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Schlafen im Zug

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Wenn einer eine Reise tut, dann hat er was zu erzählen – das gilt selbstverständlich auch bei einer langen Fahrt im Zug. Nicht wenige Erzählungen handeln in diesem Fall allerdings von erfolglosen Versuchen, während der Fahrt Ruhe zu finden, um wenigstens eine kurze Weile im Zug schlafen zu können. Neben engen Sitzen, der eigenen Ungeduld oder vielleicht auch etwas Nervosität bei einer wichtigen Geschäftsreise verlangt es von den Passagieren unvermeidlich, zahlreiche Unannehmlichkeiten tolerieren zu können. Dies fällt sehr viel leichter, wenn der Betreffende sich gut vorbereitet und praktische und hilfreiche Accessoires mit in den Zugwaggon nimmt.

Keine einfache Aufgabe: das Schlafen im Zugwaggon

Entspannter und erholsamer Schlaf setzt eine geeignete Atmosphäre und eine bequeme Schlafhaltung voraus – außer bei einer Kreuzfahrt finden sich diese Bedingungen selten in einem Fahrzeug und fast niemals in einem Zugwaggon. Selbst in einem Schlafwagen bewirkt allein schon der begrenzte Platz bei vielen ein Gefühl der Beklemmung und der Einschränkung – von einer Reise in einem gewöhnlichen Abteil ganz zu schweigen. Das meist recht laute Fahrtgeräusch, die Gespräche der Mitfahrer, Enge und eine unkomfortable Körperhaltung erschweren das Schlafen im Zugwaggon erheblich. Ein tiefer Schlaf stellt sich dann erst ein, wenn die körperliche Erschöpfung die eigene Leistungsfähigkeit bereits deutlich beeinflusst – keine optimale Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss auf einer Geschäftsreise.

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Mit den richtigen Hilfsmitteln ist es jedoch durchaus möglich, einen guten Teil dieser Hindernisse zu mildern oder sogar weitgehend auszuschalten, wenn sie zielgerichtet und sinnvoll eingesetzt werden. Dabei zeigen speziell vermeintliche Kleinigkeiten eine mitunter unerwartet starke Wirkung, falls sie den richtigen Ansatz aufweisen und eine konkrete – oft sogar relativ einfache – Lösung bieten.

Schnelles Einschlafen durch Gewohnheiten trainieren

Jeder Mensch reagiert auf Reize unterschiedlich stark und nimmt diese entsprechend seines kulturellen Hintergrunds – in der Regel jedoch noch stärker aufgrund seines Charakters und der persönlichen Erfahrung – unterschiedlich wahr. In diesem Zusammenhang üben unter anderem Gewohnheiten und Routinen ebenfalls einen entscheidenden Einfluss auf das Schlafverhalten aus.

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Es ist ohnehin sinnvoll, sich vor dem Schlafen an eine gewisse Tätigkeit als Schlüsselmerkmal zu gewöhnen, die dem Körper den Übergang von der aktiven in die ruhige Phase signalisiert. Dieser Reiz kann von den verschiedensten Aktivitäten ausgehen – bei vielen Menschen ist es zum Beispiel das abendliche Putzen der Zähne, die Lektüre im Bett oder ein einfacher Vorgang wie das langsame, gemütliche Trinken einer Tasse Tee.

Ein wichtiger Schritt: die eigenen Schwierigkeiten ermitteln

Solche Angewohnheiten helfen zwar, um in einem Zug schneller einschlafen zu können – ebenso wichtig ist es allerdings, die entscheidenden Faktoren zu ermitteln, die eine Person auf der Reise am Schlafen hindern. Dies können bei dem ersten Menschen der Lärm, bei dem nächsten die Bewegungen, bei einem dritten die ungewohnte Körperhaltung und bei einem vierten die körperliche Nähe zu weiteren unbekannten Personen sein – in der Regel besitzt jedoch jeder Mensch ein Merkmal, das er als überdurchschnittlich unangenehm empfindet.

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Gelingt es, diesen dominanten Schlüsselreiz erfolgreich auszuschließen, wirken sich in der Regel auch die weiteren Einschränkungen weniger deutlich aus. Für die Feststellung der eigenen Präferenzen hilft es, den eigenen Schlaf und Schlafablauf einmal genauer zu beobachten und mit kleinen Experimenten festzustellen, welcher Einfluss als störend und welcher als noch akzeptabel empfunden wird.

