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Bettwäsche waschen

« Was Sie über Programm, Waschmittel und Co. wissen müssen »

Regelmäßig die Bettwäsche zu waschen, stellt für die meisten Menschen eine Selbstverständlichkeit dar. Doch in welchen Abständen ist es nötig, um so hygienisch wie möglich zu schlafen: Wechseln Sie Ihren Bettbezug häufig genug oder vielleicht zu oft? Und wie müssen Encasings behandelt werden? Auch das Waschen an sich kann einige Fragen aufwerfen: Von der richtigen Einstellung der Waschmaschine über notwendige Reinigungsprodukte. Hier erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen.

Bettwäsche macht das Schlafen schöner – und hygienischer

Täglich vervollkommnet kuschelige Bettwäsche das herrliche Gefühl, sich in ein gemütliches Bett zu schmiegen. Dekorative Muster sorgen für geborgene Atmosphäre im Schlafzimmer, während die verschiedenen Materialarten genau das mitbringen, was die darin Schlafenden in der jeweiligen Saison benötigen: Von einer flauschig wärmenden Oberfläche bis hin zu kühlendem Schlafkomfort. Aber nicht allein komfortabler, auch deutlich hygienischer macht der Bettbezug die Nachtruhe.

Insbesondere wenn ein Matratzenbezug oder allergikerfreundliche Encasings hinzukommen, entsteht ein zuverlässiger Schutz vor Milben und Verschmutzung der darunter liegenden Bettwaren. Das ist natürlich ausschließlich dann der Fall, wenn es sich um möglichst rein gehaltene und gut gepflegte Textilien handelt. Bettwäsche waschen ist also keine Frage – aber wie geht es richtig? Die optimale Hygiene beginnt oft bereits beim Kauf.

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Waschtemperatur beachten – mindestens 60 Grad

Manchmal kommt Bettwäsche mit derart schönen Designs, dass es schwerfällt, sie nicht sofort zu kaufen. Dennoch empfiehlt es sich, noch einen Moment standzuhalten und zunächst das Pflegeetikett zu prüfen. Ist die Auserwählte nämlich nicht bei mindestens 60 Grad Celsius waschbar, dann verfehlt sie ihren Zweck und sollte besser nicht im Einkaufswagen landen. Schließlich wird diese hohe Temperatur nötig, um Bakterien, Keime und auch den allergieauslösenden Milbenkot beim Waschen wirklich unschädlich zu machen.

Der bekannte Trick, das Textil in die Tiefkühltruhe zu legen, bevor es in die Trommel wandert, mag funktionieren: Aber wer hat Lust, jedes Mal doppelten Aufwand zu erledigen. Zu viel Bequemlichkeit ist allerdings auch nicht ratsam: Lassen Sie sich nicht zum Schnellwaschprogramm von 15 Minuten bei 40 Grad verleiten. Zwar kommen Bezug und Spannbettlaken danach wohlduftend aus der Waschmaschine – hygienisch rein sind sie damit aber noch lange nicht. Und um noch ein häufiges Missverständnis zu klären: Die 60-Grad-Regel gilt ausnahmslos für alle, auch wenn keine Allergien vorliegen.

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Einmal pro Monat ist zu wenig

Waschen Sie Ihre Bettwaren oft genug? Wer zu den Personen gehört, die ihren Bettbezug etwa einmal pro Monat wechseln, sollte von nun an einen Gang hochschalten. Experten zufolge gilt ein 14-tägiger Waschzyklus als ideal. Unterschreitet man dies, können sich Milben ungehindert ausbreiten. Das Bett bietet das bevorzugt feucht-warme Klima. Während die Tierchen selbst für den Menschen harmlos sind, kann ihr Kot Allergien oder Asthma verursachen.

Leiden Sie bereits unter bekannten Überempfindlichkeiten und entsprechenden Symptomen, kann es sogar nötig werden, den Zyklus auf einmal wöchentlich oder sogar noch öfter zu verkürzen.

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Neben Allergikern fallen auch alle in diese Personengruppe, die:

  • rauchen
  • viel schwitzen
  • vorwiegend nackt schlafen
  • Haustiere mit im Bett nächtigen lassen

Auslüften ist das halbe Waschen

Natürlich genügt es nicht, die Bezüge und Laken nur zu lüften: Regelmäßig nach dem Aufstehen die Decke weit zurückzuschlagen und das Zimmer bei komplett geöffnetem Fenster zu lüften, sorgt allerdings durchaus für ein Plus an Hygiene. Da die vom nächtlichen Schwitzen feuchten Bettwaren – inklusive Matratzenbezug oder Encasings – gut trocknen können, wirken sie für Milben und auch für eventuellen Schimmel deutlich weniger einladend, als das noch feuchtwarme Bett, dass direkt mit der dicken Tagesdecke verschlossen wird.

