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Lattenrost stabil und robust

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Neben der Matratze stellt der Lattenrost mit Sicherheit das wichtigste Element für ein hochwertiges und individuell angepasstes Bettsystem dar. Doch oft wird bei der Anschaffung eines neuen Schlafsystems die Wahl des optimalen Rostes vernachlässigt. Viele Käufer gehen davon aus, dass es genüge, wenn der Lattenrost stabil und solide sei. Tatsächlich solltest du auf diese Kriterien achten, wenn du dir einen neuen Rost kaufst, allerdings lohnt es sich, noch weitere Eigenschaften zu berücksichtigen. So spielt der Abstand der Federleisten und das Matratzenmodells deines Betts eine entscheidende Rolle bei der Wahl des optimalen Rostes.

Lattenroste – ein wichtige Komponente für ausgewogenen Schlaf

So selbstverständlich ein Lattenrost heute zu einem Bett – von den immer populärer werdenden Boxspringbetten einmal abgesehen – gehört: Geschichtlich betrachtet stellt er eine neumodische Erfindung dar, die sich erst ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts etablierte. Davor bestanden die Betten üblicherweise aus einer geschlossenen Holzdecke, auf die eine Matratze oder Säcke mit Stroh, Wolle oder Textilresten gelegt wurden. Nachdem im 19. Jahrhundert zunächst die Federkernmatratze den Schlafkomfort erheblich verbesserte, folgte ihr ein spezielles und neuartiges Bettsystem, das zahlreiche Vorteile aufwies und auf diese neue Unterlage ausgerichtet war. Die Rede ist vom Lattenrost.

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Selbstverständlich muss ein Rost für das Bett stabil sein, er sollte aber nicht zu starr sein, sondern eine zusätzliche Federwirkung entwickeln. Diese ergänzt sich ausgezeichnet mit einer ebenfalls federnden Matratze, da durch die Federung des Rostes eine höhere Dämpfung an stark belasteten Stellen entsteht. Um diesen Effekt noch zu verbessern, verwenden moderne Modelle leicht gebogene Federleisten, die ihre Stützkraft dreidimensional nach oben verteilen. Die stark belastete Mitte biegt sich dadurch rascher, während an den Seiten ein starrer, stabiler Lattenrost das Gewicht ohne Nachgeben direkt aufnimmt.

Die nach oben gebogenen Leisten eines Lattenrostes in Nahaufnahme Lattenrost stabil
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Ein weiterer wichtiger Aspekt besteht darin, dass die Lücken eines Lattenrosts eine gute Durchlüftung des Betts ermöglichen. Auf diese Weise verbessern sich die Atmungsaktivität und das Schlafklima deutlich, weil sich die Feuchtigkeit nicht sammelt und staut, sondern durch die Schwerkraft nach unten sinkt und verdunstet. Ein zu großer Abstand zwischen den Leisten kann aber dazu führen, dass das gesamte Bettsystem weniger stabil reagiert. Außerdem können zu große Abstände auch das Material der Matratze beschädigen.

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Entscheidendes Kriterium: der passende Abstand zwischen Leisten

Die Lücken zwischen den einzelnen Leisten wirken sich also positiv auf die Durchlüftung aus, verhindert jedoch auf der anderen Seite, dass die Matratze auf ihrer gesamten Länge stabil von unten gestützt wird. Unterschiedliche Werkstoffe wie Latex-, Gel-, Visco- oder Kaltschaum sowie Federkernmatratzen reagieren dabei unterschiedlich auf den fehlenden Gegendruck. So benötigt zum Beispiel eine schwere Latexschaummatratze eine stärkere Stützkraft durch den Rost. Klassische Federkernmatratzen sind dagegen gut für Bettroste mit großem Lattenabstand geeignet. Als generelle Faustregel gilt, dass der Abstand nicht mehr als 3 cm aufweisen sollte, damit sich das Gewicht gleichmäßig verteilt und sich der Materialverschleiß nicht beschleunigt.

