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Der große Matratzenberater

« Welche Matratze ist für spezielle Ansprüche geeignet? »

Eine neue Matratze zu kaufen, kann eine wahre Herausforderung bedeuten. Schließlich hängt von der Schlafunterlage nichts Geringeres ab als deine erholsame Nachtruhe – und damit ebenso Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden für jeden Tag. Doch wie lässt sich die richtige finden? Unser großer Matratzenberater verschafft dir den nötigen Überblick!

Einfach richtig liegen

Matratzen bilden die Basis für guten Schlaf – oder sorgen umgekehrt für schlaflose Nächte und einen geräderten Start in den Tag. Denn die Schlafunterlagen wirken sich direkt auf die Schlafqualität aus. Ihre grundlegende Funktion ist es, die Wirbelsäule in der korrekten Ausrichtung zu lagern. Dafür muss das gewählte Modell weich genug sein, um schwerere Körperpartien ein Stück weit einsinken zu lassen, aber fest genug, um sensible Bereiche wie etwa den unteren Rücken ausreichend zu stützen. Richtig gebettet, entspannen sich im Schlaf Muskeln und Gelenke, während alle Zellen ihren Erneuerungsprozess durchlaufen.

Fehlt die ausreichende Stützfunktion hingegen, dann ist das Modell entweder bereits durchgelegen und muss dringend ersetzt werden, oder beim Matratzenkauf ist etwas schiefgelaufen.

Schließlich ist es häufig gar nicht so leicht, im Dschungel verschiedenster Designs für zahlreiche Ansprüche das richtige Exemplar für die eigenen Bedürfnisse zu finden. Um Fehlkäufe zu vermeiden und überalterte Schlafunterlagen gezielt auszutauschen, hilft der Matratzenberater mit dem nötigen Know-how dabei, den Fokus auf die wirklich wesentlichen Kriterien zu legen. Dafür lautet die wichtigste Leitlinie gleich vorweg: Die eine perfekte Matratze für alle gibt es nicht. Vielmehr entscheidet das Zusammenspiel zahlreicher persönlicher Voraussetzungen darüber, welche Schlafunterlage es zu kaufen gilt.

Ein junges Paar beim Matratzenkauf in einem Bettgeschäft
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Matratzenberater – die fünf wichtigsten Faktoren bei der Auswahl

Gemäß der folgenden Checkliste sollte der Matratzenkauf genau auf die Ansprüche der neuen Besitzer abgestimmt sein.

  1. Körpergröße
  2. Statur
  3. bevorzugte Schlafposition
  4. Allergien sowie körperliche Beschwerden
  5. gewünschtes Liegegefühl im Bett

Für eine Single-Matratze ist das häufig einfacher als im Doppelbett. Im Zweifelsfall gilt, dass jeder Partner seine eigene Schlafunterlage bekommen sollte, wenn die jeweiligen körperlichen Gegebenheiten zu stark voneinander abweichen. In einem Bett ab 160 cm Breite lassen sich problemlos zwei 80 cm breite Matratzen unterbringen. Aber wie genau wirken sich die fünf Hauptkriterien auf die anschließende Auswahl aus?

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Einfluss von Größe und Statur

Sowohl die Körpergröße als auch das Gewicht und vor allem die Proportionen entscheiden darüber, welche Schlafunterlage der Matratzenberater empfiehlt. Zunächst leitet sich aus den Zahlenwerten ein Anhaltspunkt für den passenden Härtegrad ab. Da dieser jedoch nicht genormt ist, können für dieselbe Person je nach Matratzenhersteller unterschiedliche Härtegrade infrage kommen. Je höher der Härtegrad, desto fester die Schlafunterlage.

Darüber hinaus sollten sehr große Menschen sich nicht mit Standardmaßen zufriedengeben. Für alle, die die 1,90 m überschreiten, empfiehlt der Matratzenberater eine Matratzenausführung in Sondergröße: Mittlerweile sind immer öfter extragroße Matratzen mit einer Länge von 220 cm erhältlich. Dieses kleine Plus trägt erheblich zum komfortablen Liegen bei. Denn wer sich Nacht für Nacht krümmt, um in sein Bett zu passen, entwickelt über Dauer Verspannungen und Fehlhaltungen. Neben den reinen Empfehlungen, welche Festigkeit und Länge bei welchem Körperbau am ehesten zu korrekten Liegen führt, spielt natürlich auch das rein subjektive Empfinden eine Rolle.