Bequem im Zug schlafen – das Ausblenden der Umwelt

Obwohl während des Schlafs das Gehirn eine direkte Wahrnehmung der Sinne unterdrückt, bedeutet dies keinesfalls, dass diese komplett ausgeschaltet werden. Es ist durchaus nicht ungewöhnlich, dass sich bestimmte Eindrücke bis in den Schlaf auswirken und speziell während der REM-Phase unbewusst das Unterbewusstsein beeinflussen, indem zum Beispiel bestimmte Geräusche oder Bewegungen als Teile in den Traum eingebaut werden. Die Empfänglichkeit für einzelne Impressionen wie Licht, Motorik oder Gehör ist dabei individuell unterschiedlich stark ausgeprägt – sinnvoll ist es jedoch in allen Fällen, sämtliche negativen Störfaktoren so weit wie möglich zu dämpfen. Obwohl es subjektiv als übertrieben angesehen werden mag, empfiehlt sich deshalb eine Kombination aus Schlafmaske, Ohrstöpsel oder Kopfhörer und weiteren Accessoires für die körperliche Bequemlichkeit – darunter ein Nackenkissen oder Reisekissen und eine leichte, dünne Decke.

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Die Reisekissen dienen damit vor allem dem physischen Komfort, die Decke hat darüber hinaus ebenfalls eine psychologische Bedeutung. Vielen Menschen fällt das Schlafen – ob im Zugwaggon oder im eigenen Bett – schwerer, wenn sie sich nicht mit etwas bedecken. Dabei handelt es sich um eine instinktive Handlung, die eine gefühlte Grenze zwischen der Außenwelt und dem eigenen Körper herstellt. Sie vermittelt bis zu einem gewissen Sinne eine Geborgenheit, indem sie den Nutzer weitgehend abschirmt und somit einen kleinen, aber privaten Raum herstellt, in den niemand unbemerkt eindringen kann. Sehr praktisch sind zu diesem Zweck spezielle Reisedecken aus Seide oder Mikrofaser, die nur ein geringes Gewicht aufweisen und sich klein zusammenfalten lassen. Sie besitzen zudem die nützliche Eigenschaft, dass sie gut die Temperatur regulieren und somit je nach Umgebung wärmen oder kühlen.

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Dies ist auf einer Reise von besonderer Bedeutung, denn wer im Zug schlafen möchte, kann mit Rücksicht auf die Mitreisenden nur selten seine optimale Wunsch- und Wohlfühltemperatur einstellen. Mittlerweile existieren neben den klassischen Accessoires für die bequeme Reise – etwa einem aufblasbaren Nackenkissen oder einem leichten Reisekissen und schalldämpfenden Kopfhörern – auch technische Lösungen, die den Komfort weiter erhöhen sollen. Zu diesen zählen etwa spezielle, flache Schlafkopfhörer, die in einem Stirnband aus Fleece eingearbeitet sind und so bei langem Tragen im Zug nicht drücken oder verrutschen.

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Um in aller Ruhe im Zug schlafen zu können, bieten sich hingegen aktive Noise-Cancelling-Kopfhörer an. Sie registrieren äußeren Schall über externe Mikrofone und spielen eine Wellenform an, die diesen entgegenwirkt und sie somit neutralisiert – ein Verfahren, das speziell bei den lauten und andauernden Hintergrundgeräuschen im Zugwaggon mittlerweile gut und zuverlässig funktioniert.

Bequem auf kleinem Raum sitzen

Um im Flugzeug oder Zug zu schlafen, bieten sich vor allem Fensterplätze an. Sie ermöglichen es, den Kopf seitwärts gegen etwas zu lehnen und stabilisieren die Haltung, weil Muskulatur und Knochen in dieser Position nicht das relativ schwere Gewicht des Kopfes halten müssen. In Verbindung mit einem geeigneten Nackenkissen oder Reisekissen bieten sie dadurch die beste Möglichkeit, um Verspannungen und Verrenkungen zu vermeiden. Ein oft unterschätzter Faktor ist hingegen die Kleidung. Beim Schlafen schwitzt der Körper leicht – besonders wenn er über dabei längere Zeit im Zug sitzen und die Haut an den entsprechenden Stellen deshalb nicht ausreichend entlasten sowie Arme und Beine nicht ausstrecken und bewegen kann.

Flugzeug bequem auf kleinem Raum sitzen
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Enganliegende Stoffe wie Business-Anzüge oder -Kleider schränken die Verdunstung stark ein. Auch auf einer Geschäftsreise ist es deshalb ratsam, sich zunächst bequem zu kleiden und sich erst kurz vor dem Termin umzuziehen. Positiver Nebeneffekt dieses Vorgehens ist, dass sich der Betreffende in der sauberen Kleidung besser fühlt und der Stoff die Reise im Zug flecken- und knitterfrei übersteht. Selbstverständlich helfen diese Maßnahmen grundsätzlich auf jeder beschwerlichen Reise – ob Flugzeug, Bus oder Auto – und nicht ausschließlich, um im Zug schlafen zu können.