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Damit ein Lattenrost stabil bleibt, sollte allerdings ebenfalls das Körpergewicht berücksichtigt werden. Da sich die Last des Gewichts während des Schlafes ungleichmäßig im Bett verteilt, erhöht sich die Belastung auf einzelne Leisten erheblich, während andere Zonen praktisch gar nicht belastet werden. Aus diesem Grund empfiehlt sich für robust gebaute Menschen ein stabiler Lattenrost mit einer höheren Anzahl von Querstreben, die dafür entsprechend dünner ausfallen. Dies gewährleistet eine ausgezeichnete Punktelastizität über die gesamte Länge der Matratze. So ist für die Anpassung der empfindlichen Zonen wie Becken-, Rücken- und Halspartie im Schlaf gesorgt. Sollten diese Körperpartien nicht ausreichend stabil gelagert sein, können leicht nachgebende Spalten zwischen den einzelnen Rostleisten entstehen, die sich negativ auf den Schlafkomfort auswirken.

Eine junge Frau steckt sich genüsslich im Bett Lattenrost stabil
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Fest oder verstellbar – was sind die Vorteile?

Zu den typischen Modellen mit festen Leisten zählt der traditionelle Rollrost, er entspricht allerdings oft nicht mehr den zeitgemäßen Ansprüchen an ein hochwertiges Schlafsystem. Seine Weiterentwicklung mit Federleisten stellt zwar einen gewissen Fortschritt dar, ermöglicht aber ebenfalls keine individuelle Anpassung. Um den verstellbaren Lattenrost stabil und dabei gleichzeitig flexibel anpassen zu können, weisen moderne Varianten eine bestimmte Zahl von Doppelleisten auf, die sich über einen Schieber oder eine Klammer an beiden Seiten miteinander verbinden lassen. Dadurch ist die Härte jeder einzelnen Leiste verstellbar, weil sich durch den Anpressdruck der Widerstand ändert.

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Individuelle Anpassung durch Schieber

Grundsätzlich empfiehlt sich stets ein Lattenrost, der stabil und dabei in seiner Abstimmung verstellbar ist. Dadurch lässt sich die Einsinktiefe auf dem Bett individuell regulieren, um es perfekt auf den eigenen Körperbau und die Schlafposition abzustimmen. Er bietet sich allerdings ebenfalls an, um ein Doppelbett auf die Bedingungen von zwei unterschiedlich gebauten Partnern oder Körperhaltungen anzupassen.

Der Härtegrad-Schieber umschließt zwei direkt übereinander liegende Latten und verbindet diese zu einer festen Einheit. Liegen beide über eine lange Distanz unmittelbar aufeinander, verstärken sie sich gegenseitig und bewirken eine hohe Härte. Je weiter man den Schieber in die Mitte bewegt, desto weicher wird die Lattenkonstruktion.

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Die optimale Einstellung für verschiedene Situationen

Die Feinjustierung bewirkt graduelle Veränderungen, die den Lattenrost stabil halten, die Merkmale der Matratze jedoch anhand persönlicher Kriterien unterstützen oder variieren. Für unterschiedliche Szenarien bieten sich dabei einige generelle Muster an, die sich als Vorlagen verwenden und anschließend individuell nach eigenen Bedürfnissen abwandeln lassen. Ideal für Rückenschläfer ist ein nach oben und unten geöffnetes und in der Mitte gespiegeltes V, bei der die Härte zur Spitze zunimmt. Menschen, die im Schlaf öfter zwischen Seiten- und Rückenlage wechseln, sollten hingegen eine Herzform bevorzugen.

Bauchschläfer benötigen wiederum eine eher harte Liegefläche, weil sie sonst ein Hohlkreuz bilden und das Einsinken zudem die Atmung behindert.

Am Ende ist jedoch die Einstellung des Lattenrostes von Körperstatur, Matratze und persönlichen Vorlieben abhängig. Es wird empfohlen bei Unsicherheit den Rat eines Fachberaters hinzu zu ziehen.