Cocooning als Trend
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Cocooning als Trend

« Rückzug in die Gemütlichkeit »

In einer zunehmend unsichereren Außenwelt gewinnt das eigene Zuhause immer mehr an Bedeutung. Diese Entwicklung hat zu einem besonderen Trend geführt, den in den wilden 1960ern bis 1980ern wohl kaum jemand für durchsetzungsfähig gehalten hätte – doch das sogenannte Cocooning boomt. Menschen ziehen sich bewusst in ihre vier Wände zurück, um eine neue Form der Gemütlichkeit zu leben. Für ausgeprägte Heimeligkeit bedarf es allerdings auch eines entsprechenden Ambientes. Wir gehen dem Trend Cocooning auf den Grund und geben dir Tipps, mit welchen gemütlichen Möbeln und Accessoires für dein Wohn- und Schlafzimmer du ideale Rahmenbedingungen für das Cocooning in den eigenen vier Wänden schaffst.

Was ist Cocooning?

Der englische Begriff steht symbolisch für die Larve, die es sich in ihrem selbst gesponnenen Kokon gemütlich macht, bis sie als farbenprächtiger Schmetterling durch ihre kleine Welt flattert. In diesem Sinne zieht sich beim Cocooning-Trend auch der Mensch in sein bequemes Domizil zurück, wo ihn nichts und niemand aus der Ruhe bringen kann. Es geht um einen freiwilligen Rückzug ins eigene Zuhause, um Entschleunigung und das gezielte Aussperren von Stress und Hektik.

Handelt es sich um einen Wohntrend?

Jein. Cocooning ist nicht direkt ein Wohntrend, es handelt sich mehr um eine Art Lifestyle. Dennoch spielt das Wohnen beziehungsweise der Wohnstil dabei eine ganz entscheidende Rolle. Denn Heimeligkeit und das daran gekoppelte Wohlgefühl lassen sich nicht auf Knopfdruck aktivieren. Es muss schon etwas dafür getan werden. Wer beim Rückzug in die privaten vier Wände wahren, tiefen Genuss empfinden möchte, braucht eine Umgebung, die ihm das ermöglicht. Es gilt das Heim in eine Entspannungsoase zu verwandeln.

das eigene heim in eine entspannungsoase verwandeln cocooning
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Wann ist Cocooning entstanden?

Den inzwischen so populären Ausdruck verwendete erstmals die US-amerikanische Trendforscherin Faith Popcorn Ende der 1980er Jahre. Sie beschrieb damit ein Lebensgefühl, das zuvor schon unter der Bezeichnung ‚Cosy home‘ thematisiert worden war. Wie andere Forscher konnte Popcorn in Studien beobachten, dass Menschen in Zeiten heftiger äußerer Unruhen – seien es politische, gesundheitliche oder finanzielle Krisen – dazu tendieren, sich vermehrt zu Hause einzuigeln, dort, wo Sicherheit und Frieden herrschen, wo die Welt noch in Ordnung ist. Der Trend existiert also durchaus schon länger.

Wie wird der Trend (aus)gelebt?

Der immer beliebtere Trend Cocooning wirkt sich sowohl auf das häusliche als auch auf das gesellschaftliche Leben aus. Um ihn umzusetzen und zu zelebrieren, rücken Menschen ihr Zuhause und das Wohnen darin in den Fokus. Sie verlagern auch das Zusammensein mit den Liebsten nahezu vollständig in die eigenen vier Wände. Zusammen kochen, lustige Spiele- und Filmabende oder sogar private Tanzpartys veranstalten: All das bereitet diesen Menschen nicht nur Freude, sondern ist in der heimischen Umgebung für sie auch am gemütlichsten, persönlichsten und am vertrautesten.

cocooning zusammen kochen
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Heimelig wohnen – so geht’s

Bevor du deine Freunde in deinen Kokon einlädst, solltest du für ein Plus an Behaglichkeit sorgen. Auch für dich allein ist das elementar, wenn du dich gemäß dem Trend heimelig fühlen willst. Bevor wir uns unserer Spezialdisziplin, dem Schlafzimmer, widmen, liefern wir ein paar Inspirationen für die anderen wichtigen Räumlichkeiten zu Hause:

  • In der Küche etwa lädt eine kleine Ansetztheke mit zwei Barhockern zum geselligen Kochen, gemütlichen Pausenkaffee und dem Genießen kleiner Snacks zwischendurch ein.
  • Im Badezimmer sind es Details wie eine Regendusche, eine große Badewanne oder ein Whirlpool, ein kleiner Bereich zum Sitzen und das stilvolle Arrangieren dekorativer Elemente wie Duschgels, Badeperlen und ähnlichen Accessoires, mit denen du ein besonders wohnliches Ambiente zauberst.
  • Im Wohnzimmer eignet sich das Schaffen einzelner Zonen, um eine gemütliche, aber dennoch strukturierte Atmosphäre zu verwirklichen. Es geht definitiv nicht darum, unbedingt eine gigantische Wohnlandschaft zu integrieren. Gestalte beispielsweise einen Kuschelbereich mit Sofa und Wohnwand gegenüber sowie eine separate Lesezone mit Sessel und Stehlampe.

