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Zu früh wach werden

« Eine häufig unterschätzte Schlafstörung »

Schlafstörungen sind eine Volkskrankheit, die noch immer unterschätzt wird. Wie der von der Krankenkasse DAK-Gesundheit veröffentlichte Gesundheitsreport 2017 feststellt, leiden nahezu zehn Prozent aller Erwerbstätigen unter Schlafproblemen, die sie schwer einschlafen, schlecht schlafen oder morgens zu früh wach werden lassen. Letztere sehen wir uns in diesem Beitrag näher an.

Morgens zu früh wach werden – ein unterschätztes Problem

„Morgenstund hat Gold im Mund“ und „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ – in der modernen Kultur steht der Frühaufsteher oft für Erfolg, Energie und Leistungsfähigkeit. Es existieren tatsächlich Menschen, die mit einem sehr niedrigen Schlafpensum auskommen und regelmäßig früh wach sind, ohne dass dies ihr Leben und ihre Gesundheit beeinträchtigt. Sie stellen allerdings eine Ausnahme dar. Als Regel gilt, dass ein erwachsener Mensch wenigstens sieben Stunden Schlaf in der Nacht benötigt, um sich ausreichend von seinem Alltag zu erholen – sowohl körperlich wie auch physisch.

Morgens zu frueh wach werden
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Wer hingegen dauerhaft morgens zu früh wach wird, unterschreitet dieses Minimum ebenso schnell wie Personen, die abends keine Ruhe finden. Die besondere Gefahr dabei besteht darin, dass ein frühes Aufwachen am Morgen zunächst einmal kein direktes Problem darzustellen scheint. Die Auswirkungen durch ein permanentes Schlafdefizit sind jedoch immer dieselben. Es spielt keine Rolle, ob dieses durch einen späten Beginn oder das vorzeitige Ende der Nachtruhe hervorgerufen wird. Nur die wenigsten unter jenen, die zu früh wach werden, fühlen sich am Morgen erholt und bereit für ein unverzügliches Aufstehen. Sie leiden stattdessen den gesamten Tag unter den Auswirkungen ihrer mangelnden Nachtruhe.

Schlafstörungen zeigen sich in diversen Formen

Heute existieren unterschiedliche Schlaftypen – von den Frühaufstehern oder Morgenlerchen bis zu den Langschläfern beziehungsweise Nachteulen. In den frühen Gesellschaften ergänzten sich diese Charaktere, in einer Zeit von Schichtarbeit und geregelten Arbeitszeiten liegt es hingegen auf der Hand, dass nicht alle Menschen mit ihrem Schlafrhythmus diesem starren Regelwerk entsprechen. Dieser Umstand dürfte der wesentliche Auslöser für die rapide Zunahme an Schlafstörungen sein, die sich seit Jahrzehnten beobachten lässt.

Die konkreten Auslöser sind vielfältig und liegen gleichermaßen in genetischen Faktoren, Stoffwechselerkrankungen oder in äußeren Lebensbedingungen wie akutem Stress.

Typische Formen sind:

Die Ursachen, warum Menschen zu früh wach werden

Normalerweise besitzt jedes Säugetier ein natürliches Schlafbedürfnis, das sein Verhalten bestimmt. Anders als die meisten anderen körperlichen Charakteristika lässt sich dieses allerdings stärker manipulieren und – bei Bedarf – zeitweilig unterdrücken, um etwa die Leistungsfähigkeit bei besonderen Anforderungen über eine begrenzte Dauer zu steigern. Die wichtigsten Gründe, wenn Menschen permanent zu früh wach werden, liegen in einer kontinuierlichen und teilweise unbewussten Belastung der Psyche.

