügen über Luftkanälchen und können die Feuchtigkeit effizient nach außen abtransportieren. Gelingen kann das allerdings nur, wenn freie Matratzenflächen vorhanden sind. Ist die Unterseite hingegen komplett verbaut, weil sie am Boden aufliegt, kann dort keinerlei Luft zirkulieren. Das Ergebnis wäre ein Flüssigkeitsstau im Matratzeninneren. Um das zu verhindern, müssten Matratzen öfter aufgestellt werden, um richtig zu trocknen. Durch Zerren und umliegende Kanten sind sie dadurch Beschädigungen eher ausgesetzt. Ganz zu schweigen davon, dass sie direkt auf dem oft staubigen Boden aufliegen.

Graue Matratze auf dem Boden
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Wie man die Matratze bettet, so liegt man

Hier kommen die Lattenroste ins Spiel. Denn deren Hauptaufgabe ist es, gerade diesen raffinieren Abstand zum Untergrund zu schaffen. So ist die Matratze im Bett von beiden Seiten der Luftzirkulation zugänglich. Es können sich also weder strenge Gerüche bilden noch Bakterien stärker als normal vermehren und vor allem ist auch die gefürchtete Schimmelgefahr gebannt.

Weiterhin schützt der Lattenrost die Matratze vor Schmutz und Beschädigungen – vorausgesetzt, die beiden verstehen sich. Welcher Lattenrost zum Einsatz kommt, entscheidet erheblich über das resultierende Liegegefühl im Bett. Zusätzlich kann der falsche Rost selbst die besten Luxusmatratzen schnell beschädigen. Also lieber gleich alles richtig abstimmen!

Matratze auf dem Lattenrost
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Welcher Lattenrost für welche Matratze – ein Überblick

Wichtig vorab: Nicht nur die Frage, welcher Lattenrost für welche Matratzenart ist zu beachten, sondern zunächst gilt es ebenfalls zu prüfen, ob der Wunschrost überhaupt in das bestehende Bett passt. Hier können vollkommen unterschiedliche Rahmenbedingungen vorliegen. Oft ist es daher einfacher, direkt das gesamte Bett neu anzuschaffen, als einen Rost separat einzufügen. Alternativ kannst du dich bei der Matratzenwahl einfach an dem bereits in deinem Bett bestehenden Rost orientieren. Das funktioniert, solange er noch voll funktionsfähig ist. Kaputte Roste solltest du besser austauschen. Sie könnten die neue Schlafunterlage beschädigen.

Ansonsten wird sich der Rost in Sachen Schlafkomfort umso weniger bemerkbar machen, je höher die Matratze ausfällt. Schließlich wird dadurch der Abstand zwischen deinem Körper und dem Lattenrost stark vergrößert, sodass das Geschehen in der Tiefe kaum mehr spürbar ist – es sei denn, du hast die Wahrnehmungsgabe der Prinzessin auf der Erbse. Hier ist die passende Feinabstimmung dennoch absolut relevant, um Beschädigungen der Schlafunterlage vorzubeugen. Wenn sich einige Bereiche etwa dauerhaft durch die Abstände zwischen den Latten drücken, können Risse entstehen. Auch die Elastizität lässt so schneller nach, sodass falsch gelagerte Matratzen über Dauer eher ihre Punktelastizität und Rückstellfähigkeit verlieren. Sie nutzen sich schnell ab und müssen entsprechend früher ersetzt werden. Das wollen wir nicht, daher besser das folgende Paar-Matching beachten!

Hasena Bett Top-Line in moderner Betonoptik

Wer passt zu wem – welcher Lattenrost ist der Richtige?

Der Starre

Aus fixierten Querstreben besteht ein starrer Lattenrost. Nichts an ihm lässt sich modifizieren. Er trägt die Matratze in seiner vorgefertigten Form. Lediglich die Leisten selbst sind in der Regel mit einer gewissen Nachgiebigkeit ausgestattet, sodass sie mit der Schlafunterlage mitfedern. Entsprechende einfache Roste eignen sich für alle Matratzenarten, vorausgesetzt, ihre Latten liegen nicht zu weit auseinander. Sonst kann sich das ungünstige Durchdrücken ergeben: Es sei denn, es handelt sich um eine Federkernmatratze. Diese Matratzen sind dahingehend aufgrund ihrer Machart grundsätzlich weniger gefährdet.

