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Von der Wiege bis zum Jugendzimmer: Matratzen für Kinder

Im Vergleich zu Erwachsenen besitzen Kinder und auch noch Jugendliche weiche und flexible Knochen – das Gewebe muss noch wachsen und härtet erst mit Beginn der Pubertät vollständig aus. Auch aus diesem Grund klagen sie vergleichsweise selten über Rückenschmerzen oder Verspannungen nach dem Schlafen. Für eine gesunde Entwicklung spielen Matratzen für Kinder selbstverständlich trotzdem eine wichtige Rolle – nicht allein, um den Nachwuchs im Kinderzimmer gut schlafen zu lassen.

Die erste Etappe: Matratzen für Babys und Kleinkinder

Eltern sind oft überrascht, in welchen Positionen Babys und Kleinkinder schlafen können. In diesem Alter ist es aber vollkommen normal, in scheinbar ungesunden und unbequemen Haltungen gut zu schlafen – das stellt keinerlei Grund zur Besorgnis dar. Ergonomische Sondermodelle im Kinderzimmer sind also nicht notwendig, stattdessen sollte das Augenmerk auf praktischen Aspekten und einer hohen Sicherheit liegen. Übliche Größen bei Matratzen für die ersten vier Lebensjahre sind 60 x 120 cm bei Reise- und 70 x 140 cm bei normalen Betten – beide erweisen sich für die ersten drei Lebensjahre als vollständig ausreichend.

Wie schläft ein Baby am besten?
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Auch wenn es für viele zunächst überraschend klingt: Das optimale Material für die erste Matratze im Kinderzimmer ist hochwertiger Kaltschaum, mit geringen Einschränkungen auch Viscoschaum oder Latex. Der Grund ist, dass Kaltschaum sehr atmungsaktiv ist, Flüssigkeit gut ableitet und die Wärme nicht staut. Latex schneidet hingegen im zweiten, Viscoschaum im dritten Punkt etwas schlechter ab. Wichtig ist, dass die Unterlage nicht zu hart ist. Der Volksmund sagt zwar, dass es gesund sei, hart zu schlafen – Matratzen für Kinder sind jedoch relativ dünn, so dass ein tiefes Einsinken ohnehin nicht möglich ist. Deshalb sollten sie eher etwas weicher sein, damit das Gewicht nicht auf Gelenken, Muskeln oder Knochen liegt und die lieben Kleinen uneingeschränkt erholen können. Immerhin verbringen Babys noch bis zu 20 Stunden am Tag im Schlaf und befinden sich entsprechend lange Zeit in ihren Betten.

Die zweite Phase: Matratzen für Kinder ab dem 4. Lebensjahr

Bis einschließlich drei Jahren reicht in der Regel das Gitterbett problemlos aus. Im Laufe der Zeit haben sich die Kinder an ihre Umgebung gewöhnt und verbinden es mit Geborgenheit und Ruhe. Ab etwa vier Jahren wird es sinnvoll, über einen Umstieg nachzudenken. Aus den Betten wird neben dem Ruheort ein Spielplatz zum Toben und Umherspringen, so dass mehr Raum durchaus geschätzt wird. Matratzen für Kinder dieses Alters werden besonders beansprucht und müssen deshalb strapazierfähig sein. Feder- oder Taschenkernmatratzen schätzen die Kleinen zwar wegen ihrer Elastizität als Sprungbrett – sie neigen jedoch dazu, diese durch die hohe Beanspruchung schnell zu verlieren. Empfehlenswert sind deshalb weiterhin Latex, Kalt- und Viscoschaum. Letzterer verhärtet sich allerdings bei Temperaturen unter 18° schrittweise, so dass er sich nicht für kühle Räume eignet. Kaltschaum empfiehlt sich hingegen insbesondere für unruhigen Schlaf, so dass er im Kinderzimmer einen leichten Vorteil behält.

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Bei Matratzen für Kinder sind mehrere Schlafzonen nur begrenzt sinnvoll. Sie wirken sich zwar nicht negativ aus – wegen ihres geringen Körpergewichts sinken Kinder allerdings ohnehin nicht tief ein und profitieren deshalb auch nicht von ihnen. Darüber hinaus bewegen sie sich oft im Schlaf, so dass die unterschiedlichen Härtegrade ihre Wirkung nicht voll entfalten.

