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Modernes Schlafzimmer
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Das Bett aufstellen

« Der richtige Platz von der Theorie bis zur Planung »

Im Vergleich zu anderen Räumen unterscheiden sich die wesentlichen Bedingungen und das grundlegende Konzept erheblich, wenn Menschen ihr eigenes Schafzimmer einrichten. Während die übrigen Zimmer in einem bestimmten Umfang ebenfalls für Besucher und fremde Personen vorgesehen sind, dient das Schlafzimmer ausschließlich dem eigenen Gebrauch. Um dort Entspannung und einen guten Schlaf zu erreichen, sind vollständig andere Faktoren als bei dem Einrichten anderer Wohn- und Arbeitsbereiche ausschlaggebend. Ein wichtiger Punkt darunter ist, wo sich das Bett aufstellen lässt, um perfekte Voraussetzungen für Ruhe und die Positionierung weiterer Schlafzimmermöbel zu schaffen.

Perfekt ein Bett aufstellen – Theorien von Feng Shui bis zu unbewusster Psychologie

Bei wohl keinem anderen Möbelstück existieren so viele und teilweise einander widersprechende Modelle, Theorien und Erklärungsmuster für dessen Position wie bei dem Bett. Sie reichen von religiösen Begründungen über physikalische Berechnungen zur Verteilung von Luftströmungen und Schadstoffen bis zu ästhetischen Denkschulen und Prinzipien. Dazu kommen noch traditionelle Ansätze, die sich nicht selten aus dem Aberglauben oder aus konkreten Erwägungen der persönlichen Sicherheit ableiten – in manchen Fällen stehen beide Überlegungen gar in bemerkenswerter Weise in Einklang. So entwickelte sich lange Zeit in einigen Regionen ein fester Brauch, nach dem Bewohner ihr Bett in einer möglichst großen Entfernung zu jeder Öffnung in der Wand aufstellen. Der Grund lag in der durchaus schlüssigen Annahme, dass böse Geister – oder nächtliche Eindringlinge – auf diese Weise einen weiteren Weg zurücklegen müssten und dadurch leichter abgewehrt werden könnten.

Bett mit Bettdecke und Kissen

In der modernen Zeit spielen solche Gedanken hingegen keine bedeutende Rolle mehr bei der Überlegung, wie Menschen ihr Schafzimmer einrichten und dabei das Bett aufstellen. Dafür existieren zahlreiche andere Theorien, die mehr oder weniger gut begründet bis zu schwer nachvollziehbar sind. Wachsender Popularität erfreut sich zum Beispiel das asiatische Feng Shui, das sich sowohl auf die Wohnfläche als Makro- wie auf das Schlafzimmer als Mikrokosmos anwenden lässt. Erfreulich ist zweifellos die Bedeutung, die es Schlafzimmer und dessen Schlafzimmermöbel zuweist. Es betrachtet diese Räumlichkeit als die wichtigste überhaupt, in der störende Einflüsse unbedingt zu vermeiden sind. Nach seinen Regeln sollten Bewohner ein Bett so aufstellen, dass es an beiden Schmalseiten eine feste Wand begrenzt und sie mit dem Kopf zur Tür und den Füßen zu einer Wand schlafen. Darüber hinaus existieren zahlreiche weitere, detaillierte Vorschriften wie etwa ein Abstand von mindestens 1,50 Metern zum nächsten Fenster.

Psychologen und andere Wissenschaftler nähern sich der Frage, wo Menschen ihr Bett aufstellen sollten, wiederum aus anderen, eigenen Gesichtspunkten. Dabei raten die meisten Psychologen für das Bett grundsätzlich zu einer ruhigen Position zum Beispiel in einer Ecke, an der der Schläfer weder einer Tür noch einem Fenster den Rücken zuwendet. Sie begründen diesen Rat damit, dass durch die Evolution und die menschliche Geschichte eine mögliche Annäherung von hinten im Menschen eine instinktive, dauerhafte Anspannung entstehen lässt. Diese im Unterbewusstsein verankerte Furcht vor plötzlichen Gefahren verhindert ein Gefühl der Geborgenheit und beeinflusst sowohl das Einschlafen wie auch die Schlafqualität negativ.

Modernes Schlafzimmer mit Primera Perkal-Bettwäsche 2-teilig

Wenn es hingegen um die Position relativ zum Fenster geht, zeigen sich Psychologen, Mediziner, Biologen und Chemiker überraschend einig – obschon jeder aus einem eigenen Grund. Wenn es sich vermeiden lässt, sollte ein Bett nicht zu nah am Fenster stehen. Mediziner begründen dies mit der Zugluft und der daraus resultierenden Möglichkeit einer Unterkühlung, Psychologen mit dem angeborenen, instinktiven Misstrauen. Biologen und Chemiker verweisen stattdessen auf die höhere Dichte an Keimen und Schadstoffen, die durch die Öffnung von außen eindringen und sich besonders in Städten und Gebieten mit hoher Umweltbelastung negativ auswirkt.