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Das optimale Liegegefühl

Bist du bevorzugter Bauchschläfer oder schläfst du am besten auf dem Rücken oder alternativ in der seitlichen Lage? Wer hier ein klares Muster erkennt, kann es sich beim Kauf zunutze machen. Viele Hersteller geben bereits an, zu welchen Schlaftypen das jeweilige Modell am ehesten passt. Der Hintergrund dafür sind meist spezielle Liegezonen. Diese können dafür sorgen, dass die Lendenwirbelsäule in Rückenlage besondere Unterstützung findet, während die Schultern beim Schlafen auf der Seite gut in die Unterlage einsinken können.

Denn als ergonomisch korrekt gilt eine Liegeposition, in der die Wirbelsäule ihre natürliche Doppel-S-Krümmung behält. Auch in der Seitenlage sollte die Wirbelsäule gerade bleiben und keinesfalls abknicken. Jeder Matratzenberater ermittelt anhand der Körperproportionen, welcher Härtegrad dafür nötig wird. Aber natürlich sollte sich das Liegen in erster Linie bequem anfühlen. Einige Menschen lieben es, sich getragen zu fühlen, während andere gerne tiefer einsinken und damit weicher liegen. Gerade ältere Menschen mit empfindlicher Haut und möglicherweise Gelenkproblemen benötigen ein softeres Liegegefühl. Dieser Punkt ist vor allem dann ausschlaggebend, wenn die Entscheidung zwischen zwei Härtegraden schwankt. Tatsächlich sagt der Körper mit seinen Signalen bereits einiges darüber aus, welche neue Schlafunterlage er sich wünscht.

Eine Frau testet eine Matratze in einem Bettgeschäft Matratzenberater
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Körperliche Beschwerden

Früher galt die Regel, dass ein schmerzender Rücken möglichst hart liegen sollte. Dies ist mittlerweile allerdings absolut widerlegt. Stattdessen ist es bei bestehenden Rückenleiden umso wichtiger, ein Modell mit der passenden Stützfunktion für den eigenen Körpertyp zu finden. Unser Matratzenberater empfiehlt hier, gezielt punktelastische Matratzen zu kaufen. Anders als flächenelastische Ausführungen geben diese entsprechend in dem Bereich nach, in dem der Druck ausgeübt wird. Sie korrespondieren also mit dem Körper.

Allergien zählen zur zweiten Gruppe der körperlichen Kriterien, die in der Matratzenberater-Checkliste unbedingt Berücksichtigung finden sollten. Einerseits kann das Matratzenmaterial selbst bereits ungeeignete Bestandteile mitbringen, Latex etwa. Darüber hinaus sollten insbesondere für Hausstauballergiker immer waschbare Bezüge mit an Bord sein.

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Matratzenberater-Fazit: Das richtige Material finden

Wer sich auf der Suche nach einer neuen Matratze gerade auf der Odyssee durch verschiedenste Materialarten befindet, wundert sich vielleicht, im Matratzenberater bisher noch nichts über das beste Kernmaterial gelesen zu haben. Tatsächlich geht die Materialwahl beim Matratzenkauf in der Regel aus den fünf Kriterien der Checkliste hervor oder ordnet sich diesen unter.

Grundsätzlich gelten alle Schaummatratzen unabhängig vom Härtegrad als etwas softer, während Federkernmodelle für ein festeres Liegegefühl bekannt sind. Unter den Federkernmatratzen verzichtet die günstige Bonellfederkern-Variante auf Punktelastizität: Im Matratzenberater fällt sie deshalb bei allen Rückenproblemen durch und eignet sich eher für unkomplizierte Einsätze im Gästebett oder bei den leichten Körpern von Kindern und Jugendlichen. Neben dieser Eingrenzung sollten vor allem starke Schwitzer einen genaueren Blick auf das Material werfen: Hier sorgen besonders atmungsaktive Ausführungen für ein angenehm trockenes Liegegefühl und beugen Schimmelbildung vor. Einige Modelle bringen spezielle kühlende Bezüge mit.

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Allgemein empfehlen sich hier am ehesten Kaltschaummatratzen aufgrund ihrer feinen Luftkanälchen, oder Taschenfederkernmodelle mit einer optimalen Luftzirkulation dank ihrer vernetzten Struktur. Wer darauf achtet, die neue Matratze gemäß der individuellen Anforderungen des eigenen Körpers zu kaufen, wird darauf langfristig bequem und gut in seinem Bett schlafen.