Die dritte Stufe: Das ideale Bett für das Jugendzimmer

Bei Matratzen für Jugendliche gelten langsam die bewährten Regeln für Erwachsene, um gesund, erholsam und gut schlafen zu können. Dabei ist in erster Linie der Entwicklungsstand wie Größe und Gewicht zu berücksichtigen – eine Matratze mit Liegezonen ist für Erwachsene ausgelegt und bietet dadurch erst ab etwa 14 Jahren wirkliche Vorteile. In diesem Alter haben sich auch feste Gewohnheiten wie Rücken-, Seiten- oder Bauchschläfer herausgebildet, die bei der Wahl des geeigneten Modells und eines Lattenrostes auch im Jugendzimmer eine Rolle spielen. Die konventionelle Federkern- oder Taschenkernmatratze empfiehlt sich primär für den Schlaf in Rücken- oder Bauchlage, bietet aber keine echten Vorteile. Aus diesem Grund haben sich spätestens seit der Jahrtausendwende Schaumstoff und Latex als bevorzugtes Material etabliert.

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Spätestens mit dem Eintreten der Pubertät ist der richtige Zeitpunkt erreicht, über ein abgestimmtes Bettsystem aus einem geeigneten und eventuell verstellbaren Lattenrost, den entsprechenden Matratzen für Jugendliche und Kissen nachzudenken. Wegen des noch immer niedrigen Gewichts sollte die Unterlage nicht zu hart sein – für bis zu 50 Kg lautet die Empfehlung die niedrigste Stufe H1 oder „sehr weich“, bei unter 70 Kg maximal „weich“ beziehungsweise Härtegrad H2. Leider ist die Auswahl gerade bei Härtegrad H1 oft nur eingeschränkt, da wegen der geringen Nachfrage nicht alle Hersteller ihre Produkte in dieser Kategorie anbieten. Im Alter zwischen etwa 10 und 16 Jahren ist es deshalb häufiger sinnvoll, lieber etwas früher zu speziellen Matratzen für Jugendliche zu greifen. Auf diese Weise kann die Matratze pünktlich mit Auftreten der ersten Alterserscheinungen gegen ein neues Modell mit höherer Härte und gewechselt werden.

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Welche Betten und Möbel sind für welches Alter geeignet?

Eine Wiege mag nostalgisch und klassisch sein, dient dem Neugeborenen aber bestenfalls für einen stark begrenzten Zeitraum. Auch wenn manche frischgebackene Eltern sicher mit diesem klassischen Möbel liebäugeln – aus ökonomischer Sicht ist es mit Sicherheit sinnvoll, statt in kurzfristige Lösungen wie Wiegen oder Beistellbetten sofort in ein gutes Gitterbett für die nächsten drei bis vier Jahre zu investieren. Einige nützliche Eigenschaften sind höhenverstellbare und herausnehmbare Gitter, so dass das Bett im Laufe der ersten Jahre mit dem Kind „mitwachsen“ kann. In diesem Alter kommen noch keine Lattenroste zum Einsatz – aus diesem Grund ist es empfehlenswert, das gesamte Bettinventar täglich zu lüften.

Bubema Maja Kinder EtagenbettMit dem Umzug aus dem Gitterbett stellt sich die Qual der Wahl – Jugendbett, Erwachsenenbett oder ein Hochbett mit Spielzone darunter? Pädagogen und Psychologen raten dazu, abhängig von dem individuellen Entwicklungsstand ein Etagen- oder Hochbett mit mehr als 1,50 Meter Höhe erst ab etwa sechs Jahren in Erwägung zu ziehen.

Das ist auch ungefähr das Alter, in dem sich Kinder für ihre neue Schlafgelegenheit begeistern und die Neugier und Abenteuerlust die Gewohnheit und Scheu vor der neuen Umgebung überwiegen. Für ein einfaches Aufräumen bieten sich zudem Bettkästen an, die Platz schaffen und auch für kleine Hände leicht einzuräumen sind.

Spätestens ab dem Jugendzimmer ist es der Bewohner, der das letzte Wort über dessen Einrichtung bekommen sollte. Jugendliche lernen schnell aus eigenen Erfahrungen und sind in vielen Fällen (unbewusst) bestrebt, hohe Effizienz mit einem minimalen Aufwand zu erreichen – insbesondere, wenn es darum geht, schnell das eigene Zimmer aufzuräumen. Das Bett und die Möbel sollten in seinen Lebensstil passen, wobei Eltern natürlich nicht auf jede spontane Meinungsänderung reagieren müssen.

Kleinkinder bis Jugendliche – die Anforderungen ändern sich stetig

In den ersten zwanzig Jahren eines Menschen entwickelt sich der Körper ebenso schnell wie die Psyche und damit auch die Anforderungen an die Umwelt. An keinem anderen Ort verbringen Kinder mehr Zeit als im Bett – es sollte ihnen deshalb Geborgenheit vermitteln und gleichzeitig ihre Ansprüche optimal erfüllen. Vom Gitterbett über das Hochbett bis zum Einzelbett im Jugendzimmer benötigt es geeignete Möbel und altersgemäße Matratzen, damit Kinder und Jugendliche – bei allen Problemen, die sie erwarten – gut schlafen können.