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Bettwäsche waschen – Schritt für Schritt

#1 Vor jedem Waschgang ist es ratsam, die Bezüge auf links zu wenden. Das schont die Farben und Muster und bewahrt die Oberfläche zudem davor, sich vorzeitig abzunutzen. Halten Sie außerdem die Reißverschlüsse oder Knöpfe geschlossen, sonst könnte sich die Innenseite der Textilien durch die Rotationen der Waschmaschine beim Waschen dennoch nach außen drehen.

#2 Waschmaschine auf mindestens 60 Grad einstellen. Den passenden Waschgang wählen Sie anhand des Materials und natürlich der Angaben im Pflegeetikett. Baumwolle, Microfaser und Biber vertragen gewöhnlich das Koch- oder Buntwäscheprogramm. Feinwäsche fällt bei Maco-Satin und Seide an, Leinen bevorzugt den Schonwaschgang.

#3 Kraftvollen Schleudergang wählen, damit Bezüge und vor allem das Spannbettlaken nicht zu nass aus der Trommel kommen – insbesondere, wenn sie anschließend lufttrocknen sollen.

#4 Ob Trockner oder Wäscheständer obliegt den persönlichen Präferenzen. Bei beiden Varianten ist jedoch wichtig, dass der Stoff gut durchtrocknen kann. Beim Lufttrocknen ist das gerade bei Spannbettlaken häufig eine Herausforderung. Restnässe oder zu wenig Raum auf dem Wäscheständer können die Bettwaren muffig und für Schimmel und Keime anfällig machen.

Das richtige Waschmittel

Wer ausschließlich weiße Baumwoll-Bettwäsche waschen möchte, kann dabei mit einem Vollwaschmittel für porentiefe Reinheit sorgen. Bei empfindlicheren Materialien, aufwendigen Drucken oder allen sonstigen Farben stellt ein Feinwaschmittel die beste Wahl dar. Darin sind weder optische Aufheller noch Bleichmittel enthalten. Stattdessen kommen vorwiegend deutlich schonendere Enzyme zum Einsatz. Ob Pulver oder Flüssigwaschmittel bleibt jedoch wieder absolut optional. Über die richtige Dosierung gibt die Verpackung des Reinigungsproduktes Aufschluss. Grundsätzlich gilt jedoch: Weniger ist mehr. Die meisten Produkte sind ohnehin sehr stark konzentriert.

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Weich- und Hygienespüler – Ja oder Nein

Da Bettwäsche schön kuschelig sein soll, erscheint die Zugabe von Weichspüler logisch. Schließlich verhindert ein solches Produkt die klassische Trockenstarre der Textilien nach dem Waschen. Mittlerweile ist allerdings belegt, dass Weichspüler die Saugfähigkeit der Materialien beeinflussen. Das bedeutet, dass der Bettbezug Schweiß und Feuchtigkeit anschließend möglicherweise nicht mehr richtig aufnehmen kann. Was resultiert, ist wiederum zu feuchtes Klima, das Schimmel und Schädlinge fördert. Darüber hinaus stehen die starken Duftstoffe im Weichspüler nicht selten mit Hautreizungen in Verbindung. Ebenso gelten zusätzlich Hygienespüler als überflüssig, wenn die Waschmaschine heiß genug eingestellt wird. Erlaubt die Bettwäsche allerdings nur Temperaturen unter 60 Grad – und Sie haben dennoch nicht widerstehen können und diese gekauft – dann kann ein Hygienespüler als zusätzliches Desinfektionsmittel gute Dienste leisten. Einfach wie Weichspüler hinzugeben.

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Auch die Waschmaschine benötigt einen Waschgang

Für eine umfassende hygienische Reinheit, sollte auch die Waschmaschine selbst nicht in Vergessenheit geraten: Damit das Gerät selbst frisch und sauber bleibt, sind regelmäßige Pflegeeinheiten eine gute Idee. Wer häufig den Vollwaschgang mit 95 Grad nutzt, ist ohnehin auf der sicheren Seite. Da viele Menschen dies aus Kosten- oder Umweltgründen jedoch eher vermeiden, sind Maschinenreiniger eine nützliche Ergänzung. Gerade Menschen, die zu Allergien neigen und medizinische Hilfen wie Encasings waschen, benötigen perfekt gepflegte Waschmaschinen als Basis.

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Zusammengefasst: Bettwaren waschen leicht gemacht

Für ein hygienisch reines Bett kommt es vor allem darauf an, mindestens alle zwei Wochen die Bettwäsche zu waschen. Bei einigen Personengruppen, allen voran Allergikern, empfehlen sich sogar wöchentliche Abstände. Auch Encasings bilden keine Ausnahme, sie sollten bei mindestens jeder zweiten Wäsche drankommen. Neben der Häufigkeit ist vor allem eine ausreichend hohe Temperatur von mindestens 60 Grad entscheidend. Sollte dies nicht möglich sein, kann ein zusätzlicher Hygienespüler helfen. Wer anschließend auf eine gute Trocknung achtet, kann mit reinem Gewissen seine Nachtruhe genießen.