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Schlafzimmer lüften

« Gute Luft für guten Schlaf »

Eine optimale Schlafqualität hängt von vielen Faktoren ab: Einer der wichtigsten ist ein gutes Raumklima. Dafür steht Ihnen ein ganz simples Mittel zur Verfügung: Regelmäßig das Schlafzimmer lüften. Die dadurch verbesserte Luftfeuchtigkeit hilft dabei, besser zu schlafen und beugt zudem gesundheitsgefährdender Schimmelbildung und weiteren unliebsamen Erscheinungen vor. Doch je nach Jahreszeit und Gewohnheiten kann das empfehlenswerte Lüftungsverhalten ganz unterschiedlich ausfallen. 

Schlafzimmer lüften – völlig normal oder doch Neuland? 

Tatsächlich fallen die Gewohnheiten im Schlafzimmer völlig unterschiedlich aus. So auch das Lüftungsverhalten. Während einige Menschen die ganze Nacht bei sperrangelweit geöffneten Fenstern verbringen, fällt es anderen schwer, auch nur ab und an frische Luft einziehen zu lassen. Das Schlafzimmer zu lüften ist allerdings keine Frage persönlicher Vorlieben. Es sollte zur regelmäßigen Routine gehören. Denn nur so lässt sich die Luftfeuchtigkeit in diesem Raum regulieren. Gerade von einem ausgewogenen Raumklima hängt die Schlafqualität in erheblichem Maße ab. Um der nächtlichen Erholung optimale klimatische Bedingungen zu bieten, sollte das Zimmer zum einen nicht zu warm sein  16 bis 19 Grad gelten als ideal. Darüber hinaus aber spielt die Luftfeuchte eine entscheidende Rolle. Ist sie zu niedrig, fällt beispielsweise durch ausgetrocknete Schleimhäute das Atmen schwer. Viel häufiger herrscht allerdings ein zu feuchtes Klima im Raum.  

Mann mit Handy Apps kontrolliert sein Schlafzimmer - Schlafzimmer lüftenist wichtig
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Zu hohe Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer – die Ursachen 

Grundsätzlich ist es leicht nachzuvollziehen, weshalb insbesondere der Schlafbereich in Sachen Feuchtigkeit als etwas heikel gilt: Sowohl Menschen als auch Tiere geben über ihre Atmung sowie nächtliches Schwitzen Feuchtigkeit an die Umgebung ab. Ein einziger Mensch kommt dabei pro Nachtruhe auf über einen halben Liter. Folgerichtig steigt die Luftfeuchtigkeit also im Laufe der Nacht immer weiter an. Deshalb ist es entscheidend, bereits am Abend vor dem Zubettgehen für einen niedrigen Wert zu sorgen. Dass die Temperatur in diesem Raum eher niedrig bleiben sollte, kann einen erhöhten Feuchtigkeitsgehalt der Raumluft zusätzlich begünstigen. Denn kalte Luft hält weniger Feuchtigkeit als warme, weshalb in kühlen Räumen grundsätzlich eine etwas höhere Luftfeuchte vorliegt.  

Kondenswasser an einem Fenster - Schlafzimmer lüften und Temperatur hochfahren sind das Gegenmittel
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Das ideale Klima im Schlafzimmer 

Die optimale Luftfeuchtigkeit im Schlafbereich sollte zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Wer ganz genau sein möchte, kann diesen Wert mit einem sogenannten Hygrometer überprüfen. Entsprechende Geräte sind bereits zum durchschnittlichen Preis eines Taschenbuches erhältlich und geben zuverlässig Aufschluss über das vorherrschende Raumklima. Aber auch ohne ein solches Hilfsmittel lassen sich klare Hinweise auf eine zu hohe Feuchtigkeit der Raumluft erkennen, allen voran beschlagene Fensterscheiben am nächsten Morgen. Auch Wände können mit Kondenswasser beschlagen, und selbst die Bettwaren inklusive Matratze fühlen sich bei zu feuchter Raumluft morgens klamm an.  

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Die Folgen schlechter Lüftung 

Für eine optimale Luftfeuchtigkeit ist ein regelmäßiger Luftaustausch unerlässlich. Die verbrauchte Raumluft muss durch frische trockene Luft von außen ersetzt werden können. Gelingt das nicht oder nur unzureichend, lassen die unschönen Folgen nicht lange auf sich warten. An den Wänden und ganz besonders an den Außenwänden, kann gesundheitsschädlicher Schimmel entstehen. Auch unliebsame Insekten wie Silberfische fühlen sich im feuchten Milieu wohler. Das Risiko eines Befalls steigt insbesondere dann, wenn die Zimmertemperatur im etwas höheren Bereich ab 19 Grad liegt. Hinzukommt ein ständiger Sauerstoffmangel: Die mit Wasserdampf gesättigte Raumluft in einem schlecht gelüfteten Schlafzimmer verringert die Weitergabe von wichtigem Sauerstoff. Nicht selten führt das zu Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und Müdigkeit am nächsten Morgen. 

