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Hund oder Katze im Bett

« Umstrittenes Thema Haustiere im Schlafzimmer »

Für viele Besitzer stellt sich die Frage, ob sie ihre Haustiere – meistens Hunde oder Katzen – im Bett schlafen lassen. Was einige vehement ablehnen und sogar als eklig empfinden, ist für andere eine Selbstverständlichkeit. Ähnlich kontrovers diskutieren ebenfalls Mediziner und Wissenschaftler dieses Thema und sind weit davon entfernt, einen Konsens zu finden. Für beide Seiten gibt es zahlreiche starke und überzeugende Argumente, die gründlich gegeneinander abgewogen werden sollten. Neben konkreten Gründen wie einer Allergie gegen Tierhaare, die den Aufenthalt auf der Matratze ohnehin ausschließen, sprechen verschiedene Faktoren für die eigene Position.

Haustiere im Schlafzimmer: Eine dauerhafte Kontroverse

Bereits die Frage, ob Hunde oder Katzen überhaupt in ein Schlafgemach gehören, ist umstritten. Es ist noch relativ einfach, einem Hund einen festen Platz zuzuweisen, den dieser respektiert – bei einer Katze fällt dies hingegen deutlich schwerer. Dauerhaft ist es nur schwer möglich, dieser beizubringen, den eigenen Bereich als „fremdes“ und nicht zugängliches Territorium zu akzeptieren. Schlafen Katzen also im Zimmer, werden sie sich automatisch den für sie gemütlichsten Ort aussuchen – das sind in der Regel die bequemen Betten.

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Haben sie dieses erst einmal entdeckt, ist es fast unmöglich, sie daraus wieder zu verjagen. Einer der wichtigsten Gründe, die grundsätzlich gegen einen Aufenthalt sprechen, sind die Haare, die eine Haustierallergie auslösen können. Dieses Problem betrifft vor allem jüngere Menschen, bei denen sich eine Allergie schnell entwickeln kann. Der zeitweilige Kontakt mit Tieren gilt dabei als ein Schlüsselfaktor, der das Entstehen eher verhindert, wie zahlreiche Studien bestätigen. So zeigen Kinder, die auf dem Land und im Besonderen auf Bauernhöfen aufwachsen, eine geringere Neigung, Allergien zu entwickeln.

Vermenschlichung von Haustieren
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Anders sieht es allerdings bei einem engen Verhältnis und einer einzigen Tierart wie Katzen aus: Hier steigt das Risiko einer Haustierallergie deutlich an. Ein Risiko besteht ebenfalls im fortgeschrittenen Alter. Neben der Hygiene besteht dieses unter anderem in der Übertragung von Parasiten – seien es Insekten wie Zecken und Flöhe oder interne Schädlinge, wie Würmer. Alle drei Formen können zusätzliche Krankheiten übertragen, die unter Umständen für den direkten Wirt harmlos sind, bei einem Menschen aber schwere akute und chronische Leiden bewirken. Diese Gefahren entstehen bereits durch einen sehr engen Kontakt, ohne dass sich das Haustier in Betten aufhält – steigen jedoch mit wachsender Nähe kontinuierlich an.

Vermenschlichung von Haustieren – eine häufige Erscheinung

Grundsätzlich ist es für die Gesundheit der Tiere niemals notwendig, in einem Bett zu schlafen. Im Gegenteil – nahezu alle Rassen besitzen eine lange, evolutionäre Geschichte als Nutztiere und sind in der Lage, extreme Situationen wie Frost oder Feuchtigkeit zu tolerieren, ohne dass diese eine gesundheitliche Gefahr für das Tier darstellt. Wie Wölfe sind viele Hunde durchaus in der Lage, sogar bei Schnee einen angemessenen Schlafplatz zu finden – ihr dickes Fell schützt sie zuverlässig vor der Kälte. Wie Menschen ihr eigenes Bewusstsein in Tiere projizieren, gilt dies allerdings auch umgekehrt.

Fuer Hunde sind Menschen Bestandteil eines Rudels
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Für Hunde sind Menschen Bestandteil eines Rudels und in diesem gilt eine klare Hierarchie, die durch konkrete Handlungen hergestellt wird. Schläft ein Haustier im Bett seines Besitzers, kann er dies als eine Gleichstellung in der Rangfolge interpretieren und dazu führen, dass er dieses – für ihn selbstverständliches – Territorium gegen Eindringlinge verteidigt. Das betrifft häufig einen neuen Partner, kann sich in Extremfällen aber auch gegen den Eigentümer wenden – ein Hund lässt ihn in dieser Situation nicht mehr in das Bett und beginnt einen Machtkampf. Das Zuweisen eines separaten Schlafplatzes stellt einen Akt der Autorität dar, welchen Tiere respektieren, solange er konsequent erfolgt – eine temporäre oder dauerhafte Abweichung legen diese unter Umständen als Führungsschwäche aus.