Betten-ABC Max-Premium NV 7-Zonen-Lattenrost

Der Verstellbare

Hier findet sich das Gegenstück zum starren Pendant. Die Leisten sind nach Belieben anzuordnen. Diese Variante ist das Herzblatt aller Gel- und Schaummodelle wie Visco- und Kaltschaummatratze, wenn auch kein Muss. Die Federkernmatratze hingegen harmoniert mit dem verstellbaren Rost in der Regel ausdrücklich nicht.

Rummel Lattenrost MY 1300 R

Der Vielseitige

Wer über einen innovativen Tellerlattenrost verfügt, kann dessen einzelne Tellermodule nach Bedarf verschieben. Je nach ihrer Positionierung ergeben sich so verschiedene Schlafzonen, die entsprechend den Schulterbereich oder das Becken mehr unterstützen. Daraus geht natürlich eine außerordentliche Druckentlastung für beanspruchte Körperpartien hervor. Auf diese Art von Rost sind nahezu alle Schlafunterlagen gut zu sprechen. Ganz besonders passt er zur Visco- und Kaltschaummatratze sowie allen Gelmodellen.

Der Elektrische

Ein Lattenrost mit Motor lässt sich per Knopfdruck umfassend individuell einstellen und erleichtert so das Hinlegen und Aufstehen. Welcher Lattenrost hier zu welcher Schlafunterlage passt, bleibt stark vom jeweiligen Modell abhängig. Aber wer einen solchen Rolls-Royce unter den Rosten besitzt, verfügt in der Regel auch über eine passende Anleitung mit allen nötigen Informationen.

Elektrischer Lattenrost Betten-ABC Max1

Welcher Lattenrost für Schaummatratzen

Natürlich lässt sich die Kaufentscheidung auch aus Sicht der Matratzen betrachten. Die beliebte Kaltschaummatratze ist ebenso wie alle sonstigen Schaumvarianten – Visco oder Gel – in dieser Frage sehr flexibel. Sie kommt mit den verschiedensten Rostarten gut aus. Wichtiger als die grundsätzliche Machart ist für sie die Anzahl der Latten. Das lässt sich sogar als ihr Hauptkriterium bezeichnen. Der Traumrost für Kaltschaummatratze und Co. weist mindestens 28 Latten auf, deren Abstand nicht mehr als maximal vier Zentimeter beträgt.

Welcher Lattenrost für die Federkernmatratze

Die Federkernmatratze – dazu gehören alle Varianten von Bonell- über Taschen- bis Tonnentaschenfederkern – mag den entgegengesetzten Typus: Ihr gefallen auch Lattenroste mit weniger Leisten und größerem Abstand. Das gilt insbesondere, wenn es sich um festere Schlafunterlagen handelt. Besonders harmonieren sie mit Rosten, die spezielle Liegezonen mitbringen.

Taschenfederkernmatratze Betten-ABC® OrthoMatra

Die optimale Leistenanzahl und deren Abstand

Als Richtwert gilt, dass ein guter Rost zwischen 25 und 30 Leisten mitbringen sollten. Allein durch die adäquate Anzahl lässt sich ein zu großer Abstand zwischen den einzelnen Latten vermeiden. In diesem Fall gilt aber tatsächlich einmal: Mehr ist mehr. Insbesondere für sehr schwere oder große Personen dürfen es auch deutlich mehr als 30 Leisten sein.

Zudem sind Verstärkungen im Rost wie die sogenannte Mittelzonenverstärkung und auch Mittelgurte eine gute Idee. Beide intensivieren die ergonomische Stützkraft und sollten bei keiner guten Ausführung fehlen. Übrigens hält auch der beste Rost nicht ewig – nach etwa 10 bis 12 Jahren ist auch bei Oberklassemodellen Schluss, ähnlich wie bei äußerst lange haltbaren Matratzen. Besonders günstig ist daher immer ein kombinierter Austausch beider Elemente im Bett – oder des gesamten Bettes. So genießt du die größte Entscheidungsfreiheit und bist nicht an bereits bestehende Vorrichtungen im Bett gebunden.