Cocooning im Schlafzimmer – Anregungen und Tipps

Neben dem Wohnzimmer ist das Schlafzimmer zweifelsohne der wichtigste Raum für den Trend Cocooning, schließlich geht es in keinem anderen Zimmer so sehr um Gemütlichkeit und Entspannung wie dort. Deshalb schreit der Lifestyle geradezu danach, dem komfortablen Bett und den hochwertigen Schlafzimmermöbeln besonders große Aufmerksamkeit zu schenken.

Verwandle dein Schlafzimmer in einen Ort, der nicht allein dem Schlaf, sondern umfassender der Erholung und dem Genuss dient.

Das Bett als Zentrum des gemütlichen Schlaf(t)raums

Am wichtigsten ist natürlich ein hochwertiges, gemütliches Bett, auf das du dich Nacht für Nacht freuen kannst. Die komfortable Matratze und der hochwertige Lattenrost müssen speziell auf deine individuellen Voraussetzungen und Anforderungen abgestimmt sein.

Schwarzwaldmarie Boxspring, Boxspringmatratze, Tonnentaschenfederkern, waschbar, Made in Germany

Allgemein spiegelt ein Boxspringbett beziehungsweise eine Boxspringmatratze den Charakter des Cocooning gut wider, denn dieser Betten- und Matratzentyp bietet mit seiner großzügigen Polsterung ein hohes Maß an Komfort – immer unter der Voraussetzung, dass die Qualität stimmt. Funktionalität ist jedoch nicht alles. Auch das Design spielt eine wesentliche Rolle.

Massivholzbett Skadi aus Fichte mit Kopfteil, Farbton Weiss, lackiert

Warm und behaglich wirken vor allem opulente Polster- oder Naturcharme ausstrahlende Holzbetten im skandinavischen Landhausstil. Ergonomische Kissen und kuschelige Bettdecken, bezogen mit haptisch wie optisch zur jeweiligen Jahreszeit, zum Wohnstil und auch zum eigenen Geschmack passenden Bettbezügen, machen das Bett zur nächtlichen Komfortzone. Tagsüber vermitteln eine edle Tagesdecke und Zierkissen den Cocooning-Lifestyle.

Ideen für das Plus an Behaglichkeit

Auf den Nachttischen, die mit dem Bett harmonieren sollten, sind es vermeintliche Kleinigkeiten, die für ein Gefühl von Heimeligkeit sorgen: das Buch, das du gerade liest, der warmweiße, gedimmte Schein einer Nachttischlampe oder das Flackern einer Stumpenkerze, eine Tasse Kaffee am Morgen, ein Kännchen Tee am Abend heben die Gemütlichkeit merklich an.

Bubema Nachttisch Mondera, Massivholz mit Schublade cocooning

Ein gepolsterter Sessel an einem schmalen Schreibtisch ist ein wunderbarer Platz, um vor dem Zubettgehen Erlebtes beim Schreiben ins Tagebuch Revue passieren zu lassen. Vielleicht lässt sich der Schreibtisch zusätzlich als Schminktisch nutzen. Die Wände wollen in erster Linie unaufgeregt gestaltet sein. Du musst sie nicht puristisch weiß belassen, sondern kannst sie auch in einer hellen Pastellfarbe streichen, die sich mit den Möbeln verträgt.

Hier und da sorgen Akzente wie Spiegel, Bilderrahmen oder Wandtattoos für eine persönliche und gemütliche Note. Achte nur darauf, dass du es mit der Dekoration nicht übertreibst, und behalte stets das harmonische Ganze im Blick.

Achte auf natürliche Möbel und Accessoires

Zwar haben die Themen Natur und Nachhaltigkeit nicht direkt mit Cocooning zu tun, doch es bietet sich an, die beiden Trends zu kombinieren, wenn das Wohnen neu ausgerichtet werden soll. Indem du auf Möbel und Accessoires aus nachhaltigen Materialien setzt und hübsche Pflanzen in den Zimmern verteilst, bereicherst du dein Heim und sorgst für ein natürliches Ambiente.

Hasena Nachttisch Mido, zur Montage am Bett, Kernbuche natur geoelt, aus der Wood-Line-Serie cocooning

Die Frage ‚Was ist Cocooning?‘ lässt sich eigentlich sehr einfach beantworten: Der Lebens- und Wohntrend meint, sich in sein Zuhause voller Gemütlichkeit zurückzuziehen. Damit das gelingt, hast du die herausfordernde, zugleich aber auch sehr schöne Aufgabe, deine Wohnung oder dein Haus so zu gestalten, dass du dich darin rundum wohlfühlst – so sehr, dass du deine Zeit allein und in Gesellschaft am liebsten daheim verbringst.