Warum Menschen zu frueh wach werden
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Häufig ist zum Beispiel das Gefühl verantwortlich, am Tag nicht ausreichend Zeit zu besitzen, um alle anstehenden Aufgaben verantwortungsvoll durchführen zu können. Ein weiterer Grund ist hohe Nervosität aufgrund eines aktuell bevorstehenden Ereignisses. Die klassische Situation ist eine wichtige Prüfung am folgenden Tag, die dazu führt, dass man früh wach wird. Dieses Gefühl kann sich bei einer geeigneten Veranlagung dauerhaft manifestieren und auslösen, dass die Betroffenen langfristig immer zu früh wach werden, obwohl eigentlich kein Grund dafür vorliegt.

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Nur in den wenigsten Fällen besitzen Menschen, die sehr früh wach werden, den Wunsch, dass sie aufstehen. Exakt diese Tatsache unterscheidet sie von Morgenlerchen, die eine natürliche, genetische Veranlagung dazu besitzen, früh am Morgen aufzuwachen und deshalb in der Regel auch dementsprechend zeitig ins Bett gehen. Es handelt sich stattdessen um ein Verhalten, dass ihrer eigentlichen Natur widerspricht und deshalb entsprechende, negative Konsequenzen nach sich zieht.

Besser schlafen durch ein individuelles Bett

Obwohl es nicht immer die primäre Ursache darstellt, kann ein geeignetes Bett den Betroffenen in vielen Fällen helfen, den notwendigen Schlaf zu finden. Unter ungünstigen Umständen kommen durchaus rein physische Beweggründe wie eine ungeeignete Lagerung oder eine fehlende Abstimmung zur Schlafposition in Frage, in anderen Fällen liegt der relevante Faktor für die fehlende Entspannung in fehlendem Komfort. Wer sich beständig hin- und her wälzt, ohne eine bequeme Stellung zu finden, findet naturgemäß keine Ruhe.

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Neben einer geeigneten Matratze und dem Lattenrost spielen deshalb auch die Bettwaren eine entscheidende Rolle. Bereits die Verwendung eines einfachen und für die eigenen Präferenzen zugeschnittenen Nackenkissens kann dazu beitragen, das Wohlbefinden deutlich zu erhöhen und Verspannungen im Schlaf zu vermeiden.

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Bereits unter der Ebene der persönlichen Wahrnehmung beeinflussen diese die Schlafqualität und führen nicht selten dazu, dass ein Aus- oder ein erneutes Einschlafen möglich werden.

Chronische Fällen erfordern eine ganzheitliche Behandlung

Von einer chronischen Schlaflosigkeit gehen Ärzte und Wissenschaftler aus, wenn diese mehr als drei Monate anhält und mindestens zwei Mal pro Woche auftritt. Unter diesen Umständen ist eine dauerhafte Beeinträchtigung der eigenen Lebensqualität und Gesundheit wahrscheinlich, so dass unbedingt Maßnahmen ergriffen werden sollten.

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Auch bei einer akuten Krise mit einer hohen nervlichen Belastung oder nach einem traumatischen Ereignis ist es wichtig, dass der Körper zumindest mittelfristig zur Ruhe kommt. Geschieht dies nicht, sind eventuelle Reserven schnell erschöpft und Spätfolgen zeigen sich gerade bei Schlafproblemen erst mit einer Verzögerung, wirken sich aber umso gravierender aus.

Besser schlafen: Eine gesunde Basis für den Alltag

Der frühe Vogel fängt vielleicht so manchen Wurm – aber nur, wenn er vorher ausreichend schlafen kann. Falls nicht, wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit scheitern, denn Müdigkeit beeinträchtigt nachweisbar die Reaktion, das Auffassungsvermögen und die allgemeine Stimmung. Es ist definitiv kein Vorteil, zu früh wach zu werden, obwohl mehr Ruhe erforderlich wäre.

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Damit Menschen nicht schlecht schlafen, benötigt es einige Voraussetzungen, mit denen sie die Nachtruhe komfortabel gestalten: Ohne diese kann es leicht vorkommen, dass sie vorzeitig wach werden, weil sich die Muskeln verspannen oder der Körper falsch belastet wird. Ein ergonomisches Bett und geeignete Kissen tragen entscheidend dazu bei, morgens nicht wach zu liegen und bis zum Aufstehen schlafen zu können.