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Vater und Sohn beim Matratzenneukauf -Neue Matratze: Eingewöhnungszeit und körperliche Umstellung
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Neue Matratze: Eingewöhnungszeit und körperliche Umstellung

« Wie lange dauert es, sich an eine Neumatratze zu gewöhnen? »

Entscheiden Sie sich dazu, eine neue Matratze zu kaufen, um besser zu schlafen, erholter aufzuwachen und tagsüber fitter zu sein, sollten Sie mit einer gewissen Eingewöhnungszeit rechnen. Diese fällt individuell unterschiedlich aus. Wie lange es dauern kann, sich an die neue Schlafunterlage zu gewöhnen und was konkret Einfluss darauf nimmt, erfahren Sie hier.

Und plötzlich diese Rückenschmerzen…

Voller Vorfreude blicken Sie der Einweihung Ihrer neuen Matratze entgegen. Absolut zuversichtlich, endlich zu gutem, gesundem, erholsamem Schlaf zu finden, legen Sie sich abends ins Bett. Im Grunde ist alles angerichtet für eine wohltuende Nachtruhe – doch dann das: Die Matratzenoberfläche fühlt sich hart an, irgendwie „falsch“. Und nach den ersten Nächten kommen auch noch unangenehme Nacken- und Rückenschmerzen hinzu. Die Angelegenheit ist eindeutig, denken Sie: Die Neumatratze passt einfach nicht. Doch Halt, nicht so voreilig. Es muss sich nicht um einen Fehlkauf handeln. Ihr Körper muss sich zunächst einmal um- und eingewöhnen. Erst nach dieser Eingewöhnungszeit ist die neue Schlafunterlage tatsächlich einschätzbar.

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Der Körper braucht Zeit zur Umgewöhnung

Wer zahlreiche Nächte auf seiner gewohnten – wenn auch schon längst durchgelegenen – Schlafmatratze verbracht hat, der wird sich anfangs in der Regel sehr schwertun, sich mit dem unbekannten Liegegefühl auf der neuen Matratze anzufreunden. Dies ist allerdings vollkommen normal und hat einen logischen Grund: Im Laufe der Zeit stellt sich auf der alten Schlafunterlage eine sogenannte Überkorrektur ein. Diese verliert sich oft erst nach einer Eingewöhnungsphase auf der Neumatratze.

Junger Mann sitzt auf Bett mit Nackenschmerzen - Neue Matratze: Eingewöhnungszeit und körperliche Umstellung
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Genauer: Fehlstellungen gleicht der Körper intuitiv aus. Unmerklich gewöhnt man sich an die resultierende Schonhaltung. Legt man sich dann auf die neue Matratze und schläft ein, laufen zu Beginn noch die exakt gleichen Korrekturmuster in der Muskulatur ab, die in den Monaten oder gar Jahren davor notwendig waren. Der Körper stützt weiterhin jene Zonen ab, die er so lange stabilisieren musste. Er versteht nicht auf Anhieb, dass die Schonhaltung auf der neuen Schlafmatratze eigentlich nicht mehr erforderlich ist. In der Folge verhärten sich die Muskeln – und man wacht am Morgen mit steifen Gliedmaßen oder einem blockierten Nacken auf. Natürlich entsteht dann den Eindruck, dass man einen schlechten Kauf getätigt hat. Erst wenn der Körper buchstäblich verinnerlicht hat, dass er sich im Schlaf nun ohne jede Einschränkung entspannen kann, verschwinden auch die „Symptome“.

Wie lange dauert die Eingewöhnungszeit genau?

Wie kurz oder lang sich die Eingewöhnungszeit zieht, hängt von vielen individuellen Faktoren ab, beispielsweise dem jeweiligen Körperbau, dem Gewicht, den Liegegewohnheiten und der Schlafdauer. Gemeinhin benötigen kleinere und leichtere Personen sowie solche, die etwas länger schlafen und/oder sich im Schlaf viel bewegen, weniger Zeit zum Eingewöhnen als Menschen, die groß und schwer sind beziehungsweise kürzer schlafen und dazu neigen, hauptsächlich in einer Position zu liegen.