Grundlegende Überlegungen bei der Position des Bettes

Ohne die Qualität und Gültigkeit einzelner Ansätze in bestimmter Weise zu werten – es bleibt eine unbestrittene Tatsache, dass sich lediglich wenige Menschen an eine feste Theorie binden, wenn sie ihr Bett aufstellen und das Schafzimmer einrichten. In den meisten Fällen spielen praktische Überlegungen, persönliche Vorlieben wie die eigene Vorstellung von Ästhetik und lokale Voraussetzungen wie Größe und Grundriss des Schlafzimmers die entscheidende Rolle. Das bedeutet allerdings keinesfalls, dass deshalb das Aufstellen des Bettes und der Schlafzimmermöbel instinktiv und ohne vorhergehende Planung erfolgen sollte. Es gibt einige Aspekte, die immer eine Rolle spielen, um den Schlaf zu verbessern und das Auftauchen von späteren Schwierigkeiten zu vermeiden.

Zunächst einmal ist es für das Ein- und Durchschlafen wichtig, dass sich die betreffende Person im Schlafzimmer wohlfühlt und sich möglichst tief entspannen kann, ohne dass sie die Umgebung dabei beeinträchtigt.

Aus diesem Grund muss beim Aufstellen der Möbel darauf geachtet werden, dass keine negativen Faktoren wie Unordnung, Enge oder andere vermeidbare Störungen entstehen, die später im Alltag Stress verursachen. Eventuell als unangenehm empfundene Elemente – von dem Korb für die schmutzige Wäsche bis zu hässlichen, aber zweckmäßigen Möbelstücken – sollten aus dem Zimmer verbannt oder zumindest außerhalb des Sichtbereichs platziert werden.

Moderenes Bett im Factory-Style

Bei dem Aufstellen der Möbel ist es grundsätzlich sinnvoll, mit dem wichtigsten, größten und optisch dominantem zu beginnen – im Schlafzimmer also eindeutig mit dem Bett. Stehen die individuell wichtigen Prioritäten wie Blickrichtung, Position zu Wand, Fenster und Tür und Ausrichtung einmal fest, ergibt sich anhand dieser meist ein optimaler Standort. Danach kann die weitere Einrichtung entsprechend diesem Fixpunkt verteilt werden, wobei es weiterhin sinnvoll ist, schrittweise von großen zu kleinen Objekten vorzugehen.

Aufstellen des Bettes nach Größe des Schlafzimmers

Zentral in einem Zimmer stehende Möbelstücke – zumal so große wie Betten – dominieren das Erscheinungsbild stark und können einen ebenso wirkungsvollen wie attraktiven Effekt erzeugen. Allerdings führen sie dazu, den angrenzenden, freien Bereich und den gesamten Raum optisch zu verkleinern. Diese Methode eignet sich bei einem ausreichenden Platz, führt ansonsten aber schnell zu einem Gefühl der Enge. Aus diesem Grund ist in kleineren Schlafzimmern oder bei großen Betten das Aufstellen an einer Wand ratsam, um die freie Fläche optisch zu vergrößern und zusätzlich eine höhere Flexibilität bei dem Einrichten mit weiteren Einrichtungsgegenständen zu gewinnen.

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Die Kombination mit anderen Schlafzimmermöbeln

Je nach Zahl und Ausmaß der weiteren Möbel und Einrichtung gestaltet sich die Platzierung aller Gegenstände als eine einfache bis hochkomplexe oder gar unmögliche Herausforderung. Es ist ratsam, sich bei der Auswahl grundsätzlich auf das Notwendige zu beschränken und möglichst viel freien Platz zu erhalten, um eine übersichtliche und nicht gedrängt wirkende Anordnung zu erreichen. Dabei kann durch die Position des Bettes und durch versteckte Elemente wie Bettschubladen der verfügbare Platz erweitert werden, ohne die Stellfläche der Möbel zu erhöhen.

Schlafzimmer mit schicker Kommode

Ein während der Planung häufig übersehener Punkt ist, dass Türen und Fenster sowie bestimmte Möbel für ihre Verwendung einen höheren Platzbedarf als vorgesehen benötigen. Davon sind vor allem Schränke und Kommoden betroffen, die sich ohne einen ausreichenden Freiraum davor nicht problemlos öffnen und schließen lassen. Höhere Aufmerksamkeit erfordern in diesem Zusammenhang speziell solche Schlafzimmermöbel, die wegen ihrer Funktion nicht frei umgestellt werden können – zum Beispiel Nachttische. Ähnliche Ansprüche stellen elektrische Geräte, die sich in der Reichweite einer Steckdose befinden müssen, um die Verwendung von störenden Verlängerungskabeln zu vermeiden.