Tipps zum Lüften  so geht es richtig 

Richtiges Lüften ist gar nicht so schwierig  vorausgesetzt, Sie beachten einige entscheidende Tricks. Das Wichtigste vorweg: Öffnen Sie die Fenster für jeden Luftaustausch komplett und so weit es geht. Auf diese Weise für einige Minuten große Mengen neuer Frischluft eintreten zu lassen, ist effektiver als stundenlanges Lüften mit gekippten Fenstern.  

  1. Wer nicht bei komplett geöffneten Fenstern schläft, sollte vor dem Zubettgehen kräftig durchlüften. Dasselbe wird auch am nächsten Morgen nötig. 
  2. Dabei ist es wichtig, unbedingt auch die Betten mit einzubeziehen. Schließlich sammelt sich dort besonders viel Feuchtigkeit. Auf keinen Fall ist es ratsam, sofort das Bett zu machen, nachdem Sie es verlassen haben. Vielmehr empfiehlt es sich, die Decken zurückzuschlagen und die Kissen von der Matratze zu nehmen, damit alle Bestandteile der Bettwaren frei liegen und die darin angestaute Feuchtigkeit verdunsten kann. 
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  3. Für eine noch wirkungsvollere Lüftung hilft es, auch in einem dem Schlafzimmer gegenüberliegenden Raum die Fenster so weit als möglich zu öffnen. Durch diese Querlüftung entsteht ein Sog, der die feuchte Luft nach außen zieht und trockene Außenluft in die Wohnräume drückt.  
  4. Nach 5 bis 20 Minuten  je nach Jahreszeit  können Sie die Fenster wieder schließen. Während Frühjahr und Herbst durch ihre typischen Temperaturschwankungen ein eher intuitives Lüftverhalten nahelegen, bewähren sich für Sommer und Winter die folgenden Strategien: 

Cool bleiben  richtig lüften im Sommer 

An heißen, schwülen und feuchten Sommertagen, empfiehlt es sich, die Fenster tagsüber verschlossen und abgedunkelt zu halten. Erst in den späten Abendstunden sollten Sie kräftig lüften, und zwar für mindestens 20 Minuten. Je geringer der Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen ausfällt, desto länger dauert der Luftaustausch. Wer wenig Zeit hat, kann den Ablauf durch Querlüften beschleunigen. Nach dem Aufstehen lüften Sie erneut für 20 Minuten, damit die noch kühle frische Außenluft in den Raum gelangen kann, während die von der Nacht feuchte Luft nach draußen abzieht.  

Kühle trockene Sommernächte stellen eine Ausnahme dar: Jetzt dürfen Sie die Fenster ruhig die ganze Nacht über gekippt halten. So kann die Feuchtigkeit direkt während des Schlafens nach außen abziehen.

Kurz und gut – das Schlafzimmer lüften im Winter 

Da eine zu kalte Raumtemperatur die Schimmelgefahr begünstigt, sollte der Schlafbereich auch im Winter nie auskühlen. Der Raum darf daher beim Heizen nicht in Vergessenheit geraten. Während der Lüftung einfach die Heizung abdrehen, um nicht die Außenluft zu beheizen. Mehrmals täglich, vor allem aber morgens und abends gilt es, das Schlafzimmerfenster weit zu öffnen. In der kalten Saison genügen jeweils fünf Minuten. Danach die Heizung wieder aktivieren, um den Raum auf Idealtemperatur zu halten.  

2 offene Fenster mit Blick auf Bäume

Raumklima gezielt verbessern  

Eine gängige Empfehlung zur Verbesserung des Schlafklimas legt nahe, Grünpflanzen im Raum aufzustellen. Hierbei gilt es allerdings zu unterscheiden: Zweifelsohne erzeugen die grünen Zierden einen angenehmen optischen Effekt. Zu feuchte Luft verhindern sie allerdings nicht, im Gegenteil: Da auch die Pflanzen „atmen“ geben sie ebenfalls Feuchtigkeit an die Raumluft ab. Einige Pflanzenarten erhöhen jedoch auch den Sauerstoffgehalt und filtern giftige Substanzen aus der Luft. Ein klares Für oder wider gibt es also nicht.  

Ein gängiger Fehler ist hingegen unbedingt zu vermeiden! Es handelt sich um das Aufstellen von Wäscheständern im Schlafraum. Nasse Textilien geben ihre Feuchtigkeit direkt in den Raum ab. Danach reicht die abendliche Lüftung unter Umständen nicht mehr aus, um für eine optimale Luftfeuchtigkeit zu sorgen. Besser: Den Raum nur zum Schlafen benutzen. Außerdem: Die Tür geschlossen halten, damit kein Dunst aus Badezimmer oder Küche hineinziehen kann. 

Gut gelüftet ist halb ausgeschlafen  

Das Schlafzimmer zu lüften, ist für gesunden Schlaf mindestens so wichtig wie ein gutes Bett, eine solide Matratze und eine rundum durchdachte Schlafhygiene. Wer morgens und abends per Stoßlüftung für einen kräftigen Luftaustausch in der Ruheoase sorgt, stellt auf diese Weise optimale Luftfeuchtigkeit und damit gleichermaßen ein schlafförderndes Raumklima sicher.