Die gute Nachricht: Bereits in der ersten Nacht beginnt die Umstellung auf die neue Matratze. Meist ist sie nach zwei bis drei Wochen abgeschlossen. Mitunter dauert es jedoch bis zu sechs Wochen. Umgekehrt gibt es auch Menschen, die gar keine Eingewöhnungszeit brauchen, sondern sich von der ersten Nacht an rundum wohl auf der neuen Unterlage fühlen.

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Die neue Matratze schnell lieben lernen

Es gibt verschiedene „Tricks“, um die Zeit der Eingewöhnung möglichst kurz zu halten und negative Erscheinungen wie Rücken- oder Nackenschmerzen auch in der Phase der Umstellung weitestgehend zu verhindern.

Nachts so viel wie möglich bewegen

Um den Körper im Schlaf aktiv dabei zu unterstützen, sich schnell(er) an die neue Matratze zu gewöhnen, sollte man sich intensiv bewegen. Wer grundsätzlich schon die Tendenz hat, seine Liegeposition häufig zu wechseln, ist hier natürlich im Vorteil. Gehören Sie zu den Menschen, die eine Lage bevorzugen, benötigen Sie allerdings auch nur ein wenig Motivation und Bewusstheit, um Ihr Schlafverhalten zumindest vorübergehend etwas zu verändern. Bleiben Sie nicht steif in Rücken-, Seiten- oder Bauchlage, sondern geben Sie Ihrem Körper die Chance, die neue Schlafunterlage umfassend kennenzulernen.

Frau schläft wie im Himmel - Eingewöhnungszeit und körperliche Umstellung bei einer neuen Matratze ist normal
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Beim Kauf auf passende Parameter der Matratze achten

Selbstverständlich tut sich Ihr Körper bei einer passenden Schlafunterlage leichter, sich rasch einzugewöhnen. Passend bedeutet, dass die wesentlichen Matratzenparameter wie die konkrete Art (Federkernmatratze, Kaltschaummatratze, Latexmatratze usw.), Härtegrad und Zonen optimal auf Ihre physischen Voraussetzungen und Schlafgewohnheiten abgestimmt sein sollten. Kurzum ist es wichtig, schon, wenn Sie eine Matratze kaufen, aufmerksam zu sein und sich im Zweifel von einem Experten beraten zu lassen, um das ideale neue Modell für den eigenen Bedarf zu finden.

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Sonstige Bettelemente überprüfen

Damit Ihr Körper die neue Matratze in der Eingewöhnungszeit schneller akzeptiert, müssen Sie sicherstellen, dass die sonstigen Bettelemente perfekt an die Schlafunterlage angepasst sind. Ist der Lattenrost richtig eingestellt (Zonen, härtere und weichere Abschnitte)? Harmoniert das Kopfkissen mit der neuen Oberflächenspannung?

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Apropos Kopfkissen: Dieses Bettzubehör ist ein häufig unterschätztes Problem. Auch wenn es auf der alten Schlafunterlage vielleicht den Eindruck machte, solide zu sein, kann sich das auf der neuen Schlafmatratze ganz anders gestalten. Möglicherweise ist das Kissen dafür zu flach oder zu voluminös, um Ihren Kopf und Nacken ergonomisch korrekt zu stützen. Deshalb sollten Sie auch dieses Detail unbedingt berücksichtigen und sich gegebenenfalls ein neues Schlafkissen zulegen.

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Geduld walten lassen

Abgesehen von den Dingen, die Sie aktiv unternehmen können, um die Zeit der Umstellung positiv zu beeinflussen, müssen Sie wohl oder übel geduldig sein – insbesondere, wenn Sie sensibler sind und länger brauchen, um auf der neuen Matratze gut zu schlafen.

Andere Ursachen für Verspannungen und Schmerzen in Erwägung ziehen

Wenn Sie auch nach einer mehrwöchigen Umstellungszeit noch den Eindruck haben, immer noch nicht zurechtzukommen, sollten Sie erst andere Ursachen in Erwägung ziehen, ehe Sie die neue Matratze verteufeln. Vielleicht leiden Sie nicht wegen einer vermeintlich unpassenden Schlafunterlage ständig unter Rücken- und/oder Nackenschmerzen, sondern aufgrund von unzureichender Bewegung im Alltag. Besteht der Verdacht auf physische Beschwerden, sollten Sie gegebenenfalls einen Arzt konsultieren.