Katze oder Hund auf der Matratze – positive Effekte sind unbestritten

Etwa ein Drittel aller Besitzer lässt ihren Hund oder ihre Katze im Bett schlafen und tut dabei – entgegen aller bisher genannten Argumente und der Haare in ihrer Schlafstätte – durchaus etwas Gutes. Denn es ist zweifellos anerkannt, dass dieses ebenfalls positive Effekte hat. Obwohl Haustiere im Bett nicht hygienisch sind, lässt sich dieses Problem durch regelmäßiges Putzen und Wechseln der Bettwäsche ohne Einschränkungen unter Kontrolle bringen. Und letztendlich stehen diesem Umstand konkrete Vorteile gegenüber. Zunächst einmal ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Gesellschaft von Hunden und Katzen eine Person ruhiger schlafen lassen. Andere Menschen beeinflussen den Schlaf negativer als zum Beispiel ein Hund.

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Auch die Tierhaare stellen nur eine begrenzte Einschränkung dar, sofern die anderen Umstände – ein häufiger Wechsel der Bettwäsche, die Reinigung der Umgebung und ein ruhiger Schlaf – stimmen. Ab einem Alter von etwa 25 Jahren ist es darüber hinaus wenig wahrscheinlich, dass Tierhaare zum Beispiel durch eine Katze im Bett und engen und dauerhaften Kontakt noch eine Haustierallergie verursachen. Repräsentative Umfragen kommen zu dem Ergebnis, dass etwa ein Drittel aller Besitzer ihre Haustiere auf der eigenen Matratze schlafen lassen.

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Interessanterweise ist diese Zahl in westlichen Kulturräumen – von den USA bis zu Europa – nahezu identisch. Auch bei der Art der Tiere zeigen sich kaum Unterschiede, sie machen zu mehr als 90 Prozent Hunde oder Katzen aus. Beide besitzen eine über Jahrtausende anhaltende Kultivierung, durch die sich eine enge Symbiose zwischen den Spezies ergibt.

Negative Auswirkungen lassen sich minimieren

Gegen Parasiten existieren effiziente und zuverlässige Mittel, die sie entweder vertreiben oder abtöten. Aus diesem Grund ist es unverzichtbar, dass bei Haustieren eine entsprechende Behandlung vorgenommen wird – sowohl in der Form einer Entwurmung wie in anderen präventiven Maßnahmen wie dem Zecken- und Flohschutz. Haare bedeuten gegenüber dieser Gefahr nur eine geringe Belastung und sind lediglich bei einer speziellen Empfindlichkeit aufgrund einer Allergie relevant. Feste Regeln und Grenzen sind beim Halten von Haustieren ohnehin unverzichtbar. Haustiere reflektieren nicht und besitzen kein direktes Bewusstsein für den eigenen Körper, was sich unter anderem in ihrem Fressverhalten zeigt.

Haustiere reflektieren nicht und besitzen kein direktes Bewusstsein fuer den eigenen Koerper
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Aufgrund der evolutionären Entwicklung geht ihr Organismus stets davon aus, dass Nahrung eine sehr begrenzte Ressource ist. Eine dauerhafte und übermäßige Fütterung bewirkt zwangsläufig eine Verfettung, die die Lebenserwartung unvermeidbar beeinträchtigt. Wichtig ist in jedem Fall, die Autorität innerhalb des Verbundes sicherzustellen. Es liegt in der Natur eines Rudeltieres, sich einen Rang als Alphatier zu erkämpfen. Dieser definiert sich unter anderem durch die Zuteilung einer Schlafstelle – wenn sich daraus eine Konfrontation entwickelt, ist es deshalb unverzichtbar, konsequent zu bleiben.

Tiere auf der Matratze – bei kleinen Kindern ein Tabu

Haustiere von jungem bis mittlerem Alter suchen fast immer eine Herausforderung – Kinder sind dieser häufig nicht gewachsen. Ein zu enges Verhältnis, das beispielsweise das gemeinsame Schlafen darstellt, führt häufig zu Problemen. Besonders das Heranwachsen von Kindern stellt Tiere vor ein konkretes Problem – sie genießen in den ersten Lebensjahren einen gewissen „Welpenschutz“, werden aber später naturgemäß von den Tieren verstoßen. Ein zu enges Verhältnis befördert diesen Konflikt und sollte deshalb strikt vermieden werden.

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Katze oder Hund im Bett – eine individuelle Entscheidung

Konkrete Gründe sprechen sowohl für wie auch gegen ein Haustier, das sich die Matratze mit ihrem Besitzer teilt. Die letzte Entscheidung über dieses Problem hängt von zahlreichen Faktoren wie der Größe und dem Charakter des Tieres ab. Allgemein darf einem territorialen Anspruch niemals stattgegeben werden – jedes Haustier muss sich seinem Besitzer unterordnen und dessen Entscheidungen akzeptieren. Selbstverständlich erlaubt es sich ohnehin einige „Frechheiten“ wie das Schlafen auf der Matratze, wenn es die Gelegenheit sieht. Solche Übertretungen sollten aber unverzüglich durch Verscheuchen geahndet werden, sofern sie nicht